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Letzte Änderung für Artikel Torgau: 01.02.2006 17:36

Torgau

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Wappen Karte
Wappen von Torgau Deutschlandkarte, Position von Torgau hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Regierungsbezirk : Leipzig
Landkreis : Torgau-Oschatz
Gemeindeart : Stadt
Geografische Lage :
Koordinaten: 51° 34′ N, 13° 0′ O
51° 34′ N, 13° 0′ O
Fläche : 42,08 km²
Einwohner : 18.816 (30. April 2005)
Bevölkerungsdichte : 447 Einwohner je km²
Höhe : 78 m ü. NN
Postleitzahlen : 04860
Vorwahlen : 03421
Kfz-Kennzeichen : TO
GemeindeschlĂĽssel : 14 3 89 320
Stadtgebietsgliederung:
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 1
04860 Torgau
Website: www.torgau.de
E-Mail-Adresse: sv_info@torgau.de
Politik
BĂĽrgermeisterin : Andrea Staude ( SPD )
Stärkste Fraktion: CDU


Torgau ist eine Kreisstadt im Landkreis Torgau-Oschatz in Sachsen . Torgau hat knapp 19.000 Einwohner und bildet mit drei Gemeinden die Verwaltungsgemeinschaft Torgau.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Erste urkundliche Erwähnung fand der Ort unter dem Namen Torgove in einem Dokument aus dem Jahr 973 . Wann er Stadt wurde, ist nicht datiert. Aus dem Jahr 1267 findet sich eine Notiz, die von der Stadt Torgau spricht.

1344 erfolgte die Ersterwähnung der Bürgerwehr Die Geharnischten im Städtebund Torgau, Oschatz und Grimma, die in der Wurzener Fehde 1542 Berühmtheit erlangte.

Ende des 15. Jahrhunderts wurde das Land Sachsen zwischen den BrĂĽdern Ernst und Albert geteilt. Ernst machte Torgau zur Residenz seines Machtbereiches. Um 1530 verfasste Martin Luther aus dem nahen Wittenberg mit anderen die Torgauer Artikel . Doch schon 1547 war es vorbei mit der Residenzstadt: der KurfĂĽrst Johann Friedrich verlor gegen Kaiser Karl V. und sein FĂĽrstentum wurde dem seines Vetters Moritz in Dresden zugeschlagen.


1552 reiste Luthers Witwe Katharina von Bora nach Torgau, um sich vor der in Wittenberg ausgebrochenen Pest in Sicherheit zu bringen. Bei einem Kutschenunfall brach sie sich jedoch das Becken und starb am 20. Dezember 1552 in Torgau.

Grabmal von Katharina von Bora
Grabmal von Katharina von Bora

In ihrem Sterbehaus befindet sich heute ein ihr gewidmetes Museum , und ihr Grabmal in der Kirche St.Marien ist eine der Torgauer SehenswĂĽrdigkeiten.


Am 3. November 1760 fand mit der Schlacht bei Torgau auf den Süptitzer Höhen die letzte große Schlacht des Siebenjährigen Krieges statt.

1811 versuchte man durch den Ausbau der Festung auf Befehl Napoleons , das Unmögliche noch zu verhindern. Doch auch dieser Herrscher fand seine Bezwinger und so fiel Torgau nach dem Willen der Sieger und den Beschlüssen des Wiener Kongresses 1815 an Preußen .

1943 , zur Zeit des Nationalsozialismus , war Torgau Sitz des Reichskriegsgerichts. Im Wehrmachtsgefängnis Torgau auf Fort Zinna wurden über 1.000 Todesurteile verhängt und vollstreckt. Opfer der Hinrichtungen waren Wehrdienstverweigerer , Zeugen Jehovas , Widerstandskämpfer , amerikanische Kriegsgefangene u. a. Stiftung sächsische Gedenkstätten.

Torgauer Rathaus
Torgauer Rathaus

Torgau erlangte Ende des Zweiten Weltkrieges internationale Berühmtheit, als sich am 25. April 1945 sowjetische und amerikanische Truppen an der Elbe bei der Stadt trafen und am 26. April 1945 dieses Ereignis nochmals für die Kameras nachträglich in Szene setzten. Der erste Kontakt der beiden Armeen während des Krieges in Europa fand bereits am 25. April 1945 in Strehla an der Elbe statt. Heute erinnert der Elbe Day als Gedenktag an dieses symbolische Ereignis. Einer der damals am Treffen teilnehmenden US-Soldaten, Joe Polowsky , setzte sich später für die Anerkennung des 25. April als "Weltfriedenstag" ein. Gemäß seinem letzten Willen wurde er nach seinem Tod 1983 auf dem evangelischen Friedhof in Torgau begraben.

Von September 1945 bis Oktober 1948 betrieb der NKWD in Torgau die Speziallager Nr. 8 und Nr. 10. Sie waren im früheren Wehrmachtsgefängnis Fort Zinna und der nahegelegenen Seydlitz-Kaserne untergebracht. Während Nr. 8 vor allem nationalsozialistisch Belastete internierte, diente Nr. 10 als Durchgangsstation für politische Häftlinge in sowjetische Zwangsarbeitslager . In drei Jahren verstarben in Torgau mehr als 120.000 Gefangene.

Nach der Wende wurde Torgau 1990 wieder sächsisch.

Kultur

Nahe der Elbe steht Schloss Hartenfels, ein prachtvoller Renaissancebau, der Sitz der albertinischen Wettiner war.
Von Mai bis Oktober 2004 fand in Torgau die 2. Sächsische Landesausstellung statt. Im Mittelpunkt stand die Reformationsgeschichte.

Ortsteile

  • Graditz, 1994 eingemeindet
  • Melpitz

Wirtschaft

Die beiden größten Arbeitgeber in Torgau sind der Autozulieferer Flachglas Torgau GmbH mit 550 Mitarbeitern und die Porzellanmanufaktur Villeroy & Boch .

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Weblinks

Commons: Torgau – Bilder, Videos oder Audiodateien

Wikipedia

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Torgau aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels Torgau verfügbar.

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