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Letzte Änderung für Artikel Lechtalheiden: 10.02.2006 06:50

Lechtalheiden

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Als Lechtalheiden werden mehrere Heideflächen im Bereich des Lechtals im Umfeld von Augsburg zusammengefasst.

In den Aubereichen und den Leiten des Lechs zeigen sich seltene, ‚Äěurspr√ľngliche‚Äú Lebensr√§ume. Sie bilden letzte Refugien einer spezialisierten Tier- und Pflanzenwelt. Die sch√ľtzenswerten Heiden und Auen locken zahlreiche Besucher und erfreuen von M√§rz bis Oktober mit ihrer Bl√ľtenpracht.

Inhaltsverzeichnis

Geologie

Die Entstehung des Lechtales liegt weit zur√ľck. In mehreren Kalt- und Warmperioden der Eiszeit ( Ri√üeiszeit , vor ca. 12.000 Jahren) w√§lzte sich der Lechgletscher vor und zur√ľck. Gro√üe Mengen Schotter wurden auf diese Weise in n√∂rdliche Richtung transportiert. Die Schotterhalden t√ľrmten sich an und wurden auch wieder abgetragen, bis die Eiszeit durch unsere W√§rmeperiode abgel√∂st wurde. Es entstand ein Schotterprofil, welches sich in Donaurichtung immer weiter ausd√ľnnt. Die M√§chtigkeit in Augsburger Raum betr√§gt mehrere Meter.

Dieser Schotterbelag liegt auf der in der Tertiärzeit entstandenen Filzschicht auf. Diese Filzschicht ist im Gegensatz zur Schotterschicht nur gering wasserdurchlässig.

Die Schotterschicht wird an vielen Stellen noch von einer folgenden Schicht bedeckt. Tundrawinde wehten eine Lößschicht auf, die eine Höhe von bis zu 3 Metern erreicht. Bereiche mit fehlender Lößschicht weisen einen bis zu 60 cm tiefen Verwitterungsschotter auf. Das Lechtal selbst hat im Untersuchungsgebiet eine Breite von 10 bis 15 Kilometern und wird durch 10-50 Meter hohe Ränder begrenzt.

Die typischen Lechtal-Lebensr√§ume entstanden auf den Bereichen, welche eine geringe L√∂√üdecke aufweisen. Dies erkl√§rt sich durch den Umstand, da√ü Regenwasser schnell in den Schottergrund versickert. Daher auch der Begriff "Trockenrasen" oder "Schotterheide". Man beschreibt im Lechtal mehrere Hochterassen. Diese wurden ebenfalls von Schmelzwasserschottern aufgebaut und zeigen die L√∂√üschicht. Folgende Hochterassen sind f√ľr das Gebiet relevant:

  • Augsburger Hochterasse
  • Langweider Hochterasse
  • Merchinger Hochterasse

Wichtige Niederterassen:

  • Haunstetter Niederterasse, mit fehlender L√∂√üschicht.

Der hohe Kalkanteil bedingt das Wachstum besonderer "kalkholder" Pflanzen. Bereiche, die eine konstante L√∂√üschicht aufweisen, wurden zum gr√∂√üten Teil in Ackerfl√§chen umgewandelt. Dabei w√ľrde die L√∂√üschicht entkalkt und zu L√∂√ülehm umgewandelt.

Naturschutzgebiete

Von den einst großflächigen Föhren- und Auwäldern, sowie der Heidelandschaft sind nur noch ca. 1% erhalten geblieben. Die Flächen stehen heute unter Naturschutz und stellen um Augsburg die wichtigsten Restflächen der Urlandschaft Lechtal dar. Hier sind zu nennen:

  • Haunstetter Stadtwald
  • Handtuchwald
  • Hurlacher Heide
  • K√∂nigsbrunner Heide
  • Kissinger Heide
  • Tierhauptener Heide
  • √Ėtzer Heide

Es gibt auch Projekte, die Anlass zur Hoffnung auf ein neues Umweltbewußtsein geben:

  • Kissinger Bahngruben (Ausgleichsfl√§che der deutschen Bahn)
  • Merchinger Heide (2005 eingeweihte Regenerationsheide)

Vegetation

Samen der Silberdistel
Samen der Silberdistel

Auf den Heide- und Auwaldfl√§chen des Augsburger Bereichs haben sich viele Pflanzen unterschiedlicher Regionen eingeb√ľrgert. Der Lech dient dabei als Florenbr√ľcke. So konnten hier einige Alpenpflanzen Einzug halten, darunter finden sich viele Enzianarten. Durch das warme Mikroklima konnten sich auch italienische Ragwurzarten halten, im Laufe der Zeit bildeten sie eigenst√§ndige Arten aus. Insgesamt finden sich auf den Lechheiden 28 unterschiedliche Orchideenarten. Zudem finden sich noch sogenannte Eiszeitrelikte, dabei handelt es sich um Arten, welche die letzte Eiszeit √ľberdauert haben.

