fair-hotels . Ein Service wie gemalt
Reiseführer Übersicht Deutschland Österreich Schweiz Bauwerke nach Stil

Werbung

Letzte Änderung für Artikel Delve: 05.02.2006 23:56

Delve

Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Karte
Delver Gemeindewappen Deutschlandkarte, Position von Delve hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis : Dithmarschen
Geografische Lage :
Koordinaten: 54¬į 18' N, 09¬į 15' O
54¬į 18' N, 09¬į 15' O
H√∂he : 5 m √ľ. NN
Fläche : 15,85 km²
Einwohner : 739 (31. Juni 2005)
Bevölkerungsdichte : 47 Einwohner je km²
Postleitzahl : 25788 ( alt: 2241 )
Vorwahl : 04803
04836 in Delverort und Langenhorn.
Kfz-Kennzeichen : HEI
Gemeindeschl√ľssel : 01 0 51 020
Adresse der
Amtsverwaltung:
Amt KLG Hennstedt
Kirchspielsschreiber-
Schmidt-Straße 1
25779 Hennstedt
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Website : www.delve.de
Politik
B√ľrgermeister : Ernst Tiessen ( W√§hlergemeinschaft Delve )
Lage der Gemeinde Delve im Kreis Dithmarschen

Delve ist eine Gemeinde im Amt Kirchspielslandgemeinde Hennstedt im Norden des Kreises Dithmarschen in Schleswig-Holstein (Deutschland).

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Delve liegt an der Westk√ľste Schleswig-Holsteins im Norden Dithmarschens, an der Grenze zum Kreis Schleswig-Flensburg. Die Grenze bildet, der gr√∂√üte Fluss Schleswig-Holsteins, die Eider. Der Delver Koog ist ein Teil der Eider-Treene-Niederung.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde besteht aus dem Ortskern, Schwienhusen sowie Delverort und Langenhorn .

Eingemeindungen

Der Ort Schwienhusen ist seit dem 1. Januar 1982 in Delve eingemeindet.

Geschichte

Der Name Delve ist abgeleitet vom niederdeutschen delf = Graben. Die √§lteste urkundliche Erw√§hnung unseres Ortes datiert vom 7. Mai 1281 aus einem Vertrag mit der Stadt Hamburg. Zwischen 1140 und 1281 war bereits die Delver Kirche als fester Feldsteinbau errichtet und das Kirchspiel Delve begr√ľndet worden. 1329 ist das Jahr der √§ltesten urkundlichen Erw√§hnung Schwienhusens, Ortsteil von Delve. Im Jahre 1352 gingen die im Delver Koog gelegenen Marschsiedlungen Hemmerfeld, Langenhorn, Oesterwisch, Langendiekstedt und Wurthemme bei der "Ersten gro√üen Manndr√§nke" in den Fluten der Eider unter. Im 15. und 16. Jahrhundert wird die Delver Kirche zu einer Festung ausgebaut. Mitte des 16. Jahrhunderts, im Zeitalter der Reformation , bildet die Eider die Grenze zwischen der Bauernrepublik Dithmarschen und dem Herzogtum Schleswig (zu D√§nemark geh√∂rend). Die Eider wird im Unterlauf bereits stark als Schifffahrtsweg genutzt.

1559 schl√§gt der Kirchspielsvogt Hans L√ľbken aus Schwienhusen mit weiteren 10 M√§nnern etwa 200 Friesen, die den Nachbarort Wallen gebrandschatzt und Kurs auf sein Dorf genommen hatten, in die Flucht. Im Jahre 1617 geht in Delve der " Schwarze Tod " um. Zahlreiche Einwohner werden von der Pest dahingerafft. Eine gro√üe Feuersbrunst √§schert Pfingsten 1676 in unserem Ort 35 Wohn- und Wirtschaftsgeb√§ude ein. 1712 hinterl√§sst die Pest wiederum in Delve ihre Spuren. Im Jahre 1717 wird das Gebiet der Eider von einer schweren Sturmflut heimgesucht. Die Deiche bei Delve werden gr√∂√ütenteils weggeschwemmt. Danach Neuerrichtung der Deiche (wie heute noch vorhanden). 1741 ist das Jahr der √§ltesten urkundlichen Erw√§hnung der Delver Schiffergilde. Vermutlich ist sie zu damaliger Zeit bereits √ľber 100 Jahre alt gewesen. Mit Er√∂ffnung des Eiderkanals (erste direkte Verbindung zwischen Nord- und Ostsee ) im Jahre 1784, seinerzeit der bedeutendste Seeschifffahrtskanal der Welt, gewinnt Delve an Bedeutung als Schifffahrtsort. Das Jahr 1825 verzeichnet einen gro√üen Deichbruch bei Delve. Das Wasser reicht bis an die Kirche. Ein Schiff ankert an dem damals noch bei der Kirche liegenden Friedhof. Von Oktober bis Dezember 1850 dient die Delver Kirche als Lazarett f√ľr die im deutsch-d√§nischen Krieg in der Schlacht um Friedrichstadt (29. September bis 5. Oktober) verwundeten schleswig-holsteinischen Freiheitsk√§mpfer. Am 7. Februar 1867 wird der M√§nner gesangverein Delve-Schwienhusen, der √§lteste noch bestehende Verein in unserem Dorf, gegr√ľndet. Am 1. Oktober 1886 wird in Delve von einigen Bauern eine Meiereigenossenschaft gegr√ľndet.

