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Letzte Änderung für Artikel Holzminden: 09.02.2006 01:08

Holzminden

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Wappen Karte
Wappen von Holzminden Deutschlandkarte, Position von Holzminden hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis : Holzminden
FlĂ€che : 88,25 kmÂČ
Einwohner : 20.856 (30. Juni 2005)
Bevölkerungsdichte : 236 Einwohner je kmÂČ
Höhe : 115 m ĂŒ. NN
Postleitzahlen : 37603
(alt: 3450)
Vorwahl : 05531
Geografische Lage :
Koordinaten: 51° 49' N, 09° 27' O
51° 49' N, 09° 27' O
Kfz-Kennzeichen : HOL
GemeindeschlĂŒssel : 03 2 55 023
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Neue Straße 12
37603 Holzminden
Offizielle Website: www.holzminden.de
E-Mail-Adresse: stadt@holzminden.de
Politik
BĂŒrgermeister : Dr. Wolfgang Bönig ( SPD )

Holzminden liegt in Niedersachsen und ist Kreisstadt des Landkreises Holzminden.

Die Stadt liegt an der östlichen Uferseite der Ober-Weser am Nordwestrand des Solling und ist 80 Kilometer von der niedersÀchsischen Landeshauptstadt Hannover entfernt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Erstmals erwĂ€hnt wurde Holzminden im 9. Jahrhundert als Holtesmeni, Holtesmynne. Der Name bedeutet nicht "Waldgeschmeide", sondern entstammt von menni = Bach und bezeichnete ursprĂŒnglich nicht den Ort der heutigen Kreisstadt, sondern das 1922 eingemeindete Altendorf ( 1275 antiqua villa), eine Siedlung an der großen, vom Niederrhein durch Westfalen nach dem Osten (Braunschweig bzw. Leipzig) fĂŒhrenden Straße, die die Weser ĂŒberschritt.

Neben der Siedlung Altendorf entstand vermutlich zwischen 1197 und 1202 als Markt- und ZollstĂ€dte der Grafen von Everstein die nova plantatio (neue GrĂŒndung), deren planmĂ€ĂŸige Anlage im Grundriss noch deutlich erkennbar ist.

1245 erhielt Holzminden die BestĂ€tigung ihres wichtigen Stadtrechtes durch Otto von Everstein; seit 1240 ist dieser auch im Besitze der Burg an der Weser. Ende des 16. Jahrhundertes wurde die Burg aufgegeben und deren Ruinen erst 1860 endgĂŒltig abgebrochen wurden. Im ihrem Schutz schritt Holzminden allerdings nicht, wie es fĂŒr die Mehrzahl der StĂ€dte zutrifft, zu einer mit TĂŒrmen bewehrten Ummauerung fort, sondern begnĂŒgte sich mit der Beibehaltung der anfĂ€nglichen einfachen Hafenbefestigung (Wall und Palisade).

In den erbitterten Auseinandersetzungen mit den seit der staatsrechtlichen Anerkennung ihres LandesfĂŒrstentums 1235 machtvoll gegen die Weserlinie vordringenden Welfen und deren ParteigĂ€ngern, den Edelherren von Homburg, den Eversteiner Grafen 1408 entfremdet, blieb die Stadt seit dem frĂŒhen 16. Jahrhundert im ausschließlichen Besitze der WolfenbĂŒttler Linien des braunschweigisch-lĂŒneburgischen Hauses. Seit 1815 unter der Benennung Herzogtum Braunschweig, 1918 bis 1941 Freistaat Braunschweig).

In der Folgezeit unternommene Versuche, ihre wirtschaftliche Stellung gegenĂŒber dem benachbarten Höxter (Corvey) zu stĂ€rken (u.a. erster BrĂŒckenbauversuch 1619 / 1620 ), erstickte der DreißigjĂ€hrige Krieg . Holzminden wurde 1640 von kaiserlichen Truppen zerstört und niedergebrannt und erholte sich davon nur langsam.

In lebhafter Bewegung kam Holzminden erst wieder seit Mitte des 18. Jahrhunderts infolge zielbewußter baulicher und wirtschaftlicher Förderung (u.a. GrĂŒndung eines Eisenwerkes) durch den OberbĂŒrgermeister Johann Georg von Langen ( 1742 - 1763 ) und durch die Verbindung der Klosterschule von Amelungsborn mit der Stadtschule.

In geistiger Hinsicht setzte jene sich fort mit der Wirksamkeit des als rationalistischer Theologe und Mathematiker bedeutenden Stadtpfarrers und Titularabtes von Amelungsborn Johann Friedrich Ludwig HĂ€seler ( 1775 - 1797 ) sowie mit der GrĂŒndung der ersten deutschen und bis heute Ă€ltesten Baugewerkschule durch den Kreisbaumeister Friedrich Ludwig Haarmann 1831 , (heute die Fachhochschule Hildesheim-Holzminden-Göttingen, Fachbereiche Architektur und Bauingenieurwesen, Soziale Arbeit).

