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Letzte Änderung für Artikel Berliner Ringbahn: 26.01.2006 16:17

Berliner Ringbahn

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Die Lage der Ringbahn („Hundekopf“) mit den zugehörigen Bahnhöfen
Die Lage der Ringbahn („Hundekopf“) mit den zugehörigen Bahnhöfen

Die Ringbahn in Berlin ist eine ringförmige, rund 37,5 km lange Bahn-Trasse, die um die Innenstadt herum verläuft. Wegen ihrer Form wurde sie auch Hundekopf genannt. Sie besteht aus dem S-Bahn-Ring und dem Güterinnenring. Vom S-Bahn-Ring bestanden Verbindungen zur Stadtbahn im Westen zum Westend (abgebaut) und nach Halensee (nur noch eingleisig), im Osten Verbindungskurven am Ostkreuz zur Warschauer Straße (nördliche Kurve außer Betrieb).

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der im Bau befindliche Bahnhof SĂĽdkreuz (PapestraĂźe) an der Ringbahn
Der im Bau befindliche Bahnhof SĂĽdkreuz (PapestraĂźe) an der Ringbahn
S-Bahnhof Gesundbrunnen
S-Bahnhof Gesundbrunnen
Kombinierter Eingang fĂĽr U- und S-Bahn am Bundesplatz
Kombinierter Eingang fĂĽr U- und S-Bahn am Bundesplatz
Bahnsteig der Station Innsbrucker Platz
Bahnsteig der Station Innsbrucker Platz
Halle im Bahnhof Schöneberg
Halle im Bahnhof Schöneberg

Der Bau der Ringbahn wurde 1862 vom damaligen preußischen König Wilhelm I. beschlossen. Sie sollte außerhalb der damaligen Stadtgrenzen verlaufen. 1877 wurde die Trasse fertiggestellt. Anfangs fuhren die Züge im südlichen Teil, dem so genannten Südring, zum Potsdamer Ringbahnhof (ein Flügelbahnhof des Potsdamer Bahnhofs am Potsdamer Platz) und kehrten dort wieder um.

Ab 1929 war die S-Bahn - Strecke vollständig elektrifiziert . Von 1944 bis 1961 herrschte Vollring-Betrieb: Die Züge fuhren ohne zu kehren im Kreis, weil die Spitzkehre durch die Bombardierungen zerstört worden war. Der Mauerbau unterbrach den durchgehenden Betrieb: Während auf West-Berliner Seite die Fahrgastzahlen zwischen Gesundbrunnen und Sonnenallee durch politisch motivierte Aufrufe zum Boykott immer weiter abnahmen, entwickelte sich die Ost-Berliner Strecke von Schönhauser Allee nach Treptower Park zu einer wichtigen Nord-Süd-Tangente.

Der S-Bahnbetrieb auf dem westlichen Ringteil wurde 1980 eingestellt und erst am 17. Dezember 1993 mit dem Abschnitt ( Baumschulenweg –) Neukölln – Westend wieder aufgenommen. Bis zur vollständigen Schließung des S-Bahnringes erfolgten abschnittweise Wiederinbetriebnahmen Westend – Jungfernheide ( 15. April 1997 ), Neukölln – Treptower Park ( 19. Dezember 1997) und Jungfernheide – Westhafen ( 19. Dezember 1999 ). Als vorletzte Ringschließung fahren seit September 2001 wieder S-Bahnen über die ehemalige Grenze zwischen Schönhauser Allee und Gesundbrunnen.

Erst mehr als zwölf Jahre nach dem Mauerfall gelang es am 16. Juni 2002 , die letzte Lücke der S-Bahn zwischen Westhafen und Gesundbrunnen mit der Zwischenstation Wedding wieder zu schließen. Werbemäßig wurde diese Eröffnung auch „Wedding-Day“ genannt. Seitdem ist der S-Bahnbetrieb wieder durchgehend, es wird jedoch kein Vollring, sondern nach dem Schneckenkonzept gefahren: Die Züge kommen von Süden in Neukölln auf den Ring und umrunden ihn anderthalb mal, bis sie auf einem Ringbahnhof enden. Dies liegt vor allem daran, dass die Fahrt genau 63 Minuten dauert, wodurch sich kein günstiger Takt ergibt. Jedoch ist es geplant ab dem 28. Mai 2006 die Ringbahn wieder nach dem Vollring-Konzept fahren zu lassen, dafür sollen dann die auf den Ring kommenden Linien S45 in Hermannstraße, die S46 in Westend und die S47 in Südkreuz enden. Bisher fahren diese noch bis Gesundbrunnen. Dies soll durch durchgängigen Einsatz von Neubauzügen der Reihe 481 sowie Zugabfertigung durch den Triebfahrzeugführer (abgekürzt ZAT) erreicht werden. Dann braucht die S-Bahn für eine Vollringrunde nur noch 60 Minuten.

Seitenäste (Verbindungskurven zu anderen S-Bahnstrecken)

Von der Ringbahn gehen und gingen Seitenäste in folgende Richtungen:

Verbindungskurven von und zur Stadtbahn gibt es an den Bahnhöfen Ostkreuz und Westkreuz. Allein die Südringkurve in Ostkreuz wird regelmäßig von einer S-Bahn-Linie befahren; sie ist als einzige dieser Kurven noch zweigleisig. Die Nordringkurve in Ostkreuz kann nur noch von der Ringbahn in Richtung Stadtbahn befahren werden; das Gleis Richtung Ringbahn ist gesperrt. Die Verbindungskurve von Charlottenburg nach Berlin-Halensee (Südringkurve in Westkreuz) wurde Anfanger der 1990er Jahre nur noch eingleisig wiederaufgebaut; sie dient nur gelegentlichen Überführungsfahrten. Eine Verbindung von Charlottenburg zum Nordring wurde bis 1944 schon einmal genutzt und nach dem II. Weltkrieg nicht wieder aufgebaut.

Bahnhöfe auf der Ringbahn

S-Bahnhöfe

Gesundbrunnen - Wedding - Westhafen - Beusselstraße - Jungfernheide - Westend - Messe Nord/ICC - Westkreuz - Halensee - Hohenzollerndamm - Heidelberger Platz - Bundesplatz- Innsbrucker Platz - Schöneberg - Papestraße - Tempelhof - Hermannstraße - Neukölln - Sonnenallee - Treptower Park - Ostkreuz - Frankfurter Allee - Storkower Straße - Landsberger Allee - Greifswalder Straße - Prenzlauer Allee - Schönhauser Allee - Gesundbrunnen.

Güterbahnhöfe

Moabit – Greifswalder Straße – Frankfurter Allee – Güterbahnhof Treptow – Neukölln – Tempelhof – Wilmersdorf – Halensee (abgebaut) – vom Ring abzweigend der Güterbahnhof Charlottenburg (abgebaut)

Siehe auch

Literatur

  • Berliner S-Bahn Museum: Strecke ohne Ende – Die Berliner Ringbahn. Verlag GVE, Berlin. ISBN 3892180741
  • Michael Bienert, Ralph Hoppe: Eine Stunde Stadt. ISBN 3814800966

Weblink

Wikipedia

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