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Letzte Änderung für Artikel Zeulenroda-Triebes: 04.02.2006 16:15

Zeulenroda-Triebes

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Wappen Karte
Deutschlandkarte, Position von Zeulenroda hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Th├╝ringen
Landkreis : Greiz
H├Âhe : 415 m ├╝. NN
Fl├Ąche : 68,07 km┬▓
Einwohner : 17.702 (30. Juni 2005)
Bev├Âlkerungsdichte : 260 Einwohner je km┬▓
Postleitzahlen : 07931 - 07937, 07950
Vorwahl : 036628, 036622
Kfz-Kennzeichen : GRZ (alt: ZR)
Gemeindeschl├╝ssel : 16 0 76 087
Stadtgliederung: Kernstadt und 11 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 1
07937 Zeulenroda-Triebes
Offizielle Website: www.zeulenroda-triebes.info
Politik
B├╝rgermeister : Frank Steinwachs ( CDU )

Zeulenroda-Triebes ist eine Kleinstadt im Osten des Freistaats Th├╝ringen, im Th├╝ringer Vogtland. Die wegen ihrer Lage auch Stadt auf der H├Âhe genannte ehemalige Kreisstadt hat knapp 18.000 Einwohner. Sie ist Geburtsort des deutschen Entwicklers der Quarzuhr Adolf Scheibe , des Theaterarchitekten Heinrich Seeling und des DDR-Fu├čballnationalspielers J├╝rgen Raab . Touristische Anziehungspunkte sind die Talsperre Zeulenroda, das klassizistische Rathaus des Stadtteils Zeulenroda und das Winkelmannsche Haus aus dem Jahre 1617 im Stadtteil Triebes. Zum 1. Februar 2006 erfolgte die kommunalrechtliche Fusion von Triebes und Zeulenroda zu Zeulenroda-Triebes.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Geographische Lage

Zeulenroda-Triebes liegt im S├╝dosten Th├╝ringens, an der Bundesstra├če 94 , direkt an der Landesgrenze zum Freistaat Sachsen . Naturr├Ąumlich geh├Ârt das Gebiet zum Th├╝ringer Schiefergebirge. Im Zeulenrodaer Gebiet finden sich Diabas -Gesteine, Phyllit , Quarzit und Tonschiefer ( Alaunschiefer ). Vor den Toren der Stadt befindet sich die Talsperre Zeulenroda. Hier ist die Weida zu einer Trinkwassertalsperre aufgestaut. Das Zentrum von Zeulenroda-Triebes liegt auf einer H├Âhe von 415 m ├╝. NN (Marktplatz). Die Stadt wird deshalb auch als "Stadt auf der H├Âhe" bezeichnet. H├Âchster Punkt in der Umgebung ist die Sch├Âne H├Âhe (485 m).

Nachbargemeinden

An das Stadtgebiet grenzen im Landkreis Greiz die Gemeinden Vogtl├Ąndisches Oberland, Langenwetzendorf, Wei├čendorf, Silberfeld, Zadelsdorf, G├Âhren-D├Âhlen, die Stadt Hohenleuben, Merkendorf sowie das vollst├Ąndig umschlossene Langenwolschendorf. Au├čerdem grenzt Zeulenroda-Triebes an den Nachbarlandkreis Saale-Orla und den s├Ąchsischen Vogtlandkreis.

Stadtgliederung

Zur Stadt Zeulenroda-Triebes geh├Âren die umliegenden, zwischen 1992 und 1994 eingemeindeten Ortsteile Kleinwolschendorf, Leitlitz, L├Ąwitz, F├Ârthen, Niederb├Âhmersdorf, Weckersdorf, Pahren Stelzendorf sowie der am 1. Februar 2006 eingemeindete Ort Triebes mit seinen Ortsteilen Mehla und D├Ârtendorf. Au├čerdem hat Zeulenroda f├╝r Langenwolschendorf und Wei├čendorf den Status einer erf├╝llenden Gemeinde.

