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Letzte Änderung für Artikel Rösrath: 12.02.2006 15:15

Rösrath

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Wappen Karte
Wappen der Stadt Rösrath Karte Rösrath in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk : Regierungsbezirk Köln
Region : Bergisches Land
Kreis : Rheinisch-Bergischer Kreis
Fläche : ca. 38,8 km²
Einwohner : 27.095 (31. Dezember 2004)
Bevölkerungsdichte : 698 Einwohner/km²
Postleitzahl : 51503
Vorwahl : 02205
Geografische Lage :
Koordinaten: 50° 54' n. Br., 7° 11' ö. L.
50° 54' n. Br., 7° 11' ö. L.
Kfz-Kennzeichen : GL
Gemeindeschlüssel : 05 3 78 028
Adresse der
Stadtverwaltung:
Hauptstr. 229
51503 Rösrath
Website: www.roesrath.de
Politik
Bürgermeister : Dieter Happ
(seit Oktober 1989)

Rösrath ist eine junge Stadt südöstlich von Köln im Rheinisch-Bergischen Kreis. Die Stadtwerdung erfolgte am 1. Januar 2001 . Rösrath grenzt unmittelbar an das Kölner Stadtgebiet und ist somit aus Kölner Sicht ein Tor zum Bergischen Land.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Lage

Durch Rösrath fließt die Sülz, ein Nebenfluss der Agger. Der Waldanteil am Stadtgebiet beträgt 50%. Die Stadt erstreckt sich teilweise auf die Naturschutzgebiete Königsforst und Wahner Heide. In der Wahner Heide liegt auch der niedrigste Punkt mit 71,1 m ü. NN . Der Lüderich ist mit 260,2 m ü. NN die höchste Erhebung. Bis 1978 wurde am Lüderich ein Bleizinkerzbergwerk betrieben. Schon zur Römerzeit wurden hier nachweislich Bleierze abgebaut und verhüttet .

Nachbargemeinden

An Rösrath grenzen (vom Norden im Uhrzeigersinn) der Stadtteil Bensberg der Kreisstadt Bergisch Gladbach, im Nordosten die Stadt Overath (beide Rheinisch-Bergischer Kreis), im Südosten die Stadt Lohmar, im Südwesten die Stadt Troisdorf (beide Rhein-Sieg-Kreis) sowie im Westen die Stadt Köln.

Stadtteile

  • Forsbach
  • Hoffnungsthal
  • Kleineichen
  • Rösrath

Geschichte

Der älteste Siedlungsplatz von Rösrath liegt im Stadtteil Forsbach. Bei Ausgrabungen in der Gemarkung "Im Brendgen" (heute: "Im Brändchen") wurden 1937 neben zahlreichen mesolithischen Steinwerkzeugen ( Mikrolithen ) auch Pfostenlöcher gefunden, die auf eine mittelsteinzeitliche Besiedlung schließen lassen. Die ersten Siedlungsspuren finden sich also auf den Forsbacher Höhen. Erst später erfolgte die Trockenlegung und Besiedlung der sumpfigen Sülzniederungen Volberg und Rösrath. Der Name Forsbach geht nicht auf einen Bach zurück, sondern ist vermutlich der missglückte Versuch, die alte Ortsbezeichnung Forsbich (Vo'eschbich) ins Hochdeutsche zu übersetzen. Die Silbe "bich" bedeutet "Berg". Forsbach wäre demnach der "vorderste Berg". Am 12.Juni 1900 um 14.00 Uhr schlug ein Steinmeteorit in Forsbach ein (240g, Typ: H6 Chondrit, Mineral: Olivin), der nach seinem Fundort benannt wurde. [1]

Das heutige Hoffnungsthal wurde früher Volberg genannt. Die erste urkundliche Dokumentation von Vogelberhc (Volberg) findet sich im Prümer Urbar von 893 , einem Güterverzeichnis des Benediktinerklosters Prüm in der Eifel. Der Name Hoffnungsthal geht zurück auf ein Hammerwerk mit der Bezeichnung Hoffnungsthaler Hammer. Aufgrund der hoffnungsvollen industriellen Entwicklung, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts einsetzte und die der bitterarmen Sülztalbevölkerung Brot und Arbeit vermittelte, wurde Volberg in Hoffnungsthal umbenannt.

Im Kriegsgefangenenlager "Hoffnungsthal" (heute: Rösrath-Stephansheide) waren 1940 zunächst französische und ab 1941 etwa 1200 polnische Kriegsgefangene untergebracht. Ein kleiner Friedhof am nahe gelegenen Kalmusweiher erinnert an diese Zeit. Heutzutage findet sich auf dem ehemaligen Lagergelände das "Kinder- und Jugenddorf Stephansheide".

