fair-hotels . Ein Service wie gemalt
Reiseführer Übersicht Deutschland Österreich Schweiz Bauwerke nach Stil

Werbung

Letzte Änderung für Artikel Pfaffen-Schwabenheim: 18.02.2006 15:42

Pfaffen-Schwabenheim

Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Karte
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Pfaffen-Schwabenheim
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Regierungsbezirk : Koblenz
Landkreis : Bad Kreuznach
Geografische Lage :
Koordinaten: GG° MM′ n. Br., GG° MM′ Ă¶. L.
GG° MM′ n. Br., GG° MM′ Ă¶. L.
Höhe : 144 m u. NN
Fläche : 5,18 km²
Einwohner : 1.280 (31.12.2004)
Bevölkerungsdichte : 247 Einwohner je km²
Postleitzahlen : 55546
(alt: 6551)
Vorwahl : 06701
Kfz-Kennzeichen : KH
GemeindeschlĂĽssel : 07 133 01 078
BĂĽrgermeister : Elke Flommersfeld, FWG

Pfaffen-Schwabenheim ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz. Sie hat 1.280 Einwohner, eine Fläche von 5,18 km² und gehört zur Verbandsgemeinde Bad Kreuznach.

Innenansicht der Evangelischen Kirche
Innenansicht der Evangelischen Kirche

Inhaltsverzeichnis

Fördergemeinschaft Kirchen, Klosteranlagen und Kulturdenkmäler Pfaffen-Schwabenheim e.V.

Im Ort ist die Fördergemeinschaft Kirchen, Klosteranlagen und Kulturdenkmäler engagagiert, die sich um die Erhaltung, Pflege und Belebung ihrer Kulturdenkmäler wie der evangelischen Kirche, der katholischen Klosterkirche St. Mariä Himmelfahrt mit ihrem Augustiner Chorherrenstift und zahlreicher denkmalgeschützter Häuser kümmert.

Katholische Kirche
Katholische Kirche

Geschichte des Ortes

Ob es sich bei dem 765 genannten Ort "Suaboheim im Wormsgau" wirklich um Pfaffen-Schwabenheim und nicht vielleicht Schwabenheim an der Selz handelt, ist unsicher. Als dagegen Erbischof Adalbert I. von Mainz im Jahr 1130 beurkundete, dass Graf Meginhard von Sponheim ihm ein Kloster "in villa que vocatur Suaboheim" (in dem Ort, der Schwabenheim heißt) übertragen habe, um dort Augustiner-Chorherren anzusiedeln, handelte es sich zweifelsfrei um Pfaffen-Schwabenheim. Das Dorf gehörte schon früh zur Vorderen Grafschaft Sponheim und kam dann nach deren Aussterben auf dem Wege der Erbschaft an die Pfalzgrafen bei Rhein und die Markgrafschaft Baden. In vielen Schriften über Pfaffen-Schwabenheim wird das Jahr 765 als Datum der ersten urkundlichen Erwähnung des Ortes genannt. Man beruft sich dabei auf eine Urkunde, die Graf Cancro als Stifter eines Weinberges an das Kloster Lorsch ausweist. Auf diese stützte sich die Gemeinde auch bei der Festlegung ihrer 1200-Jahrfeier im Jahre 1965. Ob der Weinberg tatsächlich in der Pfaffen-Schwabenheimer Gemarkung gelegen hat, ist indes keineswegs sicher. Die Urkunde nennt lediglich einen Ort namens „Suaboheim im Wormsgau", womit ebenso Schwabenheim an der Selz gemeint sein kann. Die Tatsache, daß in der gleichen Region zwei Ortschaften gleichen Namens vorhanden sind, bedingt die Unmöglichkeit einer klaren Festlegung zugunsten des einen oder anderen Ortes in vier weiteren Schenkungsurkunden der Abtei aus dem 8. Jahrhundert.Aufgrund der Schenkungen in den benachbarten Orten an dasselbe Kloster im gleichen Zeitraum und der Häufigkeit der Urkunden, in denen „Suaboheim" genannt wird, kann jedoch davon ausgegangen werden, daß sich die eine oder andere Urkunde auf Pfaffen-Schwabenheim bezieht. Die erste sichere Erwähnung findet der Ort im Jahre 1130. Erbischof Adalbert I. von Mainz beurkundete damals, daß Graf Meginhard von Sponheim „in villa que vocatur Suaboheim" (in dem Ort, der Schwabenheim heißt) das Kloster an das Erzstift zur Besetzung mit Augustiner-Chorherren übertragen habe.

