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Letzte Änderung für Artikel Malediven: 20.02.2006 13:07

Malediven

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Raajjeyge Jumhooriyyaa
Republik der Malediven</font>
Flagge der Malediven
Wappen der Malediven
( Details ) ( Details )
Amtssprache Dhivehi
Hauptstadt Malé
Staatsform PrÀsidialrepublik
PrÀsident Maumoon Abdul Gayoom
FlĂ€che 298 kmÂČ
Einwohnerzahl 339.330 (Stand Juli 2004)
Bevölkerungsdichte 1.138 Einwohner pro kmÂČ
BIP/Einwohner 2.207 US-$ (2004)
UnabhÀngigkeit am 26. Juli 1965
WĂ€hrung 1 Rufiyaa = 100 Laari
Zeitzone UTC +5h
Nationalhymne Gavmii mi ekuverikan matii tibegen kuriime salaam
Kfz-Kennzeichen MV
Internet-TLD .mv
Vorwahl +960
Die Malediven im Indik und in der Welt
Karte der Malediven

Die Republik der Malediven ( Divehi Rajjeyge Jumhuriyya) ist ein Inselstaat im SĂŒdwesten der SĂŒdspitze Indiens im Indischen Ozean und besteht aus mehreren Atollen und circa 2.000 Inseln, wovon etwa 200 von Einheimischen bewohnt werden und 87 weitere ausschließlich fĂŒr Touristen reserviert sind.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Die Malediven sind eine Kette von 19 Inselgruppen im Indischen Ozean , sĂŒdwestlich von Indien und Sri Lanka . Sie erstrecken sich ĂŒber 764 Kilometer in Nord-SĂŒd-Richtung bis kurz ĂŒber den Äquator . Die Inseln sind Atolle mit Korallenriffen, die die Gipfel einer im Meer versunkenen vulkanischen Gebirgskette umgeben. Insgesamt sind es fast 2.000 Inseln, von denen aber nur etwa 200 bewohnt sind.

Die nahegelegenen barriereartigen Riffe sind der einzige Schutz vor den manchmal heftigen WirbelstĂŒrmen, die mit den Monsunen kommen. Die Inseln sind mit Palmen und BrotfruchtbĂ€umen bedeckt und von SandstrĂ€nden und klaren Lagunen umgeben.

FĂŒr Reisende bedeutsam: Die Malediven lassen sich in Inseln fĂŒr Einheimische und Inseln fĂŒr Touristen unterscheiden. Touristen haben nur bedingt Zutritt auf Einheimischen-Inseln; in der Regel ist dies nur im Rahmen gefĂŒhrter Touren "Island-Hopping" möglich. DarĂŒber hinaus gibt es die Möglichkeit, eine staatliche Erlaubnis zu beantragen. Derartige Genehmigungen werden selten und unter Auflagen erteilt.

StÀdte

Die grĂ¶ĂŸten StĂ€dte sind (Stand 1. Januar 2005):

  1. Malé : 84.972 Einwohner
  2. Hithadhoo : 9.927 Einwohner
  3. Fuvammulah : 7.960 Einwohner
  4. Kulhudhuffushi : 7.774 Einwohner
  5. Thinadhoo : 5.360 Einwohner.

Siehe auch: Liste der StÀdte auf den Malediven

Klima

Die Malediven haben durch ihre Lage im meist ruhigen indischen Ozean ein sehr konstant heißes, tropisches Klima. Die Temperaturen fallen selbst nachts selten unter 25 Grad.

Das Wetter ist geprĂ€gt von zwei Monsunen: dem SĂŒdwest-Monsun von Mai bis Oktober und dem Nordost-Monsun von November bis April. Der SĂŒdwest-Monsun bringt normalerweise im Juni und Juli Wind und intensivere NiederschlĂ€ge. Als beste Reisezeit gelten die Monate November bis April.

