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Letzte Änderung für Artikel Geithain: 08.11.2005 17:01

Geithain

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Karte
Karte Geithain in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Regierungsbezirk : Leipzig
Kreis : Leipziger Land
Geografische Lage :
Koordinaten: 51¬į 03‚Ä≤ N, 12¬į 41‚Ä≤ O
51¬į 03‚Ä≤ N, 12¬į 41‚Ä≤ O
Fläche : 30,18 km²
Einwohner : 6.438 (30. April 2005)
Bevölkerungsdichte : 213 Einwohner/km²
H√∂he : 225 m √ľ. NN
Postleitzahlen : 04643
Vorwahl : 034341
KFZ-Kennzeichen: GHA(alt) L(neu)
Webseite: www.geithain.de/
Politik
B√ľrgermeister : Heinz Herzog

Geithain ist eine Kleinstadt im S√ľden des Landkreises Leipziger Land.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geithain liegt an dem nahe Wickershain entspringenden Bach Eula .

Geschichte

Stadtentwicklung

Urkundliche Erw√§hnung fand die Stadt erstmals im Jahr 1186 in einer Urkunde, welche die Schenkung der Eink√ľnfte der Wickershainer Marienkirche durch den Grafen Dedo von Rochlitz an den Merseburger Bischof festschrieb.
Die Marienkirche in Wickershain
Die Marienkirche in Wickershain
Der Name der Stadt hat seine Wurzeln im altsorbischen Chyten (Chytan) und bezeichnete damit den Ort des Chyten, wobei Chyt (Chit) ein sorbischer Personenname ist.

1209 kam es zu einer weiteren urkundlichen Erw√§hnung Geithains und seiner zu dieser Zeit bereits bestehenden Nicolaikirche. In diesem Jahr wurde durch Konrad II. von Groitzsch, Markgraf der Lausitz (1190 - 1207) die Schaffung eines Hospitals und einer Jakobuskapelle in der Stadt angeordnet. Auch wenn in dieser Urkunde Geithain bereits als Stadt bezeichnet wurde, ist eine Ratsverfassung mit einem ersten B√ľrgermeister (Silvester Phil) erst f√ľr das Jahr 1335 nachweisbar. Ab 1346 wurde in Geithain damit begonnen, Zisternen und h√∂lzerne Wasserleitungen anzulegen, die noch bis 1904 genutzt wurden.

Die Nikolaikirche in Geithain
Die Nikolaikirche in Geithain
Verwaltet wurde Geithain im Mittelalter durch einen Vogt , der seinen Sitz im 1349 erstmals erw√§hnten Freihof hatte. Der Geithainer Pulverturm, heute eine der Sehensw√ľrdigkeiten der Stadt, war Teil des Freihofes und f√ľgte sich zusammen mit diesem in die Stadtbefestigung ein.
Der Geithainer Pulverturm
Der Geithainer Pulverturm
Um 1349/50 ist im Zusammenhang mit der Stadt von einer "curia et castrum" die Rede, was soviel heißt wie " Rittersitz mit Burg".

1392 erwarb Geithain die niedere, 1467 die obere Gerichtsbarkeit.

Das erste Stadtsiegel Geithains ist aus dem Jahr 1416 bekannt und wurde 1904 zur Grundlage f√ľr das noch heute gebr√§uchliche Stadtwappen.

Unter Kurf√ľrst Heinrich dem Frommen wendete sich das albertinische Sachsen in den Jahren 1539 und 1540 der Lehre Luthers zu. Auch in Geithain wurde daher die Reformation eingef√ľhrt, und zwar am 1. Advent 1539. Im Jahr 1551 ist f√ľr die Stadt eine "Geistige Vorsteherei" bezeugt, zu der neun Gemeinden geh√∂rten.

Der Drei√üigj√§hrige Krieg (1618-1648) wirkte sich auch auf Geithain aus. Insgesamt 17 mal wurde die Stadt in diesem Krieg gepl√ľndert.

