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Letzte Änderung für Artikel Wetzlar: 20.02.2006 12:59

Wetzlar

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Wappen Karte
Bild:Wetzlarer_Wappen.jpg Karte Wetzlar in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk : Gießen
Landkreis : Lahn-Dill-Kreis
Geografische Lage :
Koordinaten: 50° 34' N, 8° 30' O
50° 34' N, 8° 30' O
Höhe : 148-401 m ĂŒ. NN
FlĂ€che : 75,67 kmÂČ
Einwohner : 52.460 (30. Juni 2005)
Bevölkerungsdichte : 693 Einwohner je kmÂČ
Postleitzahlen : 35521–35586 (alt: 6330)
Vorwahl : 06441
Kfz-Kennzeichen : LDK (alt: L, WZ)
GemeindeschlĂŒssel : 06 5 32 023
Adresse der Stadtverwaltung: Ernst-Leitz-Straße 30
35578 Wetzlar
Website: www.wetzlar.de
OberbĂŒrgermeister : Wolfram Dette ( FDP )

Wetzlar, ehemalige Reichsstadt und Sitz des Reichskammergerichts , ist das industrielle, ein wirtschaftliches und kulturelles Zentrum in Mittelhessen. Sie ist Kreisstadt des Lahn-Dill-Kreises in Hessen. Das Stadtgebiet liegt in Höhe der MĂŒndung der Dill in die Lahn beiderseits dieser FlĂŒsse. Gemeinsam mit der unmittelbar östlich angrenzenden UniversitĂ€tsstadt Gießen und dem gemeinsamen Umland bildet Wetzlar einen kleinen Ballungsraum im Zentrum Mittelhessens. Auch zum nahen Rhein-Main-Gebiet bestehen enge Verflechtungen; Frankfurt am Main liegt ca. 60 km sĂŒdlich von Wetzlar.

Inhaltsverzeichnis

Überblick

Blick auf den Dom und die Alte LahnbrĂŒcke
Blick auf den Dom und die Alte LahnbrĂŒcke

Die Stadt ist Oberzentrum und Sitz der Kreisverwaltung des Lahn-Dill-Kreises und wichtiges Industrie- und Handelszentrum. Wie sechs weitere grĂ¶ĂŸere MittelstĂ€dte in Hessen ist Wetzlar eine Stadt mit Sonderstatus , d. h. sie ĂŒbernimmt Aufgaben des Landkreises und gleicht damit in vielen Dingen einer kreisfreien Stadt.

Wetzlar liegt in meist hĂŒgeligem Terrain im Lahntal und erstreckt sich bis auf die Anhöhen beiderseits des Tals. Auf einem höhergelegenen Plateau im Zentrum steht der romanische Dom mit einem Hauptturm aus rotem Sandstein. Die historische Altstadt , jetzt FußgĂ€ngerzone, mit ihren behutsam restaurierten FachwerkhĂ€usern, zieht sich mit Gassen und kleinen PlĂ€tzen terrassenförmig zur Lahn und zur alten LahnbrĂŒcke hinab. Stellenweise ist noch eine gut erhaltene Stadtmauer zu sehen, deren Verlauf z.T. von breiten GrĂŒngĂŒrteln und zahlreichen Parkanlagen gesĂ€umt wird. Die StraßenzĂŒge außerhalb des historischen Kerns haben teilweise mittelalterlichen Vorstadtcharakter. Diese historischen Stadtteile sind vorwiegend von kleinteiligem Einzelhandel geprĂ€gt. Der neuere Teil Wetzlars, geprĂ€gt durch Anlagen des produzierenden Gewerbes , brachte auch im Wohnungsbau eine Reihe gutbĂŒrgerlicher WohnhĂ€user und Villen hervor vor allem wĂ€hrend der BlĂŒtezeit Wetzlars als Leica-Stadt (Villen von Leitz, Kellner, Barnack) und als Buderus-Standort (Weiße Villa, u.a.); sowie eine Reihe fĂŒr die damalige Zeit moderner MeisterhĂ€user und Arbeitersiedlungen. Die Stadt zĂ€hlt heute insgesamt ca. 53.000 Einwohner, wovon ca. 6.900 nichtdeutscher Staatsangehörigkeit sind.

Die wichtigsten SehenswĂŒrdigkeiten sind die historische Altstadt, der Dom, die 750 Jahre alte LahnbrĂŒcke, die Reichsburgruine Kalsmunt, das Lottehaus sowie die Burgruine Hermannstein. Es gibt eine reiche Auswahl an bedeutenden Museen.

Zu den interessantesten Kirchenbauten neben dem Dom zĂ€hlen die Hospitalkirche, die Franziskanerkirche, die Michaeliskapelle, das Kloster Altenberg und die Überreste der Theutbirg-Basilika.

Als kulturelle Höhepunkte sind zu nennen: die Wetzlarer Festspiele, die Stadthallen mit Theater, die Mittelhessen-Arena mit Konzerten, Sportveranstaltungen und Show-Business, die Phantastische Bibliothek oder die Phantastiktage. Der Phantastik-Preis der Stadt Wetzlar ist ein Literaturpreis, der seit 1983 jÀhrlich vergeben wird.

Dass in der Stadt gut und gerne gefeiert wird, ist seit dem Jahr 1318 bezeugt. König Ludwig verlieh der Stadt das Recht, am Tag des heiligen Gallus, also alljÀhrlich am 16. Oktober , einen Jahrmarkt abzuhalten.

Wetzlar ist auch als Sportstadt mit vielen SportstÀtten und -vereinen bekannt (darunter einige Bundesliga-Mannschaften).

Wetzlar
Wetzlar

Geographie

An der Lahn
An der Lahn

Wetzlar liegt im Lahn Dill Gebiet in Mittelhessen an der Lahn, kurz nach ihrer RichtungsĂ€nderung von SĂŒd nach West in Höhe der DillmĂŒndung. Die Stadt liegt im Trennungspunkt hessischer Mittelgebirge : sĂŒdlich der Lahn liegt der Taunus; nördlich der Lahn und westlich der Dill beginnt der Westerwald; nördlich der Lahn, aber östlich der Dill beginnt das Rothaargebirge .

NachbarstĂ€dte Wetzlars sind Gießen (lahnaufwĂ€rts, von Zentrum zu Zentrum etwa 12 km), Koblenz 80 km lahnabwĂ€rts, Limburg an der Lahn 40 km westlich, Siegen 50 km nordwestlich, Dillenburg 30 km nördlich, Marburg 30 km nordöstlich sowie Frankfurt am Main 60 km sĂŒdlich.

Wetzlar und Gießen sind die beiden Kerne des kleinen (etwa 200.000 Einwohner) mittelhessischen Ballungsgebiets, in den TĂ€lern von Lahn (Osten und Westen) und Dill (Norden) grenzen dichtbebaute Nachbargemeinden an, deren Bebauung teilweise unmittelbar in die Wetzlars ĂŒbergeht. Die Wetzlar im Nordwesten, Nordosten und SĂŒden umgebenden Mittelgebirge sind dagegen waldreich und sehr dĂŒnn besiedelt.

An das Wetzlarer Stadtgebiet grenzen (im Uhrzeigersinn, beginnend im Osten:) Gießen, Langgöns, HĂŒttenberg, Schöffengrund, Solms, Aßlar und Lahnau.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte der Stadt Wetzlar

Das GrĂŒndungsdatum der Stadt ist bisher nicht bekannt oder belegt. Die Stadt Wetzlar oder deren VorgĂ€ngersiedlungen entstanden aber möglicherweise bis zum 3.Jh., die Endsilbe "-lar" weist darauf hin (s. Hauptartikel), aber nachweislich bereits seit dem 8. Jahrhundert . Der Konradiner Gebhard, Graf in der Wetterau und ab 904 Herzog von Lothringen , ließ 897 eine Salvatorkirche (Erlöserkirche) weihen, welche frĂŒhere Bauten ersetzte. Zu Beginn des 10. Jahrhunderts erfolgte die GrĂŒndung des Marienstiftes.

