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Letzte Änderung für Artikel Pappenheim: 30.01.2006 15:06

Pappenheim

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Wappen Karte
Wappen Pappenheim Deutschlandkarte, Position von Pappenheim hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk : Mittelfranken
Landkreis : Weißenburg-Gunzenhausen
FlĂ€che : 64,32 kmÂČ
Einwohner : 4.396 (30. Juni 2005)
Bevölkerungsdichte : 70 Einwohner je kmÂČ
Höhe : 409 m ĂŒ. NN
Postleitzahl : 91788
Vorwahl : 09143
Geografische Lage :
Koordinaten: 48° 55' 60" N, 10° 58' 0" O
48° 55' 60" N, 10° 58' 0" O
Kfz-Kennzeichen : WUG
Amtlicher GemeindeschlĂŒssel : 09577158
Gliederung des Gemeindegebiets: 9 Ortsteile
Adresse der Gemeindeverwaltung: Marktplatz 1

91788 Pappenheim

Website: www.pappenheim.de
E-Mail-Adresse: stadtpappenheim@pappenheim.de
Politik
1. BĂŒrgermeister : Peter Krauß ( SPD )

Pappenheim ist eine bayerische Kleinstadt im AltmĂŒhltal. Sie liegt im Bezirk Mittelfranken rund 60 Bahnminuten sĂŒdlich von NĂŒrnberg im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Die Stadt Pappenheim liegt nahe Treuchtlingen und Weißenburg .

Stadtgebiet und -gliederung

Pappenheim besteht neben selbst aus den acht Ortsteilen Bieswang, Geislohe, Göhren, Neudorf, Ochsenhart, Osterdorf, Übermatzhofen und Zimmern. WĂ€hrend diese zwei bis sechs Kilometer weiter nördlich, östlich und sĂŒdlich des Flusses liegen, ist der Stadtkern mit der Burg in der AltmĂŒhlschleife gelegen.

Geschichte

PrĂ€historische Siedlungsspuren lassen sich auf der knapp westlich der Stadt gelegenen Höhensiedlung "Alte BĂŒrg" und im darunter liegenden Ortsteil Niederpappenheim bis ins Jungneolithikum zurĂŒckverfolgen. Von der "Alten BĂŒrg" stammen auch Funde der frĂŒhen Bronze- und der Hallstattzeit . Ein mehrfach gestaffeltes System von AbschnittswĂ€llen zeugt dort von mehreren Befestigungsphasen. Eine weitere und vermutlich jĂŒngere Höhensiedlung der spĂ€ten Hallstattzeit existierte auf dem "Schloßberg", auf dem spĂ€ter die Burg errichtet wurde. Nach einer lĂ€ngeren Unterbrechung nutzten dann Germanen des 4. oder 5. Jh. n. Chr. die Anhöhe erneut fĂŒr eine Befestigung. Es steht zu vermuten, dass zumindest fĂŒr die vorgeschichtlichen Perioden auch kleinere Ansiedlungen im Tal bestanden, da die AltmĂŒhl hier zudem durch eine Furt leicht passierbar war.

Die GrĂŒndung der heute noch existierenden Siedlung Pappenheim lĂ€ĂŸt sich namenkundlich erst in der Zeit um 750 fassen. Die frĂŒheste uschriftliche ErwĂ€hnung findet sich in einer Urkunde aus dem Jahre 802 als „Papinhaim im Sualafeld“. Darin schenkt Reginsind, die Witwe des Grafen im Thurgau, Vermögen und Besitz „in und um Pappenheim“ dem Kloster St. Gallen . Die im 9. Jahrhundert errichtete St.-Gallus-Kirche ist noch heute Zeugnis dieser Verbindung nach St. Gallen und nicht nur Pappenheims Ă€ltestes noch stehendes Bauwerk, sondern auch eines der Ă€ltesten in Franken. Oberhalb der St.-Gallus-Kirche, auf dem "Weinberg", findet sich eine weitere Abschnittsbefestigung, bei der es sich vermutlich um eine (vielleicht nicht fertiggestellte) Befestigungsanlage aus der Zeit der UngarneinfĂ€lle im 10. Jh. handelt, die zum Schutz der St. Galler Besitzungen errichtet worden sein könnte.

