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Letzte Änderung für Artikel Rabenau (Sachsen): 19.02.2006 10:10

Rabenau (Sachsen)

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Wappen Karte
Wappen von Rabenau Lage von Rabenau in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Regierungsbezirk : Dresden
Landkreis : Wei├čeritzkreis
Geografische Lage :
Koordinaten: 50┬░ 58' n. Br.
13┬░ 38' ├Â. L.
50┬░ 58' n. Br.
13┬░ 38' ├Â. L.
H├Âhe : 250 - 420 m ├╝. NN
Fl├Ąche : 30,72 km┬▓
Einwohner : 4.709 (30. September 2005)
Bev├Âlkerungsdichte : 153 Einwohner je km┬▓
Postleitzahl : 01734
Vorwahl : 0351 (Karsdorf: 03504)
Kfz-Kennzeichen : DW
Gemeindeschl├╝ssel : 14 2 90 360
Stadtgliederung: Stadt Rabenau,
und 5 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 3
01734 Rabenau
Website: www.rabenau.net
E-Mail-Adresse: sekretariat@stadt-rabenau.de
Politik
B├╝rgermeister : Gerd Hilbert (Freie W├Ąhler)

Rabenau ist eine Kleinstadt bei Freital im s├Ąchsischen Wei├čeritzkreis und Verwaltungssitz der Gemeinde "Stadt Rabenau". Diese erstreckt sich ├╝ber ein Territorium von 30 km┬▓ und umfasst neben der eigentlichen Stadt die Ortsteile L├╝bau, Karsdorf, Obernaundorf, Oelsa und Spechtritz.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Erstmals urkundlich erw├Ąhnt wurde der Ort als "Rabinowe" im Jahre 1235. Als Kolonisten gelten fr├Ąnkische Siedler unter Burchhardus de Rabinowe.

Die im 14. Jahrhundert auf einem Felssporn ├╝ber dem Oelsabachtal errichtete Wehranlage diente als westliche Grenzfeste der Burggrafschaft Dohna. Nach der Dohnaischen Fehde gelangte sie in markgr├Ąflich-mei├čnischen Besitz, verlor ihre strategische Bedeutung und verfiel allm├Ąhlich.

Das Stadtrecht erlangte Rabenau im Jahr 1488. Im Drei├čigj├Ąhrigen Krieg musste der Ort mehrfach Pl├╝nderungen erleiden und wurde 1639 durch schwedische Truppen angez├╝ndet.

Neben der Landwirtschaft wurde die handwerkliche Holzverarbeitung wesentlicher Lebensunterhalt in Rabenau. Ab dem 16. Jahrhundert entwickelte sich so in Rabenau und Umgebung das Handwerk des Stuhlbaus. Der kurs├Ąchsische Hofgeograph Adam Friedrich Z├╝rner berichtete 1720 ├╝ber Rabenau, dass fast alle Einwohner Stuhlmacher gewesen seien.

Um 1830 erhielt die Rabenauer M├╝hle das Schankrecht. 1869 brannte sie ab und wurde als Gastwirtschaft und Holzschleiferei im Schweizer Stil wieder aufgebaut.

Im Zeitalter der Industrialisierung und der Gr├╝nderzeit dehnte sich das Siedlungsgebiet auf h├Âhergelegene Teile des stark geneigten S├╝dhangs aus. 1875 wurde die Freiwillige Feuerwehr gegr├╝ndet. 1882 erhielt Rabenau Anschluss an die Wei├čeritztalbahn, was gro├če Bedeutung f├╝r die ├Ârtliche Stuhlbauindustrie hatte. Gleichzeitig wurde die Ortsverbindungsstra├če von Eckersdorf (Ortsteil von Hainsberg bzw. Freital; heute Freitaler Stra├če) errichtet und ersetzte den steilen Eckersdorfer Weg. An dieser Stra├če entstand ├╝ber dem Rabenauer Grund die Siedlung Waldfrieden. In der Gr├╝nderzeit wurden das Rathaus und eine Vielzahl von markanten B├╝rgerh├Ąusern am Marktplatz erbaut. 1911 ging im Rabenauer Grund das Wasserkraftwerk in Betrieb. Anfang des 20. Jahrhunderts errichtete die Stadt Rabenau eine freiflie├čende Trinkwasserleitung, die ihr Wasser aus der Paulshainer Heide bei H├Âckendorf bezieht und durch den Bau eines Wasserturmes am zweih├Âchsten Punkt des Orts ein zeitgem├Ą├čes lokales Trinkwassernetz darstellte.

