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Letzte Änderung für Artikel Pirmasens: 19.02.2006 20:10

Pirmasens

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Wappen Karte
Wappen von Pirmasens Lage der kreisfreien Stadt Pirmasens in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis : Kreisfreie Stadt
Höhe : etwa 360 - 400 m ĂŒ. NN
FlĂ€che : 61,37 kmÂČ
Einwohner : 43.482 (30. Juni 2005)
Bevölkerungsdichte : 709 Einwohner/kmÂČ
Postleitzahl : 66953 - 66955
Vorwahl : 06331
Kfz-Kennzeichen : PS
GemeindeschlĂŒssel : 07 3 17 000
Adresse der
Stadtverwaltung:
Exerzierplatzstraße 17
66953 Pirmasens
Website : www.pirmasens.de
E-Mail-Adresse: info@pirmasens.de
OberbĂŒrgermeister : Dr. Bernhard Matheis ( CDU )

Pirmasens ist eine kreisfreie Stadt in Rheinland-Pfalz, Deutschland . Sie ist umschlossen vom Landkreis SĂŒdwestpfalz und liegt am Westrand des PfĂ€lzer Waldes. Ihr Name geht auf den heiligen Pirminius zurĂŒck, der das Kloster in Hornbach grĂŒndete. Pirmasens galt lange als die deutsche Schuhmetropole.

Inhaltsverzeichnis

Geografische Lage

Pirmasens liegt am sĂŒdlichen Rand des PfĂ€lzer Waldes. Im Westen liegen die Stadt ZweibrĂŒcken und der Saar-Pfalz-Kreis , im Norden die Kreise Kusel und Kaiserslautern, im Nordosten der Kreis Bad DĂŒrkheim , im Osten der Kreis SĂŒdliche Weinstraße und im SĂŒden die Staatsgrenze zu Frankreich mit dem "Pay du Bitche" (Bitscher Land).

Pirmasens um 1910
Pirmasens um 1910

Geschichte

  • Um 860 erste urkundliche ErwĂ€hnung von "pirminiseusna" als dem Kloster Hornbach unterstehende Siedlung. Der Name geht auf den Hl. Pirminius zurĂŒck, den GrĂŒnder des Klosters Hornbach
  • 1763 Verleihung der Stadtrechte durch den Landgrafen Ludwig IX. (Hessen-Darmstadt)
  • 1790 Tod von Ludwig IX. (Hessen-Darmstadt) und Auflösung der Garnison
  • 1793 Schlacht von Pirmasens, Preußen und Braunschweig schlagen die französische Moselarmee
  • 1793 - 1815 Zugehörigkeit zu Frankreich
  • 1923 / 24 Versuche von pfĂ€lzischen Separatisten, in Pirmasens dauerhaft Fuß zu fassen, scheitern am 12. Februar 1924 : Es kommt zur gewaltsamen StĂŒrmung des Bezirksamts, des Sitzes der separatistischen Stadtregierung; mehrere Todesopfer auf beiden Seiten.
  • 9. November 1938 Zerstörung der Synagoge wĂ€hrend der sog. " Novemberpogrome "
  • 15. MĂ€rz 1945 Zerstörung der Innenstadt durch Bombenangriff
  • 22. MĂ€rz 1945 Einmarsch amerikanischer Truppen, der Zweite Weltkrieg ist fĂŒr die Bevölkerung zu Ende
  • 1946 Pirmasens wird Teil des neugegrĂŒndeten Bundeslandes Rheinland-Pfalz
  • 1989 Der Standort Pirmasens der FH Kaiserslautern wird gegrĂŒndet
  • 1997 Die US-Truppen verlassen den Standort Husterhöhe - die Erschließung eines neuen Stadtviertels beginnt

Eingemeindungen

  • 1969: Erlenbrunn, Fehrbach, Hengsberg, Niedersimten, Winzeln
  • 1972: Gersbach, Windsberg


Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 2002 31. Dezember):

  • 1875 - 10.136
  • 1890 - 21.041
  • 1925 - 42.996
  • 1933 - 47.221
  • 1939 - 50.560
  • 1950 - 49.676
  • 1970 - 57.773
  • 1987 - 47.997
  • 2002 - 44.367
  • 2003 - 43.971
Datenquelle ab 1950: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz

Politik

Stadtrat

Stadtratswahl vom 13. Juni 2004:

CDU 46,0% (-1,8) - 21 Sitze (-1)
SPD 23,8% (-11,4) - 11 Sitze (-5)
WGR 10,8% +3,7) - 5 Sitze (+3)
REP 10,2% (+7,3) - 5 Sitze (+5)
GrĂŒne 4,3% (+0,3) - 2 Sitze (=)
Andere 5,1% (+2,0) - 0 Sitze (-1)