Geschichte

Etwa im 9. Jahrhundert begannen die Sorben, das Gebiet um das heutige Zeulenroda-Triebes zu besiedeln. Zuvor war die Region lediglich Durchzugsgebiet. 1325 wurde der durch die V├Âgte von Weida gegr├╝ndete Ort erstmals urkundlich als "Zu Ulenrode" erw├Ąhnt. Triebes wurde bereits 1209 erstmals als Tributz erw├Ąhnt. 1438 erhielt Zeulenroda das Stadtrecht . Durch die verkehrsg├╝nstige Lage an der Kreuzung Weida - Hof und Triptis - Elsterberg entwickelte sich die Siedlung zu einem lebhaften Marktort. Von hier wurde der Verkehr aus B├Âhmen und Franken weiter nordw├Ąrts gef├╝hrt. 1500 wurde die Stadt an die Herren Reu├č (Plauener Linie) verpf├Ąndet. Des Hinterlands beschnitten verarmten die B├╝rger der Stadt. 1564 wurde das reu├čische Gebiet in eine j├╝ngere, mittlere und die ├Ąltere Linie, zu der Zeulenroda geh├Ârte, geteilt. 1566 , 1790 und 1818 richteten Stadtbr├Ąnde gro├če Sch├Ąden an.

Um 1750 entwickelte sich Zeulenroda zu einer Hochburg der Strumpfwirkerei und erlangte bis ins 19. Jahrhundert hinein Weltruhm. Au├čerdem gewannen im Laufe der Zeit das Tischlerhandwerk sowie die Gummiwirk- und Strickwarenfabrikation an Bedeutung. Nach den Entw├╝rfen des Fabrikanten Christian Heinrich Schopper wurde von 1825 bis 1827 im klassizistischen Stil das heutige Rathaus errichtet. Bis 1848 geh├Ârte Triebes zu Reu├č-Schleiz, danach (bis 1918) zum F├╝rstentum Reu├č j├╝ngere Linie. Der Preu├čisch-├ľsterreichische Krieg brachte 1866 das F├╝rstentum Reu├č ├Ąltere Linie, welches auf ├ľsterreichs Seite stand, an den Rand der Aufl├Âsung. Nach dem Krieg trat Reu├č ├Ą. L. dem Norddeutschen Bund bei und wurde 1871 Teil des Deutschen Reiches. In Triebes entwickelte ab 1875 die Jute -Industrie. 1883 wurde die durch Zeulenroda und Triebes f├╝hrende Bahnstrecke der Mehltheuer-Weidaer Eisenbahn-Gesellschaft eingeweiht.

1908 erreichte die Einwohnerzahl Zeulenrodas 10.000. Der deutsche Kaiser und der reu├čische F├╝rst dankten in Folge der Novemberrevolution 1918 ab. 1919 bildeten die beiden reu├čischen Staaten den Volksstaat Reu├č, der bereits 1920 im neu gebildeten Land Th├╝ringen aufging. 1919 erhielt Triebes das Stadtrecht.

Die erstmals angetretene NSDAP erreichte 1932 bei den Stadtratswahlen vom 4. Dezember 9 von 25 Sitzen. W├Ąhrend und nach dem Zweiten Weltkrieg kamen zahlreiche Umsiedler in die Stadt. Das Hochfrequenzlabor der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt unter seinem Leiter Adolf Scheibe war mit Einsetzen der Fl├Ąchenbombardements auf Berlin nach Zeulenroda verlegt worden. Am 17. M├Ąrz 1945 starben bei amerikanischen Bombenabw├╝rfen acht Menschen. Insgesamt blieb Zeulenroda weitestgehend vom Krieg verschont. Amerikanische Truppen besetzten am 16. April ohne Kampfhandlungen Zeulenroda. Bei ihrem Abzug aus Th├╝ringen deportierten sie das Hochfrequenzlabor samt Mitarbeitern und deren Familien nach Heidelberg. Ab 1. Juli stand die Stadt dann unter sowjetischer Verwaltung .

