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Letzte Änderung für Artikel Andernach: 19.02.2006 19:21

Andernach

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Wappen Karte
Wappen Lage der Stadt Andernach in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Kreis : Mayen-Koblenz
Geografische Lage :
Koordinaten: 50¬į 26' 23" N 07¬į 24' 06" O
50¬į 26' 23" N 07¬į 24' 06" O
H√∂he : 60 m √ľ. NN
Fläche : 53,23 km²
Einwohner : 29.416 (30. Juni 2005)
Bevölkerungsdichte : 553 Einwohner je km²
Postleitzahl : 56626
Vorwahl : 02632
Kfz-Kennzeichen : MYK
Gemeindekennzahl : 07 1 37 003
Stadtgliederung: Miesenheim, Eich, Namedy,
Kell (Brohltal), Bad Tönisstein
Adresse der
Stadtverwaltung:
Läufstraße 11
56626 Andernach
Website: www.andernach.de
E-Mail-Adresse: stadtverwaltung@andernach.de
Politik
Oberb√ľrgermeister : Achim H√ľtten ( SPD )
Lage der Stadt Andernach im Landkreis

Andernach am Rhein ist eine Große kreisangehörige Stadt im Landkreis Mayen-Koblenz im nördlichen Rheinland-Pfalz. Andernach gehört zu den ältesten Städten Deutschlands; im Jahr 1988 feierte sie ihr 2000-jähriges Bestehen. Sie hat knapp 30.000 Einwohner und ist industriell geprägt (Weißblech, Malz, Medizin, Nahrungsmittelproduktion). Von touristischem Interesse sind heute vor allem die mittelalterlichen Befestigungsanlagen und die Nähe zum Laacher See mit dem Kloster Maria Laach . Stadtteile von Andernach sind Eich, Kell, Miesenheim und Namedy.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Name

Der urspr√ľngliche lateinische Name Antunnacum stammt wahrscheinlich aus dem Keltischen . Das keltische Suffix acum zusammen mit dem - nicht nachweisbaren - Namen Antunnus bedeutet in der Kombination soviel wie Dorf des Antunnus. Erstmals taucht der Namen am Ende des 3. Jahrhunderts auf einem r√∂mischen Meilenstein im belgischen Tongern , dem r√∂mischen Aduatuca Tongrorum, auf. In einem r√∂mischem Stra√üenverzeichnis erscheint dann sp√§ter die Bezeichnung Antonnaco.

Wappen

Das Wappen der Stadt Andernach zeigt auf wei√üem Grund ein schwarzes Kreuz und zwei rote, gekreuzte Schl√ľssel. Das Kreuz symbolisiert dabei die politische Herrschaft des Erzbistums K√∂ln, die Bedeutung/der Ursprung der Schl√ľssel ist allerdings unklar. Das Wappen ist bekannt seit dem Jahre 1344, die Farben seit 1483. Auf √§lteren Siegeln wird Maria, auf einem Thron sitzend, als Wappen dargestellt.

Siehe dazu http://www.ngw.nl/int/dld/a/andernac.htm

Geografische Lage

Landschaftskarte
Landschaftskarte

Die Stadt liegt im Neuwieder Becken am linken Rheinufer zwischen Fornich (heute zu Brohl) im Norden und der Nettem√ľndung im S√ľdosten. Im Norden von Andernach verj√ľngt sich das Rheintal wieder und bildet den n√∂rdlichen Teil des romantischen Mittelrheins. Der schmale Durchlass zwischen dem Andernacher Krahnenberg und dem gegen√ľberliegenden Engwetter bei Leutesdorf tr√§gt den Namen Andernacher Pforte. Im Nordwesten beginnt die Eifel, im S√ľdwesten die Pellenz .

Andernach liegt auf einer schon in der Antike versandeten Rheininsel, was im Profil der Stadt erkennbar ist. Im Anschluss an die Stadt gehen die Hänge der Berge steil in die Höhe.

Durch die Stadt fließen die Antel (Antelbach), der Kennelbach (Kennelstraße), der Schafbach (Schafbachstraße) und der Deubach, jedoch größtenteils kanalisiert und unterirdisch.

Einwohner

Einwohnerentwicklung in Andernach
Einwohnerentwicklung in Andernach
Jahr Ein-
wohner
Jahr Ein-
wohner
Jahr Ein-
wohner
1790 1.790 1933 12.523 2000 30.263
1794 2.150 1939 14.151 2001 30.309
1797 2.179 1950 15.879 2002 30.239
1810 2.159 1963 21.783 2003 30.318
1812 2.451 1970 27.140 2004 30.359
1813 2.524 1993 30.354 2005 30.987
1850 3.500 1994 30.442
1858 3.942 1995 30.343
1871 4.482 1996 30.265
1895 6.583 1997 30.318
1905 8.789 1998 30.437
1925 10.771 1999 30.395

Angaben ab 1993: jeweils zum 31. Dezember, Quelle: Stadtverwaltung Andernach

Klima

Andernach liegt in der so genannten gem√§√üigten Zone mit gem√§√üigt k√ľhlem Klima und vorherrschenden Westwinden. Innerhalb dieses Klimaraumes sind milde Winter und m√§√üig warme Sommer typisch. Bedingt durch die Lage im Neuwieder Becken liegen die durchschnittlichen Temperaturen etwa 1 - 1,5 Grad Celsius √ľber denen des mittelrheinischen Raumes insgesamt.