BĂŒrgermeister

  • Dr. Bernhard Matheis (CDU), OberbĂŒrgermeister
  • Peter Scheidel (CDU), BĂŒrgermeister
  • Michael Schieler (parteilos), hauptamtlicher Beigeordneter
  • Helga Knerr (FWG), ehrenamtliche Beigeordnete

StÀdtepartnerschaften

  • Ville de Poissy in Frankreich

Kultur und SehenswĂŒrdigkeiten

Museen

  • Hugo-Ball-Sammlung
  • Galerie mit Werken des Pirmasenser Malers Heinrich BĂŒrkel
  • Schuhmuseum
  • Scherenschnittkabinett von Elisabeth Emmler
  • Schuhmaschinenmuseum
  • Westwallmuseum

Musik

  • Oratorienchor Musikverein Pirmasens
  • Bezirkskantorei Pirmasens

Theater

  • Festhalle

Sport

  • FK Pirmasens
  • TV 1863 Pirmasens
  • VFB Pirmasens
  • GW Pirmasens
  • SG Pirmasens
  • Rot-Weiß Pirmasens
  • Blau-Weiß Pirmasens
  • ASV Pirmasens
  • TTC Pirmasens
  • TUS/DJK Pirmasens
  • SV 1907 Ruhbank
  • RC Pirmasens
  • 1. Boule Verein Pirmasens
  • MTV 1873 Pirmasens

Vereine

  • Aero-Club Pirmasens
  • 1.Carneval-Verein Pirmasens, CVP
  • Knubbe un Knode, Verein fĂŒr alte Handarbeitstechniken

RegelmĂ€ĂŸige Veranstaltungen

  • Landgrafen-Tage, zweites Wochenende im April
  • Open-Air-Highlights auf dem Exerzierplatz (wechselnde Musikveranstaltungen Oper, Musical, Rock, Pop, Hip Hop)
  • Schlabbeflicker-Fest, erstes Wochenende im August
  • Exe-Fest, zweites Wochenende im September
  • Festival Euroklassic (Festival der StĂ€dte Pirmasens, Bitche, ZweibrĂŒcken, Blieskastel und der Verbandsgemeinde ZweibrĂŒcken-Land)
  • Grenadiermarkt, im Herbst
  • Novembermarkt, letztes Wochenende im Oktober oder erstes Wochenende im November
  • Belzenickelmarkt, weihnachtlicher Markt in der Adventszeit

Wirtschaft und Infrastruktur

Pirmasens war seit dem 19. Jahrhundert das Zentrum der deutschen Schuhindustrie. Die einsetzende Globalisierung , also die mangelhafte KonkurrenzfĂ€higkeit, in Verbindung mit der Lohnentwicklung in Deutschland erschwerte den Unternehmen ab etwa 1970 in zunehmendem Maß die Massenproduktion. Ein Großteil der ansĂ€ssigen Schuhfabriken musste inzwischen aufgeben, andere konnten durch Auslagerung der Produktion ins Ausland sowie Spezialisierung auf Nischensegmente ĂŒberleben. Viele tausend ArbeitsplĂ€tze sind so weggefallen.

Nicht viel besser erging es Lederhandel, Maschinenbau und Chemie, wo es nur in begrenztem Umfang gelang, neue Kunden zu finden, und die "Globalisierung" ebenfalls ihre Spuren hinterließ. Auch hier gingen viele ArbeitsplĂ€tze verloren.

Die Auflösung der großen amerikanischen Garnison in mehreren Schritten ab ca. 1980 schließlich ließ die Lage nach dem Empfinden vieler BĂŒrger verzweifelt werden, mit Arbeitslosenquoten in der Kernstadt um 20%.

Die Grenzlage und die nicht optimale Verkehrsanbindung mĂŒssen als Standortnachteile gewertet werden, obwohl die Lage in der Westpfalz so schlecht nicht ist, vergleicht man sie mit Brandenburg oder Mecklenburg-Vorpommern. Die auch anderswo bekannte Stadtflucht verzerrt die Statistik, und die LebensqualitĂ€t ist gut.

Ein HoffnungstrĂ€ger ist die Konversion des ehemaligen KasernengelĂ€ndes fĂŒr die Fachhochschule und fĂŒr UnternehmensgrĂŒndungen. Erste Erfolge sind sichtbar, auch wenn von einer Trendwende noch nicht gesprochen werden kann. Die Arbeitslosenquote in der Westpfalz insgesamt liegt weiterhin ĂŒber dem Bundesdurchschnitt. Jedenfalls wartet man nicht mehr auf Hilfe von außen, sondern versucht, selbst Lösungen zu finden, unter anderem mit dem klaren Bekenntnis der Stadtverwaltung und des rheinland-pfĂ€lzischen Verkehrsministeriums zum vierspurigen Ausbau der B10 zwischen der A8 und der A65 in Landau. Auch den lange vernachlĂ€ssigten Standortfaktor der in Deutschland einmaligen Ballung von Kompetenz in Sachen Schuhfertigung wird wieder vermehrt als Vorteil erkannt.

