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Letzte Änderung für Artikel Tharandt: 19.02.2006 14:39

Tharandt

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Wappen Karte
Wappen von Tharandt Lage von Tharandt in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Regierungsbezirk : Dresden
Landkreis : WeiĂźeritzkreis
Geographische Lage :
Koordinaten: 50° 58′ N, 13° 34′ O
50° 58′ N, 13° 34′ O
Höhe : 214 m ü. NN
Fläche : 71,22 km²
Einwohner : 5.664 (30. September 2005)
Bevölkerungsdichte : 80 Einwohner je km²
Postleitzahlen : 01737 (alt: 8223)
Vorwahl : 035203
Kfz-Kennzeichen : DW
GemeindeschlĂĽssel : 14 2 90 440
Stadtgliederung: 7 Ortsteile bzw.
Stadtbezirke
Adresse der
Stadtverwaltung:
SchillerstraĂźe 5
01737 Tharandt
Website: www.tharandt.de
E-Mail-Adresse: buergermeister@tharandt.de
Politik
BĂĽrgermeister : Hagen Sommer

Tharandt ist eine Kleinstadt im sächsischen Weißeritzkreis. Sie ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Tharandt und ist durch die von Johann Heinrich Cotta 1811 als zunächst private forstliche Lehranstalt gegründete, erste und damit älteste forstliche Fakultät , bekannt. Diese gehört heute zur Technischen Universität Dresden. Tharandt ist ein touristischer Anziehungspunkt , außerdem führt durch die Stadt die Silberstraße.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Geographische Lage

Tharandt liegt an der Wilden Weißeritz, nördlich angrenzend an den Tharandter Wald, südwestlich von Freital und Dresden.

Nachbargemeinden

Angrenzende Gemeinden im Weißeritzkreis sind Dorfhain, die Stadt Freital, Höckendorf, Pretzschendorf und die Stadt Wilsdruff. Im westlich gelegenen Landkreis Freiberg grenzen Bobritzsch und Niederschöna an.

Stadtgliederung

Die Stadt Tharandt besteht aus den sieben Ortsteilen Fördergersdorf, Grillenburg, Großopitz, Kurort Hartha]], Pohrsdorf, Spechtshausen und Tharandt; wobei Tharandt und Kurort Hartha als Hauptorte gelten.

Geschichte

Tharandt wird erstmals sicher in einer Urkunde von 1216 erwähnt.

Die erste Burg Tharandt ließ Dietrich der Bedrängte errichten. Ihr Nachfolgebau, ein Werk des Arnold von Westfalen , war Witwensitz der Herzogin Sidonie (Zděnka, †1510). Nach einer schweren Zerstörung durch Blitzschlag im 16. Jahrhundert gab Kurfürst August I. die Burg zum Abbruch frei.

Besonders während der frühen Neuzeit wurde für die Stadt der Name 'Granaten' (gelegentlich: '[Amts-]Städtlein Granaten unterm Tharandt') verwendet, wobei jedoch in den schriftlichen Quellen (z. B. Steuerverzeichnisse) dieses Zeitraumes der Stadtname 'Tharandt' niemals gänzlich verschwindet.

1609 erweitert Kurfürst Christian II. die mindestens bereits seit der Mitte des 16. Jahrhunderts vorhandene Stadtgerechtsame, die sich unmißverständlich beispielsweise im Vorhandensein einer Ratsverfassung äußert, durch Verleihung des Rechtes, ein Stadtsiegel führen und einen Jahrmarkt abhalten zu dürfen.

Ende des 18. Jahrhunderts, mit der Zeit der Empfindsamkeit, setzte langsam der Tourismus ein. Friedrich Schiller (Gedenktafel am Restaurant „Schillereck“ am Neumarkt), Heinrich von Kleist und andere Berühmtheiten weilten hier. Nach der Gründung der Forstakademie wurde Tharandt zur Gelehrten- und Studentenstadt. Bäcker und Fleischer, Schneider und Schuhmacher, nicht zuletzt die Wirte profitierten von dieser Entwicklung.

In der DDR-Zeit war die Stadt ein Zentrum der Umweltschutzbewegung (Umweltbildungshaus „Johannishöhe“ - http://www.johannishoehe.de ).

