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Letzte Änderung für Artikel Runneburg: 05.02.2006 00:42

Runneburg

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Die Runneburg (auch Schlo├č Wei├čensee) befindet sich in der Stadt Wei├čensee ( Landkreis S├Âmmerda in Th├╝ringen / BRD )

Romanisches Torhaus - Zugang zur Runneburg
Romanisches Torhaus - Zugang zur Runneburg

Vor der heutigen Burg wurde im 6. Jahrhundert eine Wallanlage als Grenzbefestigung errichtet. Um 1100 errichtete man erste Steinbauten auf der alten Wallburganlage. Ab 1168 lie├č die L├Ąndgr├Ąfin Jutta Claricia von Th├╝ringen, eine Halbschwester von Kaiser Friedrich Barbarossa , die Runneburg zu einer Residenz der Landgrafen von Th├╝ringen mit zweigeschossigem Palas , f├╝nfgeschossigem Wohnturm , Burgtor und Burgmauer ausbauen. Erstmalig wurde die Burg als Wyssense 1174 in einer Urkunde von Landgraf Ludwig III., dem Milden v. Th├╝ringen erw├Ąhnt. In den Blickpunkt deutscher Geschichte geriet Wei├čensee 1180 , als Heinrich der L├Âwe in der Schlacht bei Wei├čensee den th├╝ringischen Landgrafen Ludwig III. und seine Ritter besiegte. Es folgten erfolglose Belagerungen der Burg, zun├Ąchst 1204 durch K├Ânig Philipp von Schwaben und dann 1212 durch Kaiser Otto IV., der als Belagerungsger├Ąt auch eine Blide oder Triboc genannte Steinschleuder zum Einsatz brachte. Um 1220 wurde der Palas um einen Festsaal aufgestockt. Landgraf Ludwig IV., der Heilige v. Th├╝ringen, Ehemann der Heiligen Elisabeth, hielt 1225 auf der Runneburg einen Hoftag ab. Mit dem Tod von K├Ânig Heinrich Raspe starb 1247 das Geschlecht der Ludowinger aus. Nach dem hessisch-th├╝ringischen Erbfolgekrieg fielen die th├╝ringischen Landesteile und somit auch Wei├čensee und die Runneburg an Markgraf Heinrich III., der Erlauchte von Mei├čen . Die Wettiner Markgrafen weilten h├Ąufig und regelm├Ą├čig auf der Burg. 1382 kam die Runneburg wieder in den Besitz der Th├╝ringer. Im Mai 1440 starb der letzte Landgraf von Th├╝ringen, Friedrich IV., der Einf├Ąltige auf der Runneburg, die danach in den Besitz der Herz├Âge von Sachsen kam.

Palas, Wohnturm und Marstall von S├╝den
Palas, Wohnturm und Marstall von S├╝den

W├Ąhrend des Bauernkrieges wurde 1525 den aufst├Ąndischen Bauern der Einla├č in die Stadt und die Burg verweigert. Ab 1554 diente die Runneburg als Witwensitz der Kurf├╝rsten von Sachsen. In den Jahren 1580 / 1581 wurden neue Wohngeb├Ąude errichtet. Um 1600 folgte die Erbauung des Torhauses und 1738 des ÔÇ×WagenhausesÔÇť. Wegen Bauf├Ąlligkeit mu├čte bereits um 1750 der alte, romanischen Bergfried (Streitturm) abgetragen werden. Von 1656 bis 1746 geh├Ârten Wei├čensee und die Runneburg zum Herzogtum Sachsen-Wei├čenfels. Nach dem Wiener Kongre├č kamen Stadt und Burg 1815 an das K├Ânigreich Preu├čen ; Burgherr wurde der K├Ânig v. Preu├čen. In den Folgejahren wurde die Burg zu Verwaltungszwecken umgebaut. Anstelle einer alten Milit├Ąrmagazinscheune wurde auf der Burg 1890 das neue preu├čische Landratsamt f├╝r den damaligen Kreis Wei├čensee erbaut. Nach dem 2. Weltkrieg wurde der Palas in der DDR von 1952 bis 1975 als Schule genutzt, bevor der Geb├Ąudeteil wegen schwerer baulicher M├Ąngel baupolizeilich gesperrt wurde. Seit 1988 finden auf der Burg bauarch├Ąologischen Untersuchungen statt.

Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde 1990 der "Vereins zur Rettung und Erhaltung der Runneburg in Wei├čensee/Th├╝r. e.V." gegr├╝ndet. Gleichzeitig wurden und werden umfangreiche bauliche Sicherungsma├čnahmen durchgef├╝hrt. Der Wohnturm mu├čte durch ein Stahlkorsett vor dem Einsturz bewahrt werden. Im Jahr 1993 fand das 1.Burgfest und die 825-Jahr-Feier der Runneburg statt. Im gleichen Jahr wurde das Museum (Schatzgew├Âlbe) im Erdgescho├č des Palas er├Âffnet. 1995 erfolgte die Gr├╝ndung des ÔÇ×Historischen Archivs Wei├čenseeÔÇť auf der Runneburg.

Schu├čf├Ąhiges Trebuchet mit beweglichem Gegengewicht auf der Runneburg, Rekonstruktion zwischen 16.Juni 1995 und Juli 1997)
Schu├čf├Ąhiges Trebuchet mit beweglichem Gegengewicht auf der Runneburg, Rekonstruktion zwischen 16.Juni 1995 und Juli 1997)

Die ├ťberf├╝hrung der Runneburg in die Stiftung Th├╝ringer Schl├Âsser und G├Ąrten mit Sitz in Rudolstadt erfolgte 1996 . Im selben Jahr wurde die Burggastst├Ątte "Landgrafen Schenke" er├Âffnet und die ÔÇ×Runneburg Betriebsgesellschaft Wei├čensee mbHÔÇ× gegr├╝ndet. In Erinnerung an die Belagerung der Burg durch Kaiser Otto IV. baute man ab 1996 eine gro├če Steinschleuder nach, die am 1. Juni 1997 mit einem ÔÇ×SteinwurfÔÇť ├╝ber die Kleingartenanlagen der Stadt erfolgreich getestet wurde. Im ÔÇ×Historischen Archiv Wei├čenseeÔÇť auf der Runneburg wurde 1998 durch den Historiker Michael Kirchschlager das Wei├čenseer Reinheitsgebot von 1434 f├╝r das Brauen von Bier ( Hopfen , Malz und Wasser ) entdeckt.

Am 11. August 1999 , dem Tag der totalen Sonnenfinsternis erfolgte erstmals der Wurf einer Feuerkugel mit der Steinschleuder . Im Dezember 1999 wurde das erste, nach Wei├čenseer Reinheitsgebot gebraute Bier auf der Burg (Runneburger 1434er) verkostet.

Derzeit finden weitere bauliche Sicherungsma├čnahmen an den mittelalterlichen Geb├Ąuden statt. Das alte Landratsamt wird f├╝r eine neue Nutzung umgebaut.

Das Burggel├Ąnde ist frei zug├Ąnglich. Wohnturm, Palas und Schatzgew├Âlbe k├Ânnen nur im Rahmen einer kostenpflichtigen F├╝hrung besichtigt werden. Die Steinschleuder auf dem Burggel├Ąnde kann ebenfalls besichtigt werden. Vorf├╝hrungen (Tag- und Nachtschie├čen) finden mehrmals im Jahr im Rahmen kostenpflichtiger Veranstaltungen statt.

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