Nach Gr├╝ndung der DDR wurde Zeulenroda 1952 Kreisstadt, das Land Th├╝ringen aufgel├Âst und der Bezirk Gera geschaffen. Am 13. August 1973 st├╝rzte der vordere Teil der im Bau befindlichen Talsperrenbr├╝cke nach Auma ein. Vier Tote waren zu beklagen. Am 20. Juni 1975 wurde die neue Trinkwassertalsperre an der Weida offiziell ├╝bergeben. Am 19. Oktober 1989 fand in Zeulenroda erstmals eine politische Demonstration gegen die SED -Diktatur statt. An ihr nahmen etwa 3.000 Menschen teil. Am 13. November trat die SED-Kreisleitung zur├╝ck. Bei den am 6. Mai 1990 stattgefundenen ersten freien Kommunalwahlen wurden Frank Steinwachs (CDU) Zeulenrodaer B├╝rgermeister und Martina Schweinsburg (CDU) Landr├Ątin des Kreises Zeulenroda . In Triebes wurde Gerhard Helmert (CDU) B├╝rgermeister und blieb es bis zur Fusion mit Zeulenroda. Die volkseigenen Betriebe wurden privatisiert, die Arbeitslosigkeit stieg dramatisch an. Die zu DDR-Zeiten ans├Ąssigen VEB WEMA (Werkzeugmaschinenbau), M├Âbelkombinat, Rotpunkt (Gummiwaren) sowie Elastic Mieder (Dessous) wurden nach und nach aufgel├Âst. In der Nacht vom 2. zum 3. Oktober 1990 feierten Tausende Zeulenrodaer auf dem Marktplatz die Wiedervereinigung Deutschlands.

1991 wurde der FV Zeulenroda Th├╝ringer Fu├čballmeister und stieg in Deutschlands damals dritth├Âchste Liga (Amateuroberliga) auf. Seit Anfang der 1990er Jahre siedelten sich neue Unternehmen, darunter die Bauerfeind AG als bedeutendstes Unternehmen, auf neuen Gewerbefl├Ąchen an.

Durch die Gebietsreform verlor Zeulenroda 1994 den Kreisstadt-Status. Eine leicht r├╝ckl├Ąufige Bev├Âlkerungsentwicklung und der m├Âgliche Verlust des Zeulenrodaer Status als Mittelzentrum lie├čen Triebes und Zeulenroda die seit l├Ąngerem praktizierte Zusammenarbeit intensivieren. 2005 fassten beide Stadtr├Ąte Beschl├╝sse zur Fusion. Der Th├╝ringer Landtag beschloss am 26. Januar 2006 mit einem Neugliederungsgesetz die Aufl├Âsung der Stadt Triebes und die Eingliederung nach Zeulenroda zum 1. Februar 2006. Der Freistaat Th├╝ringen unterst├╝tzt diese freiwillige Fusion mit einer einmaligen Zuwendung von 1 Million Euro, die in eine gemeinn├╝tzige Stiftung zur F├Ârderung von Sport und Kultur eingebracht werden soll.

Einwohnerentwicklung von Zeulenroda

Einwohnerentwicklung
Einwohnerentwicklung

1908 durchbrach die Einwohnerzahl Zeulenrodas die 10.000er Marke. 1946 war die Stadt durch viele Umsiedler, die in Folge der Kriegswirren ihre Heimat verloren und nach Zeulenroda gekommen waren, auf ├╝ber 14.000 Einwohner angewachsen. Zu Beginn der Neunzigerjahre wohnten in Zeulenroda ├╝ber 15.000 Menschen. In den letzten Jahren ist wegen der demografischen Entwicklung und aufgrund von Wegz├╝gen die Zahl der Einwohner leicht r├╝ckl├Ąufig.

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember):

1830 bis 1950

  • 1830 - 8.449
  • 1905 - 9.776
  • 1910 - 10.389
  • 1925 - 11.047
  • 1933 - 12.247
  • 1939 - 12.688
  • 1946 - 14.039 1
  • 1950 - 13.694 2

1960 bis 1998

  • 1960 - 13.684
  • 1981 - 14.709
  • 1984 - 14.659
  • 1994 - 15.044
  • 1995 - 15.021
  • 1996 - 15.026
  • 1997 - 14.959
  • 1998 - 14.906

1999 bis 2004

  • 1999 - 14.826
  • 2000 - 14.600
  • 2001 - 14.358
  • 2002 - 14.158
  • 2003 - 13.961
  • 2004 - 13.750
Datenquelle ab 1994: Th├╝ringer Landesamt f├╝r Statistik

1 29. Oktober
2 31. August

Einwohnerentwicklung von Triebes

Die Einwohnerzahl von Triebes ist im letzten Jahrzehnt relativ konstant geblieben, was jedoch auf die Eingemeindungen von Mehla und D├Ârtendorf zur├╝ckzuf├╝hren ist. Sie schwankt zwischen 4.100 und 4.300 Einwohner.

