fair-hotels . Ein Service wie gemalt
Reiseführer Übersicht Deutschland Österreich Schweiz Bauwerke nach Stil

Werbung

Letzte Änderung für Artikel Unterlüß: 05.01.2006 13:13

Unterlüß

Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Karte
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Deutschlandkarte, Position von Unterlüß hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis : Celle
Geografische Lage : 52° 49' n. B.
10° 16' ö. L.
Höhe : 108 m ü. NN
Fläche : 77,53 km²
Einwohner : 4.168 (31. Dezember 2004)
Bevölkerungsdichte : 54 Einwohner je km²
Postleitzahlen : 29345
Vorwahl : 05827
Kfz-Kennzeichen : CE
Gemeindeschlüssel : 03 3 51 020
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Urwaldschneise 1
29345 Unterlüß
Website : www.unterluess.de
E-Mail-Adresse: info@unterluess.de
Politik
Bürgermeister : Kurt Wilks ( parteilos )

Unterlüß ist eine Gemeinde des Landkreis Celle im Naturschutzgebiet Südheide in Niedersachsen.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Unterlüß liegt inmitten des einzigartigen 7500 ha großen Lüßwaldes. Der Lüßwald, ein Mischwald mit Kiefern , Fichten , Buchen , Eichen und Birken , ist eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Deutschlands.

Ortsteil

Lutterloh ist ein altes Heidebauerndorf, in einer Senke am Lutterbach zwischen Unterlüß und Hermannsburg gelegen. Im Raakamp, parallel zum Bachlauf, liegt eine Ferienhaussiedlung.

Geschichte (Ortschronik)

  • 1847 Entstehung des Ortes durch den Bau der Bahnstrecke Hannover-Harburg und Anlage des Bahnhofs
  • 1889 Heinrich Ehrhardt gründet in Düsseldorf die "Rheinische Metallwaarenfabrik" und beginnt, beruhend auf seinem Patent, mit der Produktion von Kanonenrohren für das kaiserliche Heer
  • 1899 Anlage des Rheinmetall-Schießplatzes in Unterlüß
  • 1910 Der Ort wird selbständige Gemeinde
  • 1914-18 Erster Weltkrieg, Einsatz französischer Kriegsgefangener
  • 1919 Versailler Vertrag, Rheinmetall muss auf zivile Produktion umstellen und betreibt ein landwirtschaftliches Mustergut; Ersatzarbeitsplätze z.T. in der Kieselgurindustrie
  • 1933 NS-Regime, Wiederaufrüstung
  • 1934 Werkserweiterung; Rheinmetall und Borsig fusioniert und verstaatlicht; Rheinmetall-Borsig produziert für die Wehrmacht
  • 1936 Bau der Rheinmetall-Borsig-Werkssiedlungen im heutigen Ortsteil Hohenrieth (1942 eingemeindet)
  • 1939 Beginn des Zweiten Weltkrieges, Beginn des Einsatzes polnischer Zwangsarbeiter
  • 1941 Überfall auf die UdSSR, Beginn des Einsatzes sowjetischer Zwangsarbeiter
  • 1944 Ungarische Jüdinnen werden durch Rheinmetall-Borsig in einem Außenlager des KZ Bergen-Belsen eingesetzt
  • 1945 Kriegsende, Britische Besatzung und Beschlagnahme der teilweise zerstörten Werksanlagen sowie zeitweise auch der Werkssiedlungen; im Ort existieren etwa 20 Barackenlager für etwa 4.000 ausländische Zwangsarbeiter und -arbeiterinnen sowie Kriegsgefangene (ca. 2.500 Polen, 1.000 aus der UdSSR, 500 Jugoslawen, 1.000 aus anderen Ländern)
  • 1951 Rheinmatall Berlin AG reprivatisiert; als zweiter Industriebetrieb in Unterlüß entsteht die Textilmaschinenfabrik Artos
  • 1955 Abzug der Briten, Wiederaufrüstung, Rheinmetall produziert nun für die Bundeswehr
  • 1974 Verkauf der Artos an den britischen Maschinenbaukonzern Babcock, der daraufhin des Werk in Unterlüß schließt, wodurch die alte Monostruktur wiederhergestellt ist
  • 1986 Mit Steuergeldern des Landes Niedersachsen errichtet Rheinmetall des Technologiezentrum Nord (TZN) für militärische Forschung, die angeblich auch zivil nutzbar sein soll (nach Verbrauch der Steuergelder durch Rheinmetall wird das TZN geschlossen)
  • 1990 Wiedervereinigung, Verkleinerung der Bundeswehr führt zu Auftragseinbrüchen und Abbau von Arbeitsplätzen bei Rheinmetall
  • 1997 150. Ortsjubiläum
  • 1999 100. Firmenjubiläum am Standort Unterlüß
  • 2004 Der Rheinmetall-Mehrheitseigner, die Familie Röchling, verkauft ihre Anteile an der Rheinmetall Industrie AG