Andernacher Dialekt

Der in Andernach gesprochene Dialekt , das so genannte Annenache Platt, geh√∂rt zum Moselfr√§nkischen. Es gibt aber eine starke Beeinflussung durch die ripuarisch-fr√§nkische Mundart, die weiter rheinabw√§rts gesprochen wird. So werden die Vokale noch st√§rker gedehnt, als dies beispielsweise in Mayen oder Neuwied der Fall ist. Auch enth√§lt der Dialekt viele W√∂rter, die in der Hochsprache nicht existieren. H√§ufig handelt es sich hierbei um Lehnw√∂rter aus dem Keltischen , dem Lateinischen , dem Niederl√§ndischen oder dem Jiddischen . In der Zeit der Zugeh√∂rigkeit zu Frankreich ( 1794 - 1814 ) flossen auch viele franz√∂sische Dialektw√∂rter mit ein, z.B. Bl√ľmo (Federbett), pareere (gehorchen), Drottewaar (B√ľrgersteig), Vissemadente (Bl√∂dsinn).

Geschichte

Andernach um 1900
Andernach um 1900

Vor- und Fr√ľhgeschichte

Die Siedlungsgeschichte des Andernacher Raumes umfasst etwa 500.000 Jahre. Im Stadtteil Miesenheim fanden sich Tierknochen und Steinwerkzeuge aus der Zeit des Altpaläolithikum , die ein Alter von etwa 500.000 Jahren habe.

Am Ende der letzten Eiszeit, also vor etwa 15.000 Jahren, siedelten sich erneut Menschen an. Die wichtigsten Fundst√ľcke aus dieser Zeit sind ein Vogel, der aus einer abgeworfenen Stange eines Rentiers geschnitzt wurde, Tier- und Menschendarstellungen auf Schieferplatten sowie Frauenstatuetten aus Elfenbein.

Aus der Jungsteinzeit, also der Zeit ab etwa 5.000 v. Chr. finden sich Spuren der Bandkeramiker , der Michelsberger Kultur und der Becherkultur . Zur Zeit der Urnenfeldkultur ab etwa 1.300 v. Chr. l√§sst sich f√ľr das gesamte Neuwieder Becken eine relativ dichte Besiedlung nachweisen.

Abgel√∂st wurde die Urnenfeldkultur durch die eisenzeitliche Hunsr√ľck-Eifel-Kultur , die von 600 bis 250 v. Chr. dauerte. Deren j√ľngerer Abschnitt wird der La-T√®ne-Kultur zugerechnet, deren Tr√§ger die Kelten waren. F√ľr die La T√®ne-Kultur kann in Andernach nachgewiesen werden, dass sp√§testens im 3. Jahrhundert vor Christus im Zentrum der Altstadt eine Siedlung existiert hat.

Römerzeit

Andernach gilt als eine der √§ltesten r√∂mischen Siedlungen Deutschlands. Bereits im Gallischen Krieg lie√ü Caesar 55 v. Chr. in der N√§he von Andernach zwischen dem heutigen Wei√üenthurm und Neuwied in nur zehn Tagen eine Br√ľcke √ľber den Rhein bauen. 53 v. Chr. wiederholte er diese Leistung oberhalb von Urmitz. Die Siedlung Antunnacum ist eine vorr√∂mische Gr√ľndung. In sp√§taugusteischer/tiberischer Zeit wurde hier ein r√∂misches Kastell errichtet. Zeitweilig war eine Raetercohorte im Kastell stationiert (Kopie des Firmus Grabsteins im Stadtmuseum). Nach dem Bataveraufstand begann dann Kaiser Titus Flavius Domitianus mit dem Bau des Limes, der f√ľr 2 Jahrhunderte Frieden schuf. Es entstand eine offene Siedlung mit einem Hafen, in dem M√ľhlsteine aus Basalt und Tuffsteine aus den Steingruben bei Mayen und der Pellenz verladen wurden. Etwa um 260 brachen die Franken durch den Limes, was die R√∂mer zur Preisgabe des rechten Rheinufers zwang. Es wurde nun notwendig, die bis dahin offenen St√§dte am Rhein zu befestigen. Es kam jedoch immer wieder zu Germaneneinf√§llen, bei denen auch Andernach zerst√∂rt wurde. 359 wurde die Stadt durch Julianus Apostata ein letztes Mal neu befestigt. In der notitia dignitatum wird Andernach als Kastell bezeichnet in dem eine Abteilung der "legio acincensis" stationiert war. 395 konnte Stilicho noch einmal die Rheingrenze in voller L√§nge sichern, musste dann aber die Legionen zum Schutz Italiens abziehen. Die rheinischen Gebiete wurden den Franken √ľberlassen, die dann sp√§testens mit dem Sieg des Frankenk√∂nigs Chlodwig I. √ľber den letzten r√∂mischen Heermeister Syagrius im Jahr 486 unbestritten die neuen Herren waren.