Kleineichen ist eine Waldsiedlung, die erst in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts entstanden ist.

Rösrath wird zum ersten Mal im Jahr 1356 erwähnt und umfasst zu dieser Zeit nur ein paar Höfe. Volberg ist also wesentlich älter als der für die Stadt namengebende Ortsteil Rösrath. Der Name Rösrath spiegelt die Entstehungsgeschichte des Ortes wider. Die Silbe "ros" steht für ein feuchtes, sumpfiges Gelände. Die Endung "rath" deutet auf eine Rodung hin. So ist Rösrath wahrscheinlich eine durch Rodung entstandene Siedlung im ehemals sumpfigen Sülztal.

Einwohnerentwicklung

Einwohnerentwicklung Rösrath 1939-2004
JahrEinwohner
1939
6.194
1950
11.154
1961
14.980
1970
18.886
1980
21.340
1990
22.849
2000
26.330
2004
27.095

Religionen

Evangelische Kirche Volberg
Evangelische Kirche Volberg

Augustiner-Eremiten begannen 1677 mit der Errichtung eines Klostergebäudes im Ortsteil Rösrath. Es folgte der Bau einer Kirche , einer Schule und die Anlage eines Friedhofs . Während im Ortsteil Rösrath erst ab 1853 eine eigenständige katholische Pfarre dokumentiert ist, gab es in Volberg (im heutigen Hoffnungsthal) bereits 893 eine Eigenkirche mit 11 Hufen , deren Abgaben an die Benediktinerabtei in Prüm im Prümer Urbar überliefert sind. Im 16. Jahrhundert wurde Volberg lutherisch , so wie auch die Nachbargemeinden Honrath , Seelscheid und Wahlscheid. Von dem romanischen Vorgängerbau der Evangelischen Kirche Volberg ist lediglich der Unterbau des Turmes und die Apsis erhalten geblieben. Die heutige Kirche geht zurück auf einen Neubau aus dem Jahre 1788.

Lange Zeit bestand eine konfessionelle Trennung zwischen dem katholischen Rösrath und dem protestantischen Volberg. Erst 1956 wurde in Hoffnungsthal eine katholische Sankt-Servatius-Kirche eingeweiht. Durch den starken Bevölkerungszuwachs während und nach dem Zweiten Weltkrieg fanden viele Kriegsflüchtlinge in Hoffnungsthal eine neue Heimat. Dies führte schließlich zu der heutigen Mischung der Konfessionen. Weiterhin gründete sich um 1990 die Freikirche „Christliche Gemeinde Hoffnungsthal", ein Zweig der "Evangelischen Gesellschaft für Deutschland", die ein eigenständiges Gemeindezentrum mit Gottesdiensten unterhält und eine " evangelikale " theologische Position vertritt.

Im Ortsteil Forsbach war vor dem Zweiten Weltkrieg keine einheitliche Religionszugehörigkeit festzustellen. Die protestantischen Bewohner Forsbachs besuchten die Volberger Kirche in Hoffnungsthal. Sie nutzten dabei den Kirchweg, eine Forsbacher Straßenbezeichnung, die sich bis heute erhalten hat. Auf der anderen Seite waren die katholischen Familien - eher eine Minderheit - der Rösrather Kirche St. Nikolaus von Tolentino zugewandt. 1956 wurde in Forsbach die evangelische Christuskirche errichtet. Die Katholiken feierten derweil ihre Gottesdienste in einer Not-Kapelle, die eine umgebaute Hühnerfarm war und deshalb im Volksmund auch "St. Kikeriki" genannt wurde. Schließlich erhielten auch die Katholiken 1966 mit der Heilig-Geist-Kirche ein würdiges Gotteshaus.

Wahrzeichen

Rösrath, Schloss Eulenbroich, Torhaus
Rösrath, Schloss Eulenbroich, Torhaus

Das Torhaus von Schloss Eulenbroich ist quasi das Wahrzeichen der Stadt. Dieses Rösrather Tor zum Bergischen Land wird u.a. als Logo auf den Briefköpfen und Internetseiten der Stadt Rösrath verwendet.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Anbindung an die Autobahn A 3: Einseitig ausgerichtete Auf- und Abfahrt, die den Verkehr nach und von Köln aufnehmen.

Rösrath liegt an der KBS 459, die von der Regionalbahn RB25 bedient wird, die Köln mit Rösrath, Overath, Gummersbach und Marienheide verbindet. Die Bahnfahrt vom Rösrather Bahnhof bis zum Kölner Hauptbahnhof dauert etwa 20 Minuten.