1650 wurde in Geithain eine Polizeiordnung eingef√ľhrt.

Nachdem Kurf√ľrst Johann Georg III. 1682 im Kurf√ľrstentum Sachsen ein stehendes Heer einf√ľhrte, wurde im selben Jahr die Stadt zum Garnisonsort.

Im Zuge der Vermessung des Kurf√ľrstentum Sachsen unter August dem Starken wurden in Geithain 1727 zwei Postmeilens√§ulen aufgestellt.

1833 wurde in Geithain eine b√ľrgerliche St√§dteordnung einef√ľhrt.

Das Geithainer Rathaus am Markt
Das Geithainer Rathaus am Markt

Im Jahr 1855 wurde in der Stadt die erste öffentliche Straßenbeleuchtung eingerichtet. Zunächst mit Petroleum betrieben, wurde sie 1904 auf Gas umgestellt und schließlich 1911 durch eine elektrische ersetzt.

1861 erschien die erste Ausgabe der Zeitung "Geithainer Wochenblatt" (bis 1943).

Nachdem 1869 mit dem Bau des Bahnhofsgebäudes begonnen wurde, erfolgte am 8. April 1872 mit der Eröffnung der Bahnstrecke Chemnitz - Geithain - Neukieritzsch der Anschluss an das sächsisch-bayerische Eisenbahnnetz. Schließlich wurde 1887 die Eisenbahnlinie Leipzig - Paunsdorf - Geithain - Chemnitz eröffnet.

Das Kriegerdenkmal
Das Kriegerdenkmal

Mit dem Abzug des 2. K√∂niglich-S√§chsischen Ulanenregimentes Nr. 18 nach Leipzig endete am 1. April 1897 die √ľber 200 Jahre w√§hrende Garnisonszeit der Stadt.

Im Ersten Weltkrieg 1914-1918 fielen 137 B√ľrger der Stadt.

Am 29. Oktober 1925 wurde die Paul-Guenther-Schule eingeweiht (Grundsteinlegung: 4. Juli 1923). Mit ihrem 36m hohen Turm ist sie heute einer der markantesten Punkte in der Silhouette dieser Stadt.
Die Geithainer Paul-Guenther-Schule
Die Geithainer Paul-Guenther-Schule

Der Schulbau erfolgte auf Anregung des Schuldirektors Louis Petermann (Ehrenb√ľrger der Stadt, * 13. August 1870, ‚Ć 22. M√§rz 1964), der sich angesichts der schlechten r√§umlichen und baulichen Verh√§ltnisse im alten Schulgeb√§ude an Paul Guenther , mit der Bitte um Stiftung einer Schule wandte.

Im Zweiten Weltkrieg 1939-1945 hatte die Stadt 219 Tote zu beklagen. Allein 13 Personen kamen am 13. April 1945 beim (einzigen) Luftangriff auf die Stadt ums Leben. Das Ziel der Tiefflieger bei diesem Angriff war der Bahnhof . Am 14. April 1945 endete f√ľr Geithain mit dem Einzug der amerikanischen Truppen der 2. Weltkrieg.

Im Verlauf der Verwaltungsreform in der DDR wurde Geithain 1952 Kreisstadt.

1969 erfolgte nach zweijähriger Bauzeit die Eröffnung des städtischen Freibades. Im selben Jahr wurde auch die Poliklinik eingeweiht.

1986 begingen die B√ľrger Geithains die 800 Jahrfeier der Stadt.

Mit dem Reformationsgottesdienst am 31. Oktober 1989 und der im Anschluss stattfindenden Demonstration begann auch in Geithain die politische Wende.

1994 erfolgte die Eingemeindung von Syhra und Niedergräfenhain . Im selben Jahr, am 1. August 1994, verlor Geithain mit der Schaffung des Landkreises Leipziger Land den Status als Kreisstadt.

