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Letzte Änderung für Artikel Carl Zeiss (Firma): 12.02.2006 12:02

Carl Zeiss (Firma)

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Carl Zeiss ist eines der weltweit bekanntesten Unternehmen der feinmechanisch - optischen Industrie . Sitz der Konzernleitung ist heute Oberkochen. Weitere Standorte befinden sich in Jena (Carl Zeiss Jena GmbH), Göttingen, Aalen, Wetzlar (Hensoldt AG) und Calmbach (Prontor Werk), sowie in den USA , Ungarn , der Schweiz , Mexiko , Weißrussland und China ( Suzhou ).

Neben Mikroskopen und FernglĂ€sern (bei Hensoldt) werden auch andere GerĂ€te fĂŒr Wissenschaft, Forschung und Industrie produziert.

Planetariumsprojektor von Carl Zeiss
Planetariumsprojektor von Carl Zeiss

Große Bekanntheit erlangte die Firma Carl Zeiss durch ihre astronomischen Instrumente. Hierzu gehören Linsenfernrohre , Spiegelteleskope und AusrĂŒstungen fĂŒr Observatorien aber auch Planetarien . Diese wurden jedoch in den letzten Jahren durch ein Universarium bezeichnetes GerĂ€t verdrĂ€ngt. Die bekannte Bauform, wegen seiner Form oft Knochen genannt, ist einer weit schlichteren Konstruktion gewichen.

Der Produktkatalog umfasst aber auch andere Bereiche, zum Beispiel chemische Analysentechnik auf optischer Basis, Anlagen zum Umweltschutz (Ermittlung atmosphÀrischer Verschmutzungen mittels reflektierten Laserlichtes ) und vieles mehr.

Heute gehören GerĂ€te fĂŒr die Halbleiterindustrie (Produktions- wie Kontrolltechnik), fĂŒr die Medizintechnik ( Operationsmikroskope , Augenoptiker-ArbeitsplĂ€tze) ebenso zum Produktprogramm wie die "klassischen" optischen Erzeugnisse - BrillenglĂ€ser (GleitsichtglĂ€ser und Spezialschliffe) und Mikroskope.

Carl Zeiss fertigt exklusive Kameraobjektive fĂŒr Hasselblad , Rollei, Contax und neuerdings Sony (Digitalkameras/ Camcorder). Bekannt ist die hochwertige T*-MehrschichtvergĂŒtung der Zeiss-Objektive. Teilweise sind die Objektive dieser Firmen aber auch Lizenzfertigungen.

Inhaltsverzeichnis

Firmengeschichte

GrĂŒnderjahre (1846-1905)

Der aus Weimar stammende Mechaniker -Meister Carl Zeiss eröffnete 1846 eine feinmechanisch-optische Werkstatt in der Neugasse 7 in Jena. HierfĂŒr erhielt er eine "Großherzogliche Konzession zur Fertigung und zum Verkauf mechanischer und optischer Instrumente". 1847 stellte er August Löber als seinen ersten Lehrling ein, der spĂ€ter Werksmeister bei Zeiss wurde. Ende des Jahres wurden bereits die ersten einfachen Mikroskope in der Werkstatt gefertigt. 1852 beschĂ€ftigte Zeiss 10 Mitarbeiter.

Der 1860 zum UniversitĂ€tsmechanikus ernannte Carl Zeiss war mit der QualitĂ€t seiner Mikroskope nicht zufrieden. Jedes Mikroskop war ein Unikat . Man hatte zwar große Übung darin, Linsen durch Probieren (Pröbeln) zu einem vollstĂ€ndigen Mikroskop zusammen zu stellen. Es gab aber keine Möglichkeit, die Eigenschaften eines Mikroskops voraus zu berechnen und gezielt zu optimieren.

Zwar versuchte der Mathematiker Friedrich Wilhelm Barfuß zwischen 1850 und 1854 Mikroskop-Optiken zu berechnen, um so die Grundlagen fĂŒr einen wissenschaftlichen Mikroskopbau zu schaffen - aber leider ohne Erfolg.

Zeiss arbeitete deshalb ab 1866 mit Ernst Abbe , einem Physikprofessor der Jenaer UniversitĂ€t, zusammen. Diesem gelang es nach jahrelanger Arbeit und RĂŒckschlĂ€gen eine Theorie der Mikroskop-Optik aufzustellen. Hervorzuheben ist dabei neben den genialen Leistungen Ernst Abbes, die Geduld und das Durchhaltevermögen des Unternehmers Carl Zeiss. Als weltweit einzige Firma war Carl Zeiss nun in der Lage, Mikroskope nach Katalog und mit definierten Eigenschaften zu produzieren. Damit begann eine einzigartige Erfolgsgeschichte. Bereits 1875 beschĂ€ftigte Carl Zeiss 60 Mitarbeiter. Im Jahr seines Todes, 1888 , waren es bereits 327.

Ein wichtiges Problem, die gleichbleibende QualitĂ€t des Glases, konnte aber von Zeiss und Abbe nicht gelöst werden. Sie holten deshalb den Chemiker Otto Schott nach Jena. Nach erfolgreichen Glasschmelzversuchen fĂŒr die Firma Carl Zeiss baute dieser ein Werk fĂŒr optische GlĂ€ser in Jena auf.