Im Mai 1945 wurde Rabenau nicht v├Âllig unblutig von sowjetischen Truppen besetzt. Mit der Stadtverwaltung wurden Angeh├Ârige bzw. Sympathisanten der KPD und SPD betraut. In der Folge wurden mehrere Gro├čbauern und Industrielle enteignet, andere verhaftet. Einige hundert Vertriebene aus dem Sudetenland, Schlesien und Pommern lie├čen sich in Rabenau nieder.

In den 1950er Jahren wurde ein Gro├čteil der Bauern in der LPG L├╝bau-Oelsa zwangskollektiviert. Rabenau erhielt eine Betriebsberufsschule f├╝r Stuhl- und M├Âbelbau, in der im Rahmen der RGW - Entwicklungshilfe zeitweise auch ausl├Ąndische Sch├╝ler ausgebildet wurden.

1952 wurden Spechtritz und L├╝bau Ortsteile von Rabenau, 1974 auch Obernaundorf. 1971 wird Karsdorf (Sachs) Ortsteil von Oelsa.

1990 entstand nach dem Vorbild in der hessischen Partnergemeinde die Freie W├Ąhlergemeinschaft Rabenau. Bei den Kommunalwahlen im Mai 1990 zog diese mit gro├čem Erfolg in den Stadtrat ein und stellte mit Frank Sch├Ânherr den ersten frei gew├Ąhlten B├╝rgermeister nach 1945.

1994 erfolgte der freiwillige Zusammenschluss mit der Gemeinde Oelsa zur vergr├Â├čerten Gemeinde "Stadt Rabenau". Die Stadtgemeinde besitzt im Jahr 2004 ca. 4.700 Einwohner, davon ca. 2.000 Einwohner in Rabenau selbst. Durch eine eher konservative Fl├Ąchenwidmungspolitik in den 1990er Jahren verzeichnet Rabenau nur geringen Zuzug und kaum neue Gewerbeansiedlungen, so dass die Entwicklung der Gemeinde seitdem als Wohn- und Gewerbestandort im s├╝dlichen Dresdner Umland stagniert.

Industrie und Gewerbe

Bekannt ist die Stadt f├╝r ihr traditionsreiches Stuhlbauhandwerk , welches im 17. Jahrhundert ihren Aufschwung nahm und im 19. Jahrhundert mit zahlreichen Unternehmen und Werkst├Ątten in Rabenau, Oelsa und Umgebung ihre Bl├╝te erreichte. Auch in der DDR blieb Rabenau trotz Verstaatlichung der Handwerksbetriebe ein wesentliches Zentrum der nationalen Sitz- und Stilm├Âbelindustrie. Seit der Wende nimmt die lokale Bedeutung dieser Branche aufgrund des internationalen Wettbewerbs ab, auch traditionsreiche Handwerksbetriebe mussten schlie├čen.

Schule

An einem der h├Âchsten Punkte des Orts entstand 1929 in zeitgen├Âssischer Architektur das weithin sichtbare Schulgeb├Ąude. Es gilt als eines der sch├Ânsten Schulgeb├Ąude Sachsens. Der dreist├Âckige, U-f├Ârmige Bau ist zum Teil in Klinkerbauweise ausgef├╝hrt und wird von einem kleinen Uhrenturm gekr├Ânt. Zur Anlage geh├Ârt ebenfalls ein Hausmeistergeb├Ąude. Die Schule hatte urspr├╝nglich 18 Unterrichtsr├Ąume und war Zentralschule f├╝r Rabenau und umliegende Ortsteile. In der DDR -Zeit wurde sie nach dem Dresdener Kommunisten Heinz Steyer benannt und war eine zweiz├╝gige, zehnklassige POS . Von 1992 bis 2005 war sie staatliche Mittelschule , seit 2005 beherbergt das Geb├Ąude eine private Ausbildungsst├Ątte f├╝r Ergotherapeuten .

