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Letzte Änderung für Artikel Blankenburg (Harz): 20.02.2006 03:14

Blankenburg (Harz)

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Wappen Karte

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Deutschlandkarte, Position von Blankenburg (Harz) hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis : Wernigerode
Fläche : 45,23 km²
Einwohner : 16.329 (31. Dezember 2002)
Bevölkerungsdichte : 361 Einwohner je km²
H√∂he : 288 m √ľ. NN
Postleitzahl : 38889
Vorwahl : 03944
Geografische Lage :
Koordinaten: 51¬į 47' N, 10¬į 57' O
51¬į 47' N, 10¬į 57' O
Kfz-Kennzeichen : WR
Gemeindeschl√ľssel : 15 3 69 005
Adresse der
Stadtverwaltung:
Harzstr. 3
38889 Blankenburg (Harz)
Politik
B√ľrgermeister : Frank Schade ( CDU )

Blankenburg (Harz) ist eine Stadt im Landkreis Wernigerode in Sachsen-Anhalt in Deutschland , gelegen dicht am Nordrand des Harzes in etwa 234 m H√∂he. Die Stadt liegt westlich von Quedlinburg, s√ľdlich von Halberstadt und √∂stlich von Wernigerode.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Erste Siedlungsspuren finden sich bereits aus der Altsteinzeit. Die erste urkundliche Erw√§hnung Blankenburgs geht auf das Jahr 1123 zur√ľck. Erw√§hnt wird die Burg, die auf einem blanken Kalkfelsen an der Stelle des jetzigen Schlosses stand. Daher leitet sich auch der Name Blankenburgs ab.

Blankenburg bildete fr√ľher unter dem Namen Hartingau eine Grafschaft und war Lehen des Bistums Halberstadt. Die Stadt Blankenburg erhielt schon im 10. Jahrhundert Mauern, wurde 1180/82 von Friedrich Barbarossa und nochmals 1386 verw√ľstet. Zu Anfang des 12. Jahrhunderts wurde sie mit der Grafschaft Regenstein vereinigt, geh√∂rte aber von 1143 bis 1368 einer Seitenlinie der Grafen von Regenstein.

Nach dem Tode des letzten Grafen von Regenstein, Johann Ernst, fiel die Grafschraft 1599 als "erledigtes Lehen " zur√ľck an die Herz√∂ge zu Braunschweig-L√ľneburg. Im Drei√üigj√§hrigen Krieg wurde Blankenburg von Wallenstein hart bedr√§ngt und 1625 besetzt. Neun im Rathaus eingemauerte Kanonenkugeln erinnern an diese f√ľr Blankenburg schwere Zeit.

Die Herz√∂ge zu Braunschweig-L√ľneburg machten den Ort im 17. Jahrhundert zu einer Nebenresidenz, die ihre Hochzeit unter Herzog Ludwig Rudolf ( 1690 - 1731 ), dem zweiten Sohn Anton Ulrichs von Wolfenb√ľttel, hatte. Rudolf erhielt Blankenburg 1707 als Apanage . Gleichzeitig wurde die Grafschaft Blankenburg zu einem Reichsf√ľrstentum erhoben und bis 1731 selbst√§ndig regiert, dann aber, weil Ludwig Rudolf Herzog wurde, wieder mit Braunschweig vereint, bei dem es seitdem geblieben ist. Aus jener Zeit ist das jetzige Kleine Schloss mit dem barocken Lustgarten √ľberkommen; der Garten ist als Terrassengarten angelegt. Von 1807 bis 1813 geh√∂rte Blankenburg zum K√∂nigreich Westfalen.

Im Siebenjährigen Krieg gewährte die völlige Neutralität der Stadt dem braunschweigischen Hofe eine sichere Zuflucht. In Blankenburg wohnte auch Ludwig XVIII. nach seiner Flucht aus Dillingen unter dem Namen eines Grafen von Lille vom 24. August 1796 bis 10. Februar 1798.

Blankenburg um 1900
Blankenburg um 1900

Bei der Einteilung Deutschlands in Besatzungszonen 1945 wurde der Kreis Blankenburg zwar nach der Potsdamer Konferenz und dem Londoner Protokoll der britischen Zone zugeordnet, da der größere Ostteil des Kreises aber nur durch eine Straße und eine Schmalspurbahn mit dem Rest der britischen Zone verbunden war, wurde die Grenzziehung korrigiert und Blankenburg der sowjetischen Zone, später der DDR und dem Land Sachsen-Anhalt eingegliedert. Der Hauptteil des ehemaligen Landes Braunschweig kam zur britischen Zone und damit zu Niedersachsen.

