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Letzte Änderung für Artikel Nackenheim: 28.01.2006 20:59

Nackenheim

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Wappen Karte
Wappen von Nackenheim.png Deutschlandkarte, Position von Nackenheim hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis : Mainz-Bingen
Geografische Lage : 49° 54' B., 8° 20' L
Höhe : 84 m ĂŒ. NN
FlĂ€che : 8,62 kmÂČ
Einwohner : 5.019 (31. Dezember 2004)
Bevölkerungsdichte : 582 Einwohner je kmÂČ
Postleitzahlen : 55299 (alt: 6506)
Vorwahl : 06135
Kfz-Kennzeichen : MZ
GemeindeschlĂŒssel : 07 3 39 039
Gemeindegliederung: keine Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Carl-Zuckmayer-Platz 1
55299 Nackenheim
Website: www.nackenheim.de
E-Mail-Adresse: Gemeinde Nackenheim
Politik
BĂŒrgermeister : Bardo Kraus ( CDU )

Nackenheim ist eine Weinbaugemeinde in Rheinhessen im Landkreis Mainz-Bingen und liegt in der NÀhe von Mainz. Nackenheim gehört zur Verbandsgemeinde Bodenheim, und ist der einzige Ort aus dieser, welcher direkt am Rhein liegt.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Nackenheim ist eine idyllisch zwischen RebhĂŒgeln und dem Rhein gelegene Gemeinde, deren Weinberge vor mehr als 1.200 Jahren erstmals urkundlich erwĂ€hnt wurden.

Nachbargemeinden

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat aus Nackenheim setzt sich aus 23 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen, einschließlich des nebenamtlichen BĂŒrgermeister.

CDU SPD FWG Gesamt
2004 10 8 4 22 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 13. Juni 2004 )

BĂŒrgermeister

  • Bardo Kraus

Wappen

  • Das Wappen der Ortsgemeinde Nackenheim wird wie folgt beschrieben: Von Schwarz und Rot durch silberne Leiste geteilt, oben ein silberner Reichsapfel mit silbernem Kreuz , unten ein sechsspeichiges silbernes Rad.
  • In einem Gutachten vom 25. Mai 1984 fĂŒhrt Oberarchivrat Dr. Debus vom Landesarchiv Speyer unter anderem folgendes aus:

"Über dem Rathauseingang von Nackenheim befindet sich ein Wappenstein, der von dem vorliegenden Wappen in folgenden Einzelheiten abweicht: Statt des Kreuzes ziert ein Haken mit spitzem Winkel den Reichsapfel und das Rad ist achtspeichig. ... Der Schlußstein ĂŒber dem Rathauseingang bringt, sicherlich in unbewußter Umwandlung, das stets sechsspeichige Mainzer Rad, denn nur um dieses kann es sich handeln, mit acht Speichen. Zum anderen war die Deutung des Reichsapfels unklar. Demandt-Renkhoff (Hessisches Ortswappenbuch, 1956, S. 124 f) legen dar, daß das Mainzer Rad ursprĂŒnglich Siegeldarstellungen mit der Steinigung des heiligen Stephanus - Hinweis auf das Mainzer Stephansstift als Patronatsherren der Nackenheimer Gereonskirche - verdrĂ€ngte. Ebenso erfuhr das der Steinigung Stephans beigefĂŒgte Ortszeichen, das zunĂ€chst mehr einem Sester glich, immer mehr eine Umwandlung zu einem Reichsapfel hin, weshalb diese Form im nunmehrigen Ortswappen verwandt wird. Die von Demandt-Renkhoff vorgeschlagenen, nunmehr auch verbreiteten Farben Schwarz und Rot, wurden beibehalten, allerdings aus heraldischen GrĂŒnden und in Anlehnung an den schon mehrfach genannten Schlußstein mit einer Leiste versehen, deren silberne Farbe in Verbindung mit dem Rot der unteren SchildhĂ€lfte auf das Erzstift Mainz verweist. Das Wappen ist historisch wohl begrĂŒndet und heraldisch einwandfrei; seine Genehmigung wird empfohlen."

StÀdtepartnerschaften

  • Pommard , CĂŽte-d'or in Burgund

Kultur und SehenswĂŒrdigkeiten

Bauwerke

Rathaus

Bis ins 15. Jahrhundert fanden in Nackenheim Amtshandlungen des Dorfgerichts und der Ortsverwaltung im Freien statt unter einem Baum im Fronhof des Mainzer St. Stephanstifts, das die Ortsherrschaft besaß.

Im 16. Jahrhundert wurde auf dem StiftsgelĂ€nde ein Rathaus gebaut, vor dem die Erbhuldigung fĂŒr den neuen Ortsherren, den Mainzer KurfĂŒrsten , im Jahre 1616 von den Einwohnern des Fleckens Nackenheim geleistet wurde.

Dieses alte Rathaus mußte 1751 einem Fachwerk -Neubau weichen. Im oberen Stockwerk waren ein Raum fĂŒr das Ortsgericht und ein Beratungszimmer untergebracht. Im Erdgeschoß befand sich ein FeuerlöschgerĂ€teraum mit den ledernen Löscheimern und die GerĂ€tschaften des Eichmeisters , der die WeinfĂ€sser nachmessen und mit Brandzeichen eichen mußte. Daneben war eine Arrestzelle , im Volksmund Kittje genannt, in der auf kurze Zeit MissetĂ€ter einsitzen mußten.

