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Letzte Änderung für Artikel Wuppertaler Bühnen: 23.01.2006 21:49

Wuppertaler Bühnen

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Die Wuppertaler Bühnen sind ein kommunaler Stadttheaterbetrieb in Wuppertal, der in Form einer stadteigenen GmbH geführt wird und Ensembles für die Sparten Schauspiel und Musiktheater unterhält. Außerdem arbeiten die Wuppertaler Bühnen für das Tanztheater Pina Bausch, das seine Produktionen in den Häusern des Theaters herausbringt und aufführt. Zur Zeit sind bei den Wuppertaler Bühnen etwa 200 Personen beschäftigt.

Zu den Wuppertaler Bühnen gehören das Opernhaus im Stadtteil Barmen ( 1907 erbaut, im Zweiten Weltkrieg stark zerstört, bis 1956 wieder aufgebaut, seit 2003 wegen Renovierung geschlossen, Wiedereröffnung voraussichtlich 2008/09) und das Schauspielhaus im Stadtteil Elberfeld (erbaut 1966 ). Da die Wuppertaler Bühnen über keine Kammer-Spielstätte verfügen, werden auch an verschiedenen Orten der Stadt kleinere Produktionen realisiert, z. B. in der Kirche in der City. Außerdem spielen die Wuppertaler Bühnen auch in den Theatern der Nachbarstädte Remscheid und Solingen, wo seit 2003 auch Premieren herauskommen.

Intendant der Wuppertaler Bühnen ist derzeit Gerd Leo Kuck , der im Jahr 2001 seinen Vorgänger Holk Freytag ablöste. Unter den Vorgängern befinden sich u. a. Arno Wüstenhöfer und Hellmuth Matiasek .

Das Sinfonieorchester Wuppertal, ein kommunaler Eigenbetrieb der Stadt, ist das Orchester der Wuppertaler Bühnen und hat als Konzertorchester in der Historischen Stadthalle am Johannisberg sein Domizil.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Theatergeschichte Elberfeld

  • 1806 - Bau des ersten Elberfelder Theaters an der Hofaue durch eine Aktiengesellschaft.
  • 1809 - Eröffnung des Schauspielbetriebs durch die Düsseldorfer Theater-Direktion. Da Elberfeld über kein eigenes Ensemble verfügt, regelmäßige Gastspiele des Bergischen Theaters Düsseldorf. In den folgenden Jahren wird das Gebäude unter französischer Fremdherrschaft als Lazarett für verwundete Soldaten und als Gefängnis für Elberfelder Bürger genutzt, deren wehrfähige Söhne vor Napoleons Rekrutierungskommandos geflohen waren.
  • 1821 - Fertigstellung eines Theatersaals hinter dem "Zweibrücker Hof" in EIberfeld. Düsseldorfer Theatertruppe führt zum Auftakt Rossinis Oper Tancredi auf.
  • 1825 - Der Elberfelder Theatersaal wird aus feuerpolizeilichen Gründen geschlossen.
  • 1826 - Neueröffnung eines provisorische Theaterlokals am Museumsgarten. Premiere mit dem Drama Die Ahnfrau von Franz Grillparzer .
  • 1833 - Beendigung des Provisoriums. Einweihung eines Aufführungsraums in der Elberfelder Reitbahn in der Luisenstraße. Auf dem Programm steht die Oper Die weiße Dame von François-Adrien Boïeldieu .
  • 1835 - Der bedeutende Theatermann Karl Lebrecht Immermann übernimmt neben der Direktion der Düsseldorfer Bühne auch die Leitung des Elberfelder Theaters. Als Einstand wird ein Prolog von Immermann rezitiert. Nach einer Sinfonie von Beethoven folgen zwei Lustspiele.
  • 1836 - Enttäuscht und verbittert über das Publikum und die Arbeitsbedingungen im Reitbahn Theater verlässt Immermann seine Elberfelder Wirkungsstätte.
  • 1841 - Gründung der Aktiengesellschaft Theaterverein mit dem Ziel, auf privater Ebene "in der Stadt Elberfeld ein neues Theatergebäude zu errichten" .
  • 1844 - Eröffnung des neuen, von der Aktiengesellschaft erbauten Theaters an der Hofaue. Premiere des Stücks Ein Glas Wasser von Eugène Scribe .
  • 1845 - Gründung des Theatervereins Minerva in Elberfeld.
  • 1850 - Schließung des Theaters aus finanziellen Gründen.
  • 1852 - Wiedereröffnung mit einem italienischen Opernabend.
  • 1857 - Verpachtung des Theatergebäudes an Gustav Küpper und Julius Langenbach, die vorwiegend volkstümliche Stücke aufführen.
  • 1861 - Übernahme des Theaters durch Abraham Küpper ("Oweram Küpper"), der als Elberfelder Original gilt. Spielplan wird nach rein kommerziellen Gesichtspunkten gestaltet.
  • 1871 - Neukonstituierung der bisherigen Aktiengesellschaft als Theater-Verein-AG.
  • 1882 - Elberfelder Theater in der Hofaue wird wegen akuter Feuergefahr geschlossen.
  • 1888 - Einweihung des neuen Elberfelder Stadttheaters am Brausenwerth. Aufführung eines Festspiels des Elberfelder Dichters Friedrich Roeber. Ferner: Goethes Iphigenie und Mozarts Figaro.
  • 1906 - Eröffnung des Thalia-Theaters in Elberfeld als Operettenbühne.
  • 1919 - Zusammenschluss der Theater in Barmen und Elberfeld zu den Vereinigten Stadttheatern Barmen-Elberfeld. Robert Volkner wird Intendant.