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1994 31. Dezember):

  • 1842 - 1.254
  • 1933 - 4.814
  • 1939 - 4.816
  • 1994 - 4.174
  • 1995 - 4.146
  • 1996 - 4.128
  • 1997 - 4.120
  • 1998 - 4.083
  • 1999 - 4.261
  • 2000 - 4.230
  • 2001 - 4.192
  • 2002 - 4.144
  • 2003 - 4.113
  • 2004 - 4.099
Datenquelle ab 1994: Th├╝ringer Landesamt f├╝r Statistik

Politik

Stadtrat

Folgende Parteien sind im Stadtrat vertreten: CDU (18 Sitze), Die Linkspartei. (6), SPD (4) und BIZ (3). Die BIZ ist die B├╝rgerinitiative f├╝r sozialvertr├Ągliche Abgaben und Leistungsgerechtigkeit in Zeulenroda und Umgebung e.V.

Der Triebeser Stadtrat hatte zuletzt folgende Zusammensetzung: CDU (12 Sitze), SPD (2) und Linkspartei.PDS (2). Am 1. Februar 2006 r├╝ckten f├╝r die CDU f├╝nf sowie f├╝r SPD und die Linkspartei.PDS jweils ein Abgeordneter aus dem Triebeser Stadtrat in den Stadtrat von Zeulenroda-Triebes.

B├╝rgermeister

B├╝rgermeister ist seit 1990 Frank Steinwachs (CDU). Bei den letzten B├╝rgermeisterwahlen im Jahr 2000 gewann Steinwachs mit 72,7 Prozent der Stimmen vor dem parteilosen Volker Sorge mit 16,3 Prozent und Frank H├Âhn ( PDS bzw. Linkspartei) mit 10,8 Prozent. Die n├Ąchsten B├╝rgermeisterwahlen sollen im Fr├╝hjahr 2006 stattfinden. Steinwachs hat angedeutet, erneut kandidieren zu wollen. Letzter B├╝rgermeister von Triebes war Gerhard Helmert (CDU). Er ├╝bernahm nach der Fusion die Funktion des Ortsb├╝rgermeisters.

Wappen

Das Stadtwappen zeigt auf schwarzem Feld einen Teil einer wei├čen Stadtmauer mit Zinnen. Dar├╝ber trohnt ein goldener L├Âwe mit einer roten Krone, Klauen und wei├čen Z├Ąhnen, der sich mit der Brust und seinen zwei Vorderpfoten ├╝ber die Zinnen lehnt. Das Stadtwappen wurde mit dem Stadtrecht am 26. September 1438 in dieser Form verliehen.

St├Ądtepartnerschaften

Seit 1990 besteht eine St├Ądtepartnerschaft Zeulenrodas mit Giengen an der Brenz (Baden-W├╝rttemberg) sowie seit 2004 mit N├Ż┼Öany ( Tschechien ). Triebes hatte Partnerschaftsvertr├Ąge mit Neunkirchen am Sand (Bayern), Wies (├ľsterreich), Sainte-Florine (Frankreich) und Kostelec nad Orlic├ş (Tschechien) geschlossen.

Kultur und Sehensw├╝rdigkeiten

Museen

Das St├Ądtische Museum beherbergt zahlreiche Exponate zur Geschichte des Ortes. Einen Schwerpunkt bilden Stilm├Âbel verschiedener Epochen aus Zeulenrodaer Produktion. Die Galerie "Hans Steger" widmet sich Gem├Ąlde- und Skulpturenausstellungen und veranstaltet musikalische und literarische Abende.

Bauwerke

Rathaus von Zeulenroda-Triebes
Rathaus von Zeulenroda-Triebes

Das Stadtbild wird vom sehenswerten Rathaus im klassizistischen Stil gepr├Ągt. Auf dem Turm des Rathauses befindet sich eine Themis -Statue, der griechischen G├Âttin der Gerechtigkeit, die von den Einheimischen Gette genannt wird. Vor dem Rathaus befindet sich auf dem Marktplatz der Karpfenpfeifer-Brunnen, der auf den Spitznamen der Zeulenrodaer B├╝rger "Karpfenpfeifer" hinweist. Einen Besuch sind auch das Tropenbad Waikiki, das St├Ądtische Museum, das Winkelmannsche Haus in Triebes, das Wildgehege und die Talsperre an der Weida wert. Zahlreiche Wanderwege laden zum Erkunden der Umgebung ein.

