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Letzte Änderung für Artikel Gersthofen: 18.02.2006 21:36

Gersthofen

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Wappen Karte
Wappen von Gersthofen Deutschlandkarte, Position von Gersthofen hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk : Schwaben
Landkreis : Augsburg (Land)
Geografische Lage :
Koordinaten: 48¬į 25' N, 10¬į 52' O
48¬į 25' N, 10¬į 52' O
H√∂he : 469 m √ľ. NN
Fläche : 33,95 km²
Einwohner : 21.173 (1. April 2003)
Bevölkerungsdichte : 624 Einwohner je km²
Postleitzahl : 86368
Vorwahl : 0821
Kfz-Kennzeichen : A
Gemeindeschl√ľssel : 09 7 72 147
Stadtgliederung: 5 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausplatz 1
86368 Gersthofen
Offizielle Website: www.gersthofen.de
E-Mail-Adresse: info@stadt-gersthofen.de
Politik
B√ľrgermeister : Siegfried Deffner (CSU)

Gersthofen ist eine Stadt bei Augsburg. Sie liegt im Landkreis Augsburg im Regierungsbezirk Schwaben in Bayern.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Gersthofen, an der Via Claudia gelegen, entwickelte sich aus einem alemannischen Dorf des 6./7. Jahrhunderts zu einer b√§uerlichen Siedlung im Besitz des Bistums Augsburg. Erste urkundliche Erw√§hnung war 969 unter dem Namen Gerfredeshoua (was mit bei den H√∂fen des Gerfred √ľbersetzt werden kann), der sich √ľber die Jahre in Gershouen und schlie√ülich das heutige Gersthofen (ca. 1424 ) umformte. 1803 fiel Gersthofen an Bayern, wurde 1950 zum Markt und 1969 zur Stadt erhoben. Gersthofen erhielt 1904 den Flugplatz Gersthofen-Gablingen, der nach dem 2.Weltkrieg durch amerikanische Truppen als Kaserne benutzt wurde.

Wissenswertes

1999 erlangte Gersthofen deutschlandweit kurzzeitig gro√ües Aufsehen. Die Stadt zahlte jedem Einwohner 100 DM aus, da sie im vergangenen Jahr einen √úberschuss von 5 Millionen DM erwirtschaftete und davon 2 Millionen an die B√ľrger zur√ľckgab. Das Landratsamt hatte die ungew√∂hnliche Aktion rechtlich gepr√ľft und als "gerade noch akzeptabel" bezeichnet. Die Stadt war somit die erste Gemeinde der Welt, die ihren B√ľrgern eine Art Dividende auszahlte.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Einwohnerzahlen
1809 439
1840 690
1900 1.707
1910 2.138
1919 2.272
Jahr Einwohnerzahlen
1933 3.193
1939 4.581
1946 5.928
1956 8.931
1961 10.783
Jahr Einwohnerzahlen
1971 15.713
1981 17.002
1988 17.032
1997 20.166
2003 21.173

Sehensw√ľrdigkeiten

  • Einziges Ballonmuseum der Welt
  • J√§hrlich die meisten Gasballonstarts der Welt

Ortsteile

Auf freiwilliger Basis haben sich die ehemaligen Gemeinden Hirblingen (Januar 1975), Batzenhofen, Edenbergen und Rettenbergen (alle Januar 1978) der Stadt Gersthofen angeschlossen. Wirklich freiwillig ging aber nur Hirblingen bereits im Vorfeld der Gemeindereform 1975 nach der Amtsaufgabe des damaligen B√ľrgermeisters Pfiffner in Ermangelung eines Nachfolgers diesen Schritt. Die anderen drei Gemeinden hatten lediglich die Wahl zwischen dem Anschluss an Gablingen oder Gersthofen.

