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Letzte Änderung für Artikel Freizeitsoziologie: 25.01.2006 17:45

Freizeitsoziologie

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Die Freizeitsoziologie ist eine spezielle Zeitsoziologie die sich mit der persönlich besonders frei gestaltbaren Zeit beschÀftigt.

Freizeitbegriff und -wandel

Die Freizeitsoziologie war zunĂ€chst ein systematisch wenig umgrenztes Feld, worin aber weitgespannt EinzelschĂ€ftigungen (z.B. Sport, Bildung, Unterhaltung, Urlaub) empirisch erforscht und untersucht wurden. Horst Opaschowski (seit 1975 Professor fĂŒr Erziehungswissenschaft an der UniversitĂ€t Hamburg sowie seit 1979 GrĂŒnder und Leiter des B·A·T Freizeit-Forschungsinstituts) beschreibt vier Phasen der Freizeitentwicklung im 20. Jahrhundert:

  • Nach dem 2. Weltkrieg bis in die 1950er Jahre hinein galt Freizeit ausschließlich der Erholung nach getaner Arbeit.
  • Die Konsumgesellschaft der 1960er und 1970er Jahre sah in der Freizeit primĂ€r die Befriedigung der sozialen Selbstdarstellung und des Geldausgebens.
  • In den 1980er Jahren galt das Interesse der Bevölkerung nicht mehr so sehr der BewĂ€ltigung des Wohlstandskonsums , sondern verlagerte sich auf die BedĂŒrfnisse des gemeinsamen Erlebens und der Entwicklung eines eigenen Lebensstils.
  • Die hektische Phase der 80er wurde in den 90er Jahren von einem BedĂŒrfnis nach Ruhe und innerer Muße abgelöst und Ă€ußert sich in der heutigen Zeit durch einen regelrechten „ Wellnessboom “.

Opaschowski versteht "Freizeit" nicht mehr in begrifflicher AbhĂ€ngigkeit von " Arbeit ", sondern als "freie Zeit", die durch freie Wahlmöglichkeiten, bewusste Entscheidungen und soziales Handeln charakterisiert ist. Davon ausgehend entwickelte er ein Konzept, das die Lebenszeit in drei Zeitabschnitte, je nach dem vorhandenen Grad an freier VerfĂŒgbarkeit ĂŒber die Zeit, aufteilt:

  • Determinationszeit (fremdbestimmte Zeit, z.B. Arbeit, Schule)
  • Obligationszeit (zweckgebundene TĂ€tigkeiten wie z.B. essen, schlafen)
  • Dispositionszeit (freie verfĂŒgbare/selbstbestimmte Zeit)

Literatur

  • Hartmut LĂŒdtke: Freizeitsoziologie. Arbeiten ĂŒber temporale Muster, Sport, Musik, Bildung und soziale Probleme. Lit, MĂŒnster u.a. 2001, ISBN 3-8258-5359-4
  • Horst W. Opaschowski: EinfĂŒhrung in die Freizeitwissenschaft. 3. Auflage. Leske und Budrich, Opladen 1997, ISBN 3-8100-1968-2
  • Hans-Werner Prahl : Soziologie der Freizeit. Schöningh/UTB, Paderborn 2002, ISBN 3-8252-8228-7

Siehe auch

  • Feierabend, Spaziergang , Wochende
  • MĂŒĂŸiggang

Wikipedia

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Freizeitsoziologie aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels Freizeitsoziologie verfügbar.

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