fair-hotels . Ein Service wie gemalt
Reiseführer Übersicht Deutschland Österreich Schweiz Bauwerke nach Stil

Werbung

Letzte Änderung für Artikel Sankt Sebastian am Rhein: 17.02.2006 21:16

Sankt Sebastian am Rhein

Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Karte
Wappen Sankt Sebastian Deutschlandkarte, Position von Sankt Sebastian hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Regierungsbezirk : Koblenz
Kreis : Mayen-Koblenz
Verbandsgemeinde: Verbandsgemeinde Wei├čenthurm
Fl├Ąche : 2,88 km┬▓
H├Âhe : 65 m ├╝ber NN
Geografische Lage : 50┬░ 25' 0" n. Br.
7┬░ 34' 0" ├Â. L.
Rheinkilometer : 599
Postleitzahlen : 56220 (alt: 5401)
Vorwahlen : 0261 (Koblenz)
Kfz-Kennzeichen : MYK
Amtlicher
Gemeindeschl├╝ssel :
07137222
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
K├Ąrlicher Str. 4
56575 Wei├čenthurm
Telefon: 02637/913-0
Adresse der
Kreisverwaltung:
Bahnhofstr. 9
56068 Koblenz
Telefon: 0261/108-0
Website: www.sankt-sebastian.de
E-Mail-Adresse: info@sankt-sebastian.de
Bev├Âlkerung
(Stand: 30. Juni 2005)
Einwohner : 2.561
Bev├Âlkerungsdichte : 889 Einwohner/km┬▓
Politik
B├╝rgermeister : Anton Thielen ( SPD )
Gemeinderat : SPD : 9 Sitze
CDU : 8 Sitze
FWG : 3 Sitze
Lage der Gemeinde Sankt Sebastian im Landkreis
Lage von Sankt Sebastian im Landkreis

Sankt Sebastian ist eine Ortsgemeinde der Verbandsgemeinde Wei├čenthurm im Landkreis Mayen-Koblenz, Rheinland-Pfalz ( Deutschland ). Sie liegt direkt am westlichen Ufer des Rheins und grenzt im S├╝den unmittelbar an die Gro├čstadt Koblenz. Sankt Sebastian befindet sich somit recht zentral im Neuwieder Becken gelegen, einer durch den Rhein geschaffenen, weitl├Ąufigen Talebene zwischen Eifel und Westerwald.

Ein gro├čer Teil der Fl├Ąche ist Trinkwasserschutzgebiet, daher gibt es keine ortsans├Ąssige Industrie, sondern lediglich kleinere Handwerksbetriebe und Einzelh├Ąndler. Die Gemeinde profitiert von der Suburbanisierung und hat in den letzten Jahren einen Bev├Âlkerungsanstieg zu verzeichnen.

Der Name des Ortes geht auf den Heiligen Sebastian zur├╝ck, einem christlichen M├Ąrtyrer aus dem 3. Jahrhundert, welcher Schutzpatron der katholischen Pfarrkirche in Sankt Sebastian ist. Zusammen mit den benachbarten Kaltenengers und Urmitz werden die drei Ortschaften zusammen auch die Rheind├Ârfer - Gemeinden genannt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Als Gr├╝ndungsdatum der Gemeinde Sankt Sebastian wird im Allgemeinen das Jahr 1150 angesehen. Prof. Dr. Franz-Josef Heyen (Honorarprofessor f├╝r mittelalterliche Geschichte, Universit├Ąt Trier) berichtet dazu in seiner Expertise zum Alter des Ortes ├╝ber die erste urkundliche Erw├Ąhnung unter dem Namen St. Sebastian - Engers. In der Gr├╝ndungsgeschichte der Abtei Rommersdorf wird dabei berichtet, dass der Abt Heinrich die curtis Engersche trans Rhenum cum ecclesia quae ad ispam pertinet (das Hofgut Engers jenseits des Rheins mit Kirche, die zu diesem geh├Ârt) erworben hat. Dieser Kauf wurde im Zuge eines Besitzstreites in einer Liste des Papstes Viktor IV. am 11. September 1162 urkundlich beglaubigt. Die tats├Ąchliche Entstehung des Ortes kann aber durchaus noch fr├╝her gewesen sein.