Die frĂŒhmittelalterliche Ansiedlung dĂŒrfte im Bereich um diese Kirche herum entstanden sein. Vermutlich bestand zu dieser Zeit auch wieder eine Befestigung auf der "Alten BĂŒrg", die nach Ausweis von Funden bis ins Hochmittelalter hinein bestand hatte. Nach ihrer Zerstörung wurde sie nicht wieder aufgebaut, sondern die Burgstelle auf den Sporn in die AltmĂŒhlschlinge hinunter verlegt, was einem allgemeinen Trend der Zeit entsprach. Diese staufische Burganlage wurde im Jahre 1175 fertiggestellt, wie das Weihedatum der Burgkapelle verrĂ€t. Erbaut wurde diese Anlage vermutlich als kaiserliche Burg und anfĂ€nglich dem Reichsministerialengeschlecht der Calatine, die sich nun MarschĂ€lle von Pappenheim nannten, als Lehen, spĂ€ter als Allod ĂŒberlassen. Acht Jahrhunderte hindurch ĂŒbte dieses Geschlecht bei allen Kaiserkrönungen sein Amt aus. Als Residenzstadt wurde Pappenheim zum regionalen Mittelpunkt, und neben vielen Privilegien der ReichsmarschĂ€lle wie Halsgericht und Judenschutz hatte die Stadt auch das Asylrecht. 1288 wurde ihr das Stadtrecht nach Weißenburger Vorbild verliehen. 1634 wurde Pappenheim von den Schweden belagert, die alsbald die Stadt einnehmen konnten. Die Burg mußte nach tapferem Widerstand erst nach einem Artillerietreffer auf die Brunnenstube ĂŒbergeben werden. Sie spielte nocheinmal 1705 im spanischen Erbfolgekrieg eine kurze Rolle und wurde von französischen Truppen eingenommen und beschĂ€digt. Danach zerfiel sie zusehends und wurde Anfang des 19. Jh. in eine romantische Ruine umgewandelt, die eher dem Zeitgeschmack entsprach. Die Reichsministerialen wurden 1627 mit Gottfried Heinrich (siehe: Gottfried Heinrich Graf zu Pappenheim )in den Reichsgrafenstand erhoben.

Bekannt ist der Name der Stadt vor allem durch den Ausspruch: „Ich kenne meine Pappenheimer“. Das Zitat geht zurĂŒck auf ein StĂŒck aus Schillers Drama „Wallensteins Tod“, in dem der Feldherr Wallenstein sagt: „Daran erkenn' ich meine Pappenheimer.“ Er sagt dies einer Abordnung der Pappenheimer KĂŒrassiere, die ihn fragen, ob das GerĂŒcht ĂŒber Verhandlungen mit den Schweden wahr sei. Als „Pappenheimer“ wurden seit dem SpĂ€tmittelalter auch die Kloakenreiniger in NĂŒrnberg bezeichnet. Diese Bezeichnung ist auf die Aufgabe der MarschĂ€lle zurĂŒckzufĂŒhren, die StĂ€dte vor dem Besuch des Kaisers zu reinigen. NatĂŒrlich wurde diese Aufgabe nicht von den Pappenheimern selbst ĂŒbernommen, sondern von ortsansĂ€ssigen Bediensteten, auf die der Name abgefĂ€rbt hat.

Kultur und SehenswĂŒrdigkeiten

Pappenheim ist heute Luftkurort und auch ansonsten besonders wegen der gut erhaltenen Altstadt ein beliebtes Ausflugsziel.

Auf dem Burgberg befindet sich ein Jagdmuseum.

Bauwerke

Zu den heute vorhandenen Bauwerken Pappenheims zĂ€hlen: Die St. Gallus-Kirche aus dem 9. Jahrhundert , die Burg ( 1050 ), das romanische „Obere Tor“, der Judenfriedhof aus dem 12. Jahrhundert , das ehemalige Augustinereremitenkloster (gegrĂŒndet 1372) mit der Klosterkirche „Heiliger Geist“ aus dem Jahre 1493 (die Kirche dient seit 1700 ausschließlich als Gruftkirche der MarschĂ€lle von Pappenheim). Die spĂ€tgotische evangelische Pfarrkirche ( 1476 vollendet), das Rathaus ( 1595 ), das sogenannte „Alte Schloß“, ein Renaissancebau aus dem Jahre 1593 , und das im klassizistischen Stil von Leo von Klenze erbaute „Neue Schloß“ aus dem Jahre 1819/1820.

Weblinks

Informationen aus der Umgebung

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Wikipedia

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