Ein Zusammenlegen der drei Gemeinden Batzenhofen, Edenbergen und Rettenbergen wurde vor dem Ersten Weltkrieg noch als sch√§dlich erachtet und demzufolge auch strikt abgelehnt. Im Rahmen der Gemeindereform 1975 w√§re dies jedoch f√ľr viele B√ľrger die Wunschl√∂sung gewesen. Durch die Entscheidung Hirblingens waren die Weichen f√ľr die restlichen ‚Äěwestlichen Stadtteile‚Äú jedoch bereits gestellt.

Batzenhofen

Geschichte

Der nordwestlich von Gersthofen am linken Schmutterufer, beiderseits des hier m√ľndenden B√∂glegrabens gelegene Stadtteil wurde schon im 8. Jahrhundert urkundlich erw√§hnt. Die Gr√ľndung Batzenhofens d√ľrfte sch√§tzungsweise ebenfalls ins 8. Jahrhundert fallen. Auch die dem Heiligen Martin geweihte Mutterkirche der Hirblinger Urmark geh√∂rt in sehr fr√ľhe Zeit. Das hohe Alter Batzenhofens ergibt sich aus seiner Lage im Altsiedelgebiet an der Schmutter sowie aus der Tatsache, da√ü es den fr√§nkischen Reichsheiligen St. Martin zum Kirchenpatron hat. Friedrich Barbarossa machte auf dem Weg von G√∂ggingen nach Goslar 1154 in Batzenhofen Station. Eckpfeiler der urkundlichen Tradition ist die Ulrichsurkunde von 969. Damals erhielt das neugegr√ľndete Frauenkloster St. Stephan in Augsburg schenkungsweise als Erstausstattung G√ľter in Batzenhofen. Der Ort stieg zu einem der drei stephanischen √Ąmter auf und wurde die Zentrale der l√§ndlichen Besitzungen des Stifts im Untersuchungsbereich. Batzenhofen ver√§ndert seinen Ortsnamen oft, so wird der Ort in der Ulrichsurkunde 969 als Pazenhoua bezeichnet. Sp√§ter im 11. Jahrhundet hei√üt er Pacenhoven, im 12. Jahrhundert Battzenhouen, Pacinhouen und Pazzenhouen. Um 1195 nennt man den Ort Bazzenhouen, 1257 Bazinhovin. Ab 1440 erh√§lt der Ort seinen bis heute g√ľltigen Namen, Batzenhofen, was bei den H√∂fen des Bazzo bedeutet.

Die eigentliche Entwicklung begann nach 1945, Infrastruktureinrichtungen wurden geschaffen, Baugebiete ausgewiesen und eine Mehrzweckhalle erstellt. Batzenhofen zählt heute ca. 980 Einwohner, seine Gemeindefläche beträgt 344 ha, wovon 99 ha auf Wald entfallen.

Wappen

Die bis 1978 selbst√§ndige Gemeinde f√ľhrte auch ein eigenes Gemeindewappen. Die Beschreibung des Wappens lautet hierbei: In Silber einer f√ľnfbl√§ttrige Staude, auf deren unteren Zweigen zwei einander zugekehrte gr√ľne Beizv√∂gel sitzen.

Edenbergen

Edenbergen ist vermutlich im 11. Jahrhundert auf dem H√∂henr√ľcken zwischen Gailenbach und B√∂glebach als Rodesiedlung im Bereich der Urmark Hirblingen entstanden. Von 1382 bis 1803 war Edenbergen im Besitz des Damenstifts St. Stephan. Zu Edenbergen geh√∂rt der 1283 urkundlich erstmals erw√§hnte Weiler Gailenbach, auf dem 1927 das Franziskanerinnenkloster Maria Stern aus Augsburg ein Gut errichtete. Ungef√§hr 300 Bewohner z√§hlt der westlich gelegene Stadtteil. √úber seine 427 ha gro√üe Gemeindefl√§che verl√§uft die Autobahn A8. Der Ruhe tut das keinen Abbruch - 217 ha davon sind Wald.