Verkehr

Obwohl mitten im Herzen Europas gelegen ist Pirmasens mit gĂŒnstigen Verkehrsverbindungen nicht gesegnet. Die A8 bindet die Stadt an das Saarland an, ĂŒber die lediglich einspurig gebaute A62 ist der Anschluss nach Kaiserslautern und Trier gewĂ€hrleistet. Nach Osten hin bindet die B10 die SĂŒdwestpfalz an die Rheinschiene an, wobei ein Ausbau zur vierspurigen Schnellstrasse das infrastrukturelle Defizit verbessern soll.

Über die 6,97 km lange Stichstrecke Pirmasens Nord - Pirmasens Hauptbahnhof wird die Stadt Pirmasens an das regionale Schienennetz angebunden. Vom Verteilerbahnhof Pirmasens-Nord fĂŒhrt in westliche Richtung die Queichtalbahn (Kursbuchstrecke 675) nach Landau, in östlicher Richtung die Schwarzbachtalbahn (Kursbuchstrecke 674) nach SaarbrĂŒcken und in nördlicher Richtung die BiebermĂŒhlbahn (Kursbuchstrecke 672) nach Kaiserslautern. Alle Verbindungen gehören zum Nahverkehr der DB, FernverkehrszĂŒge fahren auf den Strecken von und nach Pirmasens heute nicht mehr. Der ehemalige GĂŒterbahnhof in Pirmasens wurde Ende der Neunziger aufgelassen und findet heute seine Nutzung als Diskothek.

AnsÀssige Unternehmen

  • Carl Zeiss Meditec Systems GmbH
  • Ergo-Fit Hersteller von CardiogerĂ€ten
  • Kennel&Schmenger Schuhfabrik
  • Koch Maschinenbau GmbH
  • Peter Kaiser GmbH, Ă€lteste Schuhfabrik Deutschlands
  • Park&Bellheimer AG
  • Profine GmbH, Kömmerling Kunststoffe als grĂ¶ĂŸter Arbeitgeber der Stadt
  • psb GmbH Materialfluss + Logistik
  • SympaTel Telemarketing GmbH
  • WAFO Schnecken und Zylinder GmbH
  • WAWI Euro GmbH
  • "Pirmasenser Zeitung", unter dem Namen "Pirmasenser Wochenblatt" seit 1832 erschienen
  • "Die Rheinpfalz"

Bildung

Söhne und Töchter der Stadt

  • Hugo Ball , Schriftsteller und MitbegrĂŒnder des Dadaismus (* 22. Februar 1886 in Pirmasens); Hugo-Ball-Preis
  • Heinrich BĂŒrkel , Maler des Biedermeier (* 29. Mai 1802 in Pirmasens)
  • Betty Amann (* 10. MĂ€rz 1905 in Pirmasens; † 3. August 1990 in Westport , Connecticut ) Schauspielerin Asphalt
  • Ralph Baer , US-amerikanischer Spieleentwickler ( http://www.ralphbaer.com/biography.htm )

Sonstiges

Pirmasens ist ...

  • der einzige internationale Messestandort in Rheinland-Pfalz
  • das weltgrĂ¶ĂŸte Schuhhandelszentrum
  • Sitz der Ă€ltesten Schuhfabrik Deutschlands (Peter Kaiser, gegrĂŒndet 1838)
  • die Stadt mit der grĂ¶ĂŸten "MillionĂ€rsdichte" in Rheinland-Pfalz
  • Ă€hnlich wie Rom, auf sieben HĂŒgeln erbaut
  • die Stadt mit der zweithöchsten Anzahl von Privatinsolvenzen in Deutschland
  • der Sitz des US-Senders "Pirmasens-Husterhöhe", der 1969 die Signale von Apollo 11 nach Houston / Texas ĂŒbertrug
  • kein Weinbauort, aber Geburtsort der ersten pfĂ€lzischen Weinkönigin , Ruth Bachrodt.

Literatur

  • J.B.Lehnung, Geliebtes Pirmasens, 12 BĂ€nde, Pirmasens (Komet), 1978 ff. [viel Bildmaterial]
  • GrĂ€ber/Spindler, Die Pfalzbefreier, Ludwigshafen/Rhein, 2005 [zum Thema Separatismus]

Weblinks


Koordinaten: 49° 12' 0" N 7° 35' 60" O

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