Literatur zum Weiterlesen

  • Jürgen Gedicke, Chronik der Gemeinde Unterlüß, Bd. 2 (Zeitraum 1910-45), Unterlüß 2003
  • Karl-Heinz Grotjahn, Meiler, Mühlen und Monarchen. Kleine Geschichte des Kieselgurbergbaus in der Lüneburger Heide 1836-1994
  • Nils Köhler, Zwangsarbeit in der Lüneburger Heide. Organisation und Alltag des "Ausländereinsatzes" 1949-45, Bielefeld 2003
  • Peter Schulze (Hg.), Unruhige Zeiten. Erlebnisberichte aus dem Landkreis Celle 1945-49, München 1990

Religionen

Im Ort existieren drei protestantische ( lutherisch , baptistisch ), eine neuapostolische und eine katholische Kirchengemeinde .

Eingemeindungen

Zur Gemeinde gehören die Ortschaften bzw. Gehöfte Lutterloh, Neu-Lutterloh (eine Neubauernsiedlung, gegründet 1955), Alten- und Neuensothrieth (Forsthaus), Lünsholz (Forsthaus), Siedenholz (früher Forsthaus, heute Jugendwaldheim), Schafstall (Forsthaus), Theerhof, Schröderhof und Neuschröderhof.

Einwohnerentwicklung

  • 1940 = 2.500
  • 1945 = 8.200 (Ausländer und Flüchtlinge inbegriffen)
  • 1950 = 4.100
  • 1960 = 4.250
  • 1970 = 4.700
  • 1980 = 4.600
  • 1990 = 4.300 beginnende Zuwanderung von Spätaussiedlern
  • 2000 = 4.350
  • 2005 = 4.100 (Schätzung)

Politik

Bürgermeister seit 1945

  • 1945-57 Müller, Wäschereibesitzer, SPD (durch britische Besatzungsmacht eingesetzt)
  • 1957-70 Busse, CDU
  • 1970-91 Dr. August Biermann, Zahnarzt, CDU
  • 1991-2005 Eberhard Staiger, Kfz-Meister, CDU
  • 2005-09 Kurt Wilks, Fachbeamter, parteilos

Gemeinderat

Die 15 Sitze des Gemeinderates verteilen sich wie folgt:

  • CDU 9 Sitze
  • SPD 6 Sitze

(Stand: nach Kommunalwahl 2005 ) .Ab dem 1. Oktober 2005 fällt das Amt des Bürgermeisters und des Gemeindedirektors zusammen. Dieses Amt bekleidet derzeit der am 22. Mai 2005 mit 63% der Stimmen gewählte Kurt Wilks, ein parteiloser Fachbeamter.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

  • Das Albert König Museum, das einzige reine Kunstmuseum der Lüneburger Heide ist dem Maler und Graphiker Albert König gewidmet, dessen Nachlass die Gemeinde Unterlüß geerbt hat.

Musik

  • Liedertafel "Frohsinn" (Gesangverein)
  • Gospelkonzerte der Evangelischen Friedenskirche
  • Klassikkonzerte im Albert-König-Museum

Sport

  • Turn- und Sportverein (TUS) Unterlüß e.V. (verschiedene Sparten)
  • DLRG (Schwimmsport), Schul- und Vereinsbad

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Schützenfest in Unterlüß, seit 1952 jeweils am letzten Sonntag im August
  • Schützenfest in Lutterloh, alljährlich am Himmelfahrtstag
  • Unterlüßer Dorffest, seit 1981 jeweils am letzten Wochenende im August
  • Sportwoche

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Unterlüß verfügt über einen Bahnhof und liegt an der Hauptstrecke Hamburg-Hannover.

Ansässige Unternehmen

  • Firma Rheinmetall, ein Unternehmen der Rüstungsindustrie, seit 1899 am Standort, heute der einzige größere Arbeitgeber des Ortes und der ganzen Region mit ca. 1000 Beschäftigten.

Wirtschaftsverbände

  • Gewerbeverein Unterlüß e.V. - Seit 1980 sind die Mehrzahl der Unterlüßer Firmen Mitglied.

Bildung

  • Kindergarten "Arche Noah" ( ev.-luth. )
  • Kindergarten "Regenbogen" ( DRK )
  • Grund- und Hauptschule "Waldschule"
  • Außenstelle der Volkshochschule Celle (beherbergt in Grund- und Hauptschule)

Weblinks

Informationen aus der Umgebung

Hotels in der Umgebung

Hotel Plz Ort Mail Url Kategorie Telefon
Goldene Kugel 29345 Unterlüß http://www.hotel-goldene-kugel.de/  05827 / 1633

Weitere Artikel aus der Umgebung

Wikipedia

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Unterlüß aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels Unterlüß verfügbar.

fair-hotels. Ein Service der
VIVAI Software AG
Betenstr. 13-15
44137 Dortmund

Tel. 0231/914488-0
Fax 0231/914488-88
Mail: info@vivai.de
Url: http://www.vivai.de