Mittelalter

Runder Turm
Runder Turm

Zur Zeit der Merowinger geh√∂rte Andernach zun√§chst zu Austrasien und wurde K√∂nigssitz. Venantius Fortunatus , der in Metz am Hofe K√∂nig Sigiberts lebte, berichtet in seinem Gedicht "De navigio suo" aus dem Jahre 588 von einer Fahrt √ľber die Mosel nach Andernach. Die K√∂nigsburg d√ľrfte an der Stelle der r√∂mischen Kommandantur (am Merowingerplatz) gelegen haben. Nachdem unter den Karolingern Austrasien und Neustrien vereinigt wurden, wurde Andernach eine der k√∂niglichen Pfalzen. Im Vertrag von Mersen fiel Andernach 870 dann an Ludwig den Deutschen und wurde so Teil des entstehenden deutschen Reiches.

Nach dem Tode Ludwigs im Jahre 876 verlangte Karl der Kahle , der Herrscher des Westreiches, von Ludwig III. die Herausgabe der linksrheinischen Gebiete und begann mit der militärischen Eroberung. Zwischen Andernach und Kettig kam es im gleichen Jahr zu einer Schlacht, bei der Karl der Kahle vernichtend geschlagen wurde und die Zugehörigkeit Andernachs zum deutschen Reich sichergestellt wurde.

Im Jahre 883 wurde die Stadt von den Normannen √ľberfallen, die das Suburbium sowie die Kl√∂ster und Kirchen au√üerhalb der Stadt vernichteten.

In den folgenden Jahrhunderten geriet Andernach in den Gegensatz der beiden Erzbist√ľmer K√∂ln und Trier, die beide versuchten, die reichsunmittelbare Stadt unter ihre Herrschaft zu bekommen. Im Zuge der Auseinandersetzungen wurde 1114 unter anderem der alte K√∂nigshof vernichtet. Am 1. August 1167 konnte dann K√∂ln sich durchsetzen. Aus Dankbarkeit f√ľr den Sieg bei Tusculum verschenkte Kaiser Friedrich Barbarossa den K√∂nigshof Andernach an den K√∂lner Erzbischof Rainald von Dassel . Damit geriet die Stadt dann aber auch in die Auseinandersetzung zwischen Otto IV. und Philipp dem Staufer , der 1198 die Stadt eroberte und in Brand stecken lie√ü. Dabei wurde auch die alte Stadtkirche bis auf den heutigen Glockenturm vernichtet. 1194 hatte Kaiser Heinrich VI. sie dem Trierer Erzbischof Johann I. geschenkt, was diesen zu einem gr√∂√üeren Neubau der Bischofskirche veranlasste. Andernach geh√∂rte als weltlich zum Erzbistum K√∂ln unterlag aber der geistlichen Jurisdiktion des Erzbischofs von Trier.

In den folgenden Jahren wuchs die Stadt best√§ndig, so dass die r√∂mischen Stadtmauern zum Teil niedergelegt und die Stadt nach Osten erweitert wurde. Dort schloss sich die Burg des K√∂lner Landesherrn an die Stadtmauer an. F√ľnf Haupt- und Doppeltore, 15 T√ľrme sowie ein 30 Meter breiter und 5 Meter tiefer Graben auf der Landseite sicherten die Stadt.

Ab der Mitte des 14. Jahrhunderts versch√§rften sich zunehmend die Gegens√§tze zwischen dem Landesherrn und den verb√ľndeten St√§dten Andernach, Bonn, Koblenz und K√∂ln. Als die Andernacher jedoch ohne R√ľcksprache mit den Verb√ľndeten die Burg st√ľrmten und niederrissen, hielten sich diese zur√ľck und Andernach wurde 1367 von den Truppen des Landesherrn erobert. Zuvor war bereits 1365 der eintr√§gliche Zoll von Andernach nach Linz verlegt worden.

Reformationszeit

Der Beginn des 16. Jahrhunderts war auch in Andernach in vielerlei Hinsicht eine unruhige Zeit. Spannungen gab es innerhalb der Verwaltung der Stadt. War hier zun√§chst der Adel vorherrschend, gelang es in den folgenden Jahrzehnten der B√ľrgerschaft zunehmend Einfluss zu gewinnen, bis es 1522 den Z√ľnften gelang, mit den Achtern eine Vertretung ihrer Interessen gegen√ľber dem Rat durchzusetzen.