Sport

Badewelt Waikiki
Badewelt Waikiki

Zeulenroda-Triebes verf├╝gt mit dem Waldstadion ├╝ber eine Sportanlage mit drei Pl├Ątzen f├╝r Fu├čball und Leichtathletik. In Triebes befindet sich eine Sportanlage f├╝r Fu├čball und Tennis. Das Tropenbad Waikiki mit angeschlossenem kommunalen Hallenbad sowie mehrere Turnhallen bieten weitere sportliche Bet├Ątigungsm├Âglichkeiten. H├Âchstklassiger Fu├čballverein der Stadt ist der FC Motor Zeulenroda , der in der Th├╝ringer Landesklasse, Staffel Ost spielt. ├ťberregional erfolgreich sind auch Zeulenrodas Jugend- Tischtennisspieler sowie die Schach-Damen, die 2005 den Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga schafften. Seit 1986 wird die Internationale Th├╝ringen-Rundfahrt der Frauen in Zeulenroda-Triebes gestartet und auch beendet. Au├čerdem gewinnt das Leichtathletik -Meeting im Waldstadion an Bedeutung.

Regelm├Ą├čige Veranstaltungen

Verschiedene Feste, darunter das Europ├Ąische Hulafestival , das Stadtfest und das Karpfenpfeiferfest, finden ihren Zuspruch bei den G├Ąsten.

Wirtschaft und Infrastruktur

Ende des 19. Jahrhunderts war die Wirkwarenindustrie in Zeulenroda dominierend. Bekannt war z. B. die Firma Julius R├Âmpler, die Gummitextilwaren herstellte. Triebes war Standort von Jute-Verarbeitung und Maschinenbau. Heute sind u. a. der Dienstleistungssektor, Handel und Handwerk, Medizintechnik sowie Betriebe der Holz verarbeitenden und Metall verarbeitenden Industrie vertreten. Die Stadt an der Talsperre setzt au├čerdem Hoffnungen in eine verst├Ąrkte touristische Bedeutung. Die Arbeitslosenquote betr├Ągt 16,6 % (Stand Dezember 2005).

Verkehr

Zeulenroda Unterer Bahnhof
Zeulenroda Unterer Bahnhof

Zeulenroda-Triebes liegt an der B 94 verkehrsg├╝nstig zwischen den Autobahnen A 4 Eisenach-Dresden, A 9 Berlin-N├╝rnberg und A 72 Chemnitz-Hof und ist nur etwa 20 Autominuten von den Anschlussstellen Triptis und Schleiz der A 9 und 30 Minuten von der Autobahnabfahrt Reichenbach im Vogtland der A 72 entfernt.

Zeulenroda-Triebes verf├╝gt ├╝ber den Haltepunkt Triebes und den Bahnhof Zeulenroda unterer Bahnhof an der Eisenbahnstrecke Weida–Mehltheuer . An beiden Stationen verkehrt t├Ąglich alle zwei Stunden die Regionalbahn GeraMehltheuer, au├čerdem alle vier Stunden ein Regionalexpress Leipzig– Hof –M├╝nchen.

Bis 1996 gab es au├čerdem eine 3,66 km lange "Stadtbahn", die den unteren Bahnhof mit dem mitten in der Stadt gelegenen oberen Bahnhof verband. Diese 1914 er├Âffnete Strecke verlor zwar schon 1974 den Personenverkehr, jedoch wurde dieser am 23. September 1991 wieder er├Âffnet. Am 2. Juni 1996 wurde der SPNV auf dieser Strecke vom Land Th├╝ringen endg├╝ltig abbestellt und die Strecke abgebaut.