Hirblingen

Hirblingen wird urkundlich im 11. Jahrhundert erstmals aufgef√ľhrt. Bodenfunde bezeugen aber, dass der Ort eine so genannte Ursiedlung alemannischen Ursprungs ist. Die Grundherrschaft √ľbten im Mittelalter das Reichsstift St. Ulrich und Afra sowie Augsburger Kl√∂ster und Patrizierfamilien aus. Im Jahre 1699 kam Hirblingen an die Hospitalstiftung zu Augsburg, die bis zur S√§kularisation Grundherr blieb. Der Ortsteil hat etwa 820 Einwohner, seine Gemeindefl√§che umfasst 446 ha.

Rettenbergen

Auch Rettenbergen ist vermutlich im 11. Jahrhundert als Rodeort in der Hirblinger Urmark entstanden. Im 12. Jahrhundert wird Rutinbergen zum ersten Male erw√§hnt. Im Gemeindegebiet liegt das beliebte Ausflugsziel ‚ÄěPeterhof‚Äú, seit 1488 als St. Peter urkundlich nachgewiesen. Obwohl Rettenbergen seit 1575 die eigene Dorfkirche St. Wolfgang besitzt, geh√∂rt der Ort, wie auch Edenbergen seit eh und je zum Pfarrsprengel Batzenhofen. Der 450-Seelen-Ortsteil liegt direkt am Wald, seine Fl√§che umfasst 684 ha.

Adalbert-Stifter-Siedlung

Von 1939 bis zum Juli 1954 wuchs die Einwohnerzahl Gersthofens von 4584 auf 8164 Personen, was einen Anstieg der Bev√∂lkerungszahl um 78,1% bedeutete. Der Anteil der Vertriebenen an der Gesamtbev√∂lkerungszahl lag 1954 bei 22,6 % bzw. 1847 Personen. Um den katastrophalen Wohnraummangel nach dem Krieg zu beheben, entstanden in Gersthofen zwischen 1950 und 1954 280 neue Wohngeb√§ude. Die ersten Blocks f√ľr die Fl√ľchtlinge entstanden s√ľdlich der Pestalozzischule, schlie√ülich vergab die Gemeinde an die Fl√ľchtlinge Grund und Boden im Erbbaurecht in der Langemarckstra√üe und entlang der Ludwig-Herrmannstra√üe.

Beim Bundeswettbewerb "Die beste Kleinsiedlung" erhielt die Adalbert-Stifter-Siedlung 1956 in der Gruppe der Neusiedelungen sowohl im Regierungsbezirk von Schwaben wie auch in Bayern den ersten Preis, auf Bundesebene einen Sonderpreis.

Politik

Wappen

Stadtwappen Gersthofen
Stadtwappen Gersthofen

Beschreibung:

Gespalten von Rot und Silber, im Flu√ü belegt mit einem Querfluss, √ľber dem ein Kammrad in verwechselten Farben schwebt.

Bedeutung:

Da das damalige Dorf Gersthofen territorial lange Zeit zum Hochstift Augsburg gehörte, kommt in den Wappenfarben Rot und Silber zum Ausdruck. Die Lage der Gemeinde am Lech wurde durch die Aufnahme des blauen Querflusses versinnbildlicht. Aufgrund der starken Industralisierung Gersthofens erhielt sein Wappen als weiteres leicht deutbares Beizeichen das Kammrad. Der Entwurf stammt vom Heraldiker Prof. Otto Hupp und wurde der Gemeinde am 10. März 1937 verliehen.

1. B√ľrgermeister seit 1945

  • Hans Sturm sen. 22. Mai 1945 - 31. Januar 1946
  • Josef Scheifele 31. Januar 1946 - 31. M√§rz 1947
  • Josef Helmschrott 1. April 1947 - 30. April 1952
  • Georg Wendler 1. Mai 1952 - 1. Juli 1967
  • Karl J. Wei√ü 1. Juli 1967 - 30. April 1984
  • Siegfried Deffner 30. April 1984 -

Sitzverteilung des Stadtrates

Sitzverteilung im 24köpfigen Stadtrat:

  • CSU: 13 Sitze
  • SPD: 4 Sitze
  • Freie W√§hler: 4 Sitze
  • Gersthofer B√ľrgerunion: 2 Sitze
  • GR√úNE: 1 Sitz

Partnerstadt

Seit 1969 ist Gersthofen (anlässlich seiner Tausendjahrfeier) mit Nogent sur Oise , Frankreich verschwistert. Die Kleinstadt liegt 50 Kilometer nördlich von Paris .

