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Letzte Änderung für Artikel Gansingen: 06.02.2006 14:17

Gansingen

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Wappen
Wappen von Gansingen
Basisdaten
Kanton: Aargau
Bezirk : Laufenburg
BFS-Nr. : 4164
PLZ : 5272
Koordinaten : 47┬░ 32' n. Br.
8┬░ 8' ├Â. L.
H├Âhe : 382  m ├╝. M.
Fl├Ąche: 8.77  km┬▓
Einwohner : 919 (31. Dezember 2004)
Website : www.gansingen.ch
Karte
Karte von Gansingen

Gansingen ist eine Gemeinde im Bezirk Laufenburg des Schweizer Kantons Aargau. Sie liegt im Nordosten der Region Fricktal.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Die Gemeinde liegt im Tal des Mettauerbachs, einem Teil des Mettauertals und besteht aus mehreren Siedlungen. Geologisch gesehen liegt das Gemeindegebiet im ├ťbergangsbereich zwischen Tafeljura und Faltenjura . In der Hauptsiedlung leben etwa zwei Drittel aller Einwohner. Etwa einen Kilometer s├╝dlich davon befindet sich der Weiler B├╝ren (410 m ├╝. M.). Im Zentrum von Gansingen zweigt in Richtung S├╝dwesten das zwei Kilometer lange Seitental des Galterbachs ab, an dessen oberen Ende der Weiler Galten (480 m ├╝. M.) liegt.

Beide T├Ąler sind sehr eng und werden durch stellenweise steil aufragende H├╝gel begrenzt. Die an der westlichen Gemeindegrenze gelegenen H├╝gel Schlatthalde (558 m ├╝. M.) und Gugli (607 m ├╝. M.) sowie der an der ├Âstlichen Gemeindegrenze gelegene Laubberg (648 m ├╝. M.) gelten als Bestandteil des Tafeljuras. Die s├╝dliche Gemeindegrenze wird durch eine Kette von H├╝geln gebildet, die zum Faltenjura z├Ąhlen. Es sind dies die Grosshalde (698 m ├╝. M.) im S├╝dwesten, der Ifang (667 m ├╝. M.) und die Oberegg (570 m ├╝. M.) im S├╝den sowie das B├╝rerhorn (671 m ├╝. M.) im S├╝dosten. Zwischen dem B├╝rerhorn und der Oberegg liegt der B├╝rersteig, der Pass├╝bergang ins Aaretal.

Die Fl├Ąche der Gemeinde betr├Ągt 877 Hektaren, davon sind 328 Hektaren bewaldet und 61 Hektaren ├╝berbaut. Die h├Âchste Stelle liegt auf 698 Metern auf der Grosshalde, die tiefste Stelle liegt auf 363 Metern am Mettauerbach.

Nachbargemeinden sind Oberhofen im Norden, Wil im Nordosten, Hottwil im Osten, Remigen im S├╝dosten, M├Ânthal im S├╝den und Sulz im Westen.

Geschichte

Im 5. oder 6. Jahrhundert, nach dem R├╝ckzug der R├Âmer , wurde das obere Mettauertal durch die Alemannen besiedelt. Die erste urkundliche Erw├Ąhnung von "Gansungen" erfolgte im Jahr 1240. Das Dorf unterstand der Gerichtsbarkeit der jeweiligen Besitzer der Burg Bernau im nahe gelegenen Leibstadt. Die Landesherrschaft ging 1386 von den Grafen von Habsburg-Laufenburg an die ├Ąltere Linie der Habsburger ├╝ber. Diese verpf├Ąndeten nach dem Waldshuterkrieg von 1468 das gesamte Fricktal an Burgund . Als die Burgunder von den Eidgenossen w├Ąhrend der Burgunderkriege vernichtend geschlagen worden waren, kam Gansingen 1477 wieder unter ├Âsterreichische Herrschaft.

Nach der Reichsreform des ├Âsterreichischen Kaisers Maximilian I. im Jahr 1491 geh├Ârte Gansingen zu Vorder├Âsterreich. Die ├Âsterreichischen Beh├Ârden besassen hier ├╝ber weniger Kompetenzen als in den Nachbard├Ârfern, da die Herrschaft Bernau eine gewisse Eigenst├Ąndigkeit beibehielt. W├Ąhrend des Schwabenkriegs von 1499 zogen Bauern aus dem Mettauertal pl├╝ndernd durch die D├Ârfer im benachbarten Berner Aargau.

W├Ąhrend des 17. Jahrhunderts gab es kaum l├Ąngere Friedenszeiten. Der Rappenkrieg, ein Bauernaufstand, dauerte von 1612 bis 1614. Der Dreissigj├Ąhrige Krieg , der zwischen 1633 und 1638 auch das Fricktal erfasste, traf Gansingen besonders hart: Nach dem R├╝ckzug der Schweden standen nur noch vier H├Ąuser und die stark besch├Ądigte Kirche. Auch w├Ąhrend des Pf├Ąlzer Erbfolgekriegs (1688-1697) zogen fremde Truppen durch die Region.

