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Letzte Änderung für Artikel Hildesheimer Rosenstock: 15.01.2006 22:45

Hildesheimer Rosenstock

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 Tausendjähriger Rosenstock um 1900
Tausendjähriger Rosenstock um 1900

Der Hildesheimer Rosenstock bzw. Tausendj√§hriger Rosenstock ist ein sagenumwobenes Rosengew√§chs auf dem vom Kreuzgang umgebenen Domfriedhof des Hildesheimer Mariendoms und stand Pate f√ľr das Hildesheimer Wahrzeichen ‚Äď die Rose . Er ist eng mit der Gr√ľndung von Dom und der Stadt Hildesheim im 9. Jahrhundert verbunden und Garant des Lebens an diesem Ort. Der Rosenstock lag nach dem verheerenden Bombenhagel im M√§rz 1945 verbrannt, verkohlt, unter Tr√ľmmern begraben. Wie ein Wunder erschien es den √úberlebenden dieser Katastrophe, als die Reste der Rose dennoch neue Triebe entwickelten. Damit bekam das Rosenwunder eine neue Bedeutung, denn darunter verstand man bis dahin nur eine fromme Legende , die bis ins 16. Jahrhundert zur√ľckverfolgt werden kann..

Sage vom Rosenwunder

Im Jahr 815 nahm Kaiser Ludwig der Fromme w√§hrend einer Reise Quartier in einem K√∂nigshof in Aulica (Elze). Von dort brach er mit kleinem Gefolge zur Jagd auf. Pl√∂tzlich tauchte vor den J√§gern ein wei√üer Hirsch auf. Ludwig gab seinem Pferd die Sporen und setzte ihm nach. Inmitten dichter W√§lder ging es √ľber Berg und Tal. Ein Fl√ľsschen wurde gar √ľberquert, dann brach des Pferd √ľberanstrengt zusammen und der Hirsch entkam. V√∂llig ersch√∂pft und nun mutterseelenallein stie√ü Ludwig in sein Jagdhorn, ohne ein rettendes Antwortsignal seiner Jagdgenossen zu vernehmen. Da nahm er schlie√ülich sein Brustkreuz mit dem Heiligtum der Mutter Maria , das er st√§ndig bei sich trug, h√§ngte es an die Zweige eines Strauchs, kniete davor nieder, um inbr√ľnstig zu beten. Ermattet schlief er daraufhin ein. Als er nach Stunden erwachte, sah er verwundert den Platz mit Schnee bedeckt, w√§hrend sonst alles gr√ľnte. Sein Kreuz hing in den Zweigen eines bl√ľhenden Rosenstrauchs. Als er es an sich nehmen wollte, wurde es mit aller Kraft festgehalten. Ein Wunder war geschehen. Da gelobte der Kaiser, an dieser Stelle eine Kapelle zu errichten. Gleich darauf h√∂rte er Jagdh√∂rner, sein Gefolge fand ihn schlie√ülich und h√∂rte aus des Kaisers Munde erstaunt von dem Rosenwunder. Ludwig lie√ü schlie√ülich an jener Stelle ein Kirchlein errichten. Daraus entstand der Hildesheimer Mariendom, an dessen Mauern noch immer der Rosenstrauch w√§chst.

Tausendjähriger Rosenstock mit St. Anna im Vordergrund (1850)
Tausendjähriger Rosenstock mit St. Anna im Vordergrund (1850)

Tausendjähriger Rosenstock

Viele aber sind √ľberzeugt, dass der Rosenstrauch, der hinter dem Chor der Hohen (Dom)kirche zu sehen ist, eben genau der ist, in den Kaiser Ludwig die Reliquien aufh√§ngte, schrieb ein Chronist vor fast 400 Jahren. Seither Neuanpflanzungen anzunehmen w√§re unn√∂tig oder verfehlt. Dessen bedarf es nicht, um zu erkl√§ren, dass die Rose ein respektables Alter besitzt. Denn es handelt sich um eine Hundsrose (Rosea canina Lin.), die auch als Hagebuttenstrauch rund um Hildesheim vielfach wildwachsend anzutreffen ist. Sie besitzt die Eigenschaft fortw√§hrender Erneuerung: unterirdische Sprossen sind in der Lage, neue Wurzeln und aufstrebende Triebe zu bilden. Solche vegetative Vermehrung bleibt ohne Einfluss auf die Erbanlagen der Pflanze. Somit bleibt sie, g√ľnstige Wachstumsbedingungen vorausgesetzt, selbst Jahrtausende lang stets die selbe Pflanze.

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