Freie Reichsstadt

Burgruine Kalsmunt
Burgruine Kalsmunt

Zu einem unbekannten Zeitpunkt erwarb Wetzlar das Marktrecht und damit die Möglichkeit, Marktzoll zu erheben, im Laufe der Jahre entstand eine Marktsiedlung. Die VorgĂ€nger des Marienstiftes auf dem DomhĂŒgel waren sicher mit ein Kristallisationspunkt, an dem sich vor allem an Feiertagen GlĂ€ubige, HĂ€ndler und Handwerker trafen.

Der Hohenstaufenkaiser Friedrich I. Barbarossa schuf im Wetzlarer Gebiet eine Reichsvogtei und stellte 1180 die BĂŒrger Wetzlars den BĂŒrgern Frankfurts gleich. Wetzlar wurde Freie und Reichsstadt und blieb es bis 1803 . Zum Schutz der Stadt, und um die Wetterau als Reichsland zu sichern, baute er hoch ĂŒber Wetzlar die Reichsburg Kalsmunt aus. Die Herkunft des Namens der Reichsburg Kalsmunt ist nicht eindeutig geklĂ€rt. Nicht ausgeschlossen werden kann die folgende Deutung: Kals- = Karls und - munt = Vasall , d. h. ein Lehensmann des FrĂ€nkischen Hofes. Demnach handelte es sich um eine Anlage aus der Zeit Karls des Großen. Auf der Reichsburg Kalsmunt wurden die kaiserlichen MĂŒnzen fĂŒr Wetzlar geprĂ€gt. Die Handelsstraße, die bei Wetzlar die Lahn durchquerte, die Wetzlarer Eisenerzeugnisse, von denen heute noch der Eisenmarkt (forum ferri) zeugt, Wollweberei und Lederverarbeitung erschienen als eine gute Basis fĂŒr die weitere Entwicklung der Stadt.

Im Jahre 1285 kam der "falsche Kaiser" Tile Kolup , der sich als Friedrich II. ausgab (der tatsĂ€chlich schon 1250 in Italien gestorben war), nach Wetzlar. Er zog von Neuss kommend dem rechtmĂ€ĂŸigen König Rudolf von Habsburg nach Frankfurt entgegen. Als der König daraufhin nach Wetzlar zog, nahmen die StadtoberhĂ€upter Tile Kolup fest und lieferten ihn aus. Er wurde als Zauberer, Ketzer und GotteslĂ€sterer zum Flammentod verurteilt und am nĂ€chsten Tag in Wetzlar verbrannt.

Bis 1250 war der grĂ¶ĂŸte Teil der Stadtbefestigung , deren Reste man heute noch besichtigen kann, fertiggestellt. Bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts wird die Einwohnerzahl der Stadt auf 6.000 Einwohner geschĂ€tzt. Um 1350 war dann der Höhepunkt der mittelalterlichen Stadtentwicklung erreicht. Jahrzehntelange Fehden mit den Grafen von Solms, die versuchten Wetzlar zu einer solmsischen Landstadt zu machen, bedrohten die lebenswichtigen Handelsstraßen. Der Kaiser unterstĂŒtzte die Stadt, jedoch vergeblich. Die Stadt verschuldete sich und fiel 1387 unter Zwangsverwaltung , wurde aber in den Rheinisch-SchwĂ€bischen StĂ€dtebund aufgenommen. Der Niedergang der Stadt fĂŒhrte bis Ende des DreißigjĂ€hrigen Krieges zu einer Verringerung der Einwohnerzahl auf nur noch 1.500.

Der ehemalige Sitz des Reichskammergerichts.
Der ehemalige Sitz des Reichskammergerichts.

Ein GlĂŒcksfall fĂŒr Wetzlar war die 1689 vollzogene Verlegung des höchsten Gerichtes des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation , des Reichskammergerichts (RKG), nach Wetzlar. Im Sommer 1772 war Johann Wolfgang von Goethe als Praktikant am Reichskammergericht und machte allein dadurch Wetzlar weltweit bekannt. Mit der Auflösung des Reichs 1806 endete auch die Existenz des Reichskammergerichts. Das französisch besetzte Wetzlar verlor zudem bereits 1803 seine Reichsunmittelbarkeit im Zuge der Mediatisierung . Nach dem Wiener Kongreß fiel das Gebiet 1815 an Preußen und 1822 wurde es Sitz des Landrates des neu geschaffenen Landkreises Wetzlar.

Wetzlar wird Industriestadt

Die Industrialisierung begann mit der Schiffbarmachung der Lahn. Mit der Eröffnung zweier Eisenbahnlinien 1862 / 63 (Lahntalbahn und Köln-Gießener Eisenbahn), die sich in Wetzlar trafen, fand die Stadt Anschluss an ferne Rohstoff- und AbsatzmĂ€rkte und wurde Industriestandort. 1869 waren allein im Stadtgebiet 100 Erzbergwerke in Betrieb. Der erste Wetzlarer Hochofen der GebrĂŒder Buderus wurde 1872 in Betrieb genommen. Außerdem entstanden Unternehmen der optischen und feinmechanischen Industrie mit Weltruf wie Leitz (Leica), Hensoldt ( Zeiss ), Pfeiffer, Philips , Loh, Seibert, Hollmann und viele andere.

Über 100 Jahre lang wurde in der SophienhĂŒtte das im Lahn-Dill-Gebiet gefundene Eisenerz ( Roteisenstein ) verarbeitet. Ab 1887 wurden nach und nach Erzbergwerke in Wetzlar stillgelegt, nur kurz unterbrochen durch den 1. Weltkrieg, weil auslĂ€ndische Erze, die im Tagebau gewonnen wurden, auf dem Weltmarkt billiger angeboten wurden. 1926 kam der Wetzlarer Bergbau ganz zum Erliegen.

Wetzlar im 20. Jahrhundert

Im Zuge der fortschreitenden Industrialisierung wuchs die Stadt ĂŒber ihre mittelalterlichen Stadtgrenzen hinaus. 1903 erfolgte die Eingemeindung von Niedergirmes mit seinen ausgedehnten Industrieanlagen und dem Bahnhofsviertel. Zum Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Einwohnerzahl von 15.000 ĂŒberschritten. Aufgrund zunehmender Verkehrsprobleme wurde eine Ringstraße im Westen der Altstadt gebaut und damit die alte steinerne LahnbrĂŒcke durch eine weitere BrĂŒcke entlastet. Im Zweiten Weltkrieg war die Stadt als Industrieschwerpunkt das Ziel schwerer Bombenangriffe, die das Bahnhofsviertel und den Stadtteil Niedergirmes zu großen Teilen zerstörten. Die historische Altstadt blieb jedoch von den Angriffen weitgehend verschont. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Wetzlar im Rahmen der Neugliederung Deutschlands dem neugegrĂŒndeten Bundesland Hessen zugeordnet. Der gewaltige Zuzug von Heimatvertriebenen und FlĂŒchtlingen fĂŒhrte zu einer Verdopplung der Einwohnerzahl auf ĂŒber 30.000 zum Beginn der 50er Jahre.