1995 wurde der Ort Nauenhain eingemeindet.

Wirtschaftliche Entwicklung

1209 wurde die Geithainer Nikolaikirche erstmals urkundlich erw√§hnt. Da der Hl. Nikolai der Schutzpatron der Kaufleute ist und Nikolaikirchen √ľblicherweise an Orten errichtet wurden, an denen sich Kaufleute niederlie√üen, ist davon auszugehen, dass zu dieser Zeit bereits eine Kaufmannssiedlung bestanden hatte. Dies wird von der Tatsache untermauert, dass die Stadt an der zur damaligen Zeit von Altenburg √ľber Colditz nach Leisnig f√ľhrenden Handelsstra√üe lag.

Das Zollhaus am unteren Stadttor
Das Zollhaus am unteren Stadttor

1357 erhielt Geithain das Privileg f√ľr die Leinwandproduktion.

1384 wurden erstmals Wasser- und Windm√ľhlen um Geithain erw√§hnt.

1456 wurde die Geithainer Leinenweberinnung erstmals urkundlich bezeugt.

1462 waren im Umkreis der Stadt Kalkgruben und Kalkbrennereien in Betrieb. (Ersterwähnung bereits um 1400)

Ab 1499 wurden jährlich drei Jahrmärkte abgehalten.

1508 wurde die Schuhmacherinnung erstmals erwähnt.

1522 wurde die Schneiderinnung privilegiert.

Nachdem bereits 1529 ein Brauhaus errichtet wurde, wird verlieh 1553 Kurf√ľrst Moritz der Stadt das Braurecht.

Bei Einf√ľhrung der neuen St√§dteordnung in Sachsen im Jahr 1833 z√§hlte die Stadt 3000 Einwohner, 64 Leineweber, 26 Schneider, 146 Tagel√∂hner und Handwerker.

1853 erfolgte die Gr√ľndung der st√§dtischen Sparkasse.

1861 wurde im K√∂nigreich Sachsen die Gewerbefreiheit erlassen. Daraufhin l√∂sten sich in Geithain die alten Innungen der Leineweber, Gerber, Seiler, K√ľrschner und B√∂ttcher auf.

In der ehemaligen Reithalle, der ein Jahr zuvor aufgelösten Geithainer Garnison, wurde 1898 das noch heute bestehende Geithainer Emaillierwerk errichtet.

Wirtschaft

ansässige Unternehmen

  • Geithainer Emaillierwerk GmbH
  • Musikelektronik Geithain GmbH (Studiotechnik, Beschallungstechnik)
  • GETEX, Geithainer Textilpflege GmbH

Verkehr

  • die Bundesstra√üe 7 f√ľhrt durch den Ort
  • Geithain liegt an der Bahnstrecke Leipzig - Chemnitz
  • Geithain erh√§lt mit dem Autobahnanschluss Niedergr√§fenhain einen direkten Autobahnanschluss an der in Bau befindlichen Verl√§ngerung A72 Chemnitz - Leipzig.

√Ėffentliche Einrichtungen

  • Paul-G√ľnther-Schule (Grund- und Mittelschule)
  • Conrad-Felixm√ľller-Gymnasium
  • Stadtbibliothek Geithain
  • Heimatmuseum
  • Freibad

Sehensw√ľrdigkeiten

Die Nikolaikirche und das untere Stadttor in Geithain
Die Nikolaikirche und das untere Stadttor in Geithain
  • Stadtmauer und Stadttor
  • Nikolaikirche
  • Marienkirche
  • Zollhaus
  • Pulverturm (amtlich Freiturm, da er zum Freihof geh√∂rt)
  • Rathaus
  • unterirdische G√§nge
  • Kriegerdenkmal
  • Postmeilens√§ulen

Söhne und Töchter der Stadt

  • Paul Guenther , deutschst√§mmiger US-amerikanischer Industrieller

Städtepartnerschaften

Weblinks

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