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Letzte Änderung für Artikel Bad Liebenstein: 28.01.2006 19:36

Bad Liebenstein

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Wappen Karte
Wappen Deutschlandkarte, Position von Bad Liebenstein hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: ThĂŒringen
Landkreis : Wartburgkreis
Höhe : 344 m ĂŒ. NN
FlĂ€che : 17,35 kmÂČ
Einwohner : 4.092 (31. Dezember 2004)
Bevölkerungsdichte : 236 Einwohner je kmÂČ
Postleitzahlen : 36448 (PF:36444)
Vorwahl : 036961
Kfz-Kennzeichen : WAK
GemeindeschlĂŒssel : 16 0 63 002
Stadtgliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Bahnhofstr. 22
36448 Bad Liebenstein
Website: www.bad-liebenstein.de
E-Mail-Adresse: info@bad-liebenstein.de
Politik
BĂŒrgermeister : Hans Beck (FW)

Bad Liebenstein ist eine Stadt im Wartburgkreis in ThĂŒringen.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Geographische Lage

Die Stadt Bad Liebenstein befindet sich im norwestlichem ThĂŒringer Wald, welcher durch steile Berge und MischwĂ€lder geprĂ€gt ist. Neben den vielen WĂ€ldern laden auch einige Bergwiesen zum Spazieren ein. Auch der Rennsteig in unmittelbarer Nachbarschaft zu Bad Liebenstein lockt alljĂ€hrlich viele Besucher.

Nachbargemeinden

Barchfeld , Steinbach und Schweina im Wartburgkreis sowie Breitungen und Trusetal im Landkreis Schmalkalden-Meiningen .

Stadtgliederung

Geschichte

Entstehung

Burgruine Liebenstein

Das schöne Fleckchen Erde, auf welchem Bad Liebenstein entstanden ist, war von jeher ThĂŒringer Boden und gehörte einst zu dem ThĂŒringer Westergau. Der Name L i e b e n s t e i n (aus dem Mittelhochdeutschen lie, liewe, altnordisch hlie, das heißt das Dickicht, das schattige Laubdach) haftete einst nur an der Burg, deren Ruine den Burg- oder Schloßberg krönt. Die Burg wurde erst im 14. Jahrhundert urkundlich erwĂ€hnt und zwar damals schon Lehen der Ritter von Stein, deren Geschlecht bis zum Aussterben der Liebensteiner Linie Besitzer der Burg war. Im Tal, wo die Grumbach ihren Weg durch die Wiesen nimmt, hatten, wie man vermutet, schon vor der Erbauung der Burg ThĂŒringer Bauern festen Fuß gefaßt und das Dorf Grumbach gegrĂŒndet, welches nunmehr einen Teil des Ortes Bad Liebenstein bildet und noch jetzt in der Bevölkerung den Namen „Grummich“ fĂŒhrt. Im ausgehenden 16. Jahrhundert entstanden dann HĂ€user in der Talmulde zwischen Schloß- und dem Aschenberg, dort wo die Quelle entsprang, die den Anwohnern als „Suerborn“, das heißt Sauerbrunnen, bekannt war und der Siedlung den Namen verlieh. Die heilkrĂ€ftigen Eigenschaften des Brunnen waren seit altersher bekannt und geschĂ€tzt. 1610 erschien von Dr. Andreas Libavius, „weiland Direktor des Coburger Gymnasiums“, die Brunnenschrift „Tractatus Medicus Physicus unnd Historia des fĂŒrtrefflichen Casimirianischen SawerBrunnen/ unter Libenstein/ nicht fern von Schmalkalden gelegen“. Diese Monographie gehört zu den ersten Brunnenschriften Deutschlands. Herzog Casimir , dem die Heilquelle bestens empfohlen wurde, gebrauchte nun zehn Sommer hindurch die Kur in dem neugegrĂŒndeten Brunnenort. 1677 fiel die Herrschaft nach dem Tode Ernst des Frommen an dessen Sohn, Herzog Bernhard I. von Sachsen-Meiningen, der bequeme Wohnungen fĂŒr KurgĂ€ste erbauen und den neugefaßten Brunnen ĂŒberdachen ließ, so daß der Brunnen von WitterungseinflĂŒssen geschĂŒtzt war. 1718 erschien: „Kurzer Bericht von dem Liebensteiner Sauerbrunnen von Dr. Waldmann, FĂŒrstl. Hessen-Casselischer Leib-Medicus, Schmalkalden 1718.“ 1791 machte Dr.Jahn aus Meiningen den Herzog Georg I. von Sachsen-Meiningen auf die Heilkraft der Liebensteiner Quellen aufmerksam; sein Gutachten schließt mit den Worten: „Kein Wiesbaden, Schwalbach und Ems war der Kultur so viel wert als Liebenstein“. 1815 schrieb Friedrich Mosengeil : „Das Bad Liebenstein und seine Umgebung“, die er spĂ€ter durch seine Novelle „Liebenstein und die neuen Arkadier“ erweiterte. 1849 ließ sich der PĂ€dagoge Friedrich Fröbel , der GrĂŒnder der KindergĂ€rten, in Liebenstein nieder. Er wohnte zuerst in der alten Post gegenĂŒber dem Badehaus, danach im Gut, ehe er das SchlĂ¶ĂŸchen in Marienthal erhielt und dort die erste Schule fĂŒr KindergĂ€rtnerinnen eröffnete. 1873 fand in der Villa Feodora heimlich die Trauung von Herzog Georg II. mit der Schauspielerin Ellen Franz , dann Freifrau von Heldburg, statt.

