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Letzte Änderung für Artikel Siglistorf: 12.02.2006 00:06

Siglistorf

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Wappen
Wappen von Siglistorf
Basisdaten
Kanton: Aargau
Bezirk : Zurzach
BFS-Nr. : 4319
PLZ : 5462
Koordinaten : 47┬░ 33' n. Br.
8┬░ 23' ├Â. L.
H├Âhe : 444  m ├╝. M.
Fl├Ąche: 5.51  km┬▓
Einwohner : 565 (31. Dezember 2004)
Website : www.siglistorf.ch
Karte
Karte von Siglistorf

Siglistorf ist eine Gemeinde im Bezirk Zurzach des Schweizer Kantons Aargau. Sie liegt an der Grenze zum Kanton Z├╝rich und knapp drei Kilometer s├╝dlich der Grenze zu Deutschland .

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Das Dorf liegt in einem engen Tal inmitten des Tafeljuras . Das Tal wird von S├╝dosten nach Norden durch den T├Ągerbach durchflossen, der bei Mellikon in den Rhein m├╝ndet. Die H├╝gel, die das Tal flankieren, sind im unteren Bereich sehr steil und gehen in flache Hochebenen ├╝ber. Der H├╝gel im Osten heisst schlicht "Berg" und erreicht eine H├Âhe von 601 Metern, im Westen liegt der "Brand" (588 Meter). Im Dorfzentrum zweigt ein kurzes Seitental in Richtung S├╝dwesten ab. Zwischen den beiden T├Ąlern erhebt sich im S├╝den der Buechstock (596 Meter).

Die Fl├Ąche des Gemeindegebiets betr├Ągt 551 Hektaren, davon sind 284Hektaren bewaldet und 37 Hektaren ├╝berbaut. Der h├Âchste Punkt liegt auf 601 Metern auf der Hochebene des "Bergs", die tiefste Stelle befindet sich auf 420 Metern am T├Ągerbach.

Nachbargemeinden sind Wislikofen im Nordwesten, Fisibach im Nordosten, Oberweningen im S├╝dosten, Schleinikon und Niederweningen im S├╝den sowie Schneisingen im S├╝dwesten.

Geschichte

Die erste urkundliche Erw├Ąhnung erfolgte im Jahr 1113 . Die Edlen von Waldhausen stifteten in Wislikofen eine Propstei und schenkten zu diesem Zweck dem Kloster St. Blasien umfangreichen Grundbesitz in der Region. Die niedere Gerichtsbarkeit kam im 13. Jahrhundert zum Bistum Konstanz und wurde dem bisch├Âflichen Gerichtsbezirk Klingnau zugeteilt. Die hohe Gerichtsbarkeit (und damit die auch Landeshoheit) lag zun├Ąchst bei den Kyburgern, nach deren Aussterben im Jahr 1264 bei den Habsburgern .

Die Eidgenossen eroberten 1415 den Aargau und Schneisingen geh├Ârte fortan zum Amt Ehrendingen der Grafschaft Baden, einer Gemeinen Herrschaft . Siglistorf lag an einer damals wichtigen Handelsroute, die von S├╝ddeutschland ├╝ber Schaffhausen, Kaiserstuhl und Baden bis nach Genf f├╝hrte. Besonders f├╝r den Transport von Salz aus dem Salzkammergut war diese Verbindung bedeutend. Im M├Ąrz 1798 eroberten die Franzosen die Schweiz und riefen die Helvetische Republik aus. Schneisingen wurde eine Gemeinde im kurzlebigen Kanton Baden; seit 1803 geh├Ârt sie zum Kanton Aargau.

Bis weit ins 20. Jahrhundert hinein blieb Siglistorf ein rein landwirtschaftlich gepr├Ągtes Dorf. Bis 1970 schwankte die Einwohnerzahl stets zwischen 250 und 300. Doch mit der Ansiedlung von kleinen Gewerbebetrieben war auch eine Bev├Âlkerungszunahme verbunden; innerhalb von dreissig Jahren stieg die Einwohnerzahl um ├╝ber das Doppelte. Es gibt ├ťberlegungen, die Gemeinde in naher Zukunft mit Schneisingen zu fusionieren.

Wappen

Die Blasonierung des Gemeindewappens lautet: "In Blau auf gr├╝nem Dreiberg linksgekehrter springender gelber Hirsch." Bis 1930 besass die Gemeinde kein eigenes Wappen. Da das Kloster St. Blasien w├Ąhrend Jahrhunderten Herrschaftsrechte in Siglistorf ausge├╝bt hatte, ├╝bernahm man dessen Wappentier, drehte es allerdings nach rechts (heraldisch links) und f├╝gte einen Dreiberg dazu.

Bev├Âlkerung

Bev├Âlkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1900 292
1930 251
1950 312
1960 278
1970 264
1980 352
1990 546
2000 519

Am 31. Dezember 2004 lebten 565 Menschen in Siglistorf, der Ausl├Ąnderanteil betrug 20,7 %. Bei der Volksz├Ąhlung 2000 waren 55,3 % r├Âmisch-katholisch, 25,8 % reformiert und 8,7 % moslemisch; 1,2 % geh├Ârten anderen Glaubensrichtungen an. 92,7 % bezeichneten Deutsch als ihre Hauptsprache, 4,8 % Albanisch.

Beh├Ârden

Die Versammlung der Stimmberechtigten, die Gemeindeversammlung , ├╝bt die Legislativgewalt aus. Ausf├╝hrende Beh├Ârde ist der Gemeinderat . Seine Amtsdauer betr├Ągt vier Jahre und er wird im Majorzverfahren ( Mehrheitswahlverfahren ) vom Volk gew├Ąhlt. Er f├╝hrt und repr├Ąsentiert die Gemeinde. Dazu vollzieht er die Beschl├╝sse der Gemeindeversammlung und die Aufgaben, die ihm von Kanton und Bund zugeteilt wurden.

Die f├╝nf Gemeinder├Ąte der Amtsperiode 2006-2009 sind:

  • Stefan Schuhmacher, Gemeindeammann
  • Walter Liotto, Vize-Gemeindeammann
  • Ralf Kaltenbach
  • Claudia Liebing
  • vakant

F├╝r Rechtsstreitigkeiten ist das Bezirksgericht Zurzach zust├Ąndig. Siglistorf geh├Ârt zum Friedensrichterkreis Kaiserstuhl.

Wirtschaft

In Siglistorf gibt es rund 140 Arbeitspl├Ątze, davon 25 % in der Landwirtschaft, 15 % in der Industrie und 60 % im Dienstleistungssektor. Die meisten Erwerbst├Ątigen sind Wegpendler und arbeiten in der Region Baden oder in der Agglomeration Z├╝rich.

Verkehr

Siglistorf liegt etwas abseits des grossen Durchgangsverkehrs. Nebenstrassen f├╝hren nach Niederweningen, Kaiserstuhl und Rekingen . Das Dorf wird durch die Postautolinie Baden - Niederweningen - Kaiserstuhl an das Netz des ├Âffentlichen Verkehrs angebunden.

Bildung

Die Gemeinde verf├╝gt ├╝ber einen Kindergarten und eine Primarschule . Die Realschule kann in Lengnau besucht werden, die Sekundarschule in Oberehrendingen oder Rekingen und die Bezirksschule in Kaiserstuhl. Die n├Ąchstgelegenen Kantonsschulen (Gymnasien) befinden sich in Baden und Wettingen.

Weblinks


Koordinaten: 47┬░ 33' N, 8┬░ 23' O

Wikipedia

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