fair-hotels . Ein Service wie gemalt
Reiseführer Übersicht Deutschland Österreich Schweiz Bauwerke nach Stil

Werbung

Letzte Änderung für Artikel Heinrich III. (HRR): 14.02.2006 17:20

Heinrich III. (HRR)

Wechseln zu: Navigation, Suche

Bild:Heinrich III. (HRR) Miniatur.jpg

Heinrich III. (* 28. Oktober 1017  ; ‚Ć 5. Oktober 1056 in Bodfeld, Harz) aus der Familie der Salier war von 1039 bis zu seinem Tod 1056 deutscher K√∂nig und seit 1046 Kaiser des Heiligen R√∂mischen Reiches .

Inhaltsverzeichnis

Leben

Siegel Kaiser Heinrichs III.
Siegel Kaiser Heinrichs III.
Monogramm Heinrichs III.: Eigenhändig ist nur der waagerechte Strich (Vollziehungsstrich)
Monogramm Heinrichs III.: Eigenhändig ist nur der waagerechte Strich ( Vollziehungsstrich )

Heinrich wurde 1017 als Sohn Konrads II. und Giselas von Schwaben geboren, also noch bevor dieser 1024 zum K√∂nig erw√§hlt worden war. Er erhielt eine umfassende Ausbildung und wurde systematisch auf die Thronfolge vorbereitet, indem er fr√ľhzeitig an Regierungshandlungen seines Vaters beteiligt worden war. 1027 bis 1042 war er Herzog von Bayern, 1038 bis 1045 Herzog von Schwaben . Am 14. April 1028 lie√ü ihn sein Vater durch Erzbischof Pilgrim von K√∂ln in Aachen zum deutschen K√∂nig kr√∂nen. Im Herbst 1038 wurde er K√∂nig von Burgund . 1039 trat er dann mit einer Thronsetzung die Nachfolge seines Vaters an. Auf einen K√∂nigsumritt im eigentlichen Sinne verzichtete Heinrich, doch hat er in den Jahren 1039/40 alle Reichslande aufgesucht und Regierungshandlungen vorgenommen. 1041 unterwarf er B√∂hmen und brachte Ungarn unter die Lehenshohheit des Reiches. Nach dem Tod seines Vetters Herzog Konrad II. von K√§rnten im gleichen Jahr verwaltete er auch dieses Herzogtum bis zum Jahr 1047 selbst. Innenpolitische Auseinandersetzungen hatte Heinrich immer wieder mit dem Herzog von Lothringen, Gottfried dem B√§rtigen , zu bestehen.

Auf den Synoden von Sutri (ab 20. Dezember 1046 ) und Rom (ab 23. Dezember 1046) setzte er in Übereinstimmung mit der Cluniazensischen Reformbewegung die drei Päpste Gregor VI. , Benedikt IX und Silvester III. ab und einen Cluniazenser, Suitger von Bamberg , als Papst ein. Dieser wurde am 25. Dezember 1046 als Clemens II. in Rom inthronisiert und krönte in seiner ersten Amtshandlung Heinrich III. und seine zweite Ehefrau Agnes von Poitou zu Kaiser und Kaiserin. Clemens II. folgen später mit Damasus II. , Leo IX. und Viktor II. drei weitere von Heinrich eingesetzte deutsche Päpste.

Heinrich war zweimal verheiratet. Seine erste Frau Gunhild von D√§nemark , Tochter Knuts des Gro√üen , die er im Juni 1036 , wohl am 29., geheiratete hatte, starb am 18. Juli 1038 an Malaria . Sie wurde im Kloster Limburg beerdigt. Am 20. November 1043 heiratete er in Ingelheim Agnes von Poitou, mit der er sechs Kinder hatte. Durch Agnes konnte er Kontakte zur Kirchenreformbewegung in Cluny kn√ľpfen.

Heinrichs Sohn Heinrich IV. folgte ihm im Alter von sechs Jahren als König nach. Seine Tochter Judith ( Judith von Ungarn ) heiratete König Salomon von Ungarn und nach dessen Tode Herzog Wladyslaw I. Herman von Polen.

Heinrich liegt begraben im Kaiserdom in Speyer , seine Inteste (Herz und Eingeweide) werden in der Ulrichskapelle der Kaiserpfalz Goslar aufbewahrt.

Wirkung

Die Grabkrone von Heinrichs III. Aus der Domschatzkammer des Dom zu Speyer
Die Grabkrone von Heinrichs III. Aus der Domschatzkammer des Dom zu Speyer

In der Person Heinrichs III. findet die Verschmelzung von weltlicher (regnum) und geistlicher (sacerdotium) Herrschaft ihren Höhepunkt und erfährt zugleich einen entscheidenden Wendepunkt.