Am 1. Januar 1977 wurde Wetzlar im Zuge der hessischen Kommunalreform mit der Nachbarstadt Gießen und 14 Umlandgemeinden zur neuen Stadt Lahn vereinigt. Die kreisfreie Stadt hatte ca. 156.000 Einwohner. Aufgrund scharfer Proteste, vor allem von Wetzlarer Seite, wurde Lahn zum 31. Juli 1979 wieder aufgelöst und Wetzlar wieder zur eigenstĂ€ndigen Stadt. Die Kommunalreform hatte sich fĂŒr Wetzlar jedoch insofern "gelohnt", als dass die Stadt Wetzlar von Lahn acht neue Stadtteile hinzugewinnen konnte. So wurden FlĂ€che und Einwohnerzahl gegenĂŒber 1977 deutlich vergrĂ¶ĂŸert. Zudem ist Wetzlar seither Sitz des neugeschaffenen Lahn-Dill-Kreises.

Politik

Die Stadtverordnetenversammlung wurde zuletzt am 18. MĂ€rz 2001 fĂŒr eine fĂŒnfjĂ€hrige Legislaturperiode gewĂ€hlt. Die Mehrheit (mit 31 von 59 Sitzen) im Stadtparlament und damit die Etathoheit hat seitdem eine Koalition der Fraktionen von CDU, FWG und FDP. Der direkt gewĂ€hlte OberbĂŒrgermeister ist der FDP-Politiker Wolfram Dette, sein Stellvertreter Klaus Breidsprecher wird von der CDU gestellt. Im kommunalen Parlament vertreten sind außerdem die SPD mit 23 Sitzen, die GrĂŒnen mit 4 Sitzen sowie ein fraktionsloser Abgeordneter. Die nĂ€chsten Kommunalwahlen in Hessen finden am 26. MĂ€rz 2006 statt.

Wappen

Blasonierung: Im tiefroten Wappen wird ein bezungter schwarzer Adler mit goldener Krone gezeigt. Vor dem in der Ansicht nach links gewendeten Adlerkopf befindet sich in Schnabelhöhe ein silbernes Tatzenkreuz.

Bedeutung: Der schwarze Reichsadler auf rotem Grund mit goldener Krone steht fĂŒr die Reichsunmittelbarkeit als ehemalige Reichsstadt. Das silberne Tatzenkreuz steht fĂŒr das ehemalige MĂŒnzrecht der Reichsstadt. Das Wappen blieb seit dem 12. Jahrhundert nahezu unverĂ€ndert.

Stadtgliederung

 Blick auf Wetzlar
Blick auf Wetzlar

Der alte Kernstadtbereich ist unterteilt in 12 Stadtbezirke . Daneben gibt es acht Ă€ußere Stadtteile , die alle erst mit der Auflösung der Stadt Lahn 1979 zu Wetzlar kamen: Naunheim, Garbenheim , MĂŒnchholzhausen, Dutenhofen (alle im Osten), Nauborn (SĂŒden), Steindorf (Westen), Blasbach und Hermannstein (im Norden).

StÀdtepartnerschaften

Patenschaften:

  • Dori ( Burkina Faso ) (seit 1975)
  • der 8. Bezirk in Moskau
  • Cityjet "Wetzlar" bei der Lufthansa

Partnerschaften:

  • Windhuk ( Namibia )
  • Point Pedro, Stadt in Sri Lanka (durch Vermittlung von Â»Humedica«)

Partnergemeinde:

  • Nossa Senhora Apareçida in SĂŁo Paulo , Brasilien
  • Wetzlar ist TrĂ€gerin der Ehrenplakette des Europarats

Kultur und SehenswĂŒrdigkeiten

Historische Altstadt

In der Altstadt
In der Altstadt
In der Altstadt
In der Altstadt

Das nahezu geschlossene Ensemble historischer Bauwerke und WohnhĂ€user in der Altstadt mit FachwerkhĂ€usern und Steinbauten aus der Zeit der Romanik (Dom), der Gotik , aus Renaissance und Barock ist grĂ¶ĂŸtenteils in einem Zustand, wie es sich zum Ende des 18. Jahrhunderts darstellte, erhalten und weitgehend restauriert. So bestehen noch die PlĂ€tze "Buttermarkt/Domplatz", "Fischmarkt", "Eisenmarkt", "Kornmarkt" und der ehemalige "Franziskanerhof", jetzt "Schillerplatz". Von den rd. 50 nennenswertesten GebĂ€uden sind hier beispielsweise aufgezĂ€hlt: ein so genannter WandstĂ€nderbau aus dem Jahr 1356; die "Alte MĂŒnze" am Eisenmarkt; der "Römische Kaiser" (15. Jahrhundert), ein ehemaliges Theater- und Ballhaus; der ehem. Deutschordenshof , heute StĂ€dtisches Museum; das "Lottehaus", Wohnhaus der Charlotte Buff; das Jerusalemhaus in dem sich K.W.Jerusalem erschoss und so eine traurige BerĂŒhmtheit als Werther erlangte; das fĂŒrstliche "Palais Papius", in dem sich heute die Sammlung historischer Möbel, zusammengestellt von Dr. Irmgard Freiin von Lemmers-Danforth, befindet. Auch in den alten VorstĂ€dten "Langgasse" und "Neustadt", durch die sog. "Alte LahnbrĂŒcke" mit der Altstadt verbunden, sind noch einige sehenswerte historische GebĂ€ude erhalten. Jedoch hat insbesondere die Neustadt infolge vierspuriger Straßenbauten des 20. Jahrhunderts ihren mittelalterlichen Charakter verloren.

Die steinerne oder Alte LahnbrĂŒcke wurde im Jahre 1288 erstmals erwĂ€hnt. Ein in der Mitte des 14. Jahrhunderts als Rathaus errichtetes GebĂ€ude wurde nach mehrfachem Umbau vom Reichskammergericht von 1689 bis 1806 als Sitz und Kanzlei genutzt. Ansehnliche Reste der Stadtbefestigung aus dem 13. und 14. Jahrhundert, so z.B. der "Schneiderturm" und spĂ€ter in "SĂ€uturm" umbenannte Befestigungsturm, sind noch erhalten.

Weitere Baudenkmale und SehenswĂŒrdigkeiten

Die beiden im 14. Jahrhundert auf zwei Höhen östlich und sĂŒdlich der Stadt erbauten TĂŒrme der Landwehren , die Garbenheimer Warte (um 1900 zum Bismarkturm umgebaut) und die BrĂŒhlsbacher Warte, sind heute AussichtstĂŒrme.

Zur Burg Kalsmunt gehörte schon im spĂ€teren Mittelalter der Wirtschaftshof Magdalenenhausen, der seit 1324 auf der stadtabgewandten Seite des Kalsmunts bezeugt ist. Im Zuge des Verfalls der Burg durch hĂ€ufige Besitzerwechsel und den letztendlichen Übergang an Hessen im 16. Jahrhundert kaufte Graf Bernhard III. von Solms-Braunfels das Hofgut. Der Name des Gutes geht auf die gegen Ende des 17. Jahrhunderts lebende GrĂ€fin Magdalena von Solms-Braunfels zurĂŒck. Das heutige zweigeschossige, reprĂ€sentative Fachwerkhaus wurde im Jahre 1693 fĂŒr die GrĂ€fin errichtet. 1716 legte Graf Wilhelm Moritz um das Gut herum einen Tiergarten an, der aber schon um 1800 wieder aufgegeben wurde. Nach dem Tod der GrĂ€fin Magdalena 1720 wohnte nur noch ein Förster und Verwalter auf dem Gut. 1810 erwarb der letzte Deutschordensamtmann Georg Buff aus Wetzlar das Anwesen. Seit dem 19. Jahrhundert dient das Haus als GaststĂ€tte und Ausflugslokal.