Die Wiedert√§ufer aus den Niederlanden erregten in der Stadt soziale Unruhen, so dass der Rat strafend gegen sie einschritt. 1543 trat der K√∂lner Erzbischof Hermann von Wied zum Luthertum √ľber, schickte Prediger nach Andernach und verlangte vom Rat deren Anstellung. Nach der Abdankung Hermann von Wieds im Jahre 1547 gingen dessen Nachfolger gegen die Lutheraner vor, die sich dennoch in der Stadt halten konnten. 1573 √ľberwies Kurf√ľrst Salentin von Isenburg dem Rat 1.000 Gulden zur Erneuerung der bereits 1433 erw√§hnten Lateinschule. Der Rat hatte seine Bitte mit dem Wunsch begr√ľndet, die Kinder in der waren rechten catholischen Religion zu erziehen. Als 1582 dann der K√∂lner Erzbischof Gebhard I. von Waldburg zum Protestantismus √ľbertrat, kam es erneut zu einer Bedrohung der katholischen Religion. Der Rat lie√ü das K√∂lner Tor schlie√üen. Es kam jedoch zun√§chst zu keinen Auseinandersetzung mit dem Erzbischof, der bereits im Jahr danach abgesetzt wurde und vor seinem Nachfolger, Ernst von Bayern, in die Niederlande fliehen musste. In der Folge kam es dann aber w√§hrend des K√∂lner Kriegs ( 1583 - 88 ), auch truchsessischer Krieg genannt, zu einem √úberfall auf die Stadt durch niederl√§ndische Truppen Oliviers van den Tympel, auch Oliviers de Tempel genannt. Der Angriff auf die Kornpforte (Rheintor), die dabei teilweise zerst√∂rt wurde, scheiterte am Widerstand der Andernacher B√ľrger. Dieser √úberfall wurde zu einer der Quellen der B√§ckerjungensage .

Andernach im 30-jährigen Krieg

Belagerung der Stadt Andernach durch die schwedischen Truppen 1632
Belagerung der Stadt Andernach durch die schwedischen Truppen 1632

Aus der Nichtanerkennung der Gleichberechtigung aller christlichen Religionen entwickelte sich sp√§ter der 30j√§hrige Krieg . Die ersten 14 Jahre blieb Andernach von direkten Kriegseinwirkungen verschont. Dies √§nderte sich aber, als 10. November 1632 der schwedische General Wolf Heinrich von Baudissin von der Stadt Unterhaltsleistungen f√ľr die schwedische Armee verlangte. Als die Stadt dies nicht sofort zusagte, wurde Andernach in der Nacht vom 16. auf den 17. November 1632 besetzt und ausgepl√ľndert. Als im M√§rz 1633 der Graf von Isenburg die Stadt beschoss, zerst√∂rten die Schweden die Befestigungsanlagen, steckten die Stadt in Brand und zogen sich zur√ľck. Als sie am 15. Dezember des gleichen Jahres erneut versuchten die Stadt zu besetzen, wurden jedoch von den B√ľrgern der Stadt daran gehindert. Ein letztes Mal geriet die Stadt in Gefahr, als 1646 der franz√∂sische Marschall Turenne die Stadt 5 Tage lang beschie√üen lie√ü, die Belagerung dann aber aufgab, da er auf unerwarteten Widerstand stie√ü.

Zerstörung der Stadt 1689

Ruinen der kurf√ľrstlichen Burg und des Koblenzer Tores um 1810. Zwischen beiden ist die ehemalige Minoritenkirche St. Nikolaus im Hintergrund zu sehen, rechts im Bild die Hospitalkirche (ehemals Kirche des Annunziatenklosters)
Ruinen der kurf√ľrstlichen Burg und des Koblenzer Tores um 1810. Zwischen beiden ist die ehemalige Minoritenkirche St. Nikolaus im Hintergrund zu sehen, rechts im Bild die Hospitalkirche (ehemals Kirche des Annunziatenklosters)

Der Pf√§lzer Erbfolgekrieg ( 1688 - 1697 ) f√ľhrte erneut zu schweren Belastungen der Stadt. Im Kampf um das Erzbistum K√∂ln hatte Ludwig XIV. Andernach besetzen lassen. Als Kurf√ľrst Friedrich III. von Brandenburg sich 1689 der Stadt nur langsam aus Richtung Bonn n√§herte, pl√ľnderten die franz√∂sischen Truppen die Stadt, zerst√∂rten das kurf√ľrstliche Schloss und schleiften alle Befestigungen. Allein der Runde Turm widerstand einem Sprengversuch. Nur ein gewaltiges Loch erinnert heute noch an dieses Ereignis. In der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai 1689 wurde die Stadt dann in Brand gesteckt, nachdem alle L√∂schwerkzeuge vernichtet worden waren. Von 400 H√§usern wurden nur 74 verschont.

Das folgende 18. Jahrhundert war zu Beginn gepr√§gt vom langsamen Wiederaufbau der ruinierten Stadt, wobei neue Besatzungen und Truppendurchz√ľge w√§hrend des Spanischen Erbfolgekrieges letztlich zu einer v√∂lligen Verschuldung und Verarmung der Stadt f√ľhrten. Am Ende des Jahrhunderts stand eine Stadt, in der die wirtschaftliche Entwicklung durch mittelalterliche Z√ľnfte und hohe Z√∂lle behindert wurde und eine allgemeine Unzufriedenheit mit den herrschenden Verh√§ltnissen den Boden f√ľr die kommenden Ereignisse bereitete.

Französische Zeit

Freiheitsbaum im Rheinland
Freiheitsbaum im Rheinland

Im Frieden von Lunéville fiel Andernach am 9. Februar 1801 mit allen linksrheinischen Gebieten an Frankreich . Obwohl diese Periode nur bis 1814 dauerte, fand in dieser Zeit doch eine völlige Umwälzung der gesellschaftlichen und rechtlichen Verhältnisse statt. Die Vorrechte des Adels und der Kirche wurden beseitigt, die noch weitgehend mittelalterliche Verwaltungsstruktur der Stadt aufgehoben.

