fair-hotels . Ein Service wie gemalt
Reiseführer Übersicht Deutschland Österreich Schweiz Bauwerke nach Stil

Werbung

Letzte Änderung für Artikel Cargolifter AG: 22.01.2006 22:42

Cargolifter AG

Wechseln zu: Navigation, Suche
Außenansicht der Werfthalle
Außenansicht der Werfthalle

Die Cargolifter AG war ein Unternehmen mit dem Ziel, ein Luftschiff zu entwickeln, das Lasten von bis zu 160 Tonnen transportieren sollte.

Zu diesem Zweck wurde im brandenburgischen Briesen-Brand die grĂ¶ĂŸte stĂŒtzenfrei konstruierte Halle (siehe auch Luftschiffhalle ) der Welt gebaut. Diese Halle mit dem Namen Aerium ist 360 x 210 x 107 m groß. Liegend wĂŒrde der Eiffelturm darin Platz finden. Die Halle diente als Werfthalle . Geplant wurde sie von der Firma CL MAP, einer ehemaligen Tochterfirma von Cargolifter. Erster Spatenstich war am 2. Mai 1998, Einweihung am 30. November 2000.

Im Mai 2000 ging das am 1. September 1996 in Wiesbaden gegrĂŒndete Unternehmen an die Börse (WKN 540 261), spĂ€ter notierte es im MDAX . Die AktionĂ€rsstruktur war durch einen hohen Anteil von KleinaktionĂ€ren gekennzeichnet.

Der Prototyp des kleineren Transportballons „CL 75 Aircrane“, der im Oktober 2001 erstmals getestet wurde, ist eine Eigenentwicklung, aber kein Eigenbau, denn er wurde von der amerikanischen Firma TCOM im Auftrag von Cargolifter gefertigt. Das geplante Großluftschiff „ CL160 “ wurde nie gebaut. Es wurden mehrere kleine VersuchstrĂ€ger, der grĂ¶ĂŸte namens „ Joey “, gefertigt (Erstflug 18. Okt. 1999), um die Eigenentwicklungen, wie Lastaufnahmesystem und Steuerung in kleinem Maßstab zu testen. Die HĂŒlle des Prototyps des kleineren Kran- und Transportballons „ CL 75 Aircrane “ wurde bei einem Unwetter am 10. Juli 2002 zerstört.

Mit Boeing wurde 2002 ein Vertrag geschlossen, zur gemeinsamen Erforschung einer Leichter-als-Luft -StratosphÀren- Höhenplattform .

Insolvenz

Das Skyship 600 „Charly“ in der Werfthalle
Das Skyship 600 „Charly“ in der Werfthalle

Am 7. Juni 2002 meldete das Unternehmen Insolvenz an, am 1. August 2002 wurde das Insolvenzverfahren eröffnet.

Der Verbleib der 300 Millionen Euro AktionĂ€rsgelder von ĂŒber 70.000 Anlegern ist noch unklar. Es wurden nach Aussagen des Insolvenzverwalters Rolf-Dieter Mönning wohl 80 Millionen in F+E (Forschung und Entwicklung) investiert.

Ein „CL 75 Aircrane“ sowie 25 Optionen (zu einem StĂŒckpreis von 10 Millionen US-Dollar), wurde auf der AktionĂ€rsversammlung 2002 an die kanadische Firma Heavy Lift Canada Inc. verkauft, an der die CargoLifter AG zu mindestens 20 Prozent beteiligt war. Der Vertrag wurde nie wirksam.

Am 11. Juni 2003 wurden die Halle und das sie umgebende 500 Hektar große GrundstĂŒck fĂŒr 17,5 Mio. Euro, also etwa ein Viertel der Baukosten von 78 Mio. Euro, an den malaysischen Konzern Tanjong verkauft. Er errichtete in der Halle ein „kĂŒnstliches Tropenparadies“ mit angeschlossenem Hotelbetrieb. Die Baugenehmigung fĂŒr das Vorhaben „Tropical Islands“ wurde am 2. Februar 2004 erteilt. Die Eröffnung erfolgte am 19. Dezember 2004.