Klimatabelle der Malediven
Monat JAN FEB MRZ APR MAI JUN JUL AUG SEP OKT NOV DEZ
Sonnenstunden/Tag 8 9 8 7 6 6 6 6 6 5 6 8
Temp. mittags in °C 29 29 30 31 31 30 31 30 30 30 29 29
Temp. nachts in °C 26 26 27 27 27 26 26 26 26 26 26 26
Wassertemp. in °C 27 27 28 29 29 28 28 27 27 28 28 27
Tage mit Regen 4 4 7 8 12 10 10 12 12 15 12 12

Bevölkerung

Alle Einwohner sind sunnitische Muslime . Die maldivische Sprache, Divehi, Àhnelt dem Singhalesischen, einer der Amtssprachen von Sri Lanka. Die medizinische Betreuung der Bevölkerung basiert weitgehend auf traditionellen Behandlungsmethoden und ist unzureichend.

Geschichte

Die Besiedlung der Malediven nahm ihren Anfang im 5. Jahrhundert v. Chr. , als sich buddhistische Fischer aus Indien und der Insel Ceylon (dem heutigen Sri Lanka ) auf den Inseln niederließen. Im 12. Jahrhundert errichteten arabische Kaufleute ein Sultanat auf den Inseln und fĂŒhrten den Islam ein.

In der zweiten HÀlfte des 16. Jahrhunderts versuchten die Portugiesen eine stÀndige Niederlassung auf den Inseln zu errichten, daraufhin kam es zu einem Guerillakrieg , in dem die Portugiesen scheiterten. Erst im 17. Jahrhundert schaffte es ein europÀisches Land, die Inseln zu unterwerfen. Die Niederlande machten aus dem maledivischen Sultanat ein Protektorat , nachdem sie auch schon Ceylon besetzt hatten. Im Jahre 1754 kamen die Malediven unter französische Besatzung .

Von 1887 bis 1965 waren die Malediven ein britisches Protektorat.

1932 erhielten die Malediven ihre erste Verfassung von Sultan Mohammed Shamsudeen III. 1942 errichtete das Vereinigte Königreich einen MilitĂ€rflughafen auf der Insel Gan. 1953 wurde die Republik ausgerufen. Daraufhin ĂŒbernahm ein Verwandter des Sultans das PrĂ€sidentenamt. Nach einer Volksabstimmung wurde jedoch wieder das Sultanat eingefĂŒhrt und Mohammed Farid Didi wurde erneut Sultan. Drei Jahre spĂ€ter, 1956 , erhielten die Malediven innere Autonomie , jedoch errichtete das Vereinigte Königreich weitere MilitĂ€rflughĂ€fen. 1963 verließ das Vereinigte Königreich die Inseln und die Malediven traten dem Colombo-Plan bei. Zwei Jahre spĂ€ter wurden die Malediven unabhĂ€ngig.

Per VerfassungsĂ€nderung wurde 1968 das Sultanat in eine Republik umgewandelt. Somit kam es zum Ende der ĂŒber 250 Jahre langen Herrschaft der Didi. Amir Ibrahim Nasir wurde Staats- und Regierungschef. Ein Jahr spĂ€ter wurde die Republik unter dem Namen Malediven erneut ausgerufen.

Ab 1972 begann die Zeit des Massentourismus auf den Inseln. Außerdem wurden in diesem Jahr die Ämter des Staatsoberhauptes und des Regierungschefs getrennt. Drei Jahre spĂ€ter wurde das Amt des Regierungschef wieder abgeschafft und der PrĂ€sident ĂŒbernahm dieses Amt. 1976 verließen die Briten das Land endgĂŒltig, da ihre 30-jĂ€hrige Nutzungszeit der MilitĂ€rflughĂ€fen abgelaufen war. 1982 traten die Malediven dem Commonwealth bei. In der Hauptstadt MalĂ© fand 1989 eine internationale Konferenz wegen der Bedrohung der Inseln durch den steigenden Meeresspiegel statt.

Am 26. Dezember 2004 wurden zahlreiche Siedlungen und Touristenresorts auf den Inseln durch eine Flutwelle in Folge eines Seebebens im Indischen Ozean stark beschÀdigt oder zerstört. Aufgrund der geographischen Beschaffenheit (steil abfallende Riffe) blieben die meisten Inseln jedoch unzerstört. Die Wellen konnten sich nicht so hoch aufbauen, wie vergleichsweise in Sri Lanka oder Indien.