Heinrich bindet einerseits die Reichskirche ganz eng an sich und nutzt sie als Machtfaktor. Dies wird deutlich in zahlreichen Bischofsinvestituren, bei denen Heinrich auf seine Hofkapellane zum Beispiel des Stift ‚ÄěSt. Simon und Judas‚Äú in Goslar zur√ľckgreift (u.a. Anno von K√∂ln ) und durch die oben erw√§hnte Ab- und Einsetzung der P√§pste.

Andererseits macht sich der tiefreligi√∂se Heinrich das Gedankengut der Cluninazensischen Reformbewegung absolut zu eigen und wendet sich gegen Simonie (er setzt sich damit auch deutlich gegen seinen Vater ab) und macht sich f√ľr das Z√∂libat und die Friedensbewegung stark. Auch l√∂ste er das Papsttum aus den Verstrickungen mit dem r√∂mischen Adel und verschafft ihm universelle Geltung. Damit aber beschwor er die Probleme herauf, mit denen sein Sohn, Heinrich IV., sp√§ter im Investiturstreit zu k√§mpfen hatte und die ein erneutes Auseinanderdriften von weltlicher und geistlicher Macht zur Folge hatten.

Nachkommen

√úber die Geburtstage und -orte, selbst √ľber die Reihenfolge der Nachkommen Heinrichs III., ist wenig bekannt. Aus umfangreichem Quellenstudium hat Mechthild Black-Veltrup die folgende Reihenfolge erschlossen, die sie in ihren in den Literaturangaben genannten Publikationen einleuchtend begr√ľndet:

Aus erster Ehe mit Gunhild von Dänemark , Tochter von Knut dem Großen :

  • Beatrix (* 1037 , ‚Ć 13. Juli 1061 ), 1043/44-1061 √Ąbtissin von Quedlinburg und Gandersheim , begraben in der Stiftskirche in Quedlinburg, 1161 im Kloster Michaelstein.

Aus zweiter Ehe mit Agnes von Poitou:

  • Adelheid (* Herbst 1045 wohl in Goslar, ‚Ć 11. Januar 1096 ), 1061 -1096 √Ąbtissin von Gandersheim , um 1063 auch √Ąbtissin von Quedlinburg, begraben in der Stiftskirche in Quedlinburg
  • Gisela (* Fr√ľhjahr 1047 in Ravenna, ‚Ć 6. Mai 1053 )
  • Mathilde (* Oktober 1048 wohl in P√∂hlde, ‚Ć 12. Mai 1060 ) ‚ąě 1059 Rudolf von Rheinfelden , Herzog von Schwaben , 1077 deutscher Gegenk√∂nig
  • Heinrich IV. (* 11. November 1050 in Goslar, ‚Ć 7. August 1106 in L√ľttich), Herzog von Bayern, K√∂nig des HRR ab 1056 , Kaiser 1084 - 1106 , ‚ąě I 1066 Bertha von Turin (‚Ć 1087 ), Tochter des Odo Markgraf von Turin , Graf von Chablais , ‚ąě II 1089 Jewspraksija (Adelheid) von Kiew , Tochter des Gro√üf√ľrsten Wsewolod Jaroslawitsch
  • Konrad von Bayern (* September/Oktober 1052 wohl in Regensburg, ‚Ć 10. April 1055 ) Herzog von Bayern 1054 - 1055 )
  • Judith (* Sommer 1054 wohl in Goslar, ‚Ć 14. M√§rz wohl 1092/1096), ‚ąě I 1063 Salomon (X 1087 ) K√∂nig von Ungarn ( Arpaden ), ‚ąě II um 1089 Wladyslaw I. Herman (‚Ć 1102 ) Herzog von Polen

Quellen

Literatur

  • Boshof, Egon: ‚ÄěDie Salier‚Äú. - 4., akt. Aufl. - Stuttgart (u.a.) : Kohlhammer, 2000. - ISBN 3-17-016475-9
  • Bernd Schneidm√ľller/Stefan Weinfurter (Hrsg.): Die deutschen Herrscher des Mittelalters. Historische Portr√§ts von Heinrich I. bis Maximilian I. Beck, M√ľnchen 2003 ISBN 3-406-50958-4
  • Black, Mechthild: Die T√∂chter Heinrichs III. und der Kaiserin Agnes. - in: Vinculum Societatis: Festschrift f√ľr Joachim Wollasch, 1991. - S. 36 - 57
  • Black-Veldtrup, Mechthild: Kaiserin Agnes (1043-1077) : Quellenkritische Studien. - K√∂ln : B√∂hlau Verl., 1995

Weblinks

Vorgänger
Konrad II.
Liste der römisch-deutschen Herrscher Nachfolger
Heinrich IV.

Wikipedia

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Heinrich III. (HRR) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels Heinrich III. (HRR) verfügbar.

fair-hotels. Ein Service der
VIVAI Software AG
Betenstr. 13-15
44137 Dortmund

Tel. 0231/914488-0
Fax 0231/914488-88
Mail: info@vivai.de
Url: http://www.vivai.de