Theatergeschichte Barmen

  • 1872 - In Barmen, das bisher keinen Musentempel hatte, wird eine Stadttheater-Aktiengesellschaft gegründet.
  • 1874 - Eröffnung des Barmer Stadttheaters an der Ecke Fischertal/Neuer Weg mit der Aufführung der Oper Freischütz von Carl Maria von Weber und des Dramas Don Carlos von Schiller . Die Theatervereine in Barmen und Elberfeld einigen sich auf die gemeinsame Leitung beider Bühnen unter dem Direktor Martin Wihrler, der bis 1877 in Wuppertal bleibt.
  • 1875 - Das neue Haus in Barmen fällt einem schweren Brand zum Opfer und muss seine Pforten schließen.
  • 1876 - Wiedereröffnung des Barmer Stadttheaters mit Figaros Hochzeit von Mozart.
  • 1902 - Brand im Barmer Stadttheater, dem der gesamte Bau einschließlich des Fundus zum Opfer fällt. Endgültige Schließung.
  • 1905 - Fertigstellung des neuen Theaters an der Ecke Spinnstraße/Neuer Weg (heute Opernhaus). Aufführung des Tannhäuser von Richard Wagner.
  • 1919 - Zusammenschluss der Theater in Barmen und Elberfeld zu den Vereinigten Stadttheatern Barmen-Elberfeld. Robert Volkner wird Intendant.

Vereinigte Stadttheater Barmen-Elberfeld

  • 1921 - Dr. Paul Legband löst Volkner als Intendant ab. Gründung der Freien Volksbühne als Besucherorganisation. Ende des Jahres zählt die Freie Volksbühne Barmen-Elberfeld insgesamt 4000 Mitglieder.
  • 1922 - Die Bühnen stehen wegen großer finanzieller Engpässe vor ihrer Schließung. Bildung des Bühnenvolksbundes in Barmen, dem 1927 eine Elberfelder Gruppe folgt.
  • 1925 - Paul Henning wird als Nachfolger von Legband zum Intendanten bestellt.

