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Letzte Änderung für Artikel Coswig (Anhalt): 26.01.2006 00:17

Coswig (Anhalt)

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Wappen Karte
Coswig (Anhalt) Deutschlandkarte, Position von Coswig (Sachsen-Anhalt) hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis : Anhalt-Zerbst
Geografische Lage :
Koordinaten: 51¬į 53' N, 12¬į 26' O
51¬į 53' N, 12¬į 26' O
H√∂he : 83 m √ľ. NN
Fläche : 34,07 km²
Einwohner : 8.617 (30. Juni 2005)
Bevölkerungsdichte : 253 Einwohner je km²
Postleitzahl : 06869
Vorwahl : 034903
Kfz-Kennzeichen : AZE
Gemeindeschl√ľssel : 15 1 51 009
Adresse der Stadtverwaltung: Am Markt 1
06869 Coswig (Anhalt)
Website : www.coswigonline.de
E-Mail-Adresse: stadt-coswig-anhalt@t-online.de
B√ľrgermeisterin : Doris Berlin

Coswig (Anhalt) an der Elbe ist eine Stadt im Landkreis Anhalt-Zerbst in Sachsen-Anhalt (Deutschland). In Coswig befindet sich der Sitz der gleichnamigen Verwaltungsgemeinschaft, der weitere 16 Gemeinden angehören.

Die Stadt ist nicht zu verwechseln mit Coswig im Landkreis Meißen im Bundesland Sachsen.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Stadtgliederung

Zu Coswig (Anhalt) gehört der Stadtteil Siedlung Ratskiefern sowie die Ortsteile Waldschloß und Zieko.

Nachbargemeinden

Im Uhrzeigersinn (von Norden beginnend): Buko , W√∂rpen, Griebo, W√∂rlitz, Klieken und D√ľben.

Geschichte

Am heutigen Standort wird bereits 1187 eine Burg Cossewiz erwähnt. Ob vor dieser Zeit schon eine slawische Siedlung existierte, ist nicht belegt.

Als Oppidum wird Coswig im Jahre 1215 bezeichnet und gilt in jener Zeit als die wichtigste Stadt der anhaltischen Askanier nördlich der Elbe.

Im 16. Jahrhundert spielten die Weberei , das Töpferhandwerk sowie die Landwirtschaft (u.a. Hopfenanbau ) wirtschaftlich die bedeutendste Rolle.

Im Schmalkaldischen Krieg wurde die Stadt durch spanische Truppen weitgehend zerstört.

Coswig war von 1603 bis 1793 Teil von Anhalt-Zerbst. Das in der Stadt befindliche Schloss wurde Ende des 17. Jahrhunderts erbaut und diente bis ins 19. Jahrhundert als Witwensitz.

Der Bahnhof der Berlin-Anhaltischen Eisenbahn wurde am 10. September 1841 eingeweiht.

Im Jahr 1989 feierte die Stadt ihr 800-jähriges Bestehen.

Politik

  • B√ľrgermeisterin: Doris Berlin
  • Stadtrat: 20 Sitze, davon:
    • 7 CDU
    • 4 Linkspartei.PDS
    • 3 SPD
    • 3 B√ľrgerblock
    • 2 FWG
    • 1 FDP

Die Wahlbeteiligung bei der Wahl des Stadtrates der Stadt Coswig (Anhalt) am 13. Juni 2004 lag bei 43,6 %.

Verkehr

Coswig liegt an den Bundesstra√üen 107 (Tangerm√ľnde - Chemnitz), 187 (Ro√ülau - Wittenberg - Jessen - Sch√∂newalde) und 187a nach Zerbst.

Die n√§chstgelegene Anschlussstelle Coswig zur A 9 (M√ľnchen - Berlin) liegt etwa 5 km westlich.

Im Jahr 2005 fand außerdem ein umfangreicher Ausbau des durch Coswig verlaufenden Elberadweges statt.

Die Stadt liegt an der Strecke Dessau - Wittenberg der Deutschen Bahn AG.

Als Elbestadt hat Coswig eine Anlegestelle f√ľr Fahrgastschiffe. In Planung befindet sich zur Zeit eine weitere Anlegestelle f√ľr private Schiffsreisende und Bootsbesitzer. Coswig besitzt au√üerdem eine Gierf√§hre f√ľr Autos, die die Stadt mit W√∂rlitz verbindet.