Die stillgelegte Strecke der ehemaligen Sülztalbahn ist heutzutage noch deutlich erkennbar an der alten Bahntrasse von Bensberg durch den Königsforst über Forsbach nach Rösrath. Die Bahntrasse wird jetzt als Rad- und Wanderweg genutzt. Im weiteren Verlauf wurde die Strecke zwischen Hoffnungsthal und Untereschbach überwiegend zum Straßenbau verwendet.

Der Flughafen Köln-Bonn liegt ca. 15 Autominuten entfernt.

Ansässige Unternehmen

Weit über die Stadtgrenze hinaus bekannt ist ein großes Möbelzentrum.

Bildung

In Rösrath gibt es neben drei Gemeinschaftsgrundschulen (in den Stadtteilen Forsbach, Hoffnungsthal und Rösrath) auch eine katholische Grundschule (im Stadtteil Rösrath). Hauptschule , Realschule und die Freiherr-vom-Stein-Schule ( Gymnasium ) sind in einem Schulzentrum zusammengefasst. Durch einen Zweckverband der Nachbarstädte Rösrath und Overath werden die Bildungsangebote einer Volkshochschule , einer Musikschule sowie einer Sonderschule für Lernbehinderte ermöglicht. Von regionaler Bedeutung ist die Rheinische Schule für Körperbehinderte Rösrath. Überregional bekannt ist die Akademie Rheinischer Genossenschaften in Forsbach, eine Fortbildungsstätte für Bankfachleute.

Sport

Die Rösrather Sportvereine bieten ein umfassendes Breitensportprogramm in allen Stadtteilen an. Herausragende Bedeutung haben dabei die Handballabteilungen des TV Forsbach und des SV Union Rösrath, sowie die Fußballabteilungen des SV Union Rösrath und des TV Hoffnungsthal.

  • SV Union Rösrath 1924 e.V.
  • TV Hoffnungsthal 1907 e.V.
  • TV Forsbach 1914 e.V.

Politik

Bürgerforum und Stadtverwaltung in Rösrath-Hoffnungsthal
Bürgerforum und Stadtverwaltung in Rösrath-Hoffnungsthal

Stadtrat

(Stand: Kommunalwahl am 26. September 2004 )

  • CDU 15 Sitze
  • SPD 11 Sitze
  • FDP 4 Sitze
  • Grüne 4 Sitze
  • AIR 2 Sitze
  • BfR 2 Sitze

Bürgermeister

Bürgermeister ist seit 1989 Dieter Happ. Bis 2004 kandidierte er für die SPD. Bei der Kommunalwahl 2004 wurde er als Einzelbewerber mit 77 Prozent der Stimmen wiedergewählt.

Wappen

Das Stadtwappen geht zurück auf das Siegel des alten bergischen Landgerichts zu Volberg, zuständig für das Botenamt Volberg im Herzogtum Berg. Im oberen Teil des Wappens sieht man den roten bergischen Löwen mit blauer Krone und Zunge sowie blauen Krallen, so wie er in vielen Wappen im Rheinisch-Bergischen Kreis enthalten ist. Ein Jagdhorn auf grünem Grund im unteren Teil des Wappens symbolisiert den Königsforst, ein beliebtes Jagdgebiet der Herzöge von Berg.

Städtepartnerschaften

Rösrath unterhält eine Städtepartnerschaft mit folgenden Städten:

  • Veurne ( Belgien ), seit 1974
  • Chavenay ( Frankreich , Yvelines ), seit 1998
  • Crespières (Frankreich, Yvelines), seit 1998
  • Feucherolles (Frankreich, Yvelines), seit 1998
  • Saint-Nom-La-Bretèche (Frankreich, Yvelines), seit 1998

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

  • 1997: Karlheinz Krakau, Bürgermeister 1975 - 1989
  • 1997: Erwin Schiffbauer, Bürgermeister 1964 - 1972 , Gemeindedirektor 1972 - 1984

Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen

  • Karl Otto Conrady , Literaturhistoriker, wohnt in Rösrath.
  • Lucy Diakovska , Sängerin (Ex "No Angel") wohnt in Rösrath.
  • Alfred Neven DuMont , Zeitungsverleger, wohnt in Rösrath.
  • Anke Engelke machte 1984 an der Freiherr-vom-Stein-Schule in Rösrath ihr Abitur. Sie wurde bekannt mit dem Schulchor "Die Sonntagskinder".
  • Chris Howland , Entertainer, wohnt in Rösrath.

Literatur

  • Klaus-Dieter Gernert, Helmut Wolff u.a. (Hrsg.): Chronik der Gemeinde Rösrath. Rösrath 1993:
    1. Band: Volberg - Von den Anfängen bis zum Ende des 18. Jahrhunderts. ISBN 3-922413-35-8
    2. Band: Rösrath - Von der Franzosenzeit bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges. ISBN 3-922413-36-6

Weblinks

Informationen aus der Umgebung

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Wikipedia

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