  • Dealphine Arten

Alpengewäche wie Kugelblume oder Enzian

  • Kontinentale Arten

Arten östlicher Steppengebiete wie Kalkaster oder Geißklee

  • Submediterrane Arten

Pflanzen des Mittelmeerraumes, auf den Lechheiden vier sehr seltene Ragwurzarten

Orchideen des Lechtales

  • Frauenschuh
  • Rotes Waldv√∂glein
  • Wei√ües Waldv√∂glein
  • Schwertbl√§ttriges Waldv√∂glein
  • Echter Sumpfstendel
  • Rotbrauner Sumpfstendel
  • Breitbl√§ttriger Sumpfstendel
  • Gro√ües Zweiblatt
  • Nestwurz
  • Herbst-Schraubenstendel
  • Wei√üe Waldhyazinthe
  • Berg-Waldhyazinthe
  • M√ľcken-H√§ndelwurz
  • Wohlriechende H√§ndelwurz
  • Elfenstendel
  • Fliegen-Ragwurz
  • Hummel-Ragwurz
  • Spinnen-Ragwurz
  • Bienen-Ragwurz
  • Kleines Knabenkraut
  • Wanzen-Knabenkraut
  • Brand-Knabenkraut
  • Helm-Knabenkraut
  • Geflecktes Knabenkraut
  • Kammstendel, Hundswurz
  • Korallenwurz

Weitere Prägearten

  • Wald-Engelwurz
  • Akelei
  • Goldaster
  • Tollkirsche
  • Echte Mondraute
  • Sumpf-Dotterblume
  • Glockenblume
  • Wiesen- Flockenblume
  • Scabiosen- Flockenblume
  • Golddistel
  • Hornkraut
  • Regensburger Gei√üklee
  • Acker-Kratzdistel
  • Knollige Kratzdistel
  • Sumpf-Kratzdistel
  • Herbstzeitlose
  • Alpen-Pippau
  • Wiesen- Pippau
  • Schneeheide
  • Sumpf-Siegwurz , Sumpf-Gladiole
  • Herzbl√§ttrige Kugelblume
  • Gew√∂hnliche Kugelblume
  • Rauher Alant
  • Gelbe Schwertlilie
  • Feuer-Lilie
  • Klebriger Lein
  • Hornklee
  • Vergi√ümeinnicht
  • Hauhechel
  • Salomonsiegel
  • Mehlprimel
  • Brunelle
  • Baldrian
  • Veilchen
  • Silberdistel

Enzianarten

  • Schwalbwurz-Enzian
  • Stengelloser Enzian
  • Kreuz-Enzian
  • Schlauch-Enzian
  • Fr√ľhlingsenzian
  • Gefranster Enzian
  • Deutscher Enzian

Die Vegetationsbest√§nde der Lechheiden zeigen oft gro√üe Unterschiede, auch wenn sie nur einige Kilometer trennen. Daf√ľr scheint vor allem das Bodenrelief verantwortlich zu sein. Einige Heiden weisen ein fast ebenes Gel√§nde auf, andere verf√ľgen √ľber eine flussgeformte Landschaft mit Senken, Vertiefungen und Rinnen. Zudem ist die geometrische Lage der Fl√§che entscheidend. So k√∂nnen die Heiden in Gel√§ndevertiefungen, auf H√ľgeln oder in Flussn√§he liegen. All diese Faktoren beeinflussen das jeweilige Mikroklima .

Eine Besonderheit befindet sich n√∂rdlich von Augsburg: Im Auwaldbereich bei St. Stephan, n√§he Rehling, findet man Deutschlands einziges Taglilienfeld. Die Bl√ľten tausender wildwachsender Exemplare k√∂nnen von Juni bis Juli betrachtet werden.

Die K√∂nigsbrunner Heide erlangte durch ihre Sumpf-Gladiolen-Bl√ľte eine gro√üe Bekanntheit in der botanischen Welt. In feuchten Sommern erbl√ľhen tausende dieser Glocken und lassen die Heide pinkfarben schimmern.

Weblinks

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