Infolge von Reformen wurde die Stadt 1832 Sitz der Verwaltung des Kreises Holzminden. 1865 erhielt die Stadt Bahnanschluss auf der Strecke Altenbeken-Kreiensen.

WÀhrend einst die bodenstÀndige Verarbeitung von Holz und Sollingsandstein eine betrÀchtliche Rolle spielte, sind es heute verschiedenartige Industrien.

Schon 1874 wurde die Geruchs- und Geschmackstoff -Firma Haarmann & Reimer gegrĂŒndet, in welcher das kĂŒnstliche Vanillinaroma erfunden wurde. Dazu kam in der gleichen Branche das Dragoco-Werk. Im Jahr 2002 fusionierten die beiden Firmen zu dem Unternehmen Symrise . Noch heute gilt Holzminden als Zentrum der deutschen Riechstoff-Industrie.

In der Literatur ist Holzminden bekannt durch Wilhelm Raabe ( 1831 - 1910 ), der hier Kindheitsjahre verlebte und dessen ErzÀhlungen teilweise hier spielen.

Geografie

Holzminden liegt an der Weser im Weserbergland. SĂŒdlich von Holzminden beginnt der Gebirgszug Solling , nördlich Vogler und Ith .

Auf der anderen, westlichen Uferseite liegt weiter sĂŒdlich und flussaufwĂ€rts das Kloster Corvey, dort beginnt Nordrhein-Westfalen. Unmittelbare angrenzende nordrhein-westfĂ€lische Ortschaften sind LĂŒchtringen, Stahle und Höxter.

PartnerstÀdte

Französische Partnerstadt ist Cherbourg in der Normandie .

Britische Partnerstadt ist Leven in Schottland .

Stadtteile

Holzminden hat 10 Stadtteile: Allersheim, Hungerborn, Altendorf, Fohlenplacken, Limker Ecke, BĂŒlte, Rehwiese, sowie die eingemeindeten Sollingortschaften MĂŒhlenberg, Neuhaus und Silberborn.

Ortsteil Neuhaus im Solling

Seit dem spĂ€ten 16. Jahrhundert ist an der Stelle der heutigen Ortschaft ein landesherrlicher Viehwirtschaftshof (Molkenhaus, spĂ€ter Allersheimisches Amtsvorwerk) nachweisbar. Daneben erbaute Herzog Heinrich Julius von Braunschweig-WolfenbĂŒttel 1599 das Neue Haus, das Ă€lteste der eigentlichen Jagdschlösser der braunschweigischen Herzöge. Nach der Zerstörung der umfangreichen Anlage im DreißigjĂ€hrigen Krieg, von der nur noch Grundmauern des Forsthauses erhalten geblieben sind, erlangte der Ort noch einmal seit 1760 geschichtliche Bedeutung. Damals wurde auf der hannoveranischen Seite (Kreis Northeim) die seit dem ausgehenden Mittelalter mit dem Schlosse und Amte Nienover verbundene landesfĂŒrstliche StĂŒterei nach Neuhaus verlegt. In ihr wurde im 19. und 20. Jahrhundert die berĂŒhmten hannoveranischen KaltblĂŒter Isabellen gezĂŒchtet.

Weiter sĂŒdlich von Neuhaus, ca. 3 km entfernt, an einem großen WiesengelĂ€nde nahe der Ahlequelle befand sich durch einen Mönnekendamm aufgestauter Möncheteich der zur Planung des Klosters Hethis gehören soll. Kaiser Ludwig der Fromme soll hier den Platz fĂŒr das erste Kloster im Sachsenland 816 bestimmt haben. Wegen der Unwirtlichkeit der Gegend wurde es allerdings 822 von den Benediktiner-Mönchen wieder aufgegeben und im Weserwinkel bei Höxter als Nova Corbeia (Corvey) neu errichtet.

Genau wie Silberborn gehörte Neuhaus im Solling bis 1932 zum Kreis Uslar. Dieser wurde 1939 mit dem Landkreis Northeim vereinigt, so daß auch Neuhaus i.S. nun zum Landkreis Northeim gehörte. Erst 1974 (?) wurden beide Gemeinden ausgegliedert.

Persönlichkeiten

  • Robert Wilhelm Bunsen (* 30. MĂ€rz 1811 † 16. August 1899 ), deutscher Chemiker, entwickelte den Bunsenbrenner
  • Gustav Ludwig Friedrich Wilhelm Haarmann (* 24. Mai 1847 in Holzminden; † 6. MĂ€rz 1931 in Höxter ), Chemiker
  • Uwe SchĂŒnemann , niedersĂ€chsischer Innenminister (CDU) und 1996-1999 BĂŒrgermeister der Stadt Holzminden
  • Eberhard Itzenplitz , Filmregisseur
  • Nicolas Kiefer , Tennisspieler
  • Erwin Böhme , Jagdflieger im Ersten Weltkrieg mit 24 Luftsiegen und TrĂ€ger des Ordens Pour le MĂ©rite (*29. Juli 1879 † 29. November 1917)
  • Adolf Heusinger (* 4. August 1897 † 30. November 1982 in Köln, deutscher General, ab 1952 Leiter der militĂ€rischen Abteilung im "Amt Blank", dem VorlĂ€ufer des spĂ€teren Bundesministeriums der Verteidigung, 1957-1961 Generalinspekteur der Bundeswehr und Deutscher Vorsitzender des MilitĂ€rausschusses der NATO. 1964 trat Heusinger in den Ruhestand.