Historisches Fachwerkhaus

Erstmals erfahren wir in dieser Urkunde auch etwas über das Kloster, mit dessen Geschicken sich die des Ortes eng verbinden. Ihm verdankt es den späteren Zusatz „Pfaffen" in seinem Namen. Zur Unterscheidung von Schwabenheim an der Selz taucht er erstmals in einer Urkunde des Jahres 1248 auf. Der Ortsname „Schwabenheim" könnte auf eine alemannische Besiedelung zurückzuführen sein. Dieser Volksstamm war im heutigen Schwaben heimisch und drang in unseren Raum vor. Möglich, wenn nicht sogar wahrscheinlich, ist aber auch die typische Namenszusammensetzung der fränkischen Dörfer. Demnach wäre Schwabenheim als „heim des Suabo" zu deuten. Es gibt ohnehin kaum Zweifel, daß die entscheidenden Anstöße für die Entstehung des Dorfes auf die fränkische Landnahme zurückzuführen sind.

Noch heute prägt die Kirche mit den sich anschließenden mächtigen Konventsbauten das Ortsbild. Allerdings entstammen die heutigen Gebäude erst der Spätphase des Klosters, der Mitte des 18. Jahrhunderts. Lediglich der baugeschichtlich bedeutende Chor der kirche, ein Werk der frühen Gotik, ist älter. Der Beginn seiner Erbauung ist nicht genau zu bestimmen; sehr wahrscheinlich liegt er in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Das Kloster mit seinen Mönchen prägte die Vergangenheit des Ortes entscheidend. Die Bewohner des Dorfes Pfaffen-Schwabenheim unterstanden dem Probst völlig: Sie mußten Frondienste leisten, wie drei Tage Frucht für den Herrn einfahren, einen Tag bei der Weinlese helfen und andere Hilfsdienste verrichten. Der größte Teil der Gemarkung gehörte dem Kloster, wenn auch von Anfang an noch andere Grundbesitzer in der Gemarkung des Dorfes über Besitz verfügt haben müssen; denn nach dem Pfaffen-Schwabenheimer Weistum bestand neben dem Hof des Probstes eine selbständige Gemeinde. Seit der Übergabe des Klosters an das Erzstift Mainz im Jahre 1130 war die Klostervogtei in den Händen der Sponheim, seit 1437 bei ihren Erben Kurpfalz, Baden und Veldenz/Zweibrücken. Einen Aufschwung erlebte das Stift im 15./16. Jahrhundert. Die Blütezeit während der Zeit seiner unterstellung unter die Windesheimer (bei Zwolle in Holland) Kongregation dauerte fast 100 Jahre und endete in den Glaubenskriegen des 16. Jahrhunderts. 1566 beschlossen die Sponheimer Erben das Stift aufzugeben. Einen weiteren Aufschwung gab es noch einmal unter dem Augustiner-Bruder Ignaz Antonius Martels, der 1697 in das Ordenshaus eintrat. Unter seiner Leitung entstanden die heute noch stehenden Konventsbauten.

Fachwerkhaus

Das Zeitalter der französischen Revolution beendete dies alles. Im Zuge der Säkularisierung geistlicher Güter wurde das Kloster im jahre 1802 aufgehoben. Auch in Pfaffen-Schwabenheim bedeutete die Eingliederung des Dorfes ins französische Staatsgebiet (1797/98) das Ende der jahrhundertealten Herrschaftsstruktur. Das Kloster wurde aufgelöst; seinen reichen Besitz erklärten die Franzosen zum „Nationalgut" und versteigerten ihn. Pfaffen-Schwabenheim war damals ein kleiner Ort. 1815 hatte er 404 Einwohner. Im Zuge der allgemeinen Entwicklung erhöhte sich die Bevölkerungszahl bis 1846 fast um die Hälfte auf 601, bis 1905 auf 660 Menschen. 1870 nahmen mehrere Pfaffen-Schwabenheimer am Feldzug gegen Frankreich teil, einige kehrten nicht zurück.

Kultur und SehenswĂĽrdigkeiten

Sehenswert sind die Katholische Klosterkirche St. Mariä Himmelfahrt mit ihrem romanischen Chorgestühl und dem angrenzenden Augustiner Chorherrenstift.

Verkehr

Pfaffen-Schwabenheim liegt im Einzugsgebiet der Autobahnen A60 und A61 und der Bundesstraßen B41 und B50. Zudem ist der Ort, der im RNN -Verbundnetz liegt,über die Buslinie 221 der Kreuznacher Stadtwerke auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Im Nachbarort Sprendlingen ist zudem ein Bahnhof der Deutschen Bahn, an dem halbstündlich Züge auf der Strecke Bingen-Worms halten.

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden sind Bad Kreuznach-Bosenheim, Sprendlingen (Landkreis Mainz-Bingen) und Badenheim (Landkreis Mainz-Bingen).

Weblinks

Wikipedia

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Pfaffen-Schwabenheim aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels Pfaffen-Schwabenheim verfügbar.

fair-hotels. Ein Service der
VIVAI Software AG
Betenstr. 13-15
44137 Dortmund

Tel. 0231/914488-0
Fax 0231/914488-88
Mail: info@vivai.de
Url: http://www.vivai.de