Die StaatsoberhÀupter der Malediven

Regierungszeit Name Lebensdaten
1932 - 1953 Sultan Mohammed Shamsudeen III. k.A.
1954 - 1968 Sultan Mohammed Farid Didi 1901 - 1969
1968 - 1978 Amir Ibrahim Nasir 1926 -
1978 - Maumoon Abdul Gayoom 1937 -

Politik

Im Januar 1998 trat eine neue Verfassung in Kraft. Regierungsform blieb die PrĂ€sidialrepublik. Der StaatsprĂ€sident und Regierungschef hat die uneingeschrĂ€nkte Macht ĂŒber die Exekutive . Er wird von einem Einkammerparlament, der Majilis, auf 5 Jahre gewĂ€hlt, das aus 50 Mitgliedern besteht, von denen 42 gewĂ€hlt sind und 8 vom PrĂ€sidenten eingesetzt. Nach der Wahl muss sich der PrĂ€sident noch einer Volksabstimmung stellen.

Auf den Malediven gibt es keine Parteien , obwohl deren Bildung erlaubt ist. Außerdem gibt es Grundrechte wie die freie Entfaltung der Persönlichkeit und die Redefreiheit innerhalb der islamischen Regeln.

Im Taucherparadies vor der KĂŒste Indiens herrscht seit 1978 PrĂ€sident Abdul Gayyoom. Mitte August 2004 wurde der Ausnahmezustand auf den Malediven ausgerufen. Seitdem seien Hunderte Menschen nach Demonstrationen gegen das Regime des PrĂ€sidenten in GefĂ€ngnissen verschwunden, sagt die Opposition, die lĂ€ngst ins Ausland geflohen ist. Unter den Gefangenen sind auch ein frĂŒherer Minister und ein Generalstaatsanwalt. Soviel gibt die Regierung zu. Beide landesweit bekannte Reformer, die schon seit Jahren fĂŒr Gewaltenteilung und freie Wahlen auf den Malediven kĂ€mpfen.

Im Juli 2003 veröffentlichte Amnesty International einen Bericht ĂŒber die Menschenrechtsverletzungen des Regimes von PrĂ€sident Gayyoom, der die Malediven seit 26 Jahren totalitĂ€r regiert. Die Menschenrechtsorganisation beschuldigt den Herrscher der Folter: HĂ€ftlinge wĂŒrden geschlagen und getreten, sie mĂŒssten stundenlang in Handschellen gefesselt in der Sonne ausharren. Vor Gericht wĂŒrden ihnen AnwĂ€lte verwehrt, so Amnesty.

Die Herausgeber des unabhĂ€ngigen Internetmagazins "Sandhaan" wurden wegen Hochverrats zu lebenslanger Haft verurteilt, unliebsame Politiker seien ebenso weggesperrt worden wie religiöse FĂŒhrer oder KĂŒnstler. Gleichzeitig baut der PrĂ€sident ehemalige MilitĂ€r-GebĂ€ude zu GefĂ€ngnissen aus - auf Inseln weit weg von den Luxus-Hotels der Touristen.

Im September 2003 kam es zu ersten Massen-Demonstrationen, nachdem drei HÀftlinge unter ungeklÀrten UmstÀnden im GefÀngnis starben. PrÀsident Gayyoom versprach Reformen, das Rechtssystem sollte verÀndert, die Kompetenzen des Parlamentes erweitert werden.

Im Juni 2005 stimmten die Abgeordneten der Majilis einstimmig fĂŒr einen Antrag, der die Etablierung eines Mehrparteiensystems ermöglichen soll.

Religionsfreiheit wird ausdrĂŒcklich ausgeschlossen.

Die Inselrepublik, deren Staatsgebiet zu ĂŒber 90% aus WasserflĂ€chen besteht und deren Landgebiete sich ĂŒberwiegend nicht mehr als einen Meter ĂŒber NN Meeresspiegel erheben, ist vom weltweiten "Klimawandel" stark bedroht. Folgerichtig nehmen Vertreter der Malediven-Regierung an jeder Weltklimakonferenz teil, um sich fĂŒr den Schutz der ErdatmosphĂ€re einzusetzen.