Die Burg Hermannstein (1373-79), ist ein typ. Beispiel einer gotischen Wohnturmanlage nach französischem Vorbild. Sie wurde fĂŒr den Landgrafen Hermann I. von Hessen zum Schutz der Stadt errichtet. Die FĂŒrsten von Solms-Braunfels lagen immer wieder in Fehde mit Wetzlar.

Wetzlarer Dom

Wetzlarer Dom
Wetzlarer Dom

Hauptartikel: Wetzlarer Dom

Der Wetzlarer Dom ist eines der Wahrzeichen von Wetzlar.

Baubeginn des heutigen Domes, der aber bis zum heutigen Tage nicht vollendet ist, war 1230. Er ist Nachfolger einer im Jahre 897 geweihten Salvatorkirche. Dom hieß die Stifts- und Pfarrkirche ab Ende des 17.Jh. Die Bezeichnung setzte sich in der Zeit des Reichskammergerichts (1693-1806) durch, als der Kur- Erzbischof von Trier immer Stiftspropst, der Dom also Bischofskirche war.

Das Bauwerk wirkt wie ein "steingewordenes Buch ĂŒber mittelalterliche Baustilkunde". Er bietet trotz seiner ĂŒber die Jahrhunderte dauernden Bauzeit heute ein geschlossenes Bild.

Nennenswerte Kirchen

Michaeliskapelle, Doppelkapelle um 1250, Nutzung als ehemalige BauhĂŒtte des Domes und spĂ€ter als Karner oder Ossarium (Beinhaus und Kirchhofkapelle) mit großer Kreuzigungsgruppe an der Westwand (1509).

Theutbirg-Basilika, Überreste der Theutbirg-Basilika im Stadtteil Nauborn. Die Kirche der Teutbirg „in loco qui dicitur Nivora" wird erstmals 778 genannt. Sie ist deutlich vor 778 entstanden. Die Kirche wird nicht ĂŒber die Wende zum 9. Jahrhundert hinaus bestanden haben. Die Mauerreste wurden erst 1927 entdeckt. Auf dem zugehörigen Friedhof wurden neben Knochen einige GefĂ€ĂŸscherben aus der Zeit zwischen 700 und 780, sowie eine Eisenaxt entdeckt.

Franziskanerkirche, KlostergrĂŒndung 1263, Der Chor, als sog. Untere Stadtkirche, wird heute noch zu Gottesdiensten genutzt. Das Langhaus der Kirche ist profaniert.

Kloster Altenberg, ehemaliges PrĂ€monstratenserinnen -Kloster etwa um 1260-1270 durch die sel. Gertrud , die Tochter der hl. Elisabeth , gegrĂŒndete Anlage ist heute Gutshof und Königsberger-Diakonissen-Mutterhaus.

Hospitalkirche, in den Jahren 1755-64 von J. L. Splittdorf errichtete Kirche, mit sehenswertem Aufbau von Kanzel, Orgel ĂŒber dem Altar und dreiseitigen Emporen.

Parks, Anlagen

  • RosengĂ€rtchen, ein ehemaliger Friedhof, heute u.a. Standort der Wetzlarer FreilichtbĂŒhne.
  • Avignon-Anlage
  • Colchester-Anlage
  • Siena Promenade
  • Neukölln-Anlage
  • Ilmenau-Anlage
  • Schladming-Anlage

Denkmale, Kunstwerke, Brunnen

  • dreistufiger Obelisk aus Lahn-Marmor in Dalheim: Schlacht bei Wetzlar (1789) Erzherzog Karl von Österreich schlĂ€gt napoleonische Truppen unter General Hoche .
  • Tile Kolup, der falsche Kaiser Friedrich II , an der Friedenstraße und Feuerthron in der "Spilburg".
  • Labyrinth in der Colchester -Anlage.
  • Der "Giesser", Buderus-Kunstguss-Sculptur, Standort vor der Hauptverwaltung Buderus.
  • "Familie", eine moderne Guss-Sculptur von Ludwig Leitz , Standort Bahnhofstrasse.
  • Ukrainer-Denkmal fĂŒr verstorbene Lagerinsassen ( I. Weltkrieg ), Standort Frankfurter Str.
  • JĂ€gerdenkmal (1877), erinnert an Rheinisches JĂ€gerbataillon.
  • Grabdenkmal fĂŒr Freifrau von Albini, Standort Rosengarten.
  • Alter Förderturm der Grube Malapertus
  • Goethebrunnen, Standort gegenĂŒber Wöllbacher Tor.
  • Kornmarktbrunnen, ErsterwĂ€hnung 1341.
  • Eisenmarktbrunnen mit Figur der hl. Barbara.

Veranstaltungen

Theater und Konzerte

  • AlljĂ€hrlich in den Monaten Juni, Juli und August finden die Wetzlarer Festspiele mit Opern , Operetten , Musicals , mit Schauspiel , Konzerten und Kleinkunst ĂŒberwiegend im RosengĂ€rtchen, im Lottehaus, im Industriemuseum und im Hofgut Hermannstein statt.
  • Die Stadthalle Wetzlar dient als Kulturzentrum, Kongresszentrum und Tagungszentrum.
  • Das Neue Kellertheater Wetzlar unterhĂ€lt mit Komödie , Krimi , Schauspiel oder Musical .
  • Der Theaterring Wetzlar veranstaltet im Winterhalbjahr mit Tourneetheatern monatlich einen Theaterabend.
  • Im Harlekin im Riesen spielt die Gruppe Wetzlarer Besenkammerspiele.
  • Die Wetzlarer Kulturtage Mitte Juni sind ein dreitĂ€giges sommerliches Musikfestival auf der Lahninsel und in der Innenstadt mit Musik , Folklore , Theater und Kunst .
  • Als Attraktion gilt die neue Mittelhessen-Arena Wetzlar, in der Konzerte , Show-Business , Kongresse , Tagungen , Sportveranstaltungen allgemein und die Heimspiele der Bundesligahandballer HSG Wetzlar stattfinden.
  • Weitere Höhepunkte sind die Internationalen Gitarrentage Wetzlar und die Sommer-Matineen im RosengĂ€rtchen.
  • Der Kulturring Nach Feierabend bietet Besuche von Theaterveranstaltungen des Stadttheaters Gießen an und fĂŒhrt eigene Kabarettveranstaltungen durch.
  • Franzis - Kulturzentrum (Rock, Pop, Jazz, Kabarett, Lesungen, Party, etc.).
  • Bunte Katze - Konzerte, Lesungen etc.
  • Kleine BĂŒhne - kulturelle Veranstaltungen.

Feste und Veranstaltungsreihen

  • "Fassenacht", die Hochburg an der Lahn. Die zahlreichen "Karnevalsvereine" sorgen mit allerlei Veranstaltungen und BĂ€llen fĂŒr die richtige Stimmung. Der "große" Fassenachtsumzug quer durch die Stadt mit meist ĂŒber hundert Zugnummern und mehreren Kilometern lĂ€nge, findet unter großer Anteilnahme der Bevölkerung immer am Fassenachts-Sonntag statt.
  • Ochsenfest (seit 1753), grĂ¶ĂŸtes Volksfest in Mittelhessen mit angeschlossener Landwirtschafts- und Tierschau, beginnt alle 3 Jahre fĂŒr eine Woche im "Finsterloh".
  • Autosalon und German City Cart Cup mit Großem Preis von Wetzlar, heimische HĂ€ndler mit den neuesten Wagen und viel "drumrum".
  • Kulturtage an der Lahn
  • Familienfest auf der Bachweide und der Lahninsel.
  • Sommernachtsweinfest auf dem Schillerplatz in der Altstadt.
  • BrĂŒckenfest, rund um die AltstadtbrĂŒcken.
  • Gallusmarkt (seit 1318), u.a. verkaufsoffener Sonntag mit vielen Überraschungen in und um die FußgĂ€ngerzonen.
  • AdventsmĂ€rkte, in der Altstadt und in BahnhofsnĂ€he.
  • Gaudi-Olympiade im "Finsterloh"-Schnee seit/ab 2006 jĂ€hrlich im Februar.
  • Zirkuszelte werden auf der Bachweide aufgebaut.