J√ľdisches Leben in Blankenburg

In Blankenburg existierte nie eine Synagoge . Samstags trafen sich mehrere j√ľdische Familien bei Chrons zum Sabbat, unter anderem die Familie des Kaufmanns Alexander Meyer, Moritz Westfeld und Conrad Hesse sowie Anna Ewh und Lydia Rhynarsewsky. Bereits im Gefolge der Reichspogromnacht am 9. November 1938 wurden Juden aus Blankenburg in verschiedene Lager deportiert. Bei der Volksz√§hlung am 17.Mai 1939 waren noch zw√∂lf j√ľdische B√ľrger registriert (davon 5 M√§nner).

Städtepartnerschaften

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

  • S√ľdlich √ľber der Stadt, auf dem Blankenstein (334 m), thront das herzogliche Schloss, dringend einer Restaurierung bed√ľrftig (Stand: Herbst 2004), siehe Schloss Blankenburg (Harz) .
  • Einen Besuch ist auch das Kleine Schloss mit den dahinter liegenden Barocken G√§rten wert.
  • Erw√§hnenswert sind weiterhin das Rathaus der Renaissancezeit (im Kern √§lter, sp√§ter umgebaut) und die oberhalb des Rathauses gelegene mittelalterliche Pfarrkirche St. Bartholom√§us. Im Turm und im Chor der Kirche stecken sp√§tromanische Mauerteile aus der Zeit um 1200 . Die Stifterfiguren im Chor, wohl um 1300 , geh√∂ren zu der weiteren Nachfolge der Naumburger Stifterfiguren .
  • Auch die am Rande der Stadt gelegene "Raubritterfeste" aus Sandstein ist ein lohnendes Ausflugsziel: Burg und Festung Regenstein.
  • Des Weiteren ist die sogenannte Teufelsmauer, eine bizarre Sandstein -Formation als geologisches Naturdenkmal Ziel von Wanderern.

Museen

  • Das Museum der Stadt Blankenburg befindet sich im Kleinen Schloss, dem ehemaligen herzoglichen Lustschloss
  • In Deutschland einzigartig, das Herbergsmueum. Es beherbergt eine weiterf√ľhrende Materialsammlung sowie eine Bibliothek des Handwerks. In Zusammenarbeit mit der Zunft der rechtschaffenen fremden Gesellen , dem Rolandschacht , dem Fremden Freiheitsschacht , der Gesellschaft der Freien Vogtl√§nder Deutschlands , dem Schacht Axt und Kelle sowie dem Freien Begegnungsschacht gibt es Ausk√ľnfte √ľber die z√ľnftige Walz der Gegenwart.

Persönlichkeiten

  • Johann Georg von Langen (1699-1776), Forst- und Oberj√§germeister des Herzogs

Söhne und Töchter der Stadt

  • Joseph von Radowitz , General und Politiker
  • Oswald Spengler , Philosoph
  • Robert Koldewey , Arch√§ologe
  • Adolf Ledebur , Metallurge
  • Susi Erdmann , Sportlerin
  • Manuela Lutze , Sportlerin
  • Julius Elster , Physiker
  • Hans Geitel , Physiker
  • Elisabeth Gnauck-K√ľhne , Frauenrechtlerin
  • Georg Ernst Ludwig (Ernst) Hampe , Botaniker
  • Albert Schneider , bedeutender Ingenieur
  • Kurt Ranke (1908-1985), Volkskundler, Germanist, Altertums- und Erz√§hlforscher

Literatur

  • Leibrock: Chronik der Stadt und des F√ľrstentums Blankenburg. ‚Äď Blankenburg, 1864
  • Bernhard Kiekenap: Spuren des L√∂wen - Geschichte und Tradition in Braunschweig und Blankenburg. ‚Äď Braunschweig: Appelhans Verlag, 2002
  • Heinz A. Behrens: Das Ende einer Dynastie/Zum 400. Todestages des Grafen Johann Ernst von Regenstein. Verlag Dr. Bussert & Stadeler, Jena Quedlinburg 1999, ISBN 3-932906-18-7 (Wegner, Hartmut)
  • Heinz A. Behrens: Zwischen Herrschaftsanspruch und Schuldendienst/Beitr√§ge zur Geschichte der Grafschaft Regenstein. Verlag Dr. Bussert & Stadeler, Jena Quedlinburg 2004 ISBN 3-932906-48-9
  • Heinz A. Behrens: Die M√ľnzen der Grafschaft Blankenburg-Regenstein. Verlag Dr. Bussert & Stadeler, Jena Quedlinburg 1999, ISBN 3-932906-03-9 (U.E.G. Schrock, J√ľrgen Denicke)

Weblinks

Commons: Blankenburg ‚Äď Bilder, Videos oder Audiodateien

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