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Letzte Änderung für Artikel Markneukirchen: 11.02.2006 13:21

Markneukirchen

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Wappen Karte
Wappen Deutschlandkarte, Lage von Markneukirchen hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Regierungsbezirk : Chemnitz
Landkreis : Vogtlandkreis
Geografische Lage :
Koordinaten: 50° 19' N 12° 19' O
50° 19' N 12° 19' O
Höhe : 504 m ü. NN
Fläche : 47,38 km²
Einwohner : 7.066 (30. September 2005)
Bevölkerungsdichte : 149 Einwohner je km²
Postleitzahl : 08258
Vorwahl : 037422
Kfz-Kennzeichen : V
GemeindeschlĂĽssel : 14 1 78 330
Adresse der Stadtverwaltung: Am Rathaus 2
08258 Markneukirchen
Website: www.markneukirchen.de/
E-Mail-Adresse: info@markneukirchen.de
Politik
BĂĽrgermeister: Karl-Heinrich Hoyer

Markneukirchen ist eine Stadt im Vogtland und liegt zwischen dem Erzgebirge und dem Fichtelgebirge im sogenannten Elstergebirge. Sie ist vor allem aufgrund der hohen Qualität des Musikinstrumentenbaus der Gegend und für den Ringerverein AV Germania 1896 bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das im 13. Jahrhundert gegründete Siedler dorf Nothaft, erhält zunächst seinen Namen nach einem egerländischem Rittergeschlecht - ein Ritter aus diesem Geschlecht führte als Locator bayerische /oberpfälzische Siedler in dieses Gebiet. Und auch noch in einer Urkunde aus dem Jahre 1378 lebt dieser Name im Sprachgebrauch der Bevölkerung fort (Nuwenkrichen dictum Nothaft). Um 1274 erscheint erstmals der Ortsname Neukirchen - zurückgehend auf die Gründung einer Kirche - in einer Urkunde des Klosters Waldsassen, in der ein Chunradus de Newenkirchen erwähnt wird, wahrscheinlich der Inhaber des örtlichen Rittersitzes .

1357 (Nuenkirchin) und 1360 (stat) erscheint der Ort bereits als Markt , mit den gleichen Rechten wie die wohl älteren Nachbarstädte Adorf und Oelsnitz . Als "Gründer" des Marktes fungierten die Vögte von Plauen (wohl Heinrich der Ältere oder Heinrich der Lange), die durch eine planmäßige Städtepolitik eine Festigung ihrer Macht gegenüber den Wettinern erreichen wollten.

Die heutige Schreibweise des Ortes geht auf das Jahr 1858 zurück, indem die gängie Bezeichnung Markt Neukirchen unter Weglassung des "t" zum Ortsnamen (Markneukirchen) durch königlichen Beschluss aus Dresden erklärt wurde, um Verwechslungen mit vielfach anderen Neukirchen zu verhindern.

Eingemeindungen

Hohe StraĂźe/Unterer Markt
Hohe StraĂźe/Unterer Markt

Am 1. Januar 1994 wurde Wohlhausen und am 1. März 1994 Breitenfeld eingemeindet.

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember):

  • 1834 - 2.330
  • 1871 - 4.157
  • 1890 - 6.652
  • 1910 - 8.959
  • 1925 - 8.821
  • 1939 - 8.303
  • 1946 - 8.903
  • 1960 - 8.776
  • 1964 - 8.576
  • 1971 - 8.264
  • 2003 - 7.196
  • 2004 - 7.128

Politik

Wappen

Die Gründerschaft der Vögte zeigt sich ebenso im Stadtwappen. Ähnlich wie in den Wappen von Plauen, Oelsnitz und Adorf, zeigt es das Wappenbild der Plauener Vögte: einen links aufgerichteten Löwen mit doppeltem Schweif und schlagender Zunge.

Städtepartnerschaften

Kultur und SehenswĂĽrdigkeiten

Museen

Musikinstrumenten-Museum, Innenhof
Musikinstrumenten-Museum, Innenhof

Das Musikinstrumenten-Museum Markneukirchen wurde 1883 durch den Lehrer und Organisten Paul Apian-Bennewitz gegründet. In dieser Zeit blühte der Orchesterinstrumentenbau im Musikwinkel auf Grund des Handels in viele Länder Europas und in die USA. Der Gründer des Museums beabsichtigte eine Lehrstätte für die einheimischen Instrumentenbauer zu schaffen, und Musikinstrumente aller Länder der Erde aufzunehmen.