SehenswĂŒrdigkeiten

  • Das Tilly-Haus; hier verweilte der Feldherr Tilly wĂ€hrend des DreißigjĂ€hrigen Krieges.
  • Die Luther-Kirche (ehemals Marien-Kirche).
  • Der Raabebrunnen mit der Figur des Klaus Eckenbrecher aus dem Heimatbuch "Heiliger Born" des Dichters Wilhelm Raabe und dessen Wohnhaus im Goldenen Winkel.
  • sowie einer der Ă€ltesten und schönsten MarktplĂ€tze Norddeutschlands.

Wirtschaft

Holzminden ist das internationale Zentrum der Riech- und Geschmackstoffindustrie.

Den Grundstein fĂŒr diesen Industriezweig legte 1874 Dr. Wilhelm Haarmann, dem gemeinsam mit Prof. Ferdinand Tiemann die Synthese von Vanillin - dem typgebenden Geschmackstoff der Vanilleschote - aus dem Rindensaft von Fichten gelang.

Er war auch der GrĂŒnder der Firma Haarmann & Reimer, die zusammen mit der auch in Holzminden ansĂ€ssigen Firma Dragoco hier allein mehr als 2000 Mitarbeiter beschĂ€ftigte. 2003 fusionierten beide Firmen zu einem Unternehmen: symrise , das von dem schwedischen Finanzinvestor EQT kontrolliert wird. Symrise steht mit an der Weltspitze der Duft- und Geschmackstoff-Herstellung, mit weltweit etwa 6.000 Mitarbeitern (ca. 2.700 in Deutschland).

Ein weiterer weltweit bekannter Konzern hat sein Hauptwerk ebenfalls in Holzminden, der WarmwassergerÀtehersteller Stiebel Eltron mit etwa 1.200 Mitarbeitern.

Verpackungsglas fĂŒr die Spirituosen- und Nahrungsmittelindustrie erzeugen die BSN GlashĂŒttenwerke Holzminden mit etwa 500 Mitarbeitern. Besonderer Wert wird hierbei auf den hohen Einsatz von Altglas gelegt, um Energie und Rohstoffe optimal zu nutzen.

1906 grĂŒndeten in Holzminden Benno Heyne und Heinrich Penke die Firma Heyne & Penke mit dem Zweck der Herstellung imprĂ€gnierter Papiere. Alles fing mit der Veredelung von Papieren an, die fĂŒr die Lebensmittelindustrie und im besonderen fĂŒr die SĂŒĂŸwarenindustrie bestimmt waren. Heute kann Heyne & Penke eine breite Produktpalette vorweisen. Neben Papier werden auch weitere Rohstoffe wie Kunststofffolien, Aluminium und Zellglas verarbeitet.

Im Ortsteil Allersheim ist die gleichnamige 1854 gegrĂŒndete Brauerei Allersheim ansĂ€ssig.

Die Industrie- und Gewerbestruktur Holzmindens wird darĂŒber hinaus von weiteren zum Teil international bekannten Firmen der Elektroindustrie, Elektronik, Glasverarbeitungsindustrie, des Maschinenbaues und der Druckindustrie zusammen mit einer großen Anzahl leistungsstarker mittelstĂ€ndischer Handwerks-, Dienstleistungs- und Einzelhandelsbetriebe entscheidend mitbestimmt.

Medizin/Gesundheit

Das Evangelische Krankenhaus mit einer KapazitĂ€t von ĂŒber 200 Betten liegt nahe der Innenstadt im Forster Weg 34 und gehört zur Pro|Diako -Holding. Am Krankanhaus befindet sich auch die Zentrale Notfallpraxis (ZNP) fĂŒr den hausĂ€rztlichen Notfalldienst.

Schulen

Die sogenannte Baugewerkschule wurde 1831 /32 vom Kreisbaumeister Friedrich Ludwig Haarmann gegrĂŒndet und ist somit die zweitĂ€lteste Bauschule Deutschlands, heute: Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen StudiengĂ€nge: Architektur , Bauingenieurwesen , Immobilienwirtschaft, Internationales Bauen, Bauchemie, ab 2003/04 auch ein Teil der FakultĂ€t Soziale Arbeit und Gesundheit. Die Fachhochschule wurde in die Hochschule fĂŒr angewandte Wissenschaft und Kunst umbenannt.

Das Campe-Gymnasium ist seit 1760 die wichtigste höhere Schule in Holzminden.

Das Landschulheim am Solling bei Holzminden ist ein staatlich anerkanntes Gymnasium mit einer fast hundertjÀhrigen Geschichte.

Daneben existiert noch die Berufsbildende Georg-von-Langen-Schule, an der man mehrere Schulrichtungen (z.B.: Höhere Handelsschule, BGJ, Fachgymnasium) verfolgen kann.

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