In den folgenden Jahrhunderten kann ein mehrfacher Wechsel des Besitztumes nachgewiesen werden. 1329 kauft Ritter Waldpode von Andernach den Ort unter dem Namen Ober-Engersch. 1371 geht der Ort wieder zum Kurstaat Trier ├╝ber. Im Jahr 1419 zieht Kurf├╝rst Otto von Ziegenhain das Virneburger Lehen samt Bergpflege, darunter auch Sankt Sebastian, unter kurf├╝rstliche Verwaltung ein. 1445 schlie├člich gelangt St. Sebastian unter die direkte Landeshoheit des Trierer Kurf├╝rsten. Als Name des Ortes wird St. Sebastian - Engers festgeschrieben.

Seit 1410 hat St. Sebastian ein eigenes Dorfgericht . Nach dem Ende des Drei├čigj├Ąhrigen Krieges wird ab 1657 im Gemeindehaus Unterricht erteilt. 1660 wird der regelm├Ą├čige F├Ąhrbetrieb zwischen St. Sebastian und Bendorf aufgenommen.

Im Jahr 1675 wird das Pfarrhaus St. Sebastian bei einem Brand vernichtet. Erst 1680 ist es wieder neu errichtet, als Name des Ortes gilt nun Sanct Sebastian.

1699 w├╝tet die Pest im nahen Eich (heute ein Stadtteil von Andernach). Um f├╝r Erbarmen zu bitten pilgern gl├Ąubige Eicher nach St. Sebastian. Diese so genannten Eicher Prozessionen existieren existieren als Tradition noch heute.

1780 wird das erste Schulhaus im Ort neben dem Pfarrhaus errichtet. Auf dem gleichen Grund befindet sich noch heute die Grundschule des Ortes.

Nach der Einnahme durch die Franzosen im Jahr 1794 annektiert Frankreich 1797 zusammen mit den linksrheinischen Gebieten der kurtrierischen Provinz auch St. Sebastian. Einhergehend mit der S├Ąkularisierung der geistlichen F├╝rstent├╝mer wird die Abtei Rommersdorf aufgel├Âst. Ab 1804 m├╝ssen die Kinder, unter dem Druck der Besatzung, in der Schule Franz├Âsisch lernen. 1813 beginnen dann die Befreiungskriege gegen die Herrschaft Napoleons . 1. Januar 1814 r├╝ckt der preu├čische Generalfeldmarschall von Bl├╝cher mit seinem schlesischem Heer ├╝ber den Mittelrhein gegen die Franzosen vor und erzwingt den R├╝ckzug der Franzosen. Als Folge der Neuordnung Europas durch den Wiener Kongress erhalten die Preu├čen unter anderem die Rheinprovinz mit Kurtrier und errichten somit ihre Vormachtstellung am Rhein. St. Sebastian kommt unter preu├čische Verwaltung, bildet im Landkreis Koblenz die B├╝rgermeisterei Sankt Sebastian. 1822 wird die Rheinprovinz mit Sitz in Koblenz gebildet.

Im Zuge der Industrialisierung erh├Ąlt auch St. Sebastian Anschluss an moderne Errungenschaften: Seit 1913 f├Ąhrt die erste Motorf├Ąhre zwischen St. Sebastian und Bendorf und ab 1918 gibt es elektrisches Licht im Ort. Im Jahr 1927 gibt es das erste Leitungswasser in St. Sebastian. Die Qualit├Ąt des Grundwassers ist derart hoch, dass gro├če Teile der Gemarkungsfl├Ąchen noch heute als Trinkwasserschutzgebiet fungieren.

Das Vereinsleben im Ort befand sich w├Ąhrenddessen im steten Aufbau. Bereits 1863 wird die Sch├╝tzenbruderschaft gegr├╝ndet und tritt dem Rheinischen Sch├╝tzenbund bei. Die Gr├╝ndung des M├Ąnner-Gesangvereins MGV 1882 St. Sebastian wind mit 1882 datiert; die Kirmesgesellschaft St. Sebastian entsteht 1904 . Im Jahr 1919 entsteht ein Fu├čballverein, 1920 ein Turnverein, welche sich 1932 zum Turn- und Sportverein St. Sebastian 1919 zusammenschlie├čen. Die Freiwillige Feuerwehr entsteht 1927 . 1953 gr├╝nden sich unabh├Ąngig von einander der Musikverein St. Sebastian und die Katholische Frauengemeinschaft. Alle diese Vereine sind noch heute aktiv und ein wesentlicher Bestandteil des Dorflebens. Seit 1971 besteht zudem eine Partnerschaft mit der Gemeinde Breitenbach am Inn in ├ľsterreich .