Neuzeit

1907 Liebenstein erhielt den Zusatz „Bad“ verliehen. 1917 wandelten die Besitzer das Bad in eine AG um und firmierten fortan unter den Namen „Herzogliches Bad Liebenstein ThĂŒr. Wald Aktiengesellschaft“. 1925 kam die Aktiengesellschaft endlich in ruhiges Fahrwasser. Die AktienmajoritĂ€t ging an Dr. Fritz Lauterbach, der das Bad sicher bis zu seiner Enteignung im Jahr 1947 fĂŒhrte. 1948 erhielt Liebenstein die Bezeichnung „Volksheilbad Liebenstein“ verliehen.1949 Die DomĂ€ne und ehem. Agnesheim wurden zum „Heinrich-Mann-Sanatorium“ umgebaut. Es wurde Regierungskrankenhaus. 1959 „In WĂŒrdigung der großen Verdienste auf allen Gebieten des wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Lebens wurde der Großgemeinde Bad Liebenstein anlĂ€ĂŸlich des 10.Jahrestages der GrĂŒndung der Deutschen Demokratischen Republik das Stadtrecht verliehen.“ 1991 Das Volksheilbad, derzeit im Besitz des Landes wird in zwei Teile aufgespalten. Die m+i Klinikgesellschaft und die Dr. Lauterbach Klinik GmbH. 1993 Neubauten aller drei Kliniken. 2001 Die ambulante Kur mit den Kurimobilien geht in den Besitz der Stadt ĂŒber. 2005 Nach dem Abriß und der Sanierung des GelĂ€ndes des ehemaligen Leuchtstoffwerkes , wird mit dem Bau des neuen Stadtparkes an der Grumbachaue begonnen. 2006 Sanierungsarbeiten im alten Kurviertel: Kurmittelhaus und das seit Jahren leerstehende Kurhaus "Kaiserhof" werden umgebaut.

Religionen

Bad Liebenstein ist mehrheitlich evangelisch-lutherisch . Erst seit dem 2.Weltkrieg existiert, durch eine hohe Zahl von Umsiedlern, eine kleine katholische Gemeinde, so dass erst in den letzten Jahren auch eine eigene katholische Kirche gebaut werden konnte.