Die Grundschule befindet sich im Ortsteil Oelsa, Mittelschule und Gymnasium sind in Freital.

Museum

In Rabenau befindet sich das Deutsche Stuhlbaumuseum (Lindenstra├če 2). Anhand von original Rabenauer St├╝hlen verschiedenster Stile gibt es Einblick in die mehr als 400j├Ąhrige Handwerkstradition und ist somit das einzige Fachmuseum dieser Art in Deutschland. Durch die Integration der musealen Werkstatt von Handwerksmeister Kurt Aehlig (1900-2001) konnte die Ausstellungsfl├Ąche im Jahre 2005 erheblich erweitert werden. Das Deutsche Stuhlbaumuseum wurde 1922 als Heimatmuseum der Stadt Rabenau gegr├╝ndet und zeigt so au├čerdem Wissenswertes aus der Lokalgeschichte.

├ľffnungszeiten: sonntags 13-17 Uhr sowie nach Voranmeldung .

Kirche

Das Geb├Ąude der evangelisch-lutherischen Kirche "St. Egidien" in Rabenau steht seit dem 17. Jahrhundert. Die Kirchgemeinde geh├Ârt seit 2005 zum Kirchspiel Oelsa ( Kirchenbezirk Dippoldiswalde). Die n├Ąchste katholische Kirche befindet sich in Freital.

Rathaus

Das Rathaus wurde 1893 an der Ostseite des Marktplatzes erbaut. Der dreigeschossige, gelbe Ziegelbau mit einem kleinen Turm wurde am Anfang der 1990er Jahre komplett renoviert und beherbergt heute die Stadtverwaltung und den " Ratskeller ". Davor auf dem Marktplatz befindet sich der Stuhlbau-Brunnen.

Umgebung

Der Rabenauer Grund, ein bis zu 80 m tiefes Kerbtal, bildet seit seiner Begehbarmachung durch Freiberger Bergleute zu Beginn des 19. Jahrhunderts ein malerisches Wander- und Erholungsgebiet, welches bereits Landschaftsmaler und Romantiker wie Adrian Ludwig Richter gern besuchten. Sein Bild "Brautzug im Fr├╝hling" gilt als Darstellung Rabenauer Motive. Hier befindet sich auch die "Rabenauer M├╝hle". Seit 1882 verkehrt durch den Rabenauer Grund die Wei├čeritztalbahn, eine dampfbetriebene Schmalspurbahn . 1961 fanden hier die Weltmeisterschaften im Wildwasserrennsport und Kanuslalom statt. Durch das Augusthochwasser 2002 der roten Wei├čeritz wurden Tal und Bahn stark in Mitleidenschaft gezogen.

Bekannte Ausflugsziele im Gemeindegebiet bilden auch der Lerchenberg (425m ├╝. NN), der G├Âtzenbusch (eine pal├Ąozoische Buntsandsteinklippe), die Talsperre Malter und die Ruine der Barbarakapelle. Diese befindet sich in der Dippoldiswalder Heide, einem bedeutenden Waldgebiet im Vorland des Erzgebirges.

Pers├Ânlichkeiten

  • Karl von Miltitz , p├Ąpstlicher Nuntius
  • Johann Samuel Adami , Theologe, Schriftsteller und Sprachforscher
  • Ingeborg Lahl-Grimmer (1926-1989), Malerin, lebte in Rabenau
  • Armin M├╝nch, Maler und Grafiker, geb. 1930 in Rabenau
  • Horand Friedrich, Kammers├Ąnger (Bass), geb. 1943 in Rabenau
  • Arila Siegert, Ballettt├Ąnzerin, Regisseurin und Choreografin, geb. 1960, aufgewachsen in Rabenau

Partnerorte

Das gleichnamige Rabenau in Hessen ist Partnergemeinde .

Links


Quellen:

  • J├Ârg Stock, "St├╝hle f├╝r die Nation", S├Ąchsische Zeitung (Freital), 20.01.2006
  • J├Ârg Stock, "Einheimische K├╝nstler stellen ihre Werke aus", S├Ąchsische Zeitung (Freital), 03.02.2006

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