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Letzte Änderung für Artikel Corvey: 17.02.2006 21:27

Corvey

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Das Kloster von Corvey
Das Kloster von Corvey

Corvey ist eine ehemalige Benediktinerabtei in H├Âxter im heutigen Nordrhein-Westfalen. Corvey war eines der bedeutendsten karolingischen Kl├Âster , es verf├╝gte ├╝ber eine der wertvollsten Bibliotheken des Landes und zahlreiche Bisch├Âfe gingen aus der Abtei hervor.

Kaiser Ludwig der Fromme begr├╝ndete im Jahre 815 auf Veranlassung seines Vaters Karls des Gro├čen ein Kloster in Hethis, unweit von Corvey, das von Benediktinerm├Ânchen aus Corbie an der Somme bezogen wurde, und nannte es Corbeia nova, neues Corbie. Diese verlegten den Sitz im Jahre 822 an die Stelle des heutigen Corvey, wo es sich im 9. und 10. Jahrhundert zu einem der bedeutendsten Kulturzentren Nordwesteuropas entwickelte. In dieser Zeit schrieb Widukind von Corvey hier seine Sachsengeschichte (nicht zu verwechseln mit dem Sachsenspiegel des Eike von Repgow aus dem 13. Jahrhundert). Die dreischiffige Basilika wurde 830 begonnen und 844 geweiht. Aus dieser Zeit sind die unteren Stockwerke des Westwerks erhalten. Die dort vorhandenen Fresken aus dem 9. Jahrhundert zeigen antike Motive der Odyssee .

Unter Abt Wibald von Stablo (1146 ÔÇô 1158) wurde das Westwerk in seiner heutigen Form ausgebaut und das Kloster erlangte seine Reichsfreiheit . Es gelang ihm auch, ein kleines Territorium von 5 km┬▓ zu bilden, welches unmittelbar an das des F├╝rstbischofs von Paderborn angrenzte, in dessen Di├Âzese es auch lag. 1500 kam Corvey zum Niederrheinisch-Westf├Ąlischen Reichskreis.

Im Drei├čigj├Ąhrigen Krieg wurde das Kloster zerst├Ârt und danach barock in seiner heutigen Form wieder aufgebaut. Das etwa 12.000 Einwohner starke Hochstift, das im Jahr ├╝ber etwa 100.000 Taler Einnahmen verf├╝gte, versuchte sich stets aus der Abh├Ąngigkeit des Bischofs von Paderborn zu l├Âsen. Einen enormen Motivationsantrieb erhielt es durch die Bedrohung seines Aussterbens, z├Ąhlte der Konvent doch 1786 lediglich noch 13 Mitglieder. Da es nur adligen Kandidaten Aufnahme gew├Ąhrte und es von diesen kaum noch Bewerber gab, versuchte man dem Untergang durch die Erhebung in ein Bistum zu entgehen.

Nach verschiedenen Vergleichen mit den umliegenden Herrschern und dem Bischof von Paderborn erlangte die Abtei 1779 die Erhebung in den Rang einer exemten Territorialabtei . In Gegenwart des Abtes beschloss der Konvent, dass der Gottesdienst, der stets sein benediktinisches Gepr├Ąge behalten hatte, auch nach einer S├Ąkularisation der Abtei nicht verringert werden sollte, was f├╝r einen noch immer strengen kl├Âsterlichen Tagesablauf sprach. F├╝r die Abhaltung der Gottesdienste wurden die Alumnen des 1786 er├Âffneten Priesterseminars herangezogen, da die meisten M├Ânche zu alt waren, um den ganzen Gottesdienst abhalten zu k├Ânnen. Zugleich wurde die Zahl der k├╝nftigen Domherren auf zw├Âlf und deren Gehalt auf 500 Taler festgelegt. Auch wurde die Vita communis weitestgehend reformiert und die Klausur aufgehoben.

1788 richtete die Abtei ihren S├Ąkularisierungsantrag an den Papst . Hierf├╝r wurde besonders Ferdinand von L├╝ninck aktiv, der daf├╝r mit einem Domkanonikat entlohnt wurde. Der Papst hob das Kloster 1792 auf und erhob sein Stiftsgebiet zum Bistum , welches lediglich 10 Pfarreien umfasste. Die Konventualen wurden nun zu Domherren erhoben, denen sich noch weitere Domizellare zugesellen sollten. Gleichzeitig erhielt die neue Kathedrale sechs Domvikare. Der Abt Theodor von Brabeck wurde nun Bischof und der Prior Dom dechant . Die Kleidung und die Rechte wurden den ├╝brigen deutschen Domkapiteln angeglichen. Im Jahr 1794 wurde die Urkunde durch den Kaiser ausgestellt und das neue Bistum, das lediglich das Gebiet des Hochstiftes umfasste, der Kirchenprovinz Mainz unterstellt. Auf Theodor von Brabeck folgte 1794 Ferdinand von L├╝ninck als F├╝rstbischof. Schon wenig sp├Ąter wurde 1803 das F├╝rstentum Corvey durch die S├Ąkularisation aufgehoben. Das Bistum Corvey blieb bis zum Tode Ferdinand von L├╝nincks 1825 bestehen.

In Corvey befindet sich das Grab des Dichters Hoffmann von Fallersleben, der als Bibliothekar die F├╝rstliche Bibliothek Corvey des Herzogs von Ratibor und F├╝rsten von Corvey mit etwa 74.000 B├Ąnden betreute.

Das Herzogliche Haus Ratibor und Corvey ist bis heute Eigent├╝mer von Schloss Corvey.

Beim Kloster befinden sich Reste der Stadt Corvey, die in den Religionskriegen der fr├╝hen Neuzeit zerst├Ârt und nicht wieder aufgebaut wurde.

Siehe auch

  • Liste der ├äbte von Corvey
  • Liste der ehemaligen katholischen Bist├╝mer
  • Liste der katholischen Bist├╝mer

Weblinks

Wikipedia

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