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Letzte Änderung für Artikel Schlacht am Bergisel: 18.12.2005 20:50

Schlacht am Bergisel

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Die vier Schlachten am Bergisel waren Teil des Tiroler Freiheitskampfes unter F├╝hrung von Andreas Hofer , die gegen die napoleonischen Franzosen und ihre Verb├╝ndeten, die Bayern am Bergisel bei Innsbruck gef├╝hrt wurden. Im Gegensatz zu heute bezeichnete man damals auch die Bergh├Ąnge von der Sillschlucht bis zum Anstieg nach Natters als Bergisel.

Inhaltsverzeichnis

Ausgangssituation

Ursache der Schlachten am Bergisel war die bayrische Herrschaft in Tirol, die unter anderem zur Aufhebung des Landlibell von 1511 (Missachtung der Tiroler Wehrverfassung) und massiven Eingriffen in das traditionelle religi├Âse Leben f├╝hrten. Ausl├Âser war die Zwangsaushebung von Rekruten in Axams im Zuge der Einf├╝hrung der allgemeinen Wehrpflicht. Anfang April 1809 erhob sich in ganz Tirol der "Landsturm". Der Kampf um Innsbruck entbrannte am 12. April 1809.

Erste Bergiselschlacht (25. Mai 1809)

In den Morgenstunden des 25. Mai traf ein etwa 5000 Mann starkes Bauernheer in Matrei ein und begann mit der Besetzung der Bergh├Ąnge s├╝dlich von Innsbruck. Josef Speckbacher r├╝ckte vom Unterinntal mit etwa 1000 Sch├╝tzen an, weiters wurden die Tiroler von rund 1200 Mann ├Âsterreichischer Infanterie unterst├╝tzt, die ├╝ber 5 Gesch├╝tze verf├╝gten. Es kam bald zu K├Ąmpfen auf breiter Front mit den knapp 5000 bayrischen Soldaten unter General Deroy, ohne da├č jedoch die Tiroler unter Andreas Hofer einen genauen Schlachtplan hatten.

Die anbrechende Nacht und ein Gewitterregen verhinderten einer Entscheidung - die Bayern behaupteten die Talebene, die Tiroler die Bergh├Ąnge.

Zweite Bergiselschlacht (29. Mai 1809)

Nach herbeigerufener Verst├Ąrkung lie├č Andreas Hofer noch einmal angreifen. Die bayrischen Truppen erlitten gro├če Verluste und mu├čten den R├╝ckzug in das Unterinntal antreten.

Am 21. und 22. Mai wurde Napoleon in Aspern bei Wien und E├člingen von der ├Âsterreichischen Armee unter Erzherzog Karl geschlagen, konnte jedoch seinerseits die ├ľsterreicher am 5. und 6. Juli bei Wagram schlagen und sie zu einem am 12. Juli in Znaim unterzeichneten Waffenstillstand zwingen.

Dritte Bergiselschlacht (13. August 1809)

In der zweiten Julih├Ąlfte marschierte eine 25.000 Mann starke Armee auf Napoleons Befehl hin auf allen Seiten nach Tirol ein, der jedoch in K├Ąmpfen um die Lienzer Klause, an der Ehrenberger Klause bei Reutte, an der Pontlatzer Br├╝cke zwischen Landeck und Prutz und in der Eisackschlucht zwischen Sterzing und Brixen gro├če Verluste zugef├╝gt wurden.

Die Entscheidungsschlacht wurde am 13. August am Bergisel geschlagen. 15.000 bayerische, s├Ąchsische und franz├Âsische Soldaten unter der F├╝hrung von General Lev├Ębvre standen einem ebenso gro├čen Tiroler Sch├╝tzenaufgebot unter Andreas Hofer gegen├╝ber. Lev├Ębvre blieb nach einem Ruhetag nichts anderes mehr ├╝brig, als am 15. August den R├╝ckzug durch das Unterinntal anzutreten.

Andreas Hofer regierte das Land als Oberkommandant in der Hofburg.

Der im Oktober 1809 unterzeichnete Friede von Sch├Ânbrunn beinhaltete die endg├╝ltige Aufgabe der Tiroler Gebiete durch den Kaiser.

Vierte Bergiselschlacht (1. November 1809)

Noch am Tag des Friedensschlusses gab Napoleon den Befehl, Tirol zu unterwerfen. Mitte Oktober traten bayrische Truppen zum Sturm auf Tirol an, und bereits am 24. Oktober standen sie vor Innsbruck. Hofer hatte die Landeshauptstadt schon verlassen und z├Âgerte mit einem neuerlichen Angriff.

Nach leichten Gefechten traten die Bayern am 1. November in der Fr├╝h zum Sturm auf den Bergisel an, und nach einem knapp zweist├╝ndigen Gefecht war die letzte Bergiselschlacht f├╝r die Tiroler verloren.

Einzelne Erfolge Mitte November, etwa bei Meran oder St. Leonhard in Passeier konnten die Niederlage nicht verhindern, und Andreas Hofer wurde nach einem Verrat am 28. Januar 1810 gefangengenommen und am 20. Februar 1810 in Mantua in Italien erschossen.

Auswirkungen

Die s├╝dlichen italienischsprachigen Gebiete und der s├╝dlichste Teil des deutschsprachigen Tirol (mit Bozen) wurden zum italienischen K├Ânigreich geschlagen, und Osttirol mit Lienz, Sillian und Matrei wurde Teil der Illyrischen Provinzen Frankreichs .

Nach der Niederlage Napoleons 1813 / 1814 kam Tirol wieder zu ├ľsterreich und wurde um die bis 1805 salzburgischen Gebiete Zillertal, Brixental und Matrei vergr├Â├čert.

Zeitzeugnisse

Siehe auch: Liste von Schlachten , Liste von Kriegen

Weblinks

Wikipedia

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