Dieser Wandel vollzog sich aber nur allm√§hlich. Am 22. Oktober 1794 wurde Andernach von franz√∂sischen Truppen besetzt. Als aber am 4. Oktober 1797 Andernacher Patrioten einen Freiheitsbaum errichten wollten, wurde dies von der B√ľrgerschaft verhindert. Auch verweigerten viele alte Beamte der franz√∂sischen Republik den Treueid. Der von den Franzosen eingesetzte B√ľrgermeister forderte sogar die Wiedereinsetzung von Adel und Kirche in ihre Besitzt√ľmer. Hinter einer revolution√§ren Fassade blieb also die alte Ordnung zun√§chst bestehen. Dies √§ndert sich grundlegend erst mit der Schaffung der Kantonsverwaltung. Zusammen mit 22 umliegenden Gemeinden wurde Andernach zu einem Kanton zusammengeschlossen, wobei die Stadt als Kantonshauptort keinerlei Sonderstatus hatte.

Mit dem Verwaltungsgesetz vom 17. Februar 1800 wurde dann die Mairie Andernach geschaffen, zu der neben Andernach die Gemeinden Brohl, Eich, Miesenheim, Namedy und Nickenich geh√∂rten. Mit der S√§kularisation der Kl√∂ster, Stifte und kirchlichen K√∂rperschaften wurden auch die letzten Reste der alten St√§ndeordnung beseitigt. In Andernach blieb lediglich der Dom als Pfarrkirche √ľbrig. Als dann aber in der Nacht zum 1. Januar 1814 russische Truppen Andernach besetzten, wurde dies keineswegs von allen B√ľrgern als Befreiung empfunden.

Preußische Zeit

1880: Niederlegung des Grabentores, um einen besseren Zugang zum Bahnhof zu erhalten.
1880: Niederlegung des Grabentores, um einen besseren Zugang zum Bahnhof zu erhalten.

Mit dem Ende des Wiener Kongresses wurde die Stadt dann am 5. April 1815 ein Teil Preu√üens . F√ľr die Verwaltung der Stadt hatte dies zun√§chst keine Folgen. 1816 lehnten die rheinischen St√§dte eine √úbernahme der Steinschen St√§dteordnung ab, da sie hinter die mit der franz√∂sischen Ordnung erreichten Fortschritte und Freiheiten zur√ľckfiel. Bis zum Inkrafttreten der preu√üischen Gemeindeordnung f√ľr die Rheinprovinz 1845 blieb daher die franz√∂sische Munizipalverwaltung im Wesentlichen unver√§ndert bestehen. 1857 erhielt Andernach dann durch k√∂nigliche Kabinettsordre wieder ein selbst√§ndiges Stadtrecht.

Bis zu den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts hatte die wirtschaftliche Entwicklung weitgehend stagniert. Zwar hatte die Familie Remy 1797 die Fabrikation von Walzblech von Neuwied nach Andernach verlegt, um Zugang zum französischen Markt zu bekommen. Spätestens 1841 wurde die linksrheinische Produktion jedoch wieder eingestellt. Auch andere Industrien wanderten ab oder verschwanden, als die Vorteile der Anbindung an Frankreich endeten. Übrig blieb nur eine leistungsfähige Landwirtschaft.

Es begann aber schon eine Ausdehnung der Stadt. 1819 fiel die Stadtmauer zur Rheinseite. In den folgenden Jahren verschwanden die Tore Richtung Mayen und Köln. 1852 - 1854 erfolgte der Bau der privatwirtschaftlich finanzierten Mayen-Andernach-Neuwieder Aktienstraße. 1858 erhält Andernach einen Bahnhof an der neu gebauten Rheintaleisenbahn. 1878 - 1880 erfolgte der Bau der Eisenbahnlinie Andernach - Mayen. Langsam kam es zur Ansiedlung neuer Betriebe: 1861 die Trasswerke Meurin, 1864 die Mälzerei Weissheimer, 1865 die Leistenfabrik Wagner. Besonders die Mälzereien entwickelten sich mit 17 Betrieben zur wichtigsten Industriesparte am Ende des 19. Jahrhunderts. Es handelte sich jedoch grundsätzlich um arbeitsintensive Industrien mit geringen Produktivitätszuwächsen .

Das 20. Jahrhundert

Blick auf die Rheinanlagen vom Krahnenberg aus
Blick auf die Rheinanlagen vom Krahnenberg aus

Diese Entwicklung wurde aber dann durch den 1. Weltkrieg , die bis 1929 dauernde amerikanische und französische Besatzung, durch Inflation und Weltwirtschaftskrise abrupt gestoppt, auch wenn 1921 das Bandstahlwerk Remy, van der Zypen & Co. die Produktion aufnahm. Stärkste Partei ist in den Jahren zwischen 1919 und dem März 1933 das Zentrum . Aber auch die linken Parteien SPD und KPD hatten noch einen großen Wählerstamm. Erst bei den Wahlen im März 1933 wurden die Nationalsozialisten zur zweitstärksten Partei.