Über 3100 Exponate aus Europa, Asien, Afrika, Amerika und Australien gehören heute zum Bestand der Sammlung, aber der Schwerpunkt liegt auf der einheimischen Herstellung. Zahlreiche Unikate und Kuriositäten beleben die Sammlung, die durch die Darstellung des Instrumentenbaues vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart in ihrer Art einmalig ist.

In den vergangenen 60 Jahren haben über 3 Millionen Besucher das Museum besucht, das im sogenannten „Paulus-Schlösschen“, einem spätbarocken Wohnhaus, untergebracht ist.

Musik

Durch die in Markneukirchen stattfindenden Internationalen Musikwettbewerbe ("Musiktage") wird handwerkliche Tradition weiter bewahrt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Ansässige Unternehmen

Bekannt wurde Markneukirchen durch den im Zuge der Gegenreformation im 17. Jahrhundert erfolgten Zuzug von böhmischen Exulanten , die das Musikinstrumentenhandwerk in Klingenthal heimisch machten. Bereits 1677 wurde durch zwölf Meister ( Exulanten aus Graslitz ) in Markneukirchen die erste Geigenmacher innung Deutschlands ins Leben gerufen. 1777 folgte die Gründung der Saitenmacherinnung , 1791/98 schlossen sich die Waldhorn - und Pfeifenmacher zur „musikalischen Instrumentenmachergesellschaft“ zusammen. Auch heute noch wird Markneukirchen als Zentrum des Orchesterinstrumentenbaus bezeichnet; fast alle Musikinstrumente werden hier gefertigt.

In der DDR wurden die meisten Orden und Abzeichen in Markneukirchen gefertigt.

Bildung

Fachhochschule fĂĽr Instrumentenbau, Villa Merz
Fachhochschule fĂĽr Instrumentenbau, Villa Merz

In der „Villa Merz“ kann der Studiengang Musikinstrumentenbau Markneukirchen der Westsächsischen Hochschule Zwickau (FH) (Fachbereich Angewandte Kunst Schneeberg) besucht werden.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

  • Jakob Weller (1602-1664), Oberhofprediger am Hof des KurfĂĽrsten von Sachsen in Dresden
  • Martin Jordan (* 1897), NSDAP -Reichstagsabgeordnter
  • Hermann Bauer (*1892), Maler und Graphiker, schuf zahlreiche Exlibris

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

  • Erich Wild (1895-1964), bedeutender Heimatforscher, nach ihm wurde eine StraĂźe benannt
  • Friedrich Glier (1891-1953), Lehrer, Organist, Komponist und Sammler heimatlicher Meldodien, nach ihm wurde eine StraĂźe benannt

Literatur

Blick von SĂĽden
Blick von SĂĽden
  • Crasselt, Friedrich August: Versuch einer Chronik von Markneukirchen im K. Sächs. Voigtlande. Entworfen von Friedrich August Crasselt, d.Z. Diaconus daselbst, Schneeberg 1821.
  • Eichler, Heidrun/Stadtlander, Gert (Red.): Musikinstrumenten-Museum Markneukirchen. Hg. von der Sächsischen Landesstelle fĂĽr Museumswesen, Berlin/MĂĽnchen 2000 (Sächsische Museen, Bd. 9). ( ISBN 3-422-03077-8 )
  • Hellriegel, Franz Wilhelm Rudolf: Chronik von Markneukirchen, Zwickau 1913.
  • Jordan, Hanna: FĂĽhrer durch das Musikinstrumenten-Museum Markneukirchen. Gefördert durch den Kulturkonvent Vogtland als regional bedeutsame Einrichtung, Markneukirchen o.J.
  • Wild, Erich: Geschichte von Markneukirchen. Stadt und Kirchspiel, Plauen 1925 (Beilageheft zur 34. Jahresschrift 1925 des Vereins fĂĽr vogtländische Geschichte und Altertumskunde).

Weblinks

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