1797 wurde das Fricktal nach dem Frieden von Campo Formio ein franz├Âsisches Protektorat . W├Ąhrend des Zweiten Koalitionskriegs verlief hier die Frontlinie zwischen den Armeen Frankreichs und ├ľsterreichs . Am 20. Februar 1802 wurde Gansingen eine Gemeinde im Distrikt Laufenburg des Kantons Fricktal, der sich im August der Helvetischen Republik anschloss. Damit war die Gemeinde schweizerisch geworden. Seit dem 19. M├Ąrz 1803 geh├Ârt Gansingen zum Kanton Aargau.

Bei einem Grossbrand im Jahr 1814 wurden in Gansingen 29 H├Ąuser ein Raub der Flammen, darunter das sieben Jahre zuvor errichtete Schulhaus. 1829 brannte der Weiler Galten vollst├Ąndig nieder. Mitte des 19. Jahrhunderts setzte aufgrund von Missernten eine Auswanderungswelle ein; bis 1910 nahm die Bev├Âlkerungszahl um ├╝ber einen Drittel ab. Bis weit ins 20. Jahrhundert hinein blieb Gansingen landwirtschaftlich gepr├Ągt, daneben existierten einige Gewerbebetriebe wie z.B. eine Nagelschmiede. Die Bev├Âlkerungszahl stagnierte bis zu Beginn der 1980er, seither ist sie wieder leicht ansteigend.

Wappen

Die Blasonierung des Gemeindewappens lautet: "In Blau auf gr├╝nem Dreiberg auffliegende, gelb bewehrte weisse Gans." Auf den Gemeindesiegeln des 19. Jahrhunderts war die Gans noch nicht im Schild, sondern am oberen Schildrand des Kantonswappens zu sehen. Die heute verwendete Version wurde 1939 eingef├╝hrt.

Bev├Âlkerung

Bev├Âlkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1800 691
1850 1053
1900 723
1930 706
1950 790
1960 698
1970 717
1980 741
1990 876
2000 927

Am 31. Dezember 2004 lebten 919 Menschen in Gansingen, der Ausl├Ąnderanteil betrug 2,7 %. Bei der Volksz├Ąhlung 2000 waren 75,8 % r├Âmisch-katholisch und 15,6 % reformiert; 1,7 % geh├Ârten anderen Glaubensrichtungen an. 96,7 % bezeichneten Deutsch als ihre Hauptsprache, 0,6 % Englisch.

Beh├Ârden

Die Versammlung der Stimmberechtigten, die Gemeindeversammlung , ├╝bt die Legislativgewalt aus. Ausf├╝hrende Beh├Ârde ist der Gemeinderat . Seine Amtsdauer betr├Ągt vier Jahre und er wird im Majorzverfahren ( Mehrheitswahlverfahren ) vom Volk gew├Ąhlt. Er f├╝hrt und repr├Ąsentiert die Gemeinde. Dazu vollzieht er die Beschl├╝sse der Gemeindeversammlung und die Aufgaben, die ihm von Kanton und Bund zugeteilt wurden.

Die f├╝nf Gemeinder├Ąte der Amtsperiode 2006-2009 sind:

  • Martin Steinacher, Gemeindeammann
  • Mario H├╝sler, Vize-Gemeindeammann
  • Adolf Erdin
  • Marie-Therese Merki
  • Otto Senn

F├╝r Rechtsstreitigkeiten ist das Bezirksgericht Laufenburg zust├Ąndig. Gansingen geh├Ârt zum Friedensrichterkreis Mettau.

Wirtschaft

In Gansingen gibt es lediglich etwa 200 Arbeitspl├Ątze, davon 48 % in der Landwirtschaft, 13 % in der Industrie und 39 % im Dienstleistungssektor. Die meisten Erwerbst├Ątigen sind Wegpendler und arbeiten in den gr├Âsseren Gemeinden des Fricktals und des unteren Aaretals.

Verkehr

Gansingen liegt an der Hauptstrasse, die vom Rheintal bei Etzgen ├╝ber den B├╝rersteig nach Brugg f├╝hrt. Eine Nebenstrasse f├╝hrt ├╝ber den Weiler Galten nach Sulz. Die Anbindung an das Netz des ├Âffentlichen Verkehrs erfolgt durch eine Postautolinie zwischen den Bahnh├Âfen von Laufenburg und Brugg.

Bildung

Die Gemeinde verf├╝gt ├╝ber einen Kindergarten und ein Schulhaus, in dem die Primarschule und die Sekundarschule unterrichtet werden. Die Realschule kann in Wil oder Mettau besucht werden, die Bezirksschule in Laufenburg. Die n├Ąchstgelegene Kantonsschule (Gymnasium) befindet sich in Aarau; es besteht auch die M├Âglichkeit, das Gymnasium in Muttenz (Kanton Baselland) zu absolvieren.

Partnerortschaft

Der Partnerort Gansingens ist das kleine bayerische Dorf Gansheim in der Gemeinde Marxheim (siehe auch [1] ).

Weblinks


Koordinaten: 47┬░ 32' N, 8┬░ 8' O

Wikipedia

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