Persönlichkeiten

Ehrenb√ľrger

Die Stadt Gersthofen hat folgenden Personen das Ehrenb√ľrgerrecht verliehen:

  • Georg Ebner (* 20. November 1840 in Joshofen ; ; ‚Ć 25. Juni 1927 in Altenm√ľnster, beerdigt in Gersthofen),
    von 1882 bis 1904 Lehrer und bis 30.Juni 1908 Gemeindeschreiber in Gersthofen.
  • Vinzenz Langhans (* 4. April 1861 in Gersthofen; ‚Ć 29. November 1936 in Gersthofen
    von 1897 bis 1900 Kassier der Gemeindekrankenversicherung, von 1900 bis 1903 Beigeordneter, vom 15. April 1903 bis 30. Juni 1919 B√ľrgermeister.
  • Franz Wolf (* 2. Juli 1855 in Hegnenbach ; ‚Ć 24. Oktober 1935 in Dinkelscherben
    vom 1. Februar 1905 bis 31. Dezember 1921 Lehrer, zuletzt Oberlehrer und Organist in Gersthofen.
  • Dr.-Ing. Paul Heisel (* 7. Mai 1903 in Rockenhausen/Pfalz;
    Vorstandsmitglied der Farbwerke Hoechst AG und Direktor des Werkes Gersthofen (1945 bis 1968).
  • Franz Pfiffner (* 14. September 1890 in Hirblingen; ‚Ć 9. November 1976 in Augsburg
    1. B√ľrgermeister der ehemaligen Gemeinde Hirblingen von 1933 bis 31. Dezember 1974. Ehrenb√ľrger der ehemaligen Gemeinde Hirblingen seit 3. Dezember 1965.
  • Michael Kuchenbaur (* 19. Februar 1897 in Rettenbergen;
    1. B√ľrgermeister der ehemaligen Gemeinde Rettenbergen von 1933 bis 1955. Ehrenb√ľrger der ehemaligen Gemeinde Rettenbergen seit 19. Februar 1972.
  • Goerg Wendler (* 21. Dezember 1895 in Horb a. d. Steinach
    1. B√ľrgermeister der Gemeinde Gersthofen von 1940 bis 1945 und der Marktgemeinde Gersthofen vom 1. Mai 1952 bis 30. April 1967.
  • Markus Deffner (* 1907 ; ‚Ć 1. August 1981 in Gersthofen
    ehrenamtliches Wirken in ernährungswirtschaftliche und berufsständische Organisationen; Mitglied des Marktgemeinde- bzw. Stadtrates, sowie Mitglied des Kreistages Augsburg

Kultur und öffentliche Einrichtungen

Die Kirche St. Jakobus in Gersthofen
Die Kirche St. Jakobus in Gersthofen
Innenraum der Kirche St. Jakobus
Innenraum der Kirche St. Jakobus
  • Kirche St. Jakobus (major), Station auf dem Bayerisch-Schw√§bischen Jakobsweg √ľber Augsburg nach Lindau
  • Stadthalle Gersthofen
  • Ballonmuseum Gersthofen

Grundschulen

  • Goetheschule
  • Mozartschule
  • Pestalozzischule
  • Internationale Schule Augsburg

weiterf√ľhrende Schulen

  • Hauptschule Gersthofen ( Hauptschule )
  • Paul-Klee-Gymnasium ( Gymnasium )
  • Internationale Schule Augsburg (Sitz in Gersthofen) (Abschluss: International Baccalaureate )

sonstige Schulen

  • Franziskusschule ( F√∂rderschule )
  • Musikschule Gersthofen

Industrie und Wirtschaft

Die wirtschaftliche Entwicklung

Die Veränderungen der wirtschaftlichen Struktur Gersthofens zeigt sich am deutlichsten in der Veränderung der einzelnen Wirtschaftszweige. Neben 79 landwirtschaftlichen Betrieben verschiedener Größe waren 1930 110 gewerbliche Betriebe vorhanden. 1968 hingegen waren es nur noch 50 landwirtschaftliche, jedoch 337 gewerbliche Betriebe. 1985 bzw. 1987 waren 90 landwirtschaftliche und 724 gewerbliche Betriebe erfasst.

