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Letzte Änderung für Artikel Hartmannsdorf (bei Chemnitz): 17.02.2006 17:55

Hartmannsdorf (bei Chemnitz)

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Wappen Karte
fehlt noch Deutschlandkarte, Position von Hartmannsdorf hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Freistaat Sachsen
Regierungsbezirk : Chemnitz
Landkreis : Mittweida
Geografische Lage :
Koordinaten: 50¬į 54‚Ä≤ N, 12¬į 48‚Ä≤ O
50¬į 54‚Ä≤ N, 12¬į 48‚Ä≤ O
Fläche : 10,28 km²
Einwohner : 4.805 (30. April 2005)
Bevölkerungsdichte : 467 Einwohner je km²
H√∂he : 236 m √ľ. NN
Postleitzahlen : 09232
Vorwahl : 03722
Kfz-Kennzeichen : MW
Gemeindeschl√ľssel : 14 1 82 160
Gemeindegliederung: XX Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Untere Hauptstr. 111
09232 Hartmannsdorf
Offizielle Website: www.hartmannsdorfer.de
Politik
B√ľrgermeister : Fritz-Peter Weigert ( B√ľrgerinitiative f√ľr Hartmannsdorf (parteilos) e.V. )

Hartmannsdorf ist eine sächsiche Industriegemeinde nahe Chemnitz.

Inhaltsverzeichnis

Geografische Lage

Hartmannsdorf liegt im mittels√§chsischen H√ľgelland zwischen der Leipziger Tieflandsbucht im Norden und dem erzgebirgischen Becken im S√ľden (Grenze ist der H√∂henzug des Totensteins) auf einer mit fruchtbaren L√∂√ülehmb√∂den ausgestatteten und vielseitig landwirtschaflich genutzten Hochfl√§che zwischen den tiefeingeschnittenen Flusst√§lern der Chemnitz im Osten und den bewaldeten und nicht selten mit stolzen burgen bebauten Steilufern der Zwickauer Mulde im Westen. Es liegt n√∂rdlich von Chemnitz, direkt an der B95 zwischen Limbach-Oberfrohna und Burgst√§dt.

Geschichte von Hartmannsdorf

Ein exakter Nachweis √ľber die Gr√ľndung Hartmannsdorfs ist nicht zu f√ľhren, sie d√ľrfte aber in der zweiten H√§lfte des 12. Jahrhunderts liegen. Damals kamen mit der Errichtung von Burgen und Kl√∂stern Siedler aus Rhein-und Mainfranken √ľber Th√ľringen in unsere Gegend. So kann man annehmen, dass der Anf√ľhrer eines Siedlerzuges (Locator) namens Hartmann, der Hartmannsdorf seinen Namen gab, sich im 12. Jahrhundert wahrscheinlich beim Burgwart der nahegelegenen Burgen Zinnberg oder Drachenfels meldete und von dort den Oberlauf des Brausebaches, welcher Hartmannsdorf durchflie√üt, als Siedlungsgebiet zugewiesen bekam. Als Gr√ľndungsjahr einer Ortschaft ist die erste urkundliche Erw√§hnung festgelegt, und diese liegt f√ľr Hartmannsdorf im Jahre 1346 in einer Matrikel (Steuerliste) des Bistums Mei√üen, die als Abschrift im Domstiftsarchiv Bautzen aufbewahrt wird.

Jahrhunderte pr√§gte das b√§uerliche Leben das Geschehen im Dorf, wobei nach und nach auch Handwerker, wie z.B. Schmiede, holzverarbeitende Handwerker und M√ľller ans√§ssig wurden, die Dienstleistungen anboten, die f√ľr die Bauern wichtig waren.