Musik, Gesang, Tanz

Sehr gute und vielfĂ€ltige Angebote zum zuhören, zuschauen oder aktiv mitmachen, außer den Musik- und Volkshochschulen, bieten die ca.

  • 40 Chöre
  • 12 Orchester, sowie weiter
  • 13 Chöre und Orchester nur fĂŒr Kirchenmusik
  • 16 Bands / Musikgruppen
  • 9 Tanzgruppen
  • 2 Ballettstudios
  • einige Tanzclubs und Tanzschulen

Museen, Bibliotheken und Galerien

Das Stadt- und Industriemuseum ist ein Ă€ußerst vielfĂ€ltig ausgestattes Museum mit beeindruckenden Exponaten aus der mittelalterlichen und frĂŒhneuzeitlichen Geschichte der Stadt und Zeugnissen der regionalen Industriekultur (Schwerindustrie, Optik und Feinmechanik, Bergbau), darunter die „Sammlung Karsten Porezag“, eine bundesweit einzigartige Sammlung historischer Grubenlampen. DarĂŒber hinaus eröffnet dieses Museum einen Einblick in die Vor- und FrĂŒhgeschichte der Region und prĂ€sentiert wertvolle Zeugnisse der Keltenzeit .

Das Lottehaus ist eine GedenkstĂ€tte fĂŒr Charlotte Kestner geb. Buff als Erinnerung an die Zeit, in der Goethe hier oft Gast war. Dank aufwendiger denkmalpflegerischer Untersuchungen war es möglich, das frĂŒhere Deutschordenshaus in Wetzlar annĂ€hernd in jenem Zustand zu rekonstruieren, in dem Johann Wolfgang von Goethe es am Ende des 18. Jahrhunderts vorfand. JĂ€hrlich besuchen tausende „ Werther “-Touristen aus aller Welt dieses GebĂ€ude.

Das Jerusalemhaus ist eine weitere GedenkstĂ€tte fĂŒr Johann Wolfgang von Goethes Roman „ Die Leiden des jungen Werther “. In diesem GebĂ€ude nahm sich sich einst Karl Wilhelm Jerusalem, vermutlich aus Liebeskummer, das Leben. Jerusalem war eines der realen Vorbilder des „Werther“. In der GedenkstĂ€tte findet sich heute, wie im „Werther“ beschrieben, „Emilia Galotti auf dem Pulte aufgeschlagen“. Heute beherbergt der restaurierte Altbau neben der Wetzlarer Museumsverwaltung auch die bedeutende Goethe-Werther-Sammlung, eine Bibliothek , welche grĂ¶ĂŸtmögliche VollstĂ€ndigkeit in der Dokumentation des „Werther“-Romans anstrebt und nicht nur wertvolle zeitgenössische deutsche Ausgaben des Romans bereithĂ€lt, sondern auch Neuausgaben in jeder erdenklichen Sprache sammelt.

Sammlung Dr. Irmgard von Lemmers-Danforth mit europĂ€ischer Wohnkultur aus Renaissance und Barock : Diese Sammlung, im so genannten „Palais Papius“ ansĂ€ssig, gehört zu den weltweit bedeutendsten Sammlungen von Möbeln aus Renaissance und Barock. Der Bauherr des GebĂ€udes, Papius, war ĂŒbrigens im 18. Jahrhundert als korrupt verschrieen, weshalb ihm Goethe in seinem „ Götz von Berlichingen " ein fragwĂŒrdiges Denkmal als „Sapupi“ setzte.

Reichskammergerichtsmuseum: Das Museum des Reichskammergerichts ist bundesweit das einzige rechtsgeschichtliche Museum und nicht zuletzt deshalb ein Anziehungspunkt fĂŒr Juristen und an der Geschichte des Rechts und der Justiz in Deutschland Interessierte. Getragen von der Gesellschaft fĂŒr Reichskammergerichtsforschung e. V. und der Stadt Wetzlar, prĂ€sentiert das RKG-Museum eine Reihe hochwertiger Exponate zur Verfassungsgeschichte des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation . Dem RKG-Museum ist außerdem eine Forschungsstelle des Max-Planck-Instituts fĂŒr Rechtsgeschichte zugeordnet.

Weitere kleinere und private Museen sind:

Messingmuseum, Sammlung historischer Mikroskope Ernst Leitz (im Neuen Rathaus), Wetzlarer Spielzeug- und Puppenmuseum, Landwirtschaftliches Museum, Heimatmuseen und Dorfstuben in den Stadtteilen.

Besucherbergwerk Grube Fortuna mit Grubenbahnmuseum.

Patenschaft fĂŒr das ostdeutsche Lied“: 1962 gegrĂŒndete wissenschaftliche Sammelstelle und Bibliothek fĂŒr Liedgut der ehemaligen deutschen Ostgebiete.

Phantastische Bibliothek Wetzlar: Die 1989 eröffnete Bibliothek entwickelte sich zur weltweit grĂ¶ĂŸten öffentlich zugĂ€nglichen Sammlung phantastischer Literatur. Die Stadt Wetzlar vergibt jĂ€hrlich einen Phantastikpreis.

Die Stadtbibliothek verfĂŒgt ĂŒber Bestand von derzeit ca. 45.000 Medien. Aus der zugehörigen " Artothek " können ĂŒber 200 Bilder, meist Originale (hauptsĂ€chlich von einheimischen KĂŒnstlern) und Skulpturen ausgeliehen werden.

Das Historische Archiv verfĂŒgt u.a. ĂŒber eine außergewöhnlich große Urkundensammlung sie ist mit ĂŒber 4400 Originalen eine der grĂ¶ĂŸten in Hessen.

Galerien:

  • Galerie am Dom
  • Galerie im Stadthaus am Dom
  • Atelier Ludwig Leitz mit dem kĂŒnstlerischen Werk von Ludwig Leitz
  • Galerie im "Alten Rathaus"
  • Galerie im neuen Rathaus
  • Galerie Atzbach, Grafiken und Illustrationen
  • "Kunst im Krankenhaus", regelmĂ€ĂŸige und wechselnde Fotoausstellungen auf den Stationen der Urologischen Klinik des Klinikums Wetzlar-Braunfels, mit Fotowettbewerben und Preisverleihung.
  • Kunstprojekt Atelier Löwenherz, unter kĂŒnstlerischer Leitung stattfindende BetĂ€tigung fĂŒr geistig und körperlich behinderte Erwachsene und Nichtbehinderte.
  • "Erste Malschule Wetzlar", sie vermittelt Kindern ab sechs Jahren Spaß am kreativen Tun und bietet Malkurse fĂŒr Erwachsene, AnfĂ€nger und Fortgeschrittene. DarĂŒber hinaus werden Aufbaukurse (Mappe) zur AufnahmeprĂŒfung an einer Hochschule durchgefĂŒhrt.
  • "Form und Farbe": Im Sommer 1991 schlossen sich Wetzlarer FreizeitkĂŒnster unter dem Namen Form & Farbe zusammen. Die Gruppe ist eine lockere Vereinigung mit dem Ziel, Gedanken und Erfahrungen auszutauschen und in kleinen Gruppen gemeinsam zu arbeiten. DarĂŒber hinaus sind regelmĂ€ĂŸige Ausstellungen vorgesehen

Vereine fĂŒr Geschichte und Brauchtum

Geschichte, Heimat und Brauchtum sind Begriffe, die sehr unterschiedliche Gruppierungen zusammenfassen, hier auszugsweise genannt: die Gesellschaft fĂŒr Reichkammergerichtsforschung mit ihrem wissenschaftlichen Anspruch, die sudetendeutsche Landsmannschaft, internationale Gesellschaften, die Wetzlarer Karnevalsgesellschaft oder die islamisch-christliche Frauengruppe des Vereins der Guten Sitten.

