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Letzte Änderung für Artikel St. Johanniskirche (Mainz): 10.02.2006 10:12

St. Johanniskirche (Mainz)

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Die Mainzer Johanniskirche. Blick von S√ľdosten
Die Mainzer Johanniskirche. Blick von S√ľdosten

Die Johanniskirche ist die √§lteste Kirche in Mainz. Seit ihrer Weihe 910 bis zum Neubau des etwas weiter √∂stlich gelegenen Doms 975 war sie die Kathedralkirche des Erzbistums Mainz . Sie wurde 1828 von der evangelischen Gemeinde √ľbernommen. Patron ist der Heilige Johannes der T√§ufer .

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Kurz nach der Anerkennung des Christentums als Religion im R√∂mischen Reich durch das Toleranzedikt von Mailand des r√∂mischen Kaisers Konstantin ist f√ľr die Zeit um 323 / 324 Mar(t)inus als Bischof von Mainz nachweisbar. Zur gleichen Zeit darf auch schon die Existenz einer Bischofskirche angenommen werden, die sich vermutlich im Bereich der heutigen Johanniskirche und des Domes befand. Das christliche Gemeindeleben kam jedoch zur Zeit der V√∂lkerwanderung zum Erliegen. Erst unter Bischof Sidonius (‚Ć nach 580 ) wurde wieder kirchliches Leben in Mainz m√∂glich. Der Dichter Venantius Fortunatus schildert, wie Sidonius Kirchenbauten erneuert. Dies ist der √§lteste Bericht √ľber Kirchenbauma√ünahmen in Mainz.

Erzbischof Hatto I. errichtet ab etwa 900 die Kathedralkirche neu und weiht diese 910 ein. Damit z√§hlt sie nach dem Trierer Dom zu den √§ltesten Kathedralbauten Deutschlands. Hattos Bau ist mit im Laufe der Zeit angef√ľgten Ver√§nderungen die bis heute √ľberkommene Johanniskirche. Allerdings war diese Kirche als Kathedralkirche des Bistums Mainz zun√§chst dem Heiligen Martin von Tours geweiht. Erst sp√§ter wird sie dem Heiligen Johannes geweiht, weil nach der Weihe 1036 des weiter √∂stlich gelegenen Neuen Domes von Erzbischof Willigis das Martins patrozinium vom Hattobau auf den Neubau √ľbertragen wurde. Doch davor wurde 1002 K√∂nig Heinrich noch im Alten Dom zum K√∂nig gekr√∂nt. Und Erzbischof Erkanbald findet hier 1021 seine letzte Ruhest√§tte. Nach der Weihe des Neubaus wird der Alte Dom zur Johanniskirche, in ihr wird ein Kanonikerstift eingerichtet. Neben dem Neuen Dom ist die Johanniskirche relativ unbedeutend.

Wohl wegen der schlechten Fundamentierung wird zu romanischer Zeit das Querhaus abgebrochen und die Vierung zu einem Langhausjoch umgestaltet. Mitte des 13.Jh. ist die Johanniskirche in einem so schlechten Zustand, dass von Papst Gregor IX. ein Ablass zugunsten der Kirche gewährt wird. Doch erst im 14.Jh. wird mit größeren Baumaßnahmen begonnen. Der Westchor wird durch einen hohen gotischen Anbau ersetzt.

Zu gr√∂√üeren Ver√§nderungen kommt es erst wieder im Barock : 1685 wird der Fu√üboden um mehr als 2m aufgesch√ľttet und ein h√∂lzernes Kreuzgratgew√∂lbe wird eingezogen; 1737 wird die Ostapsis abgebrochen und stattdessen ein Portal eingef√ľgt; 1747 wird der Westchor mit einer Welschen Haube √ľberdacht; 1767 brennt das Paradies nieder, ein gedeckter Verbindungsgang zwischen Johanniskirche und Dom.