Die Lage des Dorfes an dem jahrhundertalten Verbindungsweg zwischen Chemnitz und Leipzig brachte sowohl Positives als auch Negatives. Der starke Verkehr von Pferdefuhrwerken, die f√ľr H√§ndler unterwegs waren, erschloss den Bauern des Dorfes Nebenerwerbsquellen, die sich einmal aus dem Pferdeverschlei√ü bzw. Rosshandel und zum andern aus Vorspanndiensten zur √úberwindung des Chemnitzer Berges f√ľr vollbeladene Fuhrwerke ergaben. Negativ wirkte sich die Lage des Dorfes in Kriegszeiten aus. Im Drei√üigj√§hrigen Krieg (1618-1648) wurde Hartmannsdorf neben Pl√ľnderungen und Brandschatzungen auch noch von der Pest heimgesucht. Im Nordischen Krieg , im 2. Schlesischen Krieg (1744/1745), im Siebenj√§hrigen Krieg (1756-1763) und zur V√∂lkerschlacht war unser Ort durch Einquartierungen und Durchm√§rche in Mitleidenschaft gezogen.

Die industrielle Entwicklung begann in Hartmannsdorf wie in den umliegenden Orten im 18. Jahrhundert. Bei der Gr√ľndung der Peniger Strumpfwirkerinnung 1750 traten ihr bereits zehn Hartmannsdorfer Meister bei. Ein knappes Jahrhundert sp√§ter entstanden in Hartmannsdorf gro√üe Fabrikgeb√§ude, als erstes 1846 die Firma Moritz Voigt und Kaiser (Stoffhandschuhe), welche die bisherigen Strumpfwirker und deren Familienangeh√∂rige als Arbeiter und viele Frauen als Heimarbeiterinnen besch√§ftigten. Die Stoffhandschuhindustrie lie√ü gleichzeitig auch F√§rbereien , Bleichereien und Appreturanstalten aufbl√ľhen. Durch die hohe Nachfrage nach Maschinen entstand 1870 die erste gr√∂√üere Maschinenfabrik, die Firma Wirth .

Die schnelle industrielle und gewerbliche Entwicklung wandelte den landwirtschaftlichen Charakter Hartmannsdorfs in einen fabrikstädtischen um und ließ die Einwohnerzahlen in 50 Jahren sich mehr als verdreifachen ( 1840 = 1543 / 1890 = 5066).

Von der starken Finanzkraft dieser Gemeinde und der Förderung des technischen Fortschrittes mögen folgende Daten sprechen:

1866 - Gr√ľndung der freiwilligen Feuerwehr
1872 - erhält Gasbeleuchtungs-Aktiengesellschaft zu Hartmannsdorf die Genehmigung zum Bau einer Gasanstalt
1887 - Einf√ľhrung der durchg√§ngigen Gasbeleuchtung im Dorf
1873 - Anschluss Hartmannsdorfs an die Eisenbahnlinie Chemnitz- Limbach
1882 - 1907 - Überwölbung des Dorfbaches
1905 - Stromversorgung Hatmannsdorfs durch das Elektrizitätswerk in Oberlungwitz
1906 - Er√∂gffnung der ersten s√§chsischen Omnibuslinie Limbach -Mittweida √ľber Hartmannsdorf
1914 / 1915 - Eröffnung des Naturbades Hartmannsdorf
1919 - Inbetriebnahme des Wasserwerkes zur Versorgung des Dorfes mit gutem Trinkwasser aus eigenen Brunnen
1927 - Bau einer Abwasserentsorgungsanlage (Mannsbachschleuse); Bau der Recenia; Eingemeidung der K√ľhnhaide (von G√∂ppersdorf )
1931 - Erschließungsarbeiten zur Goethe-Siedlung
1932 - Gr√ľndung der Siedlung K√ľhnhaide
Neben den vielen kleinen und gro√üen Fabriken gab es in Hartmannsdorf ein dichtes Netz kleiner handwerks-, Gewerbe- und handeltreibender Betriebe. So sind u.a. im Adressbuch von 1929 23 Gastst√§tten und Konditoreien, wovon das Hotel "Kronprinz" und der Gasthof "Stadt Chemnitz" einen gr√ľ√üeren Tanzsaal besa√üen, 18 Schneider, 14 B√§cker, 12 Schuhmacher, 11 Friseure, 8 G√§rtnereien, 7 Fleischer, 30 Lebensmittelgesch√§fte (darunter 2 Konsumsverkaufstellen), 7 Zigarren-, Zigaretten- und Tabakh√§ndler, 6 Motor- und Fahrradhandlungen, 4 Schokoladengesch√§fte, 3 Uhrmachergesch√§fte, 3 Galanteriegesch√§fte, 2 √Ėl- und Seifengro√üh√§ndler, 2 Garn- und Seidenhandlungen und 7 Fuhrgesch√§fte verzeichnet. Die in der gleichen Quelle angegebenen 38 Vereine und Interessenverb√§nde zeigen, dass Sport, Gesang und Geselligkeit damals in Hartmannsdorf einen hohen Stellenwert besa√üen.
Der Erste Weltkrieg kostete das Dorf 239 Tote.
Der Zweite Weltkrieg endete f√ľr Hartmannsdorf am 14. April 1945 nach geringem deutschen Widerstand mit dem Einzug amerikanischer motorisierter und gepanzerter Truppen, wobei eine Person get√∂tet wurde, einige Scheunen in Flammen aufgingen und aus dem Gasbeh√§lter des Gaswerkes eine meterhohe Flamme brannte.