Gemeinsam ist diesen Gruppen das BemĂŒhen, BrĂ€uche zu erhalten, Geschichte und Geschichten erlebbar zu machen und kulturelle Vielfalt zu schaffen.

Kulinarische Besonderheiten

Dulges (auch RĂŒhrdulges): ein aus geriebenen und entwĂ€sserten rohen Kartoffeln, Zwiebeln, Speck und GewĂŒrzen in einem möglichst gußeisernen BrĂ€ter unter immer wieder kurzem UmrĂŒhren, angebratener Teig. "Schmeckt weit besser als es aussieht". Dazu darf eine trockene Scheibe Graubrot und / oder Apfelmus gereicht werden.

Schmierchelskuche (= Schmandkuchen?): eine Art Kartoffelkuchen mit Zwiebelbelag und sĂŒsser Abdeckung (Marmelade, Sahne o. Ă€.).

Wein aus Wetzlar gibt es zwar nicht mehr, dennoch: der Rebbau an den Ufern der Lahn breitete sich bis zum 14. Jahrhundert vom Rhein-Main-Gebiet unter dem Einfluss des Zisterzienserklosters Eberbach (Rheingau) aus. Erst die EinfĂŒhrung des Terrassenweinbaus im 10./11. Jahrhundert ermöglichte auch den Weinbau im sehr engen unteren Lahntal. Urkundlich erwĂ€hnt wird der Rebbau an der Lahn erstmals im 12. Jahrhundert, und zwar fĂŒr Nassau (1159). Weitere ErsterwĂ€hnungen fĂŒr Weinberge sind z.B.: Kloster Arnstein (um 1200), Wetzlar (1242), Laurenburg (1275). Viele HĂŒgel- und Straßennamen in und um Wetzlar verraten noch heute den einstigen Weinanbau. Das Lahntal war jahrhundertelang fĂŒr seine vorzĂŒglichen Rotweine bekannt. WitterungseinflĂŒsse, z.B. FrostschĂ€den, Rebkrankheiten und -schĂ€dlinge fĂŒhrten Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts zu einer weiteren Verringerung der RebflĂ€chen und zum Niedergang des Weinbaus. Der Lahnwein hat kein heute eigenes Anbaugebiet mehr, sondern gehört zum Weinbaugebiet Mittelrhein. Heute gibt es hier nur noch zwei Weinorte: Obernhof und WeinĂ€hr im Gelbachtal. (aus "Bibliographie zum Weinbau an der Lahn")

Sport und Freizeit

Eine Reihe Wetzlarer Vereine sind in den Bundesligen vertreten. Zu nennen sind insbesondere die "AushĂ€ngeschilder" HSG Wetzlar ( Handball -Bundesliga MĂ€nner), KTV Wetzlar (Bundesliga-Kunstturnen der Damen und Herren) und RSV Lahn-Dill ( Rollstuhlbasketball -Bundesliga MĂ€nner) - der deutsche Meister, Pokalsieger und Championsleague-Europacupsieger von 2004 und 2005. Bekannt wurde die Stadt zudem durch ihre Spitzensportler im Kunstturnen (Fabian HambĂŒchen u.a.), Rudern (RG Wetzlar mit etlichen Olympiasiegern, Welt-, Europa- und Deutschen Meistern), Tanzsport (ebenfalls mit Welt-, Europa- und Deutschen Meistern), Twirling, Radpolo, Eisstockschießen, Skat - um nur einige zu nennen. Der mitgliederstĂ€rkste Sportverein der Stadt und einer der grĂ¶ĂŸten Hessens ist der TV Wetzlar (Volleyball, Badminton, Basketball, Fechten, Tischtennis etc.). Im Fußball ist Eintracht Wetzlar in der Landesliga vertreten und Nationalspielerin Nia KĂŒnzer wurde durch ihr Golden Goal beim Sieg im WM-Finale 2003 bekannt. In der Vielzahl der Vereine werden so gut wie alle Sportarten angeboten. Im Jahr 2004 wurden ĂŒber das ZDF allein zwei Wetzlarer unter die besten 100 deutschen Sportler des Jahrhunderts gewĂ€hlt.

Wetzlar ist immer wieder Standort nationaler und internationaler Sportveranstaltungen von Rang. Die Stadt gehört u.a. zu den offiziellen Ausrichtungsorten der Handball-Weltmeisterschaft 2007 . Seit 2005 wird unter internationaler Beteiligung jÀhrlich der Wetzlar Marathon ausgetragen.

Touristik-Routen, Wanderwege

Der Tourismus gewinnt stetig an Bedeutung fĂŒr Wetzlar. Die Stadt liegt an folgenden Ferienstraßen: Deutsche Fachwerkstraße, Lahnferienstraße und Solmser Straße. Auch die Oranierroute fĂŒhrt ĂŒber Wetzlarer Stadtgebiet. Die Stadt ist Mitglied im Taunusclub e.V. und im Westerwald-Verein e.V. Hier auszugsweise einige Wanderbeispiele:

  • Wetzlar ist Ausgangspunkt des vom Taunusclub ausgezeichneten Jakobsweges nach Burg Lahneck und zur Hospitalkapelle in Lahnstein
  • Zahlreiche Möglichkeiten fĂŒr Wanderungen auf den Lahnhöhenwegen.
  • Vier-TĂŒrme-Wanderung im Stadtgebiet: Garbenheimer Warte (heutiger Bismarkturm) - BrĂŒhlsbacher Warte (sog. Bleistift) - Stoppelbergturm - Ruine Kalsmunt. Wegstrecke rund um die Altstadt ca. 14 Km, Höhenunterschied 264 m
  • Durch das Sieben-MĂŒhlen-Tal von Brandoberndorf nach Wetzlar, ca. 18 Km.
  • Angebote des Naturschutz-Zentrums / -Akademie Hessen e.V. (NZH), wie etwa Naturerlebnispfade etc.
  • Der durch Wetzlar fĂŒhrende Lahntalradweg gehört lt. ADFC zu den Top 10 der deutschen Radfernwanderwege.
  • Die Lahn zĂ€hlt zu den romantischsten und wasserwanderfreundlichsten FlĂŒssen Deutschlands. In der Stadt gibt es fĂŒnf offizielle Ein- bzw. Ausstiegsstellen mit RaststĂ€tten, Toiletten, Campingplatz, Einkaufsmöglichkeiten, UnterkĂŒnften und Busanbindung.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Bereits im Mittelalter war die Verbindung nach Wetzlar ausreichend; u.a. lag Wetzlar an der "Hohen Straße", einem bedeutenden Handelsweg, welcher von Köln ĂŒber Wetzlar nach Frankfurt am Main fĂŒhrte.

Der öffentliche Nahverkehr ist heutzutage dem Rhein-Main-Verkehrsverbund angeschlossen.

A 45 Wetzlar liegt an der A 45 mit den Abfahrten: Wetzlarer Kreuz, Wetzlar-Ost (Autobahnkreuz Ă€hnlich) und Wetzlar-SĂŒd ( Sauerlandlinie /Dortmund-Aschaffenburg) und ist ĂŒber die B 49 und die A 480 mit der A 5 (Kassel-Frankfurt/Main) verbunden.

