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Letzte Änderung für Artikel Burg Rotenhan: 02.02.2006 16:46

Burg Rotenhan

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Die Burgruine Rotenhan liegt etwa 2 km nördlich von Ebern ĂŒber dem Ortsteil Eyrichshof im Landkreis Haßberge in Unterfranken.

Die Anlage ist der Stammsitz der Freiherren von Rotenhan , in deren Besitz sie sich noch heute befindet.

Geschichte

Die Familie von Rotenhan wird 1190 zum ersten Mal urkundlich erwĂ€hnt. Zu dieser Zeit muss die Burg also schon bestanden haben. Der Name Rotenhan dĂŒrfte sich von „gerodeter Haag“, Hain ableiten. Manche Forscher halten auch eine Ableitung von dem FlĂŒsschen „Rodach“ fĂŒr denkbar. Mit dem roten Hahn, den das Geschlecht als Helmzier fĂŒhrt, hat der Name sicherlich nichts zu tun. Die möglicherweise ehemals edelfreien Rotenhan waren DienstmĂ€nner des Bistums Bamberg. Die erhaltenen Bauformen legen einen Ausbau der Burg in spĂ€tromanisch-frĂŒhgotischer Zeit nahe (Spitzbogenportal am Treppenaufgang).

Im Jahre 1323 belagerte der WĂŒrzburger Bischof die Burg Rotenhan angeblich etwa ein Jahr lang unter dem Vorwand der FalschmĂŒnzerei. Die in der NĂ€he der wĂŒrzburgischen Stadt Ebern gelegene bambergische Burg war wohl ein Stachel im Fleisch des Hochstiftes. Nach der Eroberung wurde die Veste zerstört und durfte nie wieder aufgebaut werden. ( Vertrag von 1324). Die Familie von Rotenhan erbaute sich spĂ€ter ihren neuen Wohnsitz im Tal unterhalb der Burg ( Schloss Eyrichshof ).

Beschreibung

Die Hauptburg mit dem Torfelsen
Die Hauptburg mit dem Torfelsen
Der vollstÀndig aus dem Sandstein gehauene Torbau mit dem Treppenaufgang
Der vollstÀndig aus dem Sandstein gehauene Torbau mit dem Treppenaufgang
Der Nordwestfelsen mit FundamentbÀnken und der Tankzisterne (links)
Der Nordwestfelsen mit FundamentbÀnken und der Tankzisterne (links)

Die Burg ruine ist eine der wenigen echten Felsburgen Deutschlands . Da die Anlage bereits im 14. Jahrhundert zerstört wurde, sind nur noch geringe Reste von aufgehendem Mauerwerk zu sehen. Ihre Bedeutung erlangte die Burg vor allem wegen der ungewöhnlich weitgehenden Einbeziehung des natĂŒrlichen Felsuntergrundes in die Konstruktion . FĂŒnf mĂ€chtige, eng beieinander stehende Sandsteinblöcke wurden durch Mauern verbunden. Das Haupt tor wurde in den mittleren Block der SĂŒdwestseite eingearbeitet. Der bekannte Burgen forscher Joachim Zeune sieht allerdings in diesem Torbau nur die Neben pforte . Er verlegt das Haupttor rechts daneben in den Zwischenraum zwischen dem Tor- und dem kleineren SĂŒdwestfelsen. Wegen des betrĂ€chtlichen Niveauunterschiedes zwischen Burghof und diesem Zwischenraum ist dies aber eher zu bezweifeln. Außerdem hĂ€tte das Haupttor dann an der schwĂ€chsten Stelle der Kernburg gelegen. Die Treppenanlage des TorgebĂ€udes wurde komplett aus dem Sandstein herausgeschlagen. Auch die anderen Felsblöcke zeigen großflĂ€chige Abarbeitungen fĂŒr FundamentbĂ€nke und eine Tank zisterne . Im ehemaligen Burghof hat sich noch der gemauerte Brunnenschacht erhalten. HangabwĂ€rts war der Felsburg offenbar eine gerĂ€umige Vorburg vorgelagert (Wallreste), bergseitig ist die Anlage hufeisenförmig von einem flachen Halsgraben umgeben.

Wegen ihrer außergewöhnlichen Bauweise und der eindrucksvollen Felsformationen ist die Burgruine einem regen Esoterik - und Okkultismustourismus ausgesetzt. Die Anlage gilt in diesen Kreisen als prĂ€historischer „Weltkulturplatz“. Die Burg wird Ă€hnlich der Nachbarburg Burg Lichtenstein mit Anlagen wie etwa den Externsteinen oder gar Stonehenge auf eine Stufe gestellt. Dies geschieht in völliger Verkennung der historischen Tatsachen: Die Burg Rotenhan ist eindeutig eine hochmittelalterliche Burganlage. FĂŒr eine frĂŒhere Verwendung als heidnischer Kult- und Opferplatz gibt es keinerlei Anhaltspunkte.

Die Burgruine ist eine Station des „Burgenkundlichen Lehrpfades“ des Landkreises Hassberge.

Literatur:

  • Die KunstdenkmĂ€ler des Königreichs Bayern, III, 15, Bezirksamt Ebern, S. 197-201. (MĂŒnchen, 1916)
  • Zeune, Joachim: Burgen im Eberner Land, Ebern 2003, Eberner HeimatblĂ€tter, 2 Hefte

Wikipedia

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