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Letzte Änderung für Artikel Nordhausen: 18.02.2006 21:41

Nordhausen

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Wappen Karte
Wappen Nordhausens Deutschlandkarte, Position von Nordhausen hervorgehoben
Basisdaten
Staat : Deutschland
Bundesland: Th√ľringen
Landkreis : Nordhausen
H√∂he : ca. 180-260m √ľ. NN
Fläche : 89,32 km²
Einwohner : 43.781 (30. Juni 2005)
Bevölkerungsdichte : 491 Einwohner je km²
Postleitzahl : 99734
Vorwahl : 03631
Kfz-Kennzeichen : NDH
Gemeindeschl√ľssel : 16 0 62 041
Stadtgliederung: 8 Stadtteile/ Stadtbezirke
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 1
99734 Nordhausen
Offizielle Website: www.nordhausen.de
E-Mail-Adresse: rathaus@nordhausen.de
Politik
Oberb√ľrgermeister : Barbara Rinke ( SPD )

Nordhausen ist eine Stadt in Th√ľringen am S√ľdrand des Harzes. Sie ist Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises und hat den Status einer Gro√üen kreisangeh√∂rigen Stadt .

Nordhausen wurde bei der amerikanischen Bombardierung 1945 zu 80 % zerst√∂rt. Damit z√§hlt Nordhausen zu den zehn am st√§rksten durch Bombardierung besch√§tigten St√§dte in Deutschland.

Wegen seiner Kautabakfabrik G. A. Hanewacker (gegr√ľndet 1817 ) galt Nordhausen als Zentrum der Kautabakproduktion in Deutschland.

2004 wurde die Stadt wegen der zweiten Th√ľringer Landesgartenschau umgestaltet. Der Bund stellte 80 Millionen Euro zur Verf√ľgung.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Geographische Lage

Nordhausen liegt s√ľdlich des Harzes. Durch die Stadt flie√üt die Zorge. Das urspr√ľngliche Stadtgebiet (die heutige "Altstadt") liegt auf einer westlich und s√ľdlich abfallenden Anh√∂he.

Ortsteile

  • Bielen
  • Herreden
  • Hesserode
  • Himmelgarten
  • Hochstedt
  • H√∂rningen
  • Krimderode
  • Leimbach
  • R√ľdigsdorf
  • Salza
  • Steigerthal
  • Steinbr√ľcken
  • Sundhausen

Geschichte

Historische Aufnahme von Nordhausen
Historische Aufnahme von Nordhausen

Nordhausen wurde am 13. Mai 927 in einer Schenkungsurkunde Heinrichs I. an seine Frau Mathilde erstmals urkundlich erw√§hnt. Eine fr√ľhere Siedlung l√§sst sich jedoch schon bis ins Jahr 785 nachweisen. Mathilde gr√ľndete 961 neben der von Heinrich um 910 erbauten Burg ein Stift, was Handwerk und Gewerbe einen Anreiz gab, sich hier niederzulassen.

1220 wurde Nordhausen von Kaiser Friedrich II. zur Freien Reichsstadt erhoben, 1225 erhielt sie ihr erstes Siegel und um 1260 wurde erstmals ein Rat gebildet. 1277 gab es einen Aufstand der Handwerker und Kleinb√ľrger gegen die Reichsritter . Dabei wurde die Reichsburg zerst√∂rt, die erst gegen Ende des 12. Jahrhunderts neu gebaut wurde. Bei einem weiteren Aufstand am 14. Februar 1375 wurde der Rat gest√ľrzt und seine Mitglieder verbannt. Die Stadt erhielt eine neue Verfassung, und die Handwerker √ľbernahmen die Macht. 1430 trat Nordhausen der Hanse bei. 1500 wird Nordhausen Teil des Nieders√§chsischen Reichskreises.

1507 wurde die Produktion von Branntwein in der Stadt ersmalig urkundlich erw√§hnt; er wurde als Nordh√§user Korn bekannt und brachte sie Stadt im Mittelalter zu Reichtum. In Spitzenzeiten gab es √ľber 100 Brennereien in der Stadt. 1523 setzte sich in Nordhausen die Reformation durch und die Kircheng√ľter wurden s√§kularisiert . In diesem Jahr hielt sich auch Thomas M√ľntzer in der Stadt auf. Obwohl zwei Stadtbr√§nde ( 1540 und 1612 ), der Ausbruch der Pest ( 1626 ) und der Drei√üigj√§hrige Krieg die Entwicklung der Stadt hemmten, wuchs sie weiter an.