1933 kam es dann auch in Andernach zur Machtergreifung durch die Nationalsozialisten. Am 30. Mai 1933 wurde noch die neue Synagoge in der G√ľntherstra√üe geweiht, doch auch sie brannte in der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 bis auf die Grundmauern ab. Soweit sie nicht fliehen konnten, wurden die Andernacher Juden verschleppt und bis auf wenige Ausnahmen ermordet. Neben der j√ľdischen Bev√∂lkerung hatten besonders die Patienten der Heil- und Pflegeanstalt zu leiden. Diese war als Zwischenanstalt Sammelort f√ľr den s√ľdlichen Teil der Rheinprovinz. Von hier gingen die Transporte nach Hadamar bzw. nach 1941 in den Osten, wo die Patienten als lebensunwertes Leben im Zuge der Euthanasie durch Vergasung ermordet wurden.

W√§hrend des 2. Weltkrieges verloren √ľber 500 M√§nner, Frauen und Kinder aus Andernach ihr Leben. Die Stadt selbst wurde Ende 1944 und Anfang 1945 durch Luftangriffe in Teilbereichen zerst√∂rt - wobei der Altstadtkern aber weitgehend verschont wurde. Am 9. M√§rz 1945 r√ľckten amerikanische Truppen in Andernach ein. Auf den Rheinwiesen entstanden gro√üe Gefangenenlager f√ľr bis zu 40.000 deutsche Soldaten.

Am 10. Juli 1945 √ľbernahmen die Franzosen Andernach von den Amerikanern als Teil ihrer Besatzungszone . Ab dem 30. August 1946 geh√∂rte die Stadt zu dem durch Verordnung der franz√∂sischen Besatzungsmacht eingerichteten Land Rheinland-Pfalz. In der ersten Stadtratswahl am 25. Oktober 1946 wurde Egon Herfeldt als Kandidat der CDP - einer Vorl√§uferpartei der CDU - zum B√ľrgermeister gew√§hlt.

Ab 1949 begann dann auch in Andernach, das was heute als Wirtschaftswunder bezeichnet wird. Neben dem Runden Turm wuchsen die Silot√ľrme der Malzfabrik Weissheimer. Gleichzeit boomte seit den 1950er Jahren die Bimsindustrie.

Gleichzeitig mussten die Vertriebenen aus den deutschen Ostgebieten als Neub√ľrger integriert werden. Neue Baugebiete wurden erschlossen, ganz neue Stadtbezirke entstanden. Neue Kirchen entstanden: 1954 St. Albert, 1956 St. Peter, 1964 Kreuzkirche und 1968 St. Stephan.

Im Dezember 1955 r√ľckten dann im Zuge der Wiederbewaffnung und der Gr√ľndung der Bundeswehr die ersten 240 Soldaten in das ehemalige Luftwaffenlazarett ein, denen im Januar 1956 weiter 1.000 folgten. Am 20. Januar 1956 fand die erste offizielle Besichtigung dieser ersten Einheit durch den Bundeskanzler Konrad Adenauer statt. Der insbesondere bei Auslandseins√§tzen sehr gesch√§tzte deutsche Radiosender f√ľr Bundeswehrangeh√∂rige hei√üt noch heute Radio Andernach .

Zwischen 1965 und 1970 wurde im Osten der Stadt ein neues Hafenbecken gebaut. Im Zuge der Verwaltungsreform 1969/70 wuchs die Stadt durch die Eingemeindung der Orte Namedy, Eich, Kell und Miesenheim um 6.500 Einwohner.

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

Sehensw√ľrdigkeiten

Runder Turm und Dom zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Im Vordergrund die Ruinen des r√∂mischen Rosmerta-Tempels, im Hintergrund rechts die Windm√ľhle des Klosters Unserer Lieben Frauen, sp√§ter als Wasserturm genutzt.
Runder Turm und Dom zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Im Vordergrund die Ruinen des r√∂mischen Rosmerta-Tempels, im Hintergrund rechts die Windm√ľhle des Klosters Unserer Lieben Frauen, sp√§ter als Wasserturm genutzt.

Runder Turm

Das Wahrzeichen der Stadt bildet der so genannte "Runde Turm", der den nordwestlichen Eckpunkt der Stadtmauer bildet. Erbaut wurde er in den Jahren 1440 - 1453 von dem st√§dtischen Werkmeister Meister Philipp Preudemann. Bei einer H√∂he von 56 Metern bis zur Turmspitze und bis zu 4 Meter dicken Mauern ist er einer der gr√∂√üten mittelalterlichen Wehrt√ľrme und war durchaus als st√§dtisches Gegenst√ľck zu der im S√ľdosten gelegenen Bischofsburg gedacht. 1689 widerstand der Turm einem Sprengversuch der abr√ľckenden franz√∂sischen Truppen Ludwig XIV. . Was blieb, war ein Ausbruch an der westlichen Seite des Turms.