Das Zeisswerk um 1910
Das Zeisswerk um 1910

1875 entschloss sich Carl Zeiss, seinem Freund Ernst Abbe die Teilhaberschaft an der Firma anzubieten. Als Kommanditist setzte Ernst Abbe nun einen großen Teil seiner Arbeitskraft fĂŒr die Firma ein. Roderich Zeiss, der Ă€lteste Sohn von Carl Zeiss, trat ein Jahr spĂ€ter ebenfalls in die Firma ein. Carl Zeiss starb 1888 und hinterließ ein bedeutendes Unternehmen mit glĂ€nzenden Perspektiven.

Spannungen um die Unternehmernachfolge löste Abbe durch die Umwandlung des Unternehmens in ein Stiftungsunternehmen. Ab 1891/96 gehörte das Unternehmen der neu gegrĂŒndeten Carl Zeiss-Stiftung. Es war ĂŒber Stiftungsorgane an staatliche Kontrollinstitutionen des Landes Sachsen-Weimar-Eisenach gebunden. Das operative GeschĂ€ft lag in den HĂ€nden einer vierköpfigen GeschĂ€ftsleitung, der bis 1903 Abbe als StiftungsbevollmĂ€chtigter vorstand.

Das Unternehmen nach dem Tod Abbes bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs (1905-1945)

Vor dem Ersten Weltkrieg erlebte das Unternehmen einen rasanten Aufstieg, der auch mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges nicht nachließ. In beiden Weltkriegen gehörte das Unternehmen zu den fĂŒhrenden deutschen Produzenten von rĂŒstungs- und kriegsrelevanten GĂŒtern.

Zeiss in Ost- und Westdeutschland (1945-1990)

Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges gehörte das Jenaer Zeiss-Werk fĂŒr kurze Zeit zur US-amerikanischen Besatzungszone . Mit dem Abzug der US-StreitkrĂ€fte aus ThĂŒringen im Juni 1945 verließen auch zahlreiche Spezialisten sowie die amtierende GeschĂ€ftsfĂŒhrung mit wichtigen Unterlagen Jena in Richtung Westzonen. Dort bauten sie nach und nach in Heidenheim/Oberkochen einen neuen Produktionsstandort wieder auf.

In Jena ĂŒbernahmen die sowjetischen Besatzer die Kontrolle ĂŒber das Unternehmen und begannen mit der Entnahme von Reparationsleistungen . 1946 wurde die Teildemontage des Werkes beschlossen und bis 1947 durchgefĂŒhrt. 1948 wurde das Unternehmen enteignet und als VEB Carl Zeiss Jena in die neue DDR-Staatsindustrie integriert. 1955 wurde bei Zeiss mit dem OPREMA der erste in der DDR gebaute Computer fertiggestellt, von dem nur zwei Exemplare gebaut wurde. 1961 wurde mit dem Zeiss Rechen Automat ( ZRA 1 ) ein weiterer Computer vorgestellt, der bis 1964 gefertigt wurde. 1965 wurde der VEB Carl Zeiss Jena zum Stammbetrieb des gleichnahmigen Kombinates weiterentwickelt, dem nach und nach andere VEB der optisch-feinmechanischen und Elektronik-Industrie zugeordnet wurden. In den 1980er Jahren umfasste das Zeiss-Kombinat 25 Betriebe mit bis zu 70.000 BeschĂ€ftigten.

In Oberkochen sammelten sich wÀhrenddessen die nach Westen gewechselten Mitarbeiter und bauten ein neues Unternehmen Carl Zeiss und eine neue Carl-Zeiss-Stiftung auf.

Meilensteine

16. Juli 1969 Mit Apollo 11 kamen an diesem Tag nicht nur Armstrong , Collins und Aldrin auf die MondoberflĂ€che. Die verwendete Video- und FotoausrĂŒstung mit der die weltbekannten Bilder entstanden, war mit Objektiven aus dem Hause Zeiss ausgestattet.

Literatur

  • Edith Hellmuth, Wolfgang MĂŒhlfriedel: Zeiss 1846-1905. Vom Atelier fĂŒr Mechanik zum fĂŒhrenden Unternehmen des optischen GerĂ€tebaus, Böhlau Verlag, Köln et al. 1996
  • Rolf Walter: Zeiss 1905-1945, Böhlau Verlag, Köln et al. 2000
  • Wolfgang MĂŒhlfriedel, Edith Hellmuth: Carl Zeiss in Jena 1945-1990, Böhlau Verlag, Köln et al. 2004
  • Armin Hermann: Nur der Name war geblieben. Die abenteuerliche Geschichte der Firma Carl Zeiss, Stuttgart 1989
  • Armin Hermann: Jena und die Jenoptik. Vom Kombinat zum Global Player, MĂŒnchen 1998
  • Armin Hermann: Und trotzdem BrĂŒder. Die deutsch-deutsche Geschichte der Firma Carl Zeiss, MĂŒnchen 2002
  • F. Scheffel: GlĂ€serne Wunder. Drei MĂ€nner schaffen ein Werk. Zeiß, Abbe, Schott. Braun & Schneider, MĂŒnchen 1938
  • Heinz Sponsel: Made in Germany. Die dramatische Geschichte des Hauses Zeiss. Bertelsmann, GĂŒtersloh 1957

Siehe auch

Weblinks

   
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Firmengeschichte nach 1888, Entwicklung nach 1990
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