Städtische Bühnen Wuppertal

  • 1929 - Nach der Städtevereinigung erhält die Theatergemeinschaft den Namen Städtische Bühnen Wuppertal. Ihr erster Intendant ist Otto Maurenbrecher. Dem Schauspiel vorbehalten ist das Elberfelder Haus, während das Barmer Theater im Wesentlichen der Oper dient.
  • 1932 - Die Bühnen stehen vor der völligen Schließung und können nur durch die Gründung einer Theaterbetriebs-GmbH. gerettet werden. Paul Smolny ersetzt Maurenbrecher als lntendant.
  • 1933 - Gleichschaltung der Wuppertaler Bühnen nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten. Entlassung politisch unliebsamer Mitarbeiter und Künstler. Auflösung des Bühnenvolksbundes. Überführung der Freien Volksbühne in die Nationalsozialistische Kulturgemeinde.
  • 1934 - Dr. Günther Stark löst Smolny ab und bleibt als Intendant bis 1941 in Wuppertal.
  • 1935 - Die Vorschau auf die Spielzeit 1935/36 wird durch zwei Propagandazitate von Hitler und Goebbels eingeleitet.
  • 1939 – Das Elberfelder Theater wird als unbespielbares Haus endgültig geschlossen. Umbau des Barmer Theaters, das nach umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen im selben Jahr wiedereröffnet wird.
  • 1941 - Nachfolger von Intendant Stark wird Erich Alexander Winds.
  • 1942 - ‘‘Ring’‘-Festspiele unter dem Dirigat von Hans Knappertsbusch im Barmer Theater mit Gästen von den Staatsopern Berlin, Dresden, München und Wien.
  • 1943 - Schwere Luftangriffe auf Barmen und Elberfeld. Das Barmer Haus wird zerstört, das Elberfelder Theater schwer beschädigt. Letzte Aufführung in Barmen: Goethes Egmont. Elberfelder Stadthalle wird Theaterausweichstelle.
  • 1944 - Schließung des Stadttheaters und Beendigung des Musiklebens auf Befehl des Reichsbevollmächtigten für den totalen Kriegseinsatz.
  • 1945 - Als erste Stadt in Westdeutschland eröffnet Wuppertal wieder zwei Bühnen: die Stadthalle Elberfeld als Opernhaus und Festsaal der Gesellschaft "Union" in Unterbarmen als Kammerspiele. Eröffnet wird die Spielzeit 1945/46 in der Stadthalle mit Fidelio, in den Kammerspielen mit dem Lustspiel Charleys Tante. Erich Alexander Winds, der sein Amt 1944 niedergelegt hatte, wird erneut verpflichtet. Die Freie Volksbühne wird als Kulturgemeinde Volksbühne wieder ins Leben gerufen. Neugründung des Bühnenvolksbundes zunächst im Rahmen der Albertus-Magnus-Gesellschaft, später als Christlicher Theaterring; seit 1950 Theatergemeinde Wuppertal.
  • 1949 - Das neue Theater an der Bergstraße in Elberfeld wird mit der Aufführung des Schauspiels Elisabeth und Essex von Hans Rehberg eingeweiht.
  • 1950 - Fusion der Städtischen Bühnen Wuppertal und Solingen.
  • 1951 - Die Ruine des Elberfelder Theaters am Brausenwerth wird beseitigt.
  • 1952 - Arbeitsgemeinschaft Wuppertaler Opernhaus tritt für den Wiederaufbau des Barmer Theaters ein.
  • 1953 - Helmut Henrichs wird als Nachfolger von Winds Intendant.
  • 1954 - Gründung des Kammertheaters Pikkolomödie unter Dr. Heinz Wildhagen (bis 1969; danach Theater an der Gathe unter Wolfgang Eisenbach).
  • 1955 - Auflösung der Theaterfusion mit Solingen, da sie keine wirtschaftlichen Vorteile brachte.
  • 1956 - Wiedereröffnung des grundlegend umgestalteten Barmer Opernhauses. Eröffnungsveranstaltung mit Paul Hindemiths Werk Mathis der Maler.
  • 1958 - Dr. Grischa Barfuß löst Helmut Henrichs als Intendant ab.
  • 1964 – Arno Wüstenhöfer wird Nachfolger von Barfuß, der nach Düsseldorf geht.
  • 1966 - Eröffnung des neuen Schauspielhauses an der Kluse in Anwesenheit von Bundespräsident Heinrich Lübke mit Nathan der Weise. Premiere des ursprünglich zur Eröffnung vorgesehenen Schauspiels Die Wupper von Else Lasker-Schüler am Tag darauf.
  • 1988 - Holk Freytag löst Jürgen Fabritius ab.
  • 1999 - Das Tanztheater Wuppertal Pina Bausch wird eigene GmbH und gehört nicht mehr der Schillertheater NRW GmbH an
  • 2000 - Der neu gewählte Wuppertaler Stadtrat beschließt das Ende der Fusion mit Gelsenkirchen.
  • 2001 - Die Wuppertaler Bühnen GmbH entsteht neu mit den Sparten Oper und Schauspiel. Gerd Leo Kuck wird Generalintendant.
  • 2003 - In der Spielzeitpause 2003 wird das Schauspielhaus auf einen Sanierungsstand gebracht, der eine Bespielung während der Sanierung des Opernhauses durch die drei Sparten Schauspiel, Oper und Tanztheater Pina Bausch gestattet. Das Opernhaus ist seit Dezember 2003 für den Publikumsverkehr geschlossen und soll von 2006 bis 2008 saniert werden.