Landwirtschaft

Die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe hat sich von 1949 bis 1968 von 98 auf 50 verringertund damit fast halbiert. Betroffen waren in den ersten f√ľnf Jahren die Betriebe in der Gr√∂√üe unter 2 ha und in der Gr√∂√üe von 2-5 ha, welche sich um 15 + 9 = 24 verminderten, w√§hrend die n√§chst h√∂here Klasse um einen Betrieb zunahm. In den Jahren von 1954-1959 dehnte sich dieser Schwund auch auf die n√§chstgr√∂√üeren Betriebe, n√§mlich in der Gr√∂√üe von 5-20 ha, aus: sie nahmen um 8 + 7 = 15 ab, jedoch die Klasse der Betriebe von 20-50 ha um drei zu, woraus wohl mit Recht auf ein Streben nach h√∂herer Rentabilit√§t im gr√∂√üeren Betrieb und als Voraussetzung dazu nach einer Vergr√∂√üerung der Betriebsfl√§che geschlossen werden kann. Die landwirtschaftliche Nutzfl√§che (LN) betrug 1956: 1094 ha, 1960: 1027,84 ha, 1965: 1021,65 ha und 1968: 970,11 ha. Der Verlust betr√§gt also zwischen 1956 und 1968 124 ha oder 11,3 %, die Anzahl der Betriebe jedoch verminderte sich von 1954-1968 um 23 oder 31,5%, womit die oben erw√§hnte Tendenz zur Verbreiterung der Betriebsbasis im Zuge der Entwicklung der deutschen und europ√§ischen Landwirtschaftspolitik bewiesen ist. Bedingt durch die Eingemeindungen hat die landwirtschaftlich genutzte Fl√§che zugenommen. 1985 belief sie sich auf 1750 ha. Diese Fl√§che wurde von 90 landwirtschaftlichen Betrieben bearbeitet.

Handwerk

Einer der √§ltesten handwerklichen Betriebe im Ort war die Wermannsche S√§cklerei. Der Gr√ľnder war der 1838 in Pappenheim geborene und 1910 in Gersthofen verstorbene Friedrich Werkmann. Er lie√ü sich im Fr√ľhjahr 1867 im Hause Donauw√∂rther Stra√üe 12 nieder - bis dahin arbeitete in Gersthofen noch kein S√§cklermeister -, heiratete im Herbst desselben Jahres und errichet 1870 das jetzige Anwesen Augsburger Stra√üe 26. Seit dieser Zeit wurden in dieser Werkstatt alle Arten von Lederhosen und Lederbekleidungen hergestellt. Der Betrieb wurde am 24.11.1980 eingestellt. Der 1830 in Gebenhofen geborene Schreiner Andreas Pfaffenzeller erwarb nach seiner Wanderschaft am 4. M√§rz 1858 die damalige Schreiners√∂lde Haus Nr. 15 in Gersthofen und machte sich dort selbst√§ndig. Schon 1861 konnte er auf dem Grundst√ľck Donauw√∂rther Stra√üe 12 ein Wohnhaus mit zugeh√∂riger Werkstatt errichten. Sp√§ter kamen handwerkliche Betriebe wie z.B. die ehemalige Wagnerei an der Hauptstra√üe, der heutigen Donauw√∂rther Stra√üe oder die Schmiede beim Spanner an der Bauernstra√üe dazu. Gr√∂√üere Betriebe wie das ehemalige Kies- und Schotterwerk folgten.