Verwaltung

Die 26 Atolle der Malediven mit insgesamt 1.192 Inseln sind in 20 Distrikte unterteilt. Verwaltet werden sie von den Atollchefs, die vom PrÀsidenten ernannt werden. Der Bezirk um die Hauptstadt Malé steht unter direkter Verwaltung der Regierung.

Wirtschaft

Die Malediven gehören zu den Ă€rmsten LĂ€ndern der Welt, obwohl einige Wirtschaftzweige, besonders der Tourismus, sich schnell entwickeln. Das Bruttosozialprodukt (BSP) betrug 1997 321,55 Mio. Dollar und das BSP/Einwohner 1.180 Dollar. Hauptanbaukulturen des Agrarsektors sind Hirse , Maniok und SĂŒĂŸkartoffeln . KokosnĂŒsse werden fĂŒr die Nahrungsmittel- und Kopra -Herstellung gesammelt. Der Fischfang, insbesondere von Thunfisch und Bonito , ist die traditionelle StĂŒtze der Inselwirtschaft. Zu den lebenswichtigen Importen, vor allem aus Indien, gehören Nahrungsmittel (Reis), Bau- und Industriewaren und Brennstoffe zur Energieerzeugung. Viele der fĂŒr die Tourismusbetriebe bestimmten HandelsgĂŒter kommen sogar per Luftfracht von weit her aus SĂŒdafrika oder USA, denn die relativ nahegelegenen Nahrungsmittelerzeuger in Sri Lanka können angeblich nicht in konstanter QualitĂ€t liefern. Viele der Angestellten-Jobs, von Hotelmanagern, Architekten bis zu Wellness-Betreuern sind mangels eigener qualifizierter ArbeitskrĂ€fte von ebenfalls importierten AuslĂ€ndern besetzt.

Infrastruktur

Nur die Hauptstadt MalĂ©, das Addu-Atoll und die Insel Fuvamullah besitzen Straßen und somit auch Autos. Fahrzeuge haben so eine geringe Bedeutung, da man mit Schiffen oder zunehmend mit Wasserflugzeugen der Maldivian Air Taxi bevorzugt Distanzen zurĂŒcklegt. FahrrĂ€der und Mopeds sind auch sehr beliebt, weil es sich fĂŒr viele nicht lohnt, auf den kleinen Inseln Auto zu fahren.

Der einzige internationale Flughafen befindet sich auf der Insel HulhumalĂ© (ehemals Hulule), nur wenige Kilometer von der Hauptstadt entfernt. Zudem gibt es noch viele RegionalflughĂ€fen. Die lĂ€ngste Straße (asphaltiert und mit Autos befahrbar) geht von Hithadhoo bis Gan und ist im Addu-Atoll. Drei Inseln werden durchquert, die alle mit DĂ€mmen verbunden sind.

Umweltschutz

Jede touristisch genutzte Insel betreibt obligatorisch eine eigene MĂŒllverbrennungsanlage und eigene Meerwasserentsalzungsanlagen . Der dazu benötigte Strom wird mit Dieselgeneratoren erzeugt. Metall- und PlastikabfĂ€lle werden gesammelt und auf der MĂŒllinsel Thila Fushi deponiert.

Um dien naturnahe AttraktivitĂ€t fĂŒr Touristen zu erhalten, hat man strenge Regeln dekretiert. Die frĂŒher traditionell fĂŒr den Hausbau der Bewohner verwendeten Korallen dĂŒrfen, da sie ohnehin z.B von Korallenbleiche bedroht sind, ĂŒberhaupt nicht mehr genutzt werden. Nur 20 Prozent einer Insel dĂŒrfen bebaut werden, kein GebĂ€ude darf höher als die höchste Palme sein.

Bildung

Religiöse und weltliche Schulen gewÀhrleisten die Grundschulausbildung. Auf den Inseln gibt es auch Oberschulen. Jedoch ist sonst der durchschnittliche Bildungsgrad eher gering.

Galerie

Weblinks

Wiktionary: Malediven – Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen

Allgemeine Links

Fotos & Infos zu den einzelnen Inseln


Koordinaten: 1°S -7°N, 72°-74° O

Informationen aus der Umgebung

Wikipedia

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Malediven aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels Malediven verfügbar.

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