Während der Jahrhundertflut 2002 wurden Teile der Stadt zerstört (vier Häuser im rechts der Burg gelegenen Weißeritztal).

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl ( 31. Dezember ):

  • 1998 - 5.795
  • 1999 - 5.790
  • 2000 - 5.734
  • 2001 - 5.722
  • 2002 - 5.700
  • 2003 - 5.663
  • 2004 - 5.688

Wirtschaft und Infrastruktur

Bildung und Wissenschaft

Tharandt um 1900
Tharandt um 1900

Im 18. Jahrhundert stieg in Sachsen, bedingt durch die rasche Entwicklung des Bergbaus und des Hüttenwesens, der Holzbedarf rasant an. Die Folge war eine Übernutzung und teilweise Devastierung der vorhandenen Wälder. Um Abhilfe zu schaffen, sollte eine geregelte Forstwirtschaft , die erst in den Anfängen existierte, eingeführt und aufgebaut werden. Die sächsische Regierung bemühte sich deshalb, für die 1809 freigewordene Direktorenstelle der sächsischen Vermessungsanstalt den bekannten Thüringer Forstmann Johann Heinrich Cotta zu gewinnen. Nach Prüfung aller Umstände sagte Cotta unter der Bedingung zu, dass er seine forstwirtschaftliche Lehranstalt weiterführen könne. Den Sitz Tharandt wählte er mit der Begründung aus: „Ohne Wald und dessen Benutzung kann eine Forstlehranstalt ebenso wenig gedeihen als eine Bergwerkakademie ohne Bergwerk.“

Die von Heinrich Cotta 1811 gegründete Forstakademie auf einer Gedenk-Medaille aus dem Jahr 1986 zur Erinnerung an „175 Jahre forstliche Lehre in Tharandt“.
Die von Heinrich Cotta 1811 gegründete Forstakademie auf einer Gedenk-Medaille aus dem Jahr 1986 zur Erinnerung an „175 Jahre forstliche Lehre in Tharandt“.
Profildarstellung Heinrich Cottas auf der RĂĽckseite der Gedenk-Medaille aus dem Jahr 1986. Als Vorlage diente ein Glasrelief von Biman.
Profildarstellung Heinrich Cottas auf der RĂĽckseite der Gedenk-Medaille aus dem Jahr 1986. Als Vorlage diente ein Glasrelief von Biman.

Am 24. Mai 1811 konnte Cotta sein Privatforstlehrinstitut eröffnen. Neben Cotta, der die forstlichen Fachdiziplinen lehrte, war A. Reum, Professor für Mathematik, Vermessungskunde und Botanik, mit nach Tharandt gekommen. Reum begann sofort mit dem Anlegen des heutigen Forstbotanischen Gartens . 1814 wurde noch K. L. Krutzsch als Lehrer für Naturwissenschaften eingestellt. Die Vorlesungen fanden in Privaträumen der Professoren oder im Freien statt.

Durch die Befreiungskriege ging die Zahl der Schüler stark zurück, so dass finanzielle Schwierigkeiten den Fortbestand der Lehranstalt gefährdeten. Cotta bemühte sich deshalb um Übergabe der Schule an den Staat. Da dieser an qualifizierten Fachleuten interessiert war, wurde am 17. Juni 1816 die „Königliche-Sächsische Forstakademie“ eröffnet, deren Direktor Cotta bis zu seinem Tode war.

Cotta konnte zwar nun die Professoren entlohnen, aber Geld für den Bau eines Lehrgebäudes wurde nicht bewilligt. Erst 1843 wurde das Schweizerhaus im Forstgarten für Lehrzwecke gebaut. Im Jahr 1904 wurde die Forstakademie in den Rang einer Hochschule erhoben und erhielt das Habilitationsrecht.

Am 1. April 1929 wurde die Forstliche Hochschule Teil der Technischen Hochschule Dresden, wobei eine gewisse Selbstständigkeit gewahrt blieb. Erst 1941 mit der Erhebung in den Rang einer Fakultät war die Integration vollzogen.

Kultur und SehenswĂĽrdigkeiten

Burgruine Tharandt
Burgruine Tharandt

Weblinks

Wikipedia

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