1866 erhielt Nordhausen Anschluss an die Eisenbahn aus Halle (Saale), die Fortsetzung nach Heiligenstadt wurde ein Jahr später eröffnet.

Von 1937 bis 1945 befand sich bei Nordhausen das Nazi-R√ľstungszentrum und Konzentrationslager Dora-Mittelbau. Am 3. und 4. April 1945 wurde die Stadt durch Bomber der Royal Air Force zu drei Vierteln zerst√∂rt, wobei etwa 8.800 Menschen ums Leben kamen. Am 11. April besetzten die Amerikaner die Stadt, die Rote Armee zog am 2. Juli ein.

Am 31. Oktober 1989 fanden auf dem August-Bebel-Platz Demonstrationen mit 25.000 Teilnehmern statt.

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember):

1802 bis 1946

  • 1802 - 8.355
  • 1821 - 9.900
  • 1840 - 12.000
  • 1880 - 26.198
  • 1890 - 26.847
  • 1933 - 37.635
  • 1939 - 42.316
  • 1946 - 32.848 1

1950 bis 1996

  • 1950 - 39.452 2
  • 1960 - 39.768
  • 1981 - 47.121
  • 1984 - 47.176
  • 1986 - 47.681
  • 1994 - 48.028
  • 1995 - 47.324
  • 1996 - 46.750

1997 bis 2004

  • 1997 - 46.650
  • 1998 - 46.192
  • 1999 - 46.057
  • 2000 - 45.633
  • 2001 - 45.196
  • 2002 - 44.701
  • 2003 - 44.311
  • 2004 - 43.894
Datenquelle ab 1994: Th√ľringer Landesamt f√ľr Statistik

1 29. Oktober
2 31. August

Politik

Seit 21. Januar 2004 besteht eine Städtekooperation mit dem benachbarten Sondershausen (Kyffhäuserkreis).

Partnerstädte

  • Bet Shemesh in Israel
  • Charleville-M√©zi√®res in Frankreich
  • Bochum
  • Ostr√≥w Wielkopolski in Polen

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

Der Roland von Nordhausen, das Wahrzeichen der Stadt
Der Roland von Nordhausen, das Wahrzeichen der Stadt

Die Rolandsfigur am Rathaus erinnert an den Sturz des Rates von 1375. Sie ist Wahrzeichen der Stadt. Das Rathaus selbst erhielt sein heutiges Aussehen um 1610 . Um den Stadtkern herum finden sich Reste der alten Stadtmauer.

Theater

Seit der Einweihung 1917 besitzt Nordhausen ein Theater, dass einen wichtigen Kulturbeitrag in Nordth√ľringen erbringt. Die Vereinigung im Jahre 1992 mit dem deutschlandweit bekannten Lohorchesters Sondershausen leitete die Bildung eines Drei-Sparten-Theaters ein (Musiktheater, Schauspiel, Ballett).

Kirchen & Klöster

  • Altendorfer Kirche ‚ÄěSt. Maria im Tale‚Äú
  • Dom ‚ÄěZum Heiligen Kreuz‚Äú
    Der Dom von Nordhausen
    Der Dom von Nordhausen
  • Frauenbergkirche ‚ÄěSt. Maria auf dem Berg‚Äú (Restaurierung und Neugestaltung des Au√üenbereichs im Vorfeld der Landesgartenschau 2004)
  • Petriturm (Restaurierung und Ausgestaltung zur Landesgartenschau 2004)
  • Pfarrhaus und Kirche ‚ÄěSt. Blasii‚Äú (Restaurierung der Kirche wegen Einsturzgefahr der T√ľrme und des Dachs abgeschlossen 2004)
  • Torhaus des Spendekirchhofes

Museen und Gedenkstätten

  • Flohburg
  • KZ-Gedenkst√§tte Dora-Mittelbau
  • Kunsthaus Meyenburg
  • Museum Tabakspeicher
  • Traditionsbrennerei

Sonstige

  • Alte Kautabakfabrik
  • Altes st√§dtisches Wasserwerk
  • Eichamt
  • Harzquerbahnhof
  • Lindenhof

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Triebwagen der Nordhäuser Straßenbahn
Triebwagen der Nordhäuser Straßenbahn
Triebwagen der HSB
Triebwagen der HSB

Durch Nordhausen verl√§uft die Hauptverkehrsachse Kassel-Halle (Saale). Au√üerdem ist die Stadt seit 1898 s√ľdlicher Endpunkt der Harzer Schmalspurbahnen (HSB).