Maria Himmelfahrt (Liebfrauenkirche/ im Andernacher Sprachgebrauch als Mariendom bezeichnet)

Die katholische Pfarrkirche Maria Himmelfahrt, eine m√§chtige Basilika mit vier T√ľrmen, Westbau und Chor liegt, am westlichen Rand der Stadt, dort wo sich in r√∂mischer Zeit das Kastell Antunnacum befand, aus dem dann die sp√§tere Siedlung hervorging. Karolingische Grabstellen unter der heutigen Kirche belegen, dass es sich um eine fr√ľhere Gr√ľndung handelt. √úber das Aussehen dieser Kirche und auch des Nachfolgebaus aus dem fr√ľhem 12. Jahrhundert, von dem der Nordostturm erhalten ist, ist nichts bekannt. Besonders bemerkenswert ist die reich gestaltete Westfront, die eines der sch√∂nsten Beispiele der k√∂lnisch-rheinischen Architektur vom Beginn des 13. Jahrhunderts bildet. 1194 vom Kaiser dem Erzbischof von Trier geschenkt, war die Kirche immer Stadtkirche und Bischofsdom zugleich.

Alter Krahnen

F√ľr 6.700 Gulden in den Jahren 1554 - 1561 an Stelle eines Schwimmkrans erbaut, diente der direkt am Rhein errichtete Krahn der Verladung von Weinf√§ssern und der aus dem Eifelraum angelieferten M√ľhl- und Tuffsteine. Noch bis 1911 wurde er zum Verladen genutzt. Die Mechanik ist bis heute intakt. Die Krahns√§ule kann mit Hilfe von Hebeln mitsamt dem Dach und dem Auslegearm 360¬į gedreht werden, w√§hrend die Last mittels zweier gro√üer Tretr√§der emporgehoben wird.

Christuskirche

Westfront der Christuskirche (Minoritenkirche)
Westfront der Christuskirche (Minoritenkirche)

Die heutige evangelische Christuskirche hie√ü fr√ľher Nikolauskirche und war bis 1802 Klosterkirche des Franziskanerklosters . Die Gr√ľndung dieses Klosters um das Jahr 1240 geht auf eine Stiftung der Grafen von Virneburg zur√ľck. Erbaut ab der Mitte des 13. Jahrhunderts bis etwa 1450 handelt es sich um eine sp√§tgotische Anlage mit dem Langhaus entlang der Hochstra√üe und einem √ľber die volle L√§nge des Hauptschiffes hingezogenen Seitenschiff, das im Inneren vollst√§ndig in den Raum des Langschiffes integriert ist. Die L√§nge betr√§gt 50,60 Meter, die Breite des Langhauses 14 Meter. Die Kirche gilt als eine der wichtigsten und eindrucksvollsten rheinischen Minoritenkirchen und war √ľber Jahrhunderte Begr√§bnisst√§tte der Stifterfamilie, des mittelrheinischen Adels und wohlhabender B√ľrger der Stadt. 1633 wurde die Kirche zerst√∂rt, jedoch 1709 wieder aufgebaut. 1803 wurde das Kloster dann im Zuge der S√§kularisation aufgel√∂st. Kloster und Kirche dienten zun√§chst den Franzosen, sp√§ter den Preu√üen als Kaserne, Depot und Pferdestall. 1854 wurde sie von K√∂nig Friedrich Wilhelm IV. der evangelischen Kirchengemeinde √ľbergeben und erhielt ihren heutigen Namen. Zur Errichtung des Wehrbezirkskommandos wurde bis 1905 der gr√∂√üte Teil der Klosteranlage abgerissen. Erhalten blieben lediglich der n√∂rdliche Teil des ehemaligen Kreuzgangs und ein Teil des fr√ľheren Dormitoriums , in dem heute der Gemeindesaal untergebracht ist.

Rheintor (Kornpforte, Korenporzen)

Das Rheintor wurde um das Jahr 1200 als Hauptzugang der Stadt vom Rheinufer her errichtet. Es ist die √§lteste Doppeltoranlage des Rheinlandes. In die Zeit der Erbauung geh√∂ren nur noch der Grundriss und Teile des unteren Mauerwerks. Der Rundbogenfries auf halber H√∂he stammt aus der Zeit der Sp√§tgotik . Im 18. Jahrhundert erhielt das Torhaus gro√üe Fenster und ein Mansarddach. 1899 erhielt das Tor dann seine heutige Gestalt. Da die Durchfahrtsh√∂he durch Aufsch√ľttungen zu niedrig geworden war, wurde der vordere Teil abgetragen und 1,50 Meter h√∂her neu aufgebaut. Dies geschah zun√§chst gegen den Willen der Stadtverwaltung, die schon 1894 das Tor insgesamt abrei√üen lassen wollte. Die beiden √ľberlebensgro√üen Figuren √ľber der Durchfahrt zur Stadt stammen wohl aus der Sp√§tromanik und werden als B√§ckerjungen aus der B√§ckerjungensage bezeichnet.

Weitere Sehensw√ľrdigkeiten

Mittelalterliche Stadtmauer , Koblenzer Tor (Burgpforte), Ruine der kurf√ľrstlichen Burg , Bollwerk (Zollburg), Historisches Rathaus mit j√ľdischem Bad ( Mikwe ), Michaelskapelle, Hospitalkirche St. Joseph (vorm. Annuntiatenkirche St. Nikolaus und Maria), Abtei Maria Laach (10 km westl.), Vulkanpark Osteifel.

Im Ortsteil Bad T√∂nisstein gibt es Kohlens√§urequellen (Kurf√ľrstenbrunnen aus 80 m, Angelikaquelle aus 102 m Tiefe).

