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Letzte Änderung für Artikel Koenigssee: 22.12.2005 18:20

Koenigssee

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Koenigssee
Koenigssee

Der Koenigssee liegt im Westen des Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf in der Villenkolonie Grunewald. Er stellt einen der Seen der Glazialen rinne der Grunewaldseenkette dar und ist von l├Ąnglicher Gestalt, seine Fl├Ąche betr├Ągt etwa 22.000 Quadratmeter. Gespeist wird der See vom s├╝dwestlich gelegenen Dianasee, mit dem er ├╝ber eine Rinne direkt verbunden ist, die von der denkmalgesch├╝tzten ÔÇ×Hasensprungbr├╝cke" ├╝berspannt wird. Im Nordosten schlie├čt sich nach rund 400 Metern bebauten Gebietes der Halensee an, eine Rohrleitung sorgt f├╝r die Wasserzufuhr aus dem Koenigssee. Das Gew├Ąsser stellt einen Knotenpunkt innerhalb der Grunewaldseenkette dar, da sich senkrecht zur Kette nach S├╝dosten mit dem Herthasee ein weiterer See anschlie├čt, der als letzter See Richtung Westen zu der Nebenrinne geh├Ârt, die nach Osten ├╝ber den Hubertussee, Fennsee und Volkspark Wilmersdorf bis zum Rathaus Sch├Âneberg verl├Ąuft. Am Koenigssee m├╝ndete diese kleinere eiszeitliche Abflussrinne urspr├╝nglich in die gro├če Grunewaldrinne. Ein Kanal unter der Koenigsalleebr├╝cke verbindet Koenigssee und Herthasee. Auf dem Grundst├╝ck Koenigsallee 27a befindet sich eine pr├Ąchtige Blutbuche , die als Naturdenkmal gesch├╝tzt ist.

Namensgeber Felix Koenigs

Koenigssee
Koenigssee

Der See und die parallel verlaufende ÔÇ×Koenigsallee" (vorher Grunewald Allee) tragen seit 1895 den Namen des Bankiers und M├Ązens Felix Koenigs (1846-1900). Koenigs war Direktor des Bankhauses Delbr├╝ck Leo & Co., das 1854 unter anderen von Adelbert Delbr├╝ck gebildet worden war. Koenigs geh├Ârte zu den Gr├╝ndungsv├Ątern und Finanziers der Villenkolonie Grunewald in den 1890er Jahren und besa├č hier mehrere Grundst├╝cke. Der gro├čz├╝gige und kunstsinnige Sammler alter und zeitgen├Âssischer Werke wohnte an der nach ihm benannten Allee in direkter Nachbarschaft zum Bildhauer des Hochhistorimus Otto Lessing (1846-1912), mit dem ihn die Liebe zur Kunst verband und mit dem er einmal zum Bilderkauf nach Venedig reiste. Lessing baute unter anderem das Denkmal des Dichters Gotthold Ephraim Lessing im Berliner Tiergarten.

Landschaftsplan

Uferwanderweg Grunewald

Koenigssee, Uferwanderweg
Koenigssee, Uferwanderweg

Wie die drei weiteren Seen in unmittelbarer Nachbarschaft, Dianasee, Herthasee und Hubertussee, z├Ąhlt auch der Koenigssee nicht zu den urspr├╝nglichen Seen der Grunewaldkette, sondern wurde 1889 zur Trockenlegung des sumpfigen Gebietes beim Bau der Villenkolonie Grunewald ausgehoben. Das Gel├Ąnde, auf dem der See entstand, hie├č zuvor ÔÇ×Langes FennÔÇť. Die Villen gruppierten sich malerisch um die neuen Seen, die Ufer waren f├╝r die ├ľffentlichkeit nicht zug├Ąnglich. Heute stehen am Koenigssee 515 Meter als ├Âffentliche Gr├╝nanlage und Teil des noch nicht vollendeten Grunewalder Uferwanderweges zur Verf├╝gung. Der Wanderweg soll die dicht bebaute Innenstadt mit den Ufern der kleinen Seen bis zum Forst Grunewald verbinden. Planungen zu einem solchen Weg bestanden bereits in den 1920er Jahren, konnten jedoch nie realisiert werden. Ende der 1970er Jahre griff der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf die Idee auf und machte zun├Ąchst die Uferbereiche der landeseigenen Grundst├╝cke ├Âffentlich zug├Ąnglich. Durch Zuk├Ąufe kamen in den 1980er und 1990er Jahren weitere Partien hinzu. Die Gesamtl├Ąnge des Gr├╝nzugs soll 3,5 Kilometer betragen, davon waren im Jahr 2003 knapp 2 Kilometer fertiggestellt. Seitdem stagniert der Ausbau, da Mittel f├╝r weitere Ank├Ąufe erst einmal nicht vorhanden sind.