Mit der franz√∂sischen Besetzung 1792 endet die Nutzung als Stiftskirche. Das Geb√§ude wird als Lager und f√ľr milit√§rische Zwecke gebraucht. Schlie√ülich wird das Stift auch formal mit dem Reichsdeputationshauptschluss aufgel√∂st. 1828 wurde die kirchliche Nutzung wiederhergestellt, die Johanniskirche wird der evangelischen Gemeinde zur Verf√ľgung gestellt. Aufwendige Wiederherstellungsarbeiten sind die Folge. Der Kreuzgang im Norden der Kirche geht verloren, das Ostportal und die Seitenschiffarkaden werden zugemauert. Die abgetrennten Seitenschiffe werden umgenutzt und zum Teil vermietet.

Ab 1906 wurde die Kirche im Jugendstil umgestaltet, nachmittelalterliche Einbauten wurden entfernt, Bauuntersuchungen fanden statt. Die Gestaltung der Kirche wurde in die H√§nde des Darmst√§dter Architekten Friedrich P√ľtzer gelegt. Er erbaut eine neue Portalanlage im Osten und gestaltet die Seitenschiffe neu. Auch die komplette Inneneinrichtung wird von P√ľtzer als Gesamtkunstwerk gestaltet.

Im August 1942 brennt die Kirchen nach einem Bombeneinschlag v√∂llig aus. Die Kirche ist so stark getroffen, das ihr Abriss erwogen wird. Der Wiederaufbau wurde von dem Darmst√§dter Architekten Karl Gruber geleitet. Er liess s√§mtliche Einbauten P√ľtzers entfernen. Er orientierte sich in seinem Entwurf am Idealbild des urspr√ľnglichen sp√§tkarolingischen Kirchenbaus Hattos. Wohl aus Geldmangel wurde das schon im Mittelalter verlorengegangene Querhaus nicht rekonstruiert, auch die zerst√∂rte Welsche Haube des Westchores konnte nicht wiederhergestellt werden. Die Tieferlegung des Fu√übodens auf ihr urspr√ľngliches Niveau scheiterte aus statischen Gr√ľnden, da die Fundamente mangelhaft sind. Die barocken Holzgew√∂lbe werden nicht rekonstruiert, statt dessen l√§sst Gruber eine h√∂lzerne Spitztonne einziehen, die der urspr√ľnglichen Raumwirkung eines offenen Dachstuhl nahekommt und zum hohen gotischen Westchor vermittelt.

Im September 1956 wurde die Johanniskirche nach der Renovierung wieder eingeweiht.

Architektur

Hattos Kirche ist einer der wenigen erhaltenen spätkarolinigschen Kirchenbauten. Sie wurde als Basilika errichtet, ihr breites Mittelschiff ist höher als die schmalen Seitenschiffe . Das Gebäude wurde als Doppelchoranlage in Ost-West-Richtung angelegt.

Im Osten liegt ein Chorraum von der Breite des Mittelschiffs, allerdings ohne Seitenschiffe. Die Seitenw√§nde des Ostchors werden durch je zwei Rundbogenfenster und dar√ľberliegenden Rundfenstern (sog. Okuli) ge√∂ffnet. Westlich an den Chor schlie√üt ein quadratisches Langhaus joch an, das von schmalen Seitenschiffen flankiert wird. Die Mittelschiffsw√§nde werden im oberen Bereich (dem Obergaden ) durch je vier Rundbogenfenster durchbrochen, darunter liegen jeweils vier √Ėffnungen in das Seitenschiff . An dieses Langhausjoch schlie√üt ein weiteres quadratisches Joch an, das heute dem √∂stlichen gleicht, allerdings zur Erbauungszeit die Vierung eines Querhauses gewesen sein d√ľrfte. Darauf folgte zu sp√§tkarolingischer und romanischer Zeit wahrscheinlich eine halbrunde Apsis, die im 14.Jh. durch einen hohen gotischen Chor √ľber quadratischem Grundriss ersetzt wurde.

Literatur

  • Friedhelm J√ľrgensmeier (Hrsg.): Das Bistum Mainz. Frankfurt/M. 1988

Weblinks


Koordinaten: 49¬į 59' 54" N 8¬į 16' 20" O

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