Das SkyShip 600 -Luftschiff mit dem Spitznamen „Charly“, das Cargolifter fĂŒr Trainings- und Forschungszwecke angeschafft hatte, wurde mit abgelaufener Zulassung (D-LCLA) fĂŒr 150 000 â‚Ź an die schweizerische Skycruise verkauft, die damit u.a. bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen RundflĂŒge durchfĂŒhrte. Ein zuvor ausgehandelter Verkauf fĂŒr 400 000 Euro an die amerikanisch-neuseelĂ€ndische Investorengruppe Lion Monaco war geplatzt. Das Luftschiff war am 16. September 2000 vom damaligen Bundesverkehrsminister Reinhard Klimmt auf den Namen "Charly - Der weiße Wal der LĂŒfte" getauft worden. Im Mai 2002 waren auch Passagier-Rundfahrten ĂŒber Berlin durchgefĂŒhrt worden. Skycruise hatte ursprĂŒnglich vor eine neue Betriebsgenehmigung fĂŒr RundflĂŒge in Deutschland zu beantragen. Diese wurde jedoch nicht erteilt.

Die immateriellen GĂŒter, das sogenannte " know how ", wie Unterlagen, und Archive wurden am 24. August 2005 von der Verwertungsgesellschaft "Air Brand GmbH" an die ZLT nach Friedrichshafen verkauft (siehe Nachfolgeunternehmen). FĂŒr die Patente besteht bis 2007 eine Kaufoption. Die Namensrechte verbleiben zunĂ€chst beim Insolvenzverwalter.

Nachfolgeunternehmen und Konkurrenz

Die AufsichtsrĂ€te der insolventen CargoLifter AG haben im Juni 2005 zusammen die CL CargoLifter GmbH & Co. KG a.A. mit 250.000 Euro Grundkapital gegrĂŒndet. Mit der GeschĂ€ftsfĂŒhrung wurde die ebenfalls von den AufsichtsrĂ€ten gegrĂŒndete CLifter GmbH beauftragt. GeschĂ€ftsfĂŒhrer ist Mirko Hörmann. Der Aufsichtsrat der KG setzt sich zusammen aus Dr. Carl-Heinrich Frhr. v. Gablenz (Vorsitz), Arnd Middelmann und Christoph v. Kessel.

Gegenstand des Unternehmens sind die Vermarktung und Nutzung der Leichter-als-Luft-Technologie fĂŒr das Heben und Transportieren von Frachten und GegenstĂ€nden. Zweck der Gesellschaft ist es, unter Wahrung der Interessen der AktionĂ€re der CargoLifter AG i.I. die Entwicklung dieser Technologie im Sinne des von CargoLifter eingeschlagenen Weges voranzutreiben.

Eine Beteiligung an dem neuen Unternehmen wurde zunĂ€chst nur AltaktionĂ€ren angeboten, auf deren Initiative die NeugrĂŒndung ĂŒberhaupt erst zustande gekommen war.

Des Weiteren gab noch ein konkurrierendes Unternehmen, die "Zeppelin Luftschifftechnik GmbH" (ZLT) in Friedrichshafen, die nicht mit der Cargolifter AG verflochten war. Am 24. August 2005 bekam der Zeppelin-Hersteller als "ZLT Zeppelin Luftschifftechnik GmbH & Co. KG" den Zuschlag fĂŒr den Kauf der immateriellen GĂŒter (Archive, Aufzeichnungen) aus dem Insolvenzbestand der Cargolifter AG. Um diese Daten hatte sich auch ein brandenburgisches Konsortium um den ehemaligen GrĂŒnder von Cargolifter Carl von Gablenz beworben, welches anschließend in bilaterale Verhandlungen mit der Erwerbergesellschaft getreten ist. Ziel des Verkaufs war hauptsĂ€chlich die Sicherung der Daten fĂŒr Deutschland, wĂ€hrend von anderer Seite der Verlust des Luftschiffwissen fĂŒr Brandenburg kritisiert wurde. Der Insolvenzverwalter teilte auch mit, dass mit dem Cargolifter-know-how ein deutscher Forschungsverbund fĂŒr die Leichter-als-Luft-Technologie mit Instituten in Brandenburg und Baden-WĂŒrttemberg aufgebaut werden soll. So sollen das Wissen und die gesammelten Erfahrungen dieses Großluftschiffprojekts fĂŒr ganz Deutschland erhalten bleiben.

Weblinks

Commons: Cargolifter – Bilder, Videos oder Audiodateien

Wikipedia

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Cargolifter AG aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels Cargolifter AG verfügbar.

fair-hotels. Ein Service der
VIVAI Software AG
Betenstr. 13-15
44137 Dortmund

Tel. 0231/914488-0
Fax 0231/914488-88
Mail: info@vivai.de
Url: http://www.vivai.de