Als erster Schultheiß amtierte Paul Kertz ( 1749 - 1763 ) in dem neuen Rathaus. 1792 , nach dem Einmarsch der französischen Revolutionsarmee , war im Rathaus eine Kommandantur unter dem BĂŒrgergeneral Daniel Stamm eingezogen. 1793 wĂ€hlte die BĂŒrgerschaft an Stelle des Schultheißen Johannes Herd zum Maire den Ortspfarrer Dr. Karl Melchior Arand. WĂ€hrend der kurzen Besatzungszeit im Jahre 1796 setzten die Franzosen Wilhelm Jans als Agent municipal ein. Ab 1797 , als Nackenheim auf 17 Jahre zu Frankreich gehörte, amtierte im Rathaus nur ein Adjunkt ; der Maire saß in Bodenheim. Diese Verwaltungsregelung als Doppelgemeinde behielt auch das Großherzogtum Hessen ab 1816 bei. Der Bodenheimer BĂŒrgermeister war auch fĂŒr Nackenheim zustĂ€ndig. 1822 bekam Nackenheim eine eigenstĂ€ndige Großherzogliche Hessische BĂŒrgermeisterei unter dem BĂŒrgermeister Johann Schneider ( 1822 - 1831 ).

Über dem Rathausportal mit Ortswappen und der Jahreszahl 1751 war eine Nische, in der vermutlich einmal die Statue des Orts patrons St. Stephan stand, seit der französischen Revolution verwaist. Erst 1931 wurde dort auf Antrag des Ratsmitgliedes Dr. Franz Usinger eine Madonnenfigur Friedenskönigin Maria zur "Danksagung fĂŒr die Rheinlandbefreiung " aufgestellt. Unter der Naziherrschaft mußte die Figur entfernt werden, bis sie 1945 nach Kriegsende wieder ihren Platz einnehmen konnte.

Im Jahre 1935 wurde das Rathaus grundlegend umgebaut, u. a. wurde das Portal in die heutige Mitte des GebÀudes versetzt. Weitere Renovierungen erfolgten in den Jahren 1950 - 1951 zur 200-Jahrfeier des Rathauses. Die letzten Instandsetzungen erfolgten in den Jahren 1962 und 1980 .

Im Rahmen einer Besprechung im November 1992 wurden erhebliche SchĂ€den an Deckenbalken durch WĂŒrfelbruch festgestellt, die im Dezember 1992 zu einer ersten Schadensanalyse fĂŒhrte, die diese SchĂ€den bestĂ€tigte. Gemeinsam mit der Gemeinde Nackenheim und der Denkmalpflege und dem beauftragten Statiker wurde eine weitergehende umfangreiche bauliche Untersuchung vereinbart mit dem Ziel, eine denkmalgerechten Instandsetzung fĂŒr das Rathaus zu planen, dazu gehörte auch ein verformungsgerechtes Bauaufmaß. Diese wichtigen Voruntersuchungen waren und sind notwendig fĂŒr eine detaillierte Ausschreibung gewesen, um eine fĂŒr die Gemeinde kalkulierbare Instandsetzung zu beginnen. In stĂ€ndiger Abstimmung mit der Gemeinde, dem Statiker, den beauftragten Handwerkern und der Denkmalpflege wurde eine unter den Aspekten eingeschlossen alte und neue handwerkliche Technologie sowie ökologischen Bauens mit den Instandsetzungsarbeiten im November 1994 begonnen. Eine herausragende Leistung war, wĂ€hrend des zimmermannsmĂ€ĂŸigen Austausches der FachwerkwĂ€nde die gesamte Dachkonstruktion inkl. Dacheindeckung auf dem GebĂ€ude auch als Schutz zu belassen.

Die weiteren handwerklichen Arbeiten umfassten vor allem folgende Gewerke:

  • Lehmbau mit Lehmsteinen
  • Anstrich der Hölzer mit pigmentiertem Leinöl
  • ein auf die Lehmwand abgestimmtes Heizungssystem
  • Isolierungen mit Schilfrohr und DĂ€mmsystem mit Altpapier

RegelmĂ€ĂŸige Veranstaltungen

  • Prozession mit Johannisfeuer am Rhein am Fest Johannes Nepomuk
  • Weinfest am letzten Wochenende im Juli
  • Inselfest am letzten Wochenende im August
  • Kirchweihfest am 4. Sonntag im September
  • Freilicht-TheaterauffĂŒhrungen der Carl-Zuckmayer-Gesellschaft im Sommer
  • Backfischfest des Angelsportvereins am idyllischen Angelweiher

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

  • 14 km sĂŒdlich von Mainz, ĂŒber die B9 vierspurig an das Autobahnnetz angebunden,
  • Bahnstrecke Mainz-Worms mit Taktverkehr .
  • Ein Landesteg am Rheinufer ermöglicht das Anlanden von Passagierschiffen aller GrĂ¶ĂŸe.
  • Radwege verbinden Nackenheim mit Bodenheim, Mainz und Nierstein. Die Radwegverbindung Richtung Lörzweiler ist in Vorbereitung.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

  • Carl Zuckmayer , 1896 hier geboren. In seinem StĂŒck Der fröhliche Weinberg hat er seiner Heimat ein bleibendes Denkmal gesetzt.
  • Prof. Dr. Matthias Pier , war ein Chemiker vor allem auf den Gebieten der Kohlehydrierung .

Weblinks

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