Gebäude

Opernhaus


1907 wurde der ursprüngliche Bau nach Entwürfen des Kölner Architekten Moritz fertiggestellt. Dieser Bau, eine der Entstehungszeit entsprechende Mischung aus Neobarock und Jugendstil, wurde gegen Ende des 2. Weltkrieges bei einem Luftangriff schwer beschädigt.

Nach langen Diskussionen, ob man die Ruinen abreißen und einen völlig neuen Bau errichten solle, oder ob man unter Verwendung der verbliebenen Bausubstanz planen solle, fiel die Entscheidung, nicht zuletzt aus Kostengründen, für eine Wiederverwendung der Ruine.

Am Sonntag, 14. Oktober 1956, wurde das Haus mit einem Festakt und einer Festaufführung von Paul Hindemiths Oper Mathis der Maler eröffnet. Damit hatte das Theater in Wuppertal als eines der ersten in Westdeutschland nach den Provisorien im Theater in der Bergstraße und der Stadthalle wieder eine eigene Spielstätte für Oper und Schauspiel. Aus einem Theater mit vier Rängen im Zuschauerraum war ein Haus mit zwei Rängen geworden. Bewusst hatte man auf die Wiederherstellung der "schwerverdaulichen Formensprache des Jugendstils" (!), so der Baumeister und Wuppertaler Baudezernent Prof. Hetzelt, verzichtet. Es war, trotz alter Hülle, ein Bauwerk aus dem ästhetischen Empfinden der 50er Jahre entstanden. Als signifikantes Beispiel dieser (innen-)architektonischen Richtung steht es mittlerweile unter Denkmalschutz.

Mit dem Neubau des Schauspielhauses in Elberfeld (1966) wurde das Drei-Sparten-Theater zum Opernhaus, zur Spielstätte für Musik- und Tanztheater. Durch ein verheerend ausgefallenes Brandschutzgutachten wurde die Schließung des Opernhauses zum Dezember 2003 unvermeidbar. Eine Sanierung mit Perspektive der Wiedereröffnung zur Spielzeit 2008/2009 ist durch Stadtratsbeschluss vom Dezember 2002 gesichert.

Schauspielhaus

Schaupielhaus Wuppertal
Architekt Gerhard Moritz Graubner
Bauzeit 1964-66
Plätze 745
Portalhöhe 4,50m bis 7m
Portalbreite 9m bis 12,60m
Bühnenbreite 18m
Bühnentiefe 14m
Bühnenhöhe
Hinterbühne 21x10m
Seitenbühne(n) rechts 17x13m
Ausstattung
Sonstiges

Das Wuppertaler Schauspielhaus wurde von Gerhard Moritz Graubner entworfen und in den Jahren 1964 bis 1966 erbaut. Eröffnet wurde es am 24. und 25. September 1966 mit Gotthold Ephraim Lessings Nathan der Weise und Else Lasker-Schülers Die Wupper.

Das Gebäude, dessen horizontalen Gestaltungselemente im Außenbild betont werden, besteht aus drei Baukörpern, die symmetrisch zueinander geordnet und in der Höhe gestaffelt sind: Eine weit ausladende Eingangshalle mit Atrium bildet das Erdgeschoss des Theaters. Der große Saal liegt zurückgesetzt über dem Erdgeschoss freischwebend und zeigt durch die leicht gebogene Außenwand die innere Nutzung an. Den Abschluß bildet im hinteren Bereich an der Wupper das Bühnenhaus, das als reiner Kubus gestaltet wurde. Saal und Kubus zeichnen sich durch ein schmales Fensterband unterhalb des Daches aus, das die ansonsten schmucklosen weißen Fassaden in der Horizontale gliedert. Der großzügige Foyerbereich wird als Spielstätte genutzt.

Schauspielhaus Wuppertal
Schauspielhaus Wuppertal

Weblinks

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