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember):

1648 bis 1920

  • 1648 - ...170
  • 1811 - ...535
  • 1827 - ...622
  • 1844 - ...900
  • 1880 - 1.150
  • 1900 - 1.500
  • 1920 - 2.060

1938 bis 1998

  • 1938 - 2.405
  • 1960 - 8.087*
  • 1994 - 4.143
  • 1995 - 4.165
  • 1996 - 4.096
  • 1997 - 4.069
  • 1998 - 4.077

1999 bis 2004

  • 1999 - 4.064
  • 2000 - 4.077
  • 2001 - 4.094
  • 2002 - 4.153
  • 2003 - 4.124
  • 2004 - 4.092
Datenquelle ab 1994: ThĂŒringer Landesamt fĂŒr Statistik
* nach Zusammenlegung mit Schweina 1923-1924 und 1959-1971

Politik

Der Stadtrat hat 16 Sitze. Die Sitzverteilung nach der Kommunalwahl 2004:

  • 5 Sitze - BĂŒrgerverein (BVB) ,
  • 4 Sitze - CDU / FDP ,
  • 4 Sitze - FW ,
  • 3 Sitze - PDS ,

BĂŒrgermeister ist Hans Beck (FW)

Wappen

Das Stadtwappen ist diagonal geteilt. Es zeigt rechts oben auf weißem Grund ein rotes Herz mit dem weißem Brunnentempel und links unten auf rotem Grund das Fröbeldenkmal , bestehend aus WĂŒrfel, Walze und Kugel. Es ist seit 1959 im Gebrauch.

Verwaltungsgliederung

Die Gemeinde gehörte zum Herzogtum Sachsen-Meiningen, Landkreis Meiningen, spĂ€ter Freistaat ThĂŒringen, nach der Kreisreform in der DDR 1951 zum Kreis Bad Salzungen und spĂ€ter zum Bezirk Suhl. Als 1990 sich das Land ThĂŒringen neu grĂŒndete, folgte bald eine weitere Kreisreform, sodass die Stadt nun zum Wartburgkreis kam. Derzeit gibt es Diskussionen zu einer neuerlichen Kreisreform.

Eingemeindungen

Am 13. August 1993 wurde Meimers mit dem Ortsteil Bairoda eingemeindet.

StÀdtepartnerschaften

Kultur und SehenswĂŒrdigkeiten

Theater

seit etwa 1804 besteht das Kurtheater Bad Liebenstein. Es bestand schon vor dem Meininger Theater. Seit 2004 wird es zum 200.Geburtstag wieder regelmĂ€ĂŸig bespielt. Der Zuschauerraum fasst 344 GĂ€ste, im Foyer finden ca. 100 Personen Platz. Neben Gastspielen verschiedener Schauspiel- und MehrspartenhĂ€user (z.B. Staatsoper Hannover, Nationaltheater Weimar, Theater Plauen-Zwickau) werden auch bekannte SolokĂŒnstler fĂŒr ein Gastspiel engagiert, so u.a. AndrĂ© Eisermann, Georg Schramm oder Cornelia Schirmer. Im Spielplan fĂŒr 2006 sind insgesamt 16 Veranstaltungen eingetragen. Die Auslastung lag 2004 bei 56%, 2005 liegt sie bei knapp 60%.

Bauwerke

Post
  • Schloss und Park Altenstein, ein SchlossgebĂ€ude nach englischen Vorbild, das in den Jahren 1888 bis 1890 errichtet wurde. Die Anlage von Park und Schloss erstreckt sich ĂŒber eine FlĂ€che von 160 Hektar und ist damit eine der grĂ¶ĂŸten Parkanlagen Deutschlands.
  • Neben Schloss Altenstein befinden sich in Bad Liebenstein zwei weitere Sommerresidenzen des Meininger Herzoghauses: Villa Georg und Villa Feodora.
  • Sehenswert sind die klassizistischen Kuranlagen mit dem Brunnentempel sowie das 1895 im frĂ€nkisch-hennebergischen Fachwerkstil erbaute PostgebĂ€ude. Das Postamt wurde auch 1982 auf einer Sonderbriefmarke verewigt.
  • Drei moderne Kurkliniken bringen seit 1994 Linderung auf den Gebieten der Kardiologie, OrthopĂ€die und Neurologie.
  • Oberhalb der Stadt befindet sich seit dem 14.Jahrhundert die Burgruine Liebenstein.
  • Im nahegelegenen Schweina befinden sich die Altensteiner Höhle sowie das Fröbelgrab.