Geschichte der Gierfähre

"Die Coswiger F√§hre wurde im Landbuch von 1566 erstmals erw√§hnt. Die Kahnf√§hre ben√∂tigte damals, je nach Wasserstand, 40 - 60 Minuten zur √úberquerung des 125 m breiten Flusses. Auf dem Fahrprahm, einem flachen Schiffsk√∂rper mit stumpfem Bug und Heck, hatte ein Pferdewagen mit Pferden Platz. Dieser Prahm , ob mit oder ohne Last, wurde dann vom F√§hrmann und seinen F√§hrknechten am Ufer ein- bis zweihundert Meter stromab gestakt und gerudert. Nat√ľrlich trieb die F√§hre dabei ab, weshalb man anfangs erst gegen den Strom gefahren war.
Der Elb√ľbergang diente zu jener Zeit den Transporten der anhaltischen F√ľrsten zwischen Dessau - W√∂rlitz - Coswig und den Bauern, die ihre Heufuhren von den Elbwiesen nach Coswig brachten.
Die F√§hre war als herrschaftliches Eigentum verpachtet. Der F√§hrmeister war zur Unterhaltung der K√§hne verpflichtet. Er hatte den Auftrag, den F√ľrsten und sein Gesinde mit Pferd und Wagen √ľberzusetzen.
Als Gegenleistung erhielt er vom F√ľrsten j√§hrlich einen Wispel Roggen (ca. 1000 kg). Auch f√ľr alle anderen Fahrg√§ste gab es keinen festen Tarif. Wer √ľberfahren wollte, mu√üte mit dem F√§hrmeister √ľber den Lohn einig werden. Von alters her geh√∂rte die F√§hre je nach famili√§rer Aufteilung des Landes erst zu Anhalt-Zerbst und sp√§ter zu Anhalt-Bernburg. Nach Vereinigung von Anhalt-Bernburg und Anhalt-Dessau wurde die alte F√§hre im Jahre 1863 durch eine Kettenf√§hre ersetzt. Bei diesen F√§hren war eine Kette quer √ľber den Flu√ü gespannt. Durch Schr√§gstellen der F√§hre zum Strom mittels Ruder wurde die F√§hre durch die Str√∂mung an das andere Ufer getrieben.
Anders verhielt es sich bei der im Dezember 1863 eingerichteten "Kettenfähre mit Giervorrichtung". Die Fähre hing an einer ca. 200 m langen Kette, die im Strom oberhalb des Überganges verankert war. Mittels Ruder brachte man die Fähre in Gierstellung (Gieren: seemännisch "außer Kurs laufen").
Die F√§hrleute hatten anfangs Probleme mit der neuen Technik. Erst nach mehrmaligem √Ąndern der Verankerung und dem Ersetzen der Kette durch Stahltaue erfolgte die √úberfahrt ab Pfingsten 1864 als fliegende F√§hre bzw. als Gierf√§hre. Der Holl√§nder Hendrik Heuck aus Nimwegen erfand schon im Jahre 1657 die Technik der Gierf√§hren, um den Verkehr √ľber den breiten Wal zu erleichtern.
Solch eine "Gierponte", wie die Fähren genannt wurden, hing so wie zur heutigen Zeit an einem langen Drahtseil, das sich kurz vor der Fähre teilt. Ein Ende ist am Bug befestigt, das andere am Heck. Verändert man die Längen der Enden zueinander, so ändert sich auch der Anstellwinkel der Fähre zum Strom. Durch den Druck des anströmenden Wassers gegen die schräg gestellte Fähre, wird sie zum andern Ufer gedrängt.
Im Laufe der Jahre wurden immer wieder Neuerungen und Verbesserungen an der Fähre vorgenommen.
Die sich noch heute in Betrieb befindende Fähre ist 1990 völlig neu aufgebaut worden. An dem Schiffskörper, der aus 8 mm starken und vernieteten Stahlplatten besteht, hat sich wenig geändert. Modernisiert wurde die Fähre jedoch seitdem noch mehrmals.
1978 erhielt die F√§hre ein neues Gesicht. Auf der stromab gelegenen Seite erhielt das Personal eine Aufenthaltskabine, zu der auch ein kleiner Raum f√ľr Werkzeuge und Hilfsmittel geh√∂rt. Insgesamt bekam die F√§hre ein freundliches Aussehen und pa√üt sich gut der reizvollen Umgebung an. Seit 1949 ist die F√§hre Eigentum der Stadt Coswig. Ganz aktuell ist der neueste Umbau, der 1996 / 1997 durchgef√ľhrt wurde.
Durch die Verl√§ngerung der beiden Ausleger um ca. 1,5 m ist die F√§hre jetzt auch mit Bussen befahrbar. Au√üerdem wurden die Holzplanken der Nutzfl√§che beseitigt und durch eine geriffelte Metalloberfl√§che ersetzt. Der Schiffsk√∂rper ist, einem Ponton gleich, unsinkbar. Im Verlauf eines Jahres legt die F√§hre ca. 3000 km zur√ľck. Das sind bei einem j√§hrlichen Einsatz von etwa 300 Tagen ungef√§hr 10 km pro Tag. Die bef√∂rderten Personen entsprechen etwa 10.000 Platz-Kilometern Bef√∂rderungsleistung. Die F√§hre besitzt mit ihrem motorlosem Antrieb eine Tragf√§higkeit von √ľber 20 Tonnen. Bei normalem Wasserstand hat die Elbe bei Coswig eine Fahrwassertiefe von 3 m, das sind 59,70 m √ľber NN . Erreicht der Pegelstand in Coswig 61,20 m √ľber NN, also 4,50 m im Fahrwasser, mu√ü der F√§hrverkehr eingestellt werden. Hinzu kommt, da√ü die Bundesstra√üe 107 dann im Elbuferbereich √ľbersp√ľlt wird.
Die Fähre ist jedoch ganzjährig im Einsatz; ausgenommen eine Winterpause in den Monaten Januar und Februar."

(Quelle: "Die Gierfähre in Coswig (Anhalt)" der Stadtinformation der Verwaltungsgemeinschaft Coswig (Anhalt))

Sehensw√ľrdigkeiten

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

  • Hermann Cohen (1842 - 1918), deutscher Philosoph, Gr√ľnder der Marburger Schule
  • Barbara H√∂ll, Politikerin der Linkspartei , MdL Sachsen, MdB Kandidatin

Informationen aus der Umgebung

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Wikipedia

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