A 480 Die A 480 sollte eigentlich von der Luxemburgischen Grenze/Trier durch den Westerwald bis zum Hattenbacher Dreieck fĂŒhren. Diese Strecke war als A 48 geplant. Heute heißt sie A 480 und fĂŒhrt von der Abfahrt Wetzlar Nord/Aßlar bis zum Wetzlarer Kreuz und darĂŒber hinaus bis zum derzeitigen Autobahnende mit der Ausfahrt nach Wetzlar-Blasbach. Einige Kilometer nordöstlich Gießens geht der bisher ausgebaute Teil weiter und fĂŒhrt dann bis zum Reiskirchener Dreieck zur A 5.

Es liegt an den Bundesstraßen B 49 (Trier-Wetzlar-Alsfeld) (als Ost-West-) und B 277 (Siegen-Dillenburg-Wetzlar-Butzbach) (als Nord-SĂŒd-Verbindung). Die B 277a ist eine Art Autobahnzubringer zur A 480.

Wetzlar liegt an den Bahnstrecken Frankfurt am Main - Siegen - Köln (z.gr.T. ĂŒber Gießen) (Siegstrecke / Dill-Strecke) und Koblenz Richtung Gießen (Lahntalbahn), die von RegionalBahnen - und RegionalExpress -ZĂŒgen befahren werden. Die Stadt hat zwei Bahnhöfe: Wetzlar und Wetzlar-Dutenhofen. GrĂ¶ĂŸere StĂ€dte, welche von Wetzlar direkt angefahren werden: Aachen, Köln, Kassel, Koblenz, Frankfurt am Main und Siegen.

Die Stadt verfĂŒgt ĂŒber ein gut ausgebautes stĂ€dtisches Buslinien -Netz mit 16 Buslinien. Diese haben alle Anschluss an den Busbahnhof (ZOB)/Bahnhof, hinzu kommen noch diverse Linien im Überlandverkehr in das Wetzlarer Umland. FĂŒr die spĂ€ten Abendstunden fĂ€hrt die Nachtbuslinie 007, der sogenannte Disco-Bus, welcher fast alle Haltestellen in der Kernstadt und den Stadtteilen anfĂ€hrt. Weiterhin durchfĂ€hrt ein sog. Citybus die Altstadt und verbindet sie mit dem ZOB/Bahnhof.

Die Entfernung zum Flughafen Frankfurt am Main betrÀgt etwa 70 km, ca. 40 Minuten mit dem Auto.

Einzelhandel

Im FrĂŒhjahr 2005 wurde in BahnhofsnĂ€he das neue Einkaufszentrum FORUM Wetzlar eröffnet. Es ist nach Angaben des Betreibers das grĂ¶ĂŸte Einkaufszentrum in der Region Mittelhessen mit einem Einzugbereich von ca. 540.000 Personen. Das Forum ist allerdings nicht das erste Einkaufscenter in der Stadt, unweit davon befinden sich noch das kleinere Herkules-Center (40 GeschĂ€fte) sowie einige weitere große, zusammenhĂ€ngende EinzelhandelsflĂ€chen (Lahnhof, ehem. Kaufhaus KaWe, ehem. Kaufhaus Union).

Ebenfalls beachtens- und besuchenswert sind die vielen kleinen EinzelhandelsgeschĂ€fte, Boutiquen und Shops aller Branchen, sowie Cafes und GaststĂ€tten etc. der Wetzlarer Altstadt, die in ca. 5-10 Minuten Fußweg vom Bahnhofsbereich aus, oder bequemer mit Citybus, zu erreichen ist.

AnsÀssige Unternehmen

Wetzlar ist Standort einiger internationaler und weltbekannter Unternehen.

Kleinstbildkamera Minox B, 1958.
Kleinstbildkamera Minox B, 1958.

Der Buderus-Konzern, gegrĂŒndet im Jahre 1731, und als BBT-Thermotechnik inzwischen zu Bosch gehörig, war jahrzehntelang der mit Abstand grĂ¶ĂŸte Arbeitgeber im mittelhessischen Raum mit weit mehr als 10.000 BeschĂ€ftigten (weltweit ĂŒber 16.000) in den Bereichen Guss (mit Zement), Edelstahl und Heiztechnik sowie der Hauptverwaltung am Ort. Wirtschaftliche VerĂ€nderungen, wiederholte Übernahme der Aktienmehrheit sowie Schließungen und Verkauf von Betriebsteilen haben den Konzern inzwischen fast bis zur Unkenntlichkeit verĂ€ndert. Er zĂ€hlt aber immer noch zu den "Großen" in Hessen.

Wetzlar ist neben Jena und Oberkochen ein deutsches Zentrum der Optik sowie der bedeutendste deutsche Standort fĂŒr die feinmechanische Industrie. Wetzlarer Industrieprodukte brachten es zu Weltruf, allen voran die Mikroskope und die Kameras, Leica der Firma Ernst Leitz , die in ihren Spitzenzeiten in der Stadt ĂŒber 7000 BeschĂ€ftigte hatte. Die Kleinbildfotografie wurde in Wetzlar erfunden! Außerdem sind Kameras der Firmen Leidolf und Minox, die FernglĂ€ser und Fernrohre der Firma Hensoldt AG, Carl Zeiss -Gruppe (mit in Spitzenzeiten ĂŒber 2.000 BeschĂ€ftigten), die Mikroskope der Firma Seibert, der Wilhelm Loh Optikmaschinenbau, die Hollmann-Werke (Leitz), die Helmut Hund GmbH und eine Vielzahl weiterer mittelstĂ€ndischer optischer Unternehmen zu nennen.

Andere bekannte Unternehmen sind die Philips * Automotive Playback Modules AG (* mit seinerzeit rd. 1.200 beschĂ€ftigten) oder Siemens und Siemens VDO , die (inzwischen im benachbarten Aßlar ansĂ€ssige) Arthur Pfeiffer Vakuumtechnik (u.a. mit einem geĂ€nderten Kreiselkompass , durch den eine Nutzung in Raketen , diese kontrolliert steuerbar und damit die Raumfahrt erst möglich wurden) oder die Sancura BKK, eine ĂŒberregionale Krankenversicherung .

Der Gewerbepark Spilburg, eine ehemalige Kaserne, ist fĂŒr eine Reihe innovativer Unternehmen, vor allem aus den Bereichen Optik/Feinmechanik, Informationstechnologie und Dienstleistungen, ein ĂŒberwiegend positiv bewerteter Standort geworden. Außerdem sind fĂŒr die Ansiedlung weiterer, neuer Gewerbe verkehrstechnisch gut erschlossene Gebiete im Westend sowie das Hörnsheimer Eck und das Dillfeld vorhanden.

Medien

Bildung

Hochschule

Das StudiumPlus, ein duales Hochschulstudium mit internationalen HochschulabschlĂŒssen ( Bachelor und Master ), besteht seit dem 25. April 2001. Die Zusammenarbeit der Fachhochschule Gießen-Friedberg mit fĂŒhrenden hessischen Unternehmen ermöglicht ein hochwertiges und praxisnahes Studium. Es werden zur Zeit 10 Fachrichtungen in 3 StudiengĂ€ngen (Wirtschaftsingenieurwesen, Betriebswirtschaft, Ingenieurwesen / Mikrosystemtechnik) angeboten, weitere sind in Vorbereitung.

Schulen

Alle Schultypen, hauptsÀchlich jedoch Gesamtschulen (Klassen 5-10) und drei Oberstufenschulen (Klasse 11-13), Gymnasien , Fachgymnasien , Berufsschulen mit Technikerausbildung , Hessenkolleg (Erwachsenenabitur), Zivildienstschule , Krankenpflegeschule , Berufsbildungs - und Technologiezentrum (BTZ) der hessischen Handwerkskammern , Volkshochschule und Musikschulen .