Parks

  • Kurpark
  • Elisabethpark
  • Tierpark
  • Neuer Kurpark an der Grumbachaue (in Entstehung)

Wirtschaft und Infrastruktur

Öffentliche Einrichtungen

  • Stadt- und Kurbibliothek
  • KurTheater bad liebenstein
  • Stadthalle
  • Wandelhalle
  • GeschĂ€ftsstelle der AOK
  • GeschĂ€ftsstelle der Volks- und Raiffeisenbank
  • GeschĂ€ftsstelle der Wartburgsparkasse

Bildung

  • Staatliche Grundschule " Ludwig Bechstein "
  • Staatliches Gymnasium "Herzog Georg"
  • TÜV-Akademie Altenstein
  • Medizinische Fachschule (bis 1993)

Persönlichkeiten

  • Friedrich Wilhelm August Fröbel , lebte von 1849 bis zu seinem Tode 1852 in der Stadt.
  • Karl BĂŒcher (Nationalökonom) besaß in der Stadt eine Sommerwohnung. Seine Studenten bauten ihm hier ein Denkmal.
  • Hier hĂ€ufig unterwegs waren Friedrich Mosengeil , Ludwig Bechstein und August Trinius .
  • Viele berĂŒhmte Persönlichkeiten waren in Bad Liebenstein zu Gast: Albert Schweitzer , Charlotte von Stein , FĂŒrst Hermann von PĂŒckler-Muskau, August von Kotzebue , Adolf Diesterweg , Fritz Reuter , Clara Schumann, Johannes Brahms , Max Reger, Gerhart Hauptmann , spĂ€ter dann Walter Ulbricht . Und 1990 besuchte der vorletzte MinisterprĂ€sident der DDR, Hans Modrow , die Stadt, um sich von den Strapazen zu erholen.
  • Seinen ersten Auftritt hatte der spĂ€ter weltberĂŒhmte Josef Kainz im Kurtheater Bad Liebenstein unter den Augen von Georg II.
  • Nicht zu vergessen sind die Herzöge von Sachsen-Meiningen und deren Besuch, die im Sommer hier wohnten.

Literatur

  • "Das Bad Liebenstein und seine Umgebungen" von Friedrich Mosengeil ( 1815 )
  • "Liebenstein und Altenstein - Ein FremdenfĂŒhrer" von Ludwig Bechstein ( 1842 )
  • "Damals - Liebensteiner Skizzen" von E.Schwarz ( 1913 )
  • "Bad Liebenstein. Seine Heilquellen, ihre Wirkung und Anwendung" - von C. Knecht ( 1922 )
  • "Geschichtliches ĂŒber Bad Liebenstein,..." von Dr.Eduard Fritze ( 1925 )
  • "Friedrich-Fröbel-StĂ€tten in Schweina-Liebenstein" von KĂ€te Heintze ( 1927 )
  • "Einwohnerbuch von Bad Liebenstein, Schweina, Steinbach,..." - Herausgegeben von Dietmar & Söhne, Langensalza ( 1938 )
  • "Bad Liebenstein - Das Herzheilbad der Deutschen Demokratischen Republik" von E.Kaiser ( 1959 )
  • "Bad Liebenstein" von Harry Gerlach ( 1988 )
  • "Bad Liebenstein in alten Ansichten" - von Hella Gernoth ( 1994 )
  • "Die drei Sommerresidenzen des Herzogs Georg II. von Sachsen-Meiningen in Bad Liebenstein und auf dem Altenstein" - von Bertram Lucke ( 1994 )
  • "Bad Liebenstein - ein Reise(ver-)fĂŒhrer" von Silvia Malsch ( 2005 )
  • Kompass-Wanderkarte Nr.812 Westlicher ThĂŒringer Wald 1:50000
  • Stadtplan/Wanderkarte Burghard-Verlag 1:10000 und 1:25000
  • Topograph. Wanderkarte Nr.8 Landesvermessungsamt ThĂŒringen 1:25000

Weblinks


Koordinaten: 50° 49' 0" N 10° 22' 0" O

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