Des weiteren bietet Andernach den Besuchern ab vsl. 2006 eine weitere Sehensw√ľrdigkeit, den Geysir Andernach auf dem Namedyer Werth (Krummenwerth), der mit ca. 55 - 60 m der h√∂chste Kaltwassergeysir der Welt ist. Der Sprudel sprang bereits erstmalig 1903 nach einer Bohrung, wurde kommerziell als Mineralquelle genutzt und 1957 w√§hrend eines Stra√üenneubaues zugesch√ľttet.

Kulinarische Spezialitäten

Döppekooche ( Döbbekuchen , Topfkuchen), Kribbelscher (Kartoffelpuffer), Rheinischer Sauerbraten, Nussecken und Schokobrötchen

Sagen

Bäckerjungensage

Andernach Schach

Eine Schachvariante, die ihren Namen seit einem der j√§hrlichen Treffen von Freunden von Schachvarianten 1993 in Andernach f√ľhrt: die Figur, die schl√§gt, wechselt die Farbe. Siehe den Artikel Andernach chess in der englischen Wikipedia.

Politik

Aktueller Stadtrat

Die letzten Stadtratswahlen vom 13. Juni 2004 mit einer Wahlbeteiligung von 50,38 % ergaben folgendes Ergebnis:

Partei Sitze im Stadtrat Wahlergebnis
CDU 17 45,27 %
SPD 12 31,25 %
FWG 5 12,48 %
B√ľndnis 90/Die Gr√ľnen 2 6,08 %

Oberb√ľrgermeister: Achim H√ľtten, SPD

B√ľrgermeister: Josef Nonn, CDU

Städtepartnerschaften

  • Saint Amand les Eaux
  • Stockerau (√Ėsterreich),
  • Ekeren (Belgien),
  • Farnham (Gro√übritannien),
  • Dimona (Israel),
  • Zella-Mehlis (Th√ľringen)

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Verkehrsanbindung

  • B9, Anschluss an die A48 (Koblenz) und A61 (Kruft)
  • Intercitybahnhof auf der linken Rheinseite zwischen Bonn und Koblenz
  • Pellenz-Eifel-Bahn
  • Personen-Rheinschifffahrt, KD (K√∂ln-D√ľsseldorfer)
  • Luftanbindung erfolgt durch die etwa eine Autostunde entfernten Gro√üflugh√§fen K√∂ln-Bonn und Frankfurt und durch den relativ nah gelegenen Flughafen Frankfurt-Hahn.
  • In der ersten H√§lfte des 20. Jahrhunderts (1895-1941) gab es eine Standseilbahn auf den Krahnenberg

Hafen

Bei Rheinkilometer 611,7 linkes Ufer liegt das Hafenbecken, der Stromhafen zwischen Rheinkilometer 611,7 und 612,6 + 56 linkes Ufer. Das Hafenbecken hat eine Länge von 650 m und ist 90 m breit. Die bebaute Uferlänge beträgt 1065 m, davon sind 500 m mit Gleisanschluss und 400 m ohne Gleisanschluss, dem Umschlag dienend. 2004 wurden 2.882.000 Tonnen umgeschlagen, wobei 50,2 % auf Steine und Erden , 20,7 % auf Eisen , Stahl und NE-Metalle , sowie 24,4 % auf Mineralöl entfielen.

Söhne und Töchter der Stadt

  • Hans Belting , deutscher Kunstwissenschaftler und Medientheoretiker
  • Lorenz Betzing , deutscher Spion (DDR)
  • Charles Bukowski , US-amerikanischer Dichter und Schriftsteller
  • Rainer Castor , Science-Fiction-Autor f√ľr die Perry-Rhodan-Serie
  • J√ľrgen Gerhards , deutscher Soziologe
  • Werner Metzen , deutscher Unternehmer
  • David Wagner , deutscher Schriftsteller
  • Ralf Walter , deutscher-Politiker

Literatur

  • Peter Adams: Kurzgefasste Geschichte der Stadt Andernach, Andernach 1955
  • Stadtverwaltung Andernach (Hrsg.): Andernacher W√∂rterbuch, Andernach 1984
  • Franz-Josef Heyen (Hrsg.): ANDERNACH Geschichte einer rheinischen Stadt, Andernach 1988
  • Dr. Wolfgang P. Fischer: Spurensuche 2000 - Spuren von Christentum in Andernach, Andernach 2000
  • Frauke Gr√§nitz, Luise Grundmann (Hrsg.): Das Mittelrheinische Becken", K√∂ln 2003, ISBN 3-412-10102-8

Weblinks

Informationen aus der Umgebung

Hotels in der Umgebung

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Bengels Hotel Zur Krone 56218 M√ľlheim-K√§rlich http://www.bengels-hotel.de  02630 / 94260
Stadtpark-Hotel 56564 Neuwied http://www.stadtparkhotel-neuwied.de/  02631 / 3233
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Hubertus 56626 Andernach   0 26 32 / 4 57 69
Rhein Hotel 56626 Andernach http://www.rhein-hotel-andernach.de/  0 26 32 / 4 22 40
Rheinecker Hof 56626 Andernach http://www.hotel-andernach.com/  0 26 32 / 42 67 0
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