Naturschutzzentrum Hessen

Das Naturschutz -Zentrum Hessen / Naturschutz-Akademie Hessen wird getragen von hessischen VerbÀnden des Natur- und Umweltschutzes, vom Land Hessen, dem Lahn-Dill-Kreis und der Stadt Wetzlar. Die NZH-Akademie ist auf dem Gebiet der Umweltbildung tÀtig und ist der hessische Vertreter im "Bundesweiten Arbeitskreis der staatlich getragenen BildungsstÀtten im Natur- und Umweltschutz " (BANU).

Zentrum fĂŒr Mathematik Wetzlar

Das Zentrum fĂŒr Mathematik organisiert Kurse und Wettbewerbe fĂŒr mathematisch interessierte und begabte Kinder und Jugendliche. Zum "MatheTreff3456" sind SchĂŒlerinnen und SchĂŒler der Klassen 3 bis 6 eingeladen, die "Samstagsakademie" besuchen SchĂŒlerinnen und SchĂŒler der Klassen 8 bis 13. Ausserdem veranstaltet das Zentrum Fortbildungen fĂŒr Mathematiklehrer.

Persönlichkeiten

  • Graf Gebhard dux regni quod a multis Hlotharii dicitur stiftet 914/915 das Kloster St. Maria in Wetzlar, wo er auch begraben wurde
  • Tile Kolup der falsche Kaiser Friedrich II. († 1285 auf dem Scheiterhaufen in Wetzlar)
  • Barthold Heinrich Brockes (auch: Bertold Hinrich Brockes) (* 22. September 1680 in Hamburg, † 16. Januar 1747 in Hamburg) war ein bedeutender deutscher Schriftsteller des Barock und der frĂŒhen AufklĂ€rung und hamburgischer Patrizier. Hat 1702 in Wetzlar ein halbjĂ€hriges Praktikum am dortigen RKG angetreten.
  • FĂŒrst Karl Egon zu FĂŒrstenberg-StĂŒhlingen (* 1729, † 1786) bis 1772 I. Kaiserlicher Visitations-Kommissar am RKG in Wetzlar
  • FĂŒrst Franz Gundacker von Colloredo-Mansfeld (* 1731, † 1807) ab 1772 I. Kaiserlicher Visitations-Kommissar am RKG in Wetzlar
  • die Freiherren von Zwierlein seit 1736 ĂŒber zwei Generationen als bedeutende Juristen am RKG.
  • Hieronymus Karl von Colloredo-Mannsfeld (* 30. MĂ€rz 1775 Wetzlar; † 23.Juli 1822 Wien) am RKG in Wetzlar
  • Carl August von Abel (* 1788 in Wetzlar); der spĂ€tere bayerische MinisterprĂ€sident unter König Ludwig I.
  • Julius Constantijn Rijk (* 13. Januar 1787, Wetzlar; † 2. Mai 1854, Den Haag)
  • Heinrich Friedrich Karl Freiherr vom Stein (* 26. Oktober 1757 in Nassau; † 29. Juni 1831 in Cappenberg, Westfalen) war ein preußischer Staatsmann und Reformer, 17.. am RKG in Wetzlar
  • Karl August von Hardenberg spĂ€ter FĂŒrst, von Hardenberg (* 31. Mai 1750, † 26. Nov. 1822) am RKG in Wetzlar
  • Johann Wolfgang von Goethe 1772 am RKG in Wetzlar
  • Charlotte Buff (verh. Kestner) "Werthers Lotte" aus Goethes Werthers Leiden (* 11.Januar 1753, Wetzlar, † 16.Januar 1828, Hannover)
  • Karl Wilhelm Jerusalem "Urbild von Goethes Werther" (* 21. MĂ€rz 1747, Braunschweig, † 30.Oktober 1772 (Suizid), Wetzlar) LegationssekretĂ€r des braunschweigischen Gesandten Hofrat Johann Jakob von Höfler (1714-1781) am RKG in Wetzlar
  • Lazare Hoche napoleonischer, oberkommandierender General († 19. September 1797, Wetzlar)
  • Carl Christian Wilhelm Sartorius (* 31. August 1796 in Gundershausen bei Darmstadt;† 16. Januar 1872 Mirador bei Vera Cruz, Mexiko), ein deutscher Theologe , PĂ€dagoge und Schriftsteller. War ab 1819 als Lehrer am Gymnasium in Wetzlar tĂ€tig.
  • Ludwig Erk (* 6. Januar 1807 in Wetzlar; † 25. November 1883 in Berlin), war Musiklehrer und Komponist.
  • Carl Friedrich Deiker (* 1836 in Wetzlar; † 1892 in DĂŒsseldorf) und sein Bruder Johannes Deiker (* 27. Mai 1822 in Wetzlar; † ) waren bekannte deutsche Maler.
  • Gustav von Lauer (* in Wetzlar; † ), der spĂ€tere Leibarzt Kaiser Wilhelms I. FĂŒr seine Verdienste um die Verbesserung des militĂ€rischen Medizinalwesens erhielt er 1885 die EhrenbĂŒrgerschaft seiner Vaterstadt.
  • Carl Kellner (* 1823 in Hirzenhain; † 1855 in Wetzlar), Optiker und Feinmechaniker (Mikroskope)
  • August Bebel (* 22. Februar 1840 in Köln-Deutz; † 13. August 1913 in Passugg, Schweiz) war ein FĂŒhrer der Arbeiterbewegung und sozialistischer Politiker und MitbegrĂŒnder der SPD . Er verlebte seine Jugendjahre in Wetzlar und erlernte hier das Drechslerhandwerk.
  • Moritz Hensoldt , Fabrikant, opt.u. feinmech. Industrie (Mikroskope, Fernrohre)
  • Oscar Barnack (* 1. November 1879 in Lynow, Nuthe-Urstromtal; † 16. Januar 1936 in Bad Nauheim) war ein deutscher Feinmechaniker, erentwickelte zwischen 1913 und 1914 als Entwicklungschef der Firma Leitz in Wetzlar die erste Kleinbildkamera, die erste Leica (Leitz Camera).
  • Ernst Leitz, Fabrikant, opt. und feinmech. Industrie (Mikroskope, Kameras und Fernrohre).
  • Dr. Irmgard Freiin von Lemmers-Danfort (* , † ) Wetzlarer KinderĂ€rztin und ihre von ihr im fĂŒrstlichen Palais Papius zusammengestellte und öffentlich zugĂ€nglich gemachte Sammlung historischer Möbel
  • Gisela May mehrfach ausgezeichnete deutsche Schauspielerin (BĂŒhne und Film), Diseuse, Brecht-Interpretin (* 31. Mai, Wetzlar).
  • Ted Herold (* 9. September 1942) ist ein deutscher SĂ€nger.

Literatur

  • Heinrich GloĂ«l: Goethes Wetzlarer Zeit. Berlin 1911, Nachdruck Druckerei Will, Wetzlar 1999.
  • Herbert Flender: Geschichte von Stadt und Kreis Wetzlar. Wetzlar 1975.
  • Herbert Flender, Gerd Scharfscheer: Wetzlarer Stadtchronik. Wetzlar 1980.
  • Sebald, Eduard; Fotos Jutta BrĂŒdern u.a.: Dom zu Wetzlar aus der Reihe Die Blauen BĂŒcher, 2. revidierte Auflage 2001.
  • Karsten Porezag: Geschichte von Eisenerzbergbau und HĂŒttenwesen in historischer Stadtgemarkung. Wetzlar 1987.
  • div. Autoren: u.a. die Publikationen der stĂ€dtischen Sammlungen, Museumsverwaltung Wetzlar.

Weblinks

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