1889 sind in Delve 16 Seeschiffe und 4 Binnenschiffe beheimatet. Neben den Eignern dieser Segelschiffe haben noch 12 Delver das Kapit√§ns- und Steuermannspatent f√ľr Gro√üe Fahrt. Im Jahre 1905 erh√§lt Delve mit der Inbetriebnahme der Kleinbahn des Kreises Norderdithmarschen Anschluss an das Schienennetz. Die Elektrizit√§tsgenossenschaft Delve versorgt seit 1926 den Ort mit elektrischem Strom. In den Jahren 1928 und 1929 wird das Delver H√∂ft, die L√∂sch- und Ladestelle an der Eider, von Grund auf erneuert. Die Anfang 1930 gegr√ľndete Freiwillige Feuerwehr Delve-Schwienhusen √ľbernimmt an Stelle der vorherigen "Zwangswehr" den Brandschutz in der Gemeinde. 1937 schlie√üt ein neu gebildeter Musikzug sich der Feuerwehr an. Mit Ende des Zweiten Weltkrieges kommen viele Fl√ľchtlinge auch nach Delve und Schwienhusen. Die Einwohnerzahl beider Orte steigt von 721 (Vorkriegsstand) auf 1525 (H√∂chststand im Jahre 1946). 1956 ist die Zahl aufgrund von Umsiedlungen nach S√ľddeutschland bereits auf 844 zur√ľckgegangen. Im Sommer 1961 werden die Haushalte in Delve und Schwienhusen an das Trinkwasserversorgungsnetz des Wasserbeschaffungsverbandes Norderdithmarschen angeschlossen.

Mit Beginn des Schuljahres 1965/66 wird die neue D√∂rfergemeinschaftsschule ihrer Bestimmung √ľbergeben. Am 25. Mai 1969 wird der Campingplatz "Eidertal" eingeweiht und in Betrieb genommen. Das Amt Kirchspielslandgemeinde Delve wird mit dem 1. April 1970 mit dem Amt Kirchspielslandgemeinde Hennstedt zum Amt KLG Hennstedt mit Sitz in Hennstedt vereinigt. Mit Wirkung vom 1. August 1974 wird die Hauptschule Delve in eine Grundschule umgewandelt. Am 31. August 1974 wird die Polizeistation Delve aufgel√∂st und Hennstedt zugeordnet. Im Juli 1981 ist die √∂ffentliche Abwasseranlage der Gemeinde Delve betriebsfertig hergestellt. Die anschlusspflichtigen Grundst√ľcke werden im Juli und August angeschlossen. Die historische F√§hrverbindung √ľber die Eider zwischen Schwienhusen und Bargen wird am 26. Mai 2001 nach fast 40-j√§hriger Ruhenszeit durch eine neue "Bargener F√§hre" (f√ľr Fu√üg√§nger und Radfahrer) wieder aufgenommen.

Politik

Gemeindevertretung

Alle neun Gemeindevertreter geh√∂ren der W√§hlergemeinschaft Delve an. Die Gemeindevertretung hat drei Aussch√ľsse gebildet (Bau- und Wegeausschuss, Kulturausschuss, Umwelt- und Tourismusausschuss).

Musik

Männergesangverein Delve-Schwienhusen von 1867 , Frauenchor Delve, Feuerwehrmusikzug Delve-Schwienhusen und Delvtown Jazzmen.

Wirtschaft und Infrastruktur

Die Gemeinde entwickelte sich und lebte lange von der Reetmahd im Delver Koog, der heute zum Teil Naturschutzgebiet ist, sowie der Seeschifffahrt aufgrund der Nähe zur Eider, die mit der Eröffnung des Eiderkanals (erste direkte Verbindung zwischen Nord - und Ostsee ) im Jahre 1784 die Bedeutung Delves als Schifffahrtsort stärkte.

Heute ist die Gemeinde noch stark landwirtschaftlich gepr√§gt, sie entwickelt sich aber zu einem so genannten Schlafdorf. Der Fremdenverkehr bekommt in Delve eine immer gr√∂√üere Bedeutung, da die Gemeinde mit ihrer Lage direkt an der Eider, dem Campingplatz, einem Sportbootshafen , der Kanuverleihstation und dem ausgedehnten Radwandernetz der Kleeblatttour, mit der F√§hrverbindung √ľber die Eider nach Erfde, ein attraktives Urlaubsziel darstellt.

Bildung

Schule

In der Delver Grundschule gehen die Kinder der Gemeinden Delve, Bergew√∂hrden und Hollingstedt in den ersten vier Klassen zur Schule. Weiterf√ľhrende Schulen befinden sich in Hennstedt, mit einer Haupt- und Realschule und in Heide mit zwei Gymnasien.

Weblinks

</div>

Wikipedia

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Delve aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels Delve verfügbar.

fair-hotels. Ein Service der
VIVAI Software AG
Betenstr. 13-15
44137 Dortmund

Tel. 0231/914488-0
Fax 0231/914488-88
Mail: info@vivai.de
Url: http://www.vivai.de