Allgemeine Ziele des Landschaftplans

Am Ende des 20. Jahrhunderts stellte der Bezirk die Planungen f├╝r den Uferwanderweg in das Zentrum eines Landschaftsplans f├╝r die Bereiche der kleinen Grunewaldseen, der nach den Richtlinien des Berliner Naturschutzgesetzes aufgestellt ist. Dieser Plan ist f├╝r Berlin insofern ein Novum, als es sich um den ersten Berliner Landschaftsplan f├╝r einen zum gro├čen Teil bebauten Stadtbezirk handelt. Auf einem Kommunalpolitischen Kiezspaziergang f├╝hrte Umweltstadtr├Ątin Martina Schmiedhofer laut Drucksache am 12. Juli 2003 aus: Pr├Ągende Landschaftselemente wie die Hangkanten zu den Seen, der Waldbaumbestand und die gro├čz├╝gigen Grundst├╝cksfreifl├Ąchen sind heute zum Teil vollst├Ąndig verschwunden. ... Zur Sicherung und Entwicklung der Qualit├Ąten entlang der Seeufer wurde eine mit Mittel 35 m breite Uferschutzzone festgesetzt, f├╝r die besondere Schutz- und Pflegema├čnahmen anzuwenden sind. Die grunds├Ątzlichen Ziele definiert der Landschaftsplan wie folgt (Zitat):

Koenigssee, Hasensprungbr├╝cke
Koenigssee, Hasensprungbr├╝cke
  • Erhaltung und Entwicklung des ehemals pr├Ągenden und typischen Landschaftsbildes einschlie├člich des standortgerechten und gebietstypischen Baumbestandes.
  • Schutz, Erhaltung und Entwicklung der Lebensr├Ąume f├╝r die typischen, teilweise seltenen wildlebenden Pflanzen und Tiere.
  • Sanierung und Renaturierung der Uferbereiche der Seen.
  • Anlage eines geschlossenen Wegesystems ├╝ber ├Âffentliche Gr├╝nfl├Ąchen von der Innenstadt in die Waldbereiche des Forstes Grunewald.
  • Erschlie├čung der Seen und ihrer Landschaftsr├Ąume f├╝r die Allgemeinheit durch einen Uferwanderweg.
  • Erhaltung und Pflege der bedeutenden historischen Gartenanlagen. (Zitat Ende)

Angesichts leerer kommunaler Kassen musste allerdings nicht nur die Vollendung des Wanderweges ausgesetzt werden, auch die teuren Pflegema├čnahmen konnten lediglich in sehr reduziertem Umfang wahrgenommen werden. Statt Erhaltung des Baumbestandes kam es zu Abholzungen im direkten Uferbereich, die von der ├ľffentlichkeit mit gro├čem Unverst├Ąndnis aufgenommen wurden. Hier w├Ąhlte der Bezirk das kleinere ├ťbel, da Gelder f├╝r das Einsammeln von Laub und ├ästen nicht vorhanden waren und dadurch die Verschlammung der ohnehin belasteten Seen drohte, entschied sich der Bezirk in erster Linie f├╝r die Reinhaltung der Seen.

  • Ausf├╝hrlicher zur Aushebung der Seen und zur Hasensprungbr├╝cke siehe: Dianasee

Weblinks, Quellen


Koordinaten: 52┬░ 29ÔÇ▓ 18" n. Br., 13┬░ 16ÔÇ▓ 17" ├Â. L.

Wikipedia

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