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Letzte Änderung für Artikel Moringen: 17.02.2006 20:39

Moringen

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Moringen
Wappen Karte
Deutschlandkarte, Position von Moringen hervorgehoben
Basisdaten
Staat : Deutschland
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis : Northeim
Stadtgliederung: 9 Ortsteile
Fläche : 82,25 km²
Geografische Lage :
Koordinaten: 51° 42' N, 9° 52' O
51° 42' N, 9° 52' O
Höhe : 137 - 457 m ü. NN
Einwohner : 7.496 (31. Dezember 2004)
Bevölkerungsdichte : 91 Einwohner je km²
Postleitzahlen : 37186
Vorwahl : 05554
Kfz-Kennzeichen : NOM
GemeindeschlĂĽssel : 03 1 55 009
Adresse der
Stadtverwaltung:
Amtsfreiheit 8
37186 Moringen
Offizielle Website: www.moringen.de/
E-Mail-Adresse: stadt@moringen.de
Politik
Bürgermeister : Rudolf Bödcher ( Partei )

Moringen ist eine Stadt im Landkreis Northeim in Niedersachsen.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Stadtgliederung

  • Behrensen
  • Blankenhagen
  • Fredelsloh
  • GroĂźenrode
  • Lutterbeck
  • Moringen
  • Nienhagen
  • Oldenrode
  • ThĂĽdinghausen

Geschichte

Die Geschichte Moringens bis 1983 (auch mit Angaben zu den eingemeindeten Orten) ist relative breit in Form einer Chronik dargestellt:

"1000 Jahre Moringen 983 - 1983" von Walter Ohlmer, herausgegeben von der Stadt Moringen, Verlag Ausgust Lax, Hildesheim (1983), 368 Seiten mit 53 Abbildungen und 2 Plänen.

Das Buch enthält auch ein Kapitel über die Juden in Moringen mit allerdings nur sehr spärlichen Angaben zu den Juden dort im 20. Jahrhundert und noch weniger zu der Zeit 1933-1945.

Ein weiteres kurzes Kapitel widmet sich dem Waisenhaus, dem späteren Werkhaus, das 1732 auf Kosten der Calenberg-Grubenhagenschen Landschaft errichtet wurde. 1798 wurde das Waisenhaus geräumt, um es anlässlich der damaligen Seeblockade zu einer Zuckerfabrik umzubauen. Das Projekt zerschlug sich 1803 auf Grund der französischen Besatzung, so dass das Gebäude wieder Waisenhaus wurde. 1818 kaufte es das Königreich Hannover zur Einrichtung einer so genannten Korrektionsanstalt. Ab 1838 wurden dort Polizeigefangene untergebracht. Ab 1866 unter preußischer Herrschaft wurde es Werkhaus, d.h. Arbeitshaus für "Nachhaft/Korrektionshaft". Ab 1871 diente es als Provinzialwerkhaus. 1901-1907 wurde eine Abteilung für schwererziehbare Fürsorgezöglinge angegliedert. Im 1. Weltkrieg wurden hier feindliche, zum Austausch bestimmte Ausländer zusammengefasst. Eine Bedeutung hatte dieses Werkhaus für die Landwirte der Umgebung, die hier gegen geringes Entgelt Arbeitskommandos zur Arbeitshilfe bekommen konnten.

Die Gebäude des Landeswerkhauses wurden vom 10.04. 1933 bis 29.11.1933 als Schutzhaftsammellager für Männer und vom 07.06.1933 bis 21.03. 1938 als Frauenkonzentrationslager , vom 01.08. 1940 bis zum Kriegsende, d.h. 06.04.1945 unter der euphemistischen Bezeichnung "Polizeiliches Jungendschutzlager" als Jugendkonzentrationslager benutzt. Im Frauen- KZ Moringen waren insgesamt ca. 1350 Frauen inhaftiert, im Jugend-KZ ca. 1400 Jugendliche im Alter von 13 bis 22 Jahren. Während der ganzen Zeit wurde der "normale Werkhausbetrieb" fortgeführt.

Bei Kriegsende wurden die Gebäude des Werkhauses einschließlich des Jugendschutzlagers von der Besatzungsregierung beschlagnahmt zur Einrichtung eines Lagers für " Displaced Persons ". Am 27.08.1947 wurde das jetzige Landeswerkhaus von der britischen Militärregierung an das Land Niedersachsen übergeben, in dem jedoch Polen noch bis zum 28.06.1960 wohnten. 1956 mit Verlegung der letzten "Korrigenden" wurde das Landeswerkhaus aufgelöst, um stufenweise in ein Landeskrankenhaus umgewandelt zu werden.

An diese Vergangenheit erinnert die Mahn- und Gedenkstätte Moringen im ehemaligen Torhaus der Stadt.

Heute befindet sich in Moringen ein vom Land getragenes forensisch-psychiatrisches Krankenhaus.

Wirtschaft und Infrastruktur

Ansässige Unternehmen

  • AWIS-Omnibusreisen GmbH ( Bus- und Heissluft-Ballonfahrten )
  • Piller Industrie-Ventilatoren GmbH
  • ETT-Verpackungstechnik GmbH
  • König GmbH & Co. KG
  • Dentallabor Flemming
  • Paul Brehmer KG
  • IO.SYS Berner & Bundstein GbR

Ă–ffentliche Einrichtungen

  • Landeskrankenhaus

Bildung

  • Löwenzahnschule (Grundschule)
  • KGS Moringen

Literatur

  • Hans Hesse, Das Frauen-KZ Moringen 1933-1938, Göttingen 2000.
  • Martin Guse: Der Kleine, der hat sehr leiden mĂĽssen... Zeugen Jehovas im Jugend-KZ Moringen, in: Hans Hesse (Hrsg.), Am mutigsten waren immer wieder die Zeugen Jehovas. Verfolgung und Widerstand der Zeugen Jehovas im Nationalsozialismus, Bremen 1998.
  • Wolfgang Kramer, Die Flurnamen des Amtes Moringen, Göttingen 1963.
  • Friedrich Zeichner, Aus tausend Jahren Moringer Geschichte: geschichtlicher Abriss zum 800jährigen Bestehen der Stadt Moringen, Moringen 1947.
  • Erika Bauer, Die Moringer Mundart, Heidelberg 1925. [Diese Schrift wird oft fälschlicherweise der Stadt Moringen in SĂĽdniedersachsen zugeordnet. Gemeint ist aber Mooring in Nordfriesland.]
  • Theodor Meyer, Der Brand der Stadt Moringen im Jahre 1734 und dessen Bedeutung fĂĽr die spätere Entwickelung derselben, Moringen 1888.
  • Johann Just von Einem, Antiquitates Moringenses, Zeit- u. Geschicht-Beschreibung des Amts und Städtleins Moringen, 1739.

Weblinks

Informationen aus der Umgebung

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Zum SachsenroĂź 37176 Nörten-Hardenberg www.kdv-dt.de/kunden/sachsenross.htm  05503 / 80 03-0

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