Der F├Ąhrbetrieb zwischen St. Sebastian und Bendorf wird schlie├člich 1962 eingestellt. In den folgenden Jahren erf├Ąhrt das Ortsbild noch viele Ver├Ąnderungen, z.B.: 1970 zieht der katholische Kindergarten in sein neues Geb├Ąude, 1976 wird die Volksschule in eine Grundschule umgewandelt, welche 1992 renoviert und erweitert wird. Seit 1988 bereichert der Brunnenplatz am M├╝lheimer Weg das Dorfleben, seit 1996 folgt der zweite Brunnenplatz mit Anlage an der Autobahnbr├╝cke. Ab 1997 fungiert die neue Sport- und Mehrzweckhalle als zentrale Lokalit├Ąt f├╝r die kulturellen Veranstaltungen des Ortes. Auf Grund der Erschlie├čung einer Reihe von Neubaugebieten bestimmen heute neuere Ein- und Mehrfamilienh├Ąuser den Charakter des ehemals landwirtschaftlich gepr├Ągten Ortes, w├Ąhrend im Ortskern Nahe der Dorfkirche nur noch wenige H├Âfe und Fachwerkh├Ąuser zu sehen sind.

Im Jahr 2000 feierte die Ortsgemeinde St. Sebastian ihr stolzes 850j├Ąhriges Jubil├Ąum.

Wappen und Fahne

Mit der Genehmigung vom 16. August 1935 wurde Sankt Sebastian gem├Ą├č der deutschen Gemeindeordnung das Recht zur F├╝hrung eines Gemeindewappens verliehen. Die Blasonierung des Wappens beschreibt sich wie folgt:

Das Wappen geh├Ârt zu den Dreieckswappen. Es ist gespalten von silber (wei├č) mit einem durchgehenden, roten, lateinischen Balkenkreuz und von schwarz mit zwei diagonal gekreuzten Pfeilen in silber (wei├č), welche mit Widerhaken und Fiederung best├╝ckt sind. Die Balken des Kreuzes kreuzen sich in der Mitte des L├Ąngsbalkens. Der Schnittpunkt der Pfeile liegt auf H├Âhe der waagerechten Mittellinie des Kreuzquerbalkens.

Das Kreuz steht f├╝r das Erzbistum Trier, dessen Hauptsitz lange Zeit im benachbarten Koblenz ans├Ąssig war und dem Sankt Sebastian noch heute angeh├Ârt. Die Pfeile zeigen die Verbundenheit mit dem Heiligen Sebastian , welcher Namensgeber des Ortes und Schutzpatron der katholischen Pfarrkirche ist.

Entsprechend dem Kommunalgesetz von Rheinland-Pfalz f├╝hrt St. Sebastian seit dem 1. Mai 1989 auch eine eigene Fahne. Diese besteht aus einem rechteckigen Tuch, das der L├Ąnge nach in eine rote und eine weisse H├Ąlfte aufgeteilt ist. Zentral in dessen Mitte befindet sich das Ortwappen derart, dass der wei├če Grund mit dem Kreuz ganz auf der roten und der schwarze Grund mit den Pfeilen ganz auf der wei├čen Seite liegen.

Einwohnerentwicklung

Stand / Datum Einwohner
31. Dezember 2004 2.551
30. Juni 2005 2.561

Bildungseinrichtungen

Vereine

Die Gemeinde Sankt Sebastian verf├╝gt ├╝ber ein sehr aktives Vereinsleben. Zu den wichtigsten Ortsvereinen geh├Âren die folgenden:

  • Freiwillige Feuerwehr Sankt Sebastian
  • Katholische Frauengemeinschaft
  • Kirchenchor "C├Ącilia"
  • Kirmesgesellschaft 1904 e.V.
  • M├Ąnnergesangverein 1882 e.V.
  • M├Âhnenverein
  • Musikverein 1953 e.V.
  • Sebastianus-Sch├╝tzenbruderschaft e.V.
  • Turn- & Sportverein St. Sebastian 1919 e.V.

Die Vereine selbst sind zur Koordination ihrer regelm├Ą├čigen Veranstaltungen im Ortsring St. Sebastian organisiert.

Weblinks

Literatur

Wikipedia

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Sankt Sebastian am Rhein aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels Sankt Sebastian am Rhein verfügbar.

fair-hotels. Ein Service der
VIVAI Software AG
Betenstr. 13-15
44137 Dortmund

Tel. 0231/914488-0
Fax 0231/914488-88
Mail: info@vivai.de
Url: http://www.vivai.de