fair-hotels . Ein Service wie gemalt
Reiseführer Übersicht Deutschland Österreich Schweiz Bauwerke nach Stil

Werbung

Letzte Änderung für Artikel Landlibell: 08.01.2006 09:59

Landlibell

Wechseln zu: Navigation, Suche

Das Landlibell ist eine Urkunde von Kaiser Maximilian I. vom 23. Juni 1511 . Sie legte im Einvernehmen mit den Tiroler Landst├Ąnden fest, dass die St├Ąnde zur Verteidigung des Landes Kriegsdienste zu leisten hatten. Das Landlibell bildete ein Teil der Tiroler Landesverfassung.

Die Verteidigungsmannschaft bestand aus zwei Gruppen:

  1. Dem Aufgebot, eingeteilt durch Gerichte (Verwaltungseinheiten) in einer St├Ąrke von 5000 bis 20.000 Mann, je nach Bedrohung
  2. Dem Landsturm, der bei pl├Âtzlichem Einbruch des Feindes alle Wehrf├Ąhigen vom 18. bis zum 60. Lebensjahr aufgeboten wurde.

Das Landlibell beinhaltete weiters, dass das Aufgebot und der Landsturm nur innerhalb des Landes (Tirol) Kriegsdienst leisten musste, und dass er ohne Bewilligung der Landst├Ąnde keinen Krieg beginnen sollte, der Tirol betraf.

Die Ausr├╝stung samt Waffen war vom Aufgebot und Landsturm selbst zu beschaffen, sie wurden dabei vom Innsbrucker Zeughaus unterst├╝tzt, die Gesch├╝tze und Werkzeuge lieferten. Damit war auch das Recht verbunden, dass jeder Wehrf├Ąhige eine Waffe tragen durfte. Dies begr├╝ndete das Sch├╝tzenwesen. Urspr├╝nglich war jedoch nur ein Drittel mit Feuerwaffen ausger├╝stet, der Rest musste sich mit Spie├čen, Schaufeln, Hacken, Beilen und Hauen bewaffnen.

Das Landlibell wurde immer wieder den ge├Ąnderten milit├Ąrischen und politischen Anforderungen angepasst. 1704 wurden die Sch├╝tzen als eigene Truppe neben dem Milit├Ąr gef├╝hrt und ab 1736 eine Trennung in Standsch├╝tzen mit einer intensiven Scharfsch├╝tzen-Ausbildung und dem Landsturm als bisher bestehender Miliztruppe durchgef├╝hrt.

In der Zeit der Napoleonischen Kriege von 1796 bis 1813 kam es zur ersten gro├čen Bew├Ąhrungsprobe des neuen Verteidigungssystems. Die Aufl├Âsung des Landlibells durch die bayrische Besatzungsmacht 1809 und die Zwangsaushebung von Rekruten in Axams f├╝hrte zum Landesaufstand unter Andreas Hofer .

In das Jahr 1838 f├Ąllt die Gr├╝ndung des Tiroler J├Ągerregiments, das bis 1914 ausschlie├člich aus Tirolern bestand und nur zum Schutz des eigenen Landes eingesetzt werden sollte. 1866 und 1914 wurde diese Abmachung allerdings gebrochen.

Das Jahr 1870 brachte die Einf├╝hrung der allgemeinen Wehrpflicht vom 18. bis zum 42. Lebensjahr, die dem Sch├╝tzenwesen f├╝r die Dauer der Ableistung des Wehrdienstes entzogen waren. Nach Ableistung der Wehrpflicht bildeten diese M├Ąnner den Landsturm. Die Standsch├╝tzen bildeten Freiwilligenregimenter f├╝r Mitglieder des Landsturms und M├Ąnner unter 18 und ├╝ber 42 Jahre.

1915 waren regul├Ąre Tiroler Regimenter in Galizien eingesetzt, zur Verteidigung der S├╝dgrenze gegen Italien wurden Standsch├╝tzen eingesetzt (all jene, die zu jung oder zu alt f├╝r den regul├Ąren Wehrdienst waren).

Nach dem Zusammenbruch der Monarchie 1918 kam dem Sch├╝tzenwesen keine milit├Ąrische Bedeutung mehr zu, die Sch├╝tzenkompanien haben seither haupts├Ąchlich gesellschaftliche Bedeutung und dienen der Traditionspflege.

Wikipedia

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Landlibell aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels Landlibell verfügbar.

fair-hotels. Ein Service der
VIVAI Software AG
Betenstr. 13-15
44137 Dortmund

Tel. 0231/914488-0
Fax 0231/914488-88
Mail: info@vivai.de
Url: http://www.vivai.de