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Letzte Änderung für Artikel Veste Coburg: 11.02.2006 21:31

Veste Coburg

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Die Veste Coburg (auch FrĂ€nkische Krone genannt) ĂŒberragt die Stadt Coburg im bayerischen Grenzgebiet zu ThĂŒringen. Sie ist eine der grĂ¶ĂŸten und am besten erhaltenen Burganlagen Deutschlands . Die Burg liegt 167 m ĂŒber dem Stadtzentrum auf einer Höhe von 464 m ĂŒber dem Meeresspiegel. Am Hang des BurghĂŒgels ersteckt sich in Richtung Stadt der herzogliche Hofgarten.

Veste Coburg vom Hofgarten aus gesehen
Veste Coburg vom Hofgarten aus gesehen
Veste Coburg, FĂŒrstenbau
Veste Coburg, FĂŒrstenbau

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Erstmalig urkundlich erwĂ€hnt wird die Veste Coburg im Jahre 1225 als Besitz der Herzöge von Meranien , die Ă€ltesten heute noch erhaltenen Teile der Burg stammen ebenfalls aus dieser Zeit. ArchĂ€ologische Untersuchungen verlegen die UrsprĂŒnge zurĂŒck ins 10. Jahrhundert , es sind aber weder Bauten noch SchriftstĂŒcke erhalten. Erzbischof Anno von Köln grĂŒndet 1074 auf dem Veste-Berg ein Nebenkloster ( Probstei ) des Klosters in Saalfeld . Im 12. Jahrhundert geht der Besitz an die Grafen von Dießen-Andechs , die spĂ€teren Herzöge von Meranien ĂŒber, 1248 an die Grafen von Henneberg, 1291 an die Markgrafen von Brandenburg und 1312 erneut an die Grafen von Henneberg. 1353 geht sie durch Erbschaft an Friedrich III. den Strengen aus dem Hause Wettin ĂŒber, in deren Besitz sie bis zum Ende der Monarchie 1918 bleibt. Danach geht sie 1919 in den Besitz der Coburger Landesstiftung und nach dem Anschluss von Coburg an Bayern 1920 an den bayerischen Staat ( Bayerische Schlösser- und Seenverwaltung ) ĂŒber.

Im Jahre 1530 hĂ€lt sich der Reformator Martin Luther mehrere Monate lang auf der Veste Coburg auf. Noch heute kann man das Lutherzimmer im Rahmen einer BurgfĂŒhrung besichtigen. Auch ein Steinrelief mit dem Kopf Luthers erinnert an dessen Aufenthalt.

Baugeschichte

Coburg mit Veste 1915
Coburg mit Veste 1915

Im Jahre 1225 erscheint erstmalig in einer Urkunden-Übersetzung das Wort „sloss“ fĂŒr die Coburg. 1489 wird das Hohe Haus (Zeughaus), das schon frĂŒher erbaut worden ist, erneuert. Nach einem Brand im FĂŒrstenbau und in der Steinernen Kemenate im Jahre 1500 werden diese in der Folgezeit wiederaufgebaut. Nach dem Schmalkaldischen Krieg werden die Befestigungsanlagen verstĂ€rkt und die Veste Coburg zur Landesfestung ausgebaut. 1614 werden die Basteien „Rautenkranz“ und „Bunter Löwe“ neben dem sĂŒdlichen Zugang zur Veste errichtet.

Nach der zweiten Belagerung , Besetzung durch die Kaiserlichen im 30-jĂ€hrigen Krieg und RĂŒckgabe der Veste am 30. Mai 1635 an Herzog Johann Ernst werden die Befestigungsanlagen erheblich verstĂ€rkt. 1671 wird das Prunkportal vor dem sĂŒdlichen Haupttor vollendet. Im Jahre 1782 wird im Hohen Haus ein Zuchthaus eingerichtet, NebengebĂ€ude dienen als Kranken- und Irrenanstalt . 1820 wird der Status der Festung aufgehoben, 1827-1838 der 10-12 m tiefe Wallgraben eingeebnet und ein Promenadenweg rund um die Veste angelegt. Nach Umgestaltung der Veste im Stil der Romantik im Jahr 1838 werden die jetzigen Kunstsammlungen dort untergebracht. 1851 werden die frĂ€nkischen Fachwerkbauten in den Innenhöfen abgebrochen und die Luther-Kapelle wird im neugotischen Stil umgebaut. Anstelle eines um 1680 entstandenen Dachreiters wird 1857 der Torturm, der heutige Bulgarenturm, 1859 die steinerne BrĂŒcke zum Haupttor, errichtet. Unter Herzog Carl Eduard wird 1908-1924 die Veste restauriert, wobei die historisierenden Zutaten des 19. Jahrhunderts beseitigt werden.