Ans├Ąssige Unternehmen

Verwaltungsgeb├Ąude der Bauerfeind AG
Verwaltungsgeb├Ąude der Bauerfeind AG

Zu den wichtigen Unternehmen in Zeulenroda-Triebes z├Ąhlen u. a. die Bauerfeind-Gruppe, die Zeulenroda Pr├Ązision Maschinenbau GmbH, neuform T├╝renwerk Hans Glock GmbH, die Metallgie├čerei Heinz Br├╝ckner, die FEFA Fenster & Fassaden Produktions GmbH, die TRIMA Triebeser Maschinenbau GmbH und die Holz Neudeck GmbH. Gr├Â├čter Arbeitgeber der Stadt mit ├╝ber 700 Besch├Ąftigten ist die unter der F├╝hrung von Hans B. Bauerfeind stehende Bauerfeind AG (Hersteller medizinischer Bandagen). Ihr 57 m hohes Verwaltungsgeb├Ąude ist der erste Hochhaus-Neubau Th├╝ringens seit der Wiedervereinigung Deutschlands.

Medien

Als regionale Zeitung erscheint eine Lokalausgabe der Ostth├╝ringer Zeitung f├╝r Zeulenroda-Triebes und Umgebung.

Bildung

In Zeulenroda-Triebes befinden sich an vier Standorten Grund- und Regelschulen, das Friedrich-Schiller-Gymnasium, eine Berufsbildende Schule sowie die St├Ądtische Musikschule "Fritz Sporn", eine Au├čenstelle der Volkshochschule Greiz und zwei Bibliotheken.

Pers├Ânlichkeiten

S├Âhne und T├Âchter der Stadt

In Zeulenroda-Triebes und seinen Ortsteilen wurden folgende Pers├Ânlichkeiten von ├╝berregionaler Bedeutung geboren:

  • Georg Kresse (1604-1641) - "Bauerngeneral" des Drei├čigj├Ąhrigen Kriegs
  • Ehregott Gr├╝nler (1797-1881) - Portr├Ątmaler (u. a. von Goethe )
  • Gustav Schreck (1849-1918) - Thomaskantor in Leipzig
  • Heinrich Seeling (1852-1932) - Architekt zahlreicher Theater (z. B. Theater am Schiffbauerdamm in Berlin, Theater in Gera)
  • Adolf Scheibe (1895-1958) - Entwickler der Quarzuhr in Deutschland
  • Hans B. Bauerfeind (1940) - Vorstandsvorsitzender der Bauerfeind AG und Tr├Ąger des Preises Soziale Marktwirtschaft 2005 der Konrad-Adenauer-Stiftung
  • J├╝rgen Raab (1958) - DDR-Fu├čballnationalspieler
  • Henning B├╝rger (1969) - ehemaliger Fu├čballspieler (u.a. bei Eintracht Frankfurt)

Sonstiges

Karpfenpfeiferlegende

Karpfenpfeifer-Springbrunnen auf dem Marktplatz
Karpfenpfeifer-Springbrunnen auf dem Marktplatz

Nach einer Legende mussten einmal Zeulenrodaer den f├╝rstlichen Herren in Greiz helfen, den Schlossteich abzufischen. Zum Lohn wurden sie am Abend zum Karpfenessen eingeladen. Da aber die Greizer Karpfen wegen der verschmutzten Teiche nach Schlamm schmeckten und sie den Zeulenrodaern, die f├╝r ihre guten Karpfen aus den eigenen Teichen bekannt waren, nicht mundeten, machte einer von ihnen seinem Unmut Luft. Er stand auf und rief: "Wir pfeifen auf eure Karpfen!" Seit diesem Tage tragen die Zeulenrodaer B├╝rger den Spitznamen "Karpfenpfeifer".

MS Zeulenroda

1966 lief im Rostocker VEB "Schiffswerft Neptun" der Holzfrachter MS "Zeulenroda" vom Stapel. Das Schiff der DDR -Handelsflotte fuhr vorrangig in die H├Ąfen des Wei├čen Meeres . Nach dem Ende der DDR wurde das Schiff ins Ausland verkauft und umbenannt.

Literatur

  • Dr. Heinz Frotscher: Stadt auf der H├Âhe, Fotosatz Bauer, 1995
  • Dr. Heinz Frotscher: Bilder meiner Stadt, 2005

Weblinks


Koordinaten: 50┬░ 38' 55" N 11┬░ 58' 50" O

   
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