Den abziehenden Amerikanern folgte die Rote Armee , deren Besatzungszeit bis 1994 dauern sollte. Hartmannsdorf erlitt durch den Zweiten Weltkrieg große menschliche Verluste (529 Tote), und durch die Demontage der Maschinen in den größeren Betrieben kam die Wirtschaft fast völlig zum Erliegen.
Mit der Gr√ľndung der DDR 1949 kam es zu einer langsamen Erholung der Wirtschaft, die sich in Hartmannsdorf besonders in den traditionellen Textilbereichen im Maschinenbau und in einem Elektronikbetrieb abzeichnete. Die DDR hinterlie√ü in Hartmannsdorf eine Industrie die nur hinter der Mauer funktionieren konnte und nach der Wende, der freien Marktwirtschaft preisgegeben, fast v√∂llig zusammenbrach.

Daher beschloss der neue Gemeinderat schon in einer seiner ersten Sitzungen, ein neues Gewerbegebiet in Hartmannsdorf in einer Gesamtgrößenanordnung von ca. 65 ha an der Burgstädter Straße zu schaffen. Bereits bis Mai 1994 wurde jeder Quadratmeter verkauft. Im Jahr 1993 beschloss der Gemeinderat, das Gewerbegebiet an der Burgstädter Straße, Bauabschnitt II zu beplanen.

Alles in allem kann man also sagen, dass zum Ausgleich der verlorengegangenen Arbeitsplätze die Gemeinde Gewerbeflächen von ca. 80 ha zur Ansiedlung von neuen und schon lange in Hartmannsdorf ansässigen Betrieben geschaffen hat.

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

Musik

  • Schalmeienzunft Hartmannsdorf e.V.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Hartmannsdorf erh√§lt mit der Verl√§ngerung der A 72 einen direkten Autobahnanschluss. Des Weiteren f√ľhrt durch Hartmannsdorf die B95 von Chemnitz kommend nach Leipzig.

Ansässige Unternehmen

  • Komsa Kommunikation Sachsen AG - einer der f√ľhrenden, unabh√§ngigen ITK-Distributoren in Europa
  • Diamant Fahrradwerke AG
  • Hartmannsdorfer Brauhaus

Weblinks

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Country Inn By Carlson 09232 Hartmannsdorf http://www.countryinns.de/deutsch/index.htm  03722 / 4050
Fichtigsthal 09243 Niederfrohna   03722 / 6116
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