Die Nordh√§user Stra√üenbahn setzt seit 2004 Fahrzeuge mit Hybridantrieb auf der Duolinie 10 ein, die innerst√§dtisch mit Elektromotor und Oberleitung auf den Gleisen der Stra√üenbahn verkehren und au√üerhalb der geschlossenen Ortschaften auf den Gleisen der Harzer Schmalspurbahnen von einem Dieselmotor angetrieben werden. Die Strecke f√ľhrt zun√§chst quer durch die Nordh√§user Innenstadt und dann weiter zum Nachbarort Ilfeld und verkehrt im Stundentakt.

Folgende weiteren Eisenbahnlinien des Landes Th√ľringen verkehren auch in Nordhausen:
Stand 2006.

Fernstraßen

  • Autobahnen: A38
  • Bundesstra√üen: B4, B80, B243

Ansässige Unternehmen

Von der "Montania AG vormals Gerlach & K√∂nig" werden seit 1907 Verbrennungsmotorlokomotiven gebaut. Im Jahr 1912 wird die Montania von der Maschinenbau -Firma Orenstein & Koppel √ľbernommen und in "Orenstein & Koppel AG - Nordhausen" umbenannt. Bis 1935 werden hier 5.299 Lokomotiven hergestellt, bis zur letzten Lieferung 1942 insgesamt 9.371 St√ľck, darunter vermutlich auch die DR - Dampflokomotiven - Baureihe 50 und die Kriegslokomotive BR 52. Im Januar 1942 wird der Lokomotivbau einschlie√ülich 421 bereits begonnener Lokomotiven nach Prag verlagert. Nach Kriegsende wird der Lokomotivbau in Nordhausen nicht wieder aufgenommen.

Während der Epoche der DDR wurden im "VEB Schwermaschinenbau Nordhausen" unter anderem Bagger hergestellt. Der Betrieb wurde später in "Nordhäuser Bagger- und Stahlbau - NOBAS" umbenannt und gehört jetzt zur "Papenburg-Gruppe".

Bekannt aus der Werbung in den Medien ist die Nordbrand Nordhausen GmbH (Unternehmen der ECKES Firmengruppe), die sich aus dem ehemaligen DDR-Betrieb VEB Nordbrand Nordhausen entwickelt hat.

Bildung

  • Fachhochschule Nordhausen gegr√ľndet 1997
  • Berufsbildungszentrum f√ľr den Stra√üenverkehr gGmbH, gegr√ľndet 1991
  • Die Zukunft liegt in einer guten Ausbildung

Nordhausen hat derzeit als grosse kreisangeh√∂rige Stadt eine eigene Schultr√§gerschaft f√ľr die Grund-und Regelschulen. Die auf dem Gebiet der Stadt gelegenen Gymnasien (Humboldt-und Herdergymnasium) befinden sich in der Tr√§gerschaft des Landkreises Nordhausen.

Persönlichkeiten

  • Moritz Ludwig Seyffert ,Philologe und P√§dagoge(* 1809 - ‚Ć 1872 )

Söhne und Töchter der Stadt

  • Volker Beck (Leichtathlet) , deutscher Leichtathlet
  • Julius Bergmann , deutscher Maler
  • Otto Blau , deutscher Orientalist
  • Udo Degener , deutscher Schachproblemkomponist
  • Wilhelm Gesenius , Theologe, Sprachgelehrter
  • Rudolf Hagelstange , deutscher Schriftsteller
  • Richard Hesse , Zoologe
  • Justus Jonas , deutscher Reformator
  • Rolf Kalmuczak , deutscher Schriftsteller
  • Herbert Kranz , deutscher Schriftsteller
  • Lothar de Maizi√®re , deutscher Politiker, 1990 Ministerpr√§sident der DDR
  • Walther Hans Reinboth , Harzer Maler und Dichter
  • J√ľrgen Reinholz, deutscher Politiker und Gesch√§ftsf√ľhrer der Landesentwicklungsgesellschaft Th√ľringen
  • Rolf Schilling , deutscher Dichter und Schriftsteller
  • Angela Schmid , deutsche Politikerin
  • Cyriakus Spangenberg , Theologe, Pfarrer und Reformator
  • Bernhard Ludwig Suphan , deutscher Literaturhistoriker
  • Oswald Teichm√ľller , deutscher Mathematiker
  • August Kramer , deutscher Erfinder

Literatur

  • Schmalz, Fritz: Alt-Nordhausen. Historischer Bildband, 1991. ISBN 3925277676
  • Scholz, Gabriele: Wanderungen von Nordhausen in den Harz, Sutton Verlag 2004. ISBN 3897026724

Weblinks

Commons: Nordhausen ‚Äď Bilder, Videos oder Audiodateien


Koordinaten: 51¬į 31' 0" N 10¬į 48' 0" O

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