Am 10. und 11. April 1945 wird die Veste durch die Amerikaner beschossen, wobei schwere GebĂ€udeschĂ€den entstehen. In den 50er Jahren wird der Herzoginbau vereinfacht wiederhergestellt. 1969 wird der Umbau des Carl-Eduard-Baus vollendet und dieser als Museum eingerichtet. 1970-1972 wird das Hohe Haus fĂŒr die Aufnahme der Direktion, der Verwaltung, der Bibliothek und der MuseumswerkstĂ€tten hergerichtet, 1981-1985 die Steinerne Kemenate renoviert und ausgebaut. Dabei werden im Erdgeschoss mĂ€chtige, bisher unbekannte Fundamente ausgegraben. An den Ă€ußeren WallgrĂ€ben werden umfassende Sanierungsarbeiten durchgefĂŒhrt, die 1987 abgeschlossen werden.

Sammlungen

Nach der GrĂŒndung des Freistaates Coburg schließt dieser 1919 mit dem Herzog Carl Eduard einen Abfindungsvertrag in Höhe von 1,5 Mio. RM ĂŒber dessen BesitztĂŒmer. Damit gehen nicht nur die Veste Coburg in die Coburger Landesstiftung ĂŒber, sondern auch die KunstschĂ€tze der Coburger Herzöge auf der Veste, die zu den bedeutendsten kunst- und kulturgeschichtlichen Sammlungen Deutschlands gehören.

GemÀlde und Skulpturen

Die GemĂ€ldesammlung beherbergt unter anderem Werke Lukas Cranachs d. Ält., der sich Anfang des 16. Jahrhunderts hĂ€ufiger auf der Veste Coburg aufhielt, und von Tilman Riemenschneider .

Kupferstichkabinett

Das Kupferstichkabinett enthĂ€lt eine Sammlung von ca. 330.000 BlĂ€ttern mit Aquarellen, Handzeichnungen und Druckgraphiken vom Ende des 15. Jahrhunderts bis zur Gegenwart, darunter Werke von Schongauer , Albrecht DĂŒrer, Cranach und Altdorfer . Als Spezialsammlungen findet man FlugblĂ€tter der Reformation und Gegenreformation sowie BestĂ€nde aus der Zeit Luthers und zu Luthers Leben.

Glassammlung

Die Glassammlung enthĂ€lt etwa 2.700 kostbare GlĂ€ser. Schwerpunkte sind venezianische GlĂ€ser, eine der umfangreichsten Sammlungen außerhalb Venedigs, bemaltes und geschnittenes Glas des Barock und des Rokoko und GlĂ€ser des 19. Jahrhunderts, des Jugendstils und des Art Deco .

MĂŒnzkabinett

Das MĂŒnzkabinett enthĂ€lt ungefĂ€hr 20.000 Exemplare.

RĂŒstungs- und Waffensammlung

Sie umfasst Teile der fĂŒrstlichen RĂŒstkammer , die Jagdwaffensammlung der Coburger Herzöge und BestĂ€nde des bĂŒrgerlichen Zeughauses der Stadt. Weiter sind zu sehen die "TĂŒrkenbeute" des Prinzen Friedrich Josias und die Sammlung Rohmann, die vor allem aus Grazer Waffen besteht. Älteste StĂŒcke sind gotische Holzschilde. Aus dem 30-jĂ€hrigen Krieg stammen schwere HakenbĂŒchsen , Feld harnische und GeschĂŒtze ; an das höfische Leben erinnern reich verzierte Turnierharnische, Stangenwaffen und der Harnisch eines Hofzwerges .

Prunkwagen und Turnierschlitten

Im Herzoginnenbau ist eine beachtliche Sammlung von Prunkwagen und Turnierschlitten untergebracht. Auch zwei reich dekorierte vergoldete Hochzeitskutschen aus der Renaissance , die beiden Àltesten noch erhaltenen Exemplare, sind dort zu sehen.

Sonstiges

Auf der Veste Coburg ist ein mittlerweile ganz stattliches Exemplar des Riesenmammutbaums (Sequoiadendron giganteum) gepflanzt, das von SĂŒdwesten her bereits von weitem zu sehen ist.

Siehe auch

Weblinks

Webcams


Koordinaten: 50° 15' 48" N, 10° 58' 56" O

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