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Letzte Änderung für Artikel Lunapark (Berlin): 11.01.2006 16:18

Lunapark (Berlin)

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Die Terrassen im Lunapark, 1904
Die Terrassen im Lunapark, 1904

Der Lunapark am Halensee befand sich von 1909 bis 1933 in Berlin-Halensee und war zu seiner Zeit Europas gr├Â├čter Vergn├╝gungspark .

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Entstehung

Um 1900 entstand am Halensee, der zu dieser Zeit ein beliebtes Freibad war, das von dem ├ľkonomen Saeger betriebene "Wirtshaus am Halensee". Damals war der Kurf├╝rstendamm ein Waldweg, auf dem am Sonntag die Familien mit Kremsern von nahe gelegenen Bahnhof Grunewald (heute Halensee) in den Grunewald fuhren. Hier wurde Zwischenrast gemacht und es galt das Motto: Hier k├Ânnen Familien Kaffee kochen. Zu den Wirtshausr├Ąumlichkeiten geh├Ârte bereits in den neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts ein Rummel mit Karussell, Schie├č- und W├╝rfelbuden und einer Wasserrutschbahn, bei der ein ponton├Ąhnlicher Kahn den Berg zum See hinunterrollte.

Er├Âffnung

Am 14. Mai 1909 er├Âffnete der Gastronom August Aschinger zusammen mit dem ehemaligen K├╝chenchef des Kempinskis, Bernd Hoffmann, die "Terrassen am Halensee", die 1909 in "Lunapark" umbenannt wurden. Es war ein moderner M├Ąrchenpalast mit beeindruckenden T├╝rmen und einer gro├čen Freitreppe zu Halensee hinunter.

Lunapark, Eiserner See mit Wasserrutschbahn, 1904
Lunapark, Eiserner See mit Wasserrutschbahn, 1904

Die Hochzeit

Der Park enthielt alle Rummelattraktionen der damaligen Zeit, wie z.B. eine Wasserrutschbahn, die im See endete und als besondere Attraktion ein Wellenbad, welches von den Berlinern 'Nuttenaquarium' genannt wurde, weil sich hier die Damen den genie├čerisch am Beckenrand sitzenden Herren in der neuesten Bademode pr├Ąsentierten.

Lunapark, Shimmy-Treppe, 1904
Lunapark, Shimmy-Treppe, 1904

Weitere Attraktionen waren eine Wackeltreppe, mit einem Gebl├Ąse am Ende, das die R├Âcke der Damen hob sowie eine Gebirgsbahn oder ein Hippodrom . Nach dem Vorbild von Coney Island in New York war ein Vergn├╝gungspark entstanden, der Sensationen, Abenteuer, Gefahr, die Illusion der gro├čen weiten Welt und das Erlebnis der scheinbar grenzenlosen M├Âglichkeiten der Technik anbot. V├Âlkerschauen, die erste Rolltreppe, jede Nacht ein gro├čes Feuerwerk, Theater, Revuen, Jazzmusik, Kabarett aber auch Tanzturniere und Boxk├Ąmpfe wurden hier geboten. 1926 gewann der junge Max Schmeling hier seinen ersten Titelkampf. Die Restaurants hatten eine Kapazit├Ąt von 16.000 Sitzpl├Ątzen. Es gab das "Bayern-Dorf", in dem das Bier in Str├Âmen floss oder das "Luna-Palais" f├╝r gehobenere Anspr├╝che. Der Park z├Ąhlte in den Anfangsjahren t├Ąglich 50.000 Besucher und an Wochenenden noch erheblich mehr. Bereits 1910 konnte der millionste Besucher empfangen werden.

Neuer├Âffnung

W├Ąhrend des 1. Weltkrieges und in der Inflationszeit gingen die Besucherzahlen allerdings stark zur├╝ck und die Anlage war in einem desolaten Zustand. Am 9. Mai 1929 wurde der Lunapark nach einer gro├čen Erneuerung ein zweites Mal er├Âffnet. Es gelang den Betreibern jedoch nicht mehr an die alten Glanzzeiten anzukn├╝pfen.

Das Ende

Im Oktober 1933 musste der Lunapark endg├╝ltig schlie├čen, und bereits 1934 wurde die ganze Anlage abgerissen. Von den Nazis wurde der Park als Schandfleck betrachtet, so dass es ganz gelegen kam, dass man das Gel├Ąnde f├╝r den Bau der Halenseestra├če ben├Âtigte, die zu den Olympischen Sommerspielen 1936 er├Âffnet wurde und eine schnelle Verbindung zwischen dem Olympiastadion, der Deutschlandhalle, dem Messegel├Ąnde am Funkturm und den s├╝dlich gelegenen Kampfst├Ątten herstellte.

Weblinks


Koordinaten: 52┬░ 29' 49" n. Br., 13┬░ 16' 58" ├Â. L.

Wikipedia

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