Bankwesen

Bereits am 19. M√§rz 1882 wurde der Spar- und Darlehenskassenverein Gersthofen gegr√ľndet. Eingeladen zur Gr√ľnderversammlung hatte der B√ľrgermeister und Landwirt Michael Deuringer. Es war die erste Niederlassung der Raiffeisengesellschaft im Landkreis Augsburg und die zweite im Regierungsbezirk Schwaben . 16 M√§nner erkl√§rten ihren Beitritt und w√§hlten den M√ľhlenbesitzer Thomas Kirner zum ersten nebenberuflichen Rechner des Vereins. Die Industialisierung Deutschlands, sein Anschlu√ü an den Weltmarkt und die damit verbundene wirtschaftliche Machtkonzentration in Industrie und Handel hatten die heimische Landwirtschaft sowie mittelst√§ndische Handwerksbetriebe und Gewerbetreibende infolge Fehlens geeigneter Krediteinrichtungen in wirtschaftliche Bedr√§ngnis gebracht. Privater Geldwucher war verbreitet und Betriebsschlie√üungen bleiben nicht aus. Diese Kreditnot suchte Friedrich Wilhelm Raiffeisen durch gegenseitige Hilfe auf der Basis der spar- und Darlehenskassenvereinen zu beheben. Der Anfang der Gesch√§ftst√§tigkeit stand im Zeichen der Darlehenshergabe und des gemeinsamen Warenbezugs der Landwirte. Das late, im Jahre 1930 erbaute Bankgeb√§ude wurde schon 1937 durch einen Neubau ersetzt; umbau und Erweiterung folgten 1957, desgleichen 1979/80. Der letzte, wesentliche Umbau, der dem Bankgeb√§ude die jetzige Gestalt gab, erfolgte in den Jahren 1979/80. Im allgemeinen kommt der Kreissparkasse im Landkreis Augsburg gro√üe Bedeutung zu. Sie wurde 1855 vom Distrikt Zusmarshausen ins Leben gerufen. Nach Fischach 1930, G√∂ggingen 1931, und Welden 1932 errichtete man 1934 in Gersthofen eine Zweigstelle.

Industrie, Handel und Dienstleistungen

In Gersthofen sind sechs Unternehmen ans√§ssig, die auch √ľberregional von Bedeutung sind:

  • Abieta Chemie GmbH - Marktf√ľhrer in der Resine und Dresinate - Herstellung
  • Clariant GmbH Deutschland - Gro√ükonzern f√ľr Spezialchemikalien
  • Humbaur GmbH - einer der f√ľhrenden Anh√§nger-Hersteller Europas
  • impuls Finanzmanagement AG - Versicherung- und Finanzdienstleistungsunternehmen
  • INVISTA Resins & Fibers GmbH - Gro√ükonzern im Bereich Herstellung Kunststoffe, z.B. Trevira
  • Kunst-Feuerwerk-Fabrik Fritz Sauer KG - eine der √§ltesten Feuerwerkfabriken Deutschlands

Verkehr

Straßenverkehr

In Ost-West Richtung durchquert die A 8 Gersthofen. In S√ľd-Nord Richtung verl√§uft die vierspurige B 2 , die mit mehreren Anschlussstellen Gersthofen anbindet.

Busverbindungen

Die Stadt Gersthofen besitzt durch ihre Stadtwerke eine eigene Busflotte, die zum größten Teil aus modernen Niederflurbussen besteht und insgesamt 5 Linien im Stadtgebiet bedient. Aufgrund hoher Defizite hat der Stadtrat Anfang 2006 eine Privatisierung oder Schließung des Betriebes beschlossen. Daneben fahren Regionalbusse mehrere Haltestellen in Gersthofen an.

Bahnverbindungen

Gersthofen besitzt einen Anschluss an das Netz der Deutschen Bahn. Vom Bahnhof Gersthofen, gibt es mehrmals in der Stunde Verbindungen unter anderem nach M√ľnchen, Augsburg, Donauw√∂rth und N√ľrnberg.

Flughafen

Ca. 10 km östlich liegt der Flughafen Augsburg.

Weblinks

Informationen aus der Umgebung

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