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Letzte Änderung für Artikel Bielefeld: 19.02.2006 11:08

Bielefeld

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Wappen Karte
Stadtwappen der kreisfreien Stadt Bielefeld Lage der kreisfreien Stadt Bielefeld in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk : Detmold
Landschaftsverband: Westfalen-Lippe
Status : Kreisfreie Stadt
Geografische Lage :
Koordinaten: 52° 01' n. Br., 08° 31' Ă¶. L.
52° 01' n. Br., 08° 31' Ă¶. L.
Höhe : 118 m ü. NN
Fläche : 257,8 km²
Einwohner : 327.343 (31. Mai 2005)
Bevölkerungsdichte : 1.270 Einwohner je km²
Postleitzahlen : 33501 - 33739
(alt 4800)
Vorwahlen : 0521, 05202, 05203,
05205, 05206, 05208,
05209
Kfz-Kennzeichen : BI
GemeindeschlĂĽssel : 05 7 11 000
UN/LOCODE : DE BFE
Stadtgliederung: 10 Stadtbezirke
Adresse der Stadtverwaltung: Niederwall 23
33602 Bielefeld
Website : www.bielefeld.de
E-Mail -Adresse: info@bielefeld.de
Politik
OberbĂĽrgermeister : Eberhard David ( CDU )
Schulden: 54,4 Mio. € (Stand: 31. Dezember 2004)
Bevölkerung (Stand: 31. Dezember 2004)
Ausländeranteil : 11,8 %
Arbeitslosenquote : 13,5 % (1. März 2005)
Altersstruktur:
0–18 Jahre: 18,2 %
18–65 Jahre: 62,6 %
ab 65 Jahre: 19,2 %

Bielefeld ist eine Stadt im Landesteil Westfalen im Nordosten des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Die kreisfreie Stadt ist die größte Stadt der Region Ostwestfalen-Lippe und eines der Oberzentren des Landes. Die Einwohnerzahl der Stadt Bielefeld überschritt 1930 die 100.000-Grenze und machte sie damit zur Großstadt . Heute gehört sie mit ihren 327.000 Einwohnern zu den 18 größten Städten Deutschlands. Seit 1969 ist Bielefeld Universitätsstadt und zeigt sich daher gerne als wirtschaftliche und kulturelle Metropole . Zusammen mit Herford und Gütersloh zählt sie zu den Verdichtungsräumen der Bundesrepublik.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Bielefeld liegt am Fuß des Teutoburger Waldes vor dem nördlichen Ausgang des so genannten Bielefelder Passes. Der höchste Punkt im Stadtgebiet befindet sich in Lämershagen und liegt 320 m über Normalnull, der niedrigste Punkt befindet sich in Brake an der Aa (73 m). Das Rathaus liegt auf einer Höhe von 114 m. Die größte Ausdehnung des Stadtgebiets beträgt in Nord-Süd-Richtung 19 Kilometer und in West-Ost-Richtung 21 km. Es gibt keinen größeren Fluss im Stadtgebiet von Bielefeld. Der nordöstliche Teil der Stadt entwässert über die Westfälische Aa und die Werre in die Weser, während das Wasser aus dem südwestlichen Teil der Ems zufließt.
Der historische Altstadtkern liegt nördlich des Teutoburger Waldes, eingebettet in die Höhenzüge desselben liegt Gadderbaum mit Bethel, direkt südlich schließt sich der Industrie-Stadtbezirk Brackwede an.
Geographisch gesehen grenzen im Norden das Ravensberger HĂĽgelland, im Osten das Lipper Land und im SĂĽden die Senne an das Bielefelder Stadtgebiet.

Nachbargemeinden

Bielefeld grenzt an folgende Städte und Gemeinden. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt:
Spenge, Enger, Herford (alle Kreis Herford), Bad Salzuflen, Leopoldshöhe, Oerlinghausen (alle Kreis Lippe) sowie Schloß Holte-Stukenbrock, Verl, Gütersloh, Steinhagen, Halle (Westf.) und Werther (Westf.) (alle Kreis Gütersloh)

Stadtgliederung

Position der Stadtbezirke im Stadtgebiet
Position der Stadtbezirke im Stadtgebiet

Das Stadtgebiet Bielefelds ist in 10 Stadtbezirke eingeteilt. Jeder Stadtbezirk hat eine von der Bevölkerung gewählte Bezirksvertretung, die aus 19 Mitgliedern besteht. Vorsitzender der Bezirksvertretung ist der Bezirksvorsteher. Für administrative Zwecke sind die meisten Stadtbezirke weiter in Stadtteile unterteilt. Dabei handelt es sich meist um früher selbständige Gemeinden, die im Laufe der Geschichte nach Bielefeld eingemeindet wurden. Die 10 Stadtbezirke mit ihren Stadtteilen sind:

Natur

Botanischer Garten
Botanischer Garten

Mitten durch das Bielefelder Stadtgebiet zieht sich der Gebirgszug des Teutoburger Waldes. Er ist stark bewaldet und weist in Bielefeld einige Berge, wie die 302 m hohe Hünenburg auf. An seinen Berghängen entspringen zahlreiche Bäche, die sich durch Bielefeld schlängeln und entweder zur Weser oder zur Ems hin entwässern. Über den Teutoburger Wald führen zahlreiche Wanderwege durch das Bielefelder Stadtgebiet, der bekannteste unter ihnen ist der Hermannsweg .

Neben dem Teutoburger Wald in der Mitte der Stadt, haben die nördlichen Stadtteile Bielefelds auch Anteil am Ravensberger Hügelland, einer flach hügeligen Landschaft mit Feldern, Wiesen, Bächen sowie kleinen Flüssen. Im Süden des Stadtgebietes hat Bielefeld Anteile an der Senne, einem Heidegebiet mit sehr sandigen Böden. Im Norden der Stadt liegt der künstlich angelegte Obersee. Dieser stellt die größte Wasserfläche der Stadt dar und wurde zur Regulierung des Johannesbaches angelegt.
Bielefeld ist die Großstadt mit den meisten Grünflächen pro Einwohner in Deutschland. Es gibt zahlreiche Parks und Grünflächen innerhalb der Stadt, wie zum Beispiel den Nordpark, den Bürgerpark oder den Botanischen Garten.

Naturschutzgebiete

  • Kampeters Kolk. Größe: ca. 2,0 ha. Ehemals nährstoffarmer Heideweiher in der Senne unweit der Grundheider Schule. Bereits 1932 als Naturdenkmal ausgewiesen.
  • Esselhofer Bruch. Größe: 8,65 ha. Eichen-Birkenwald mit Resten von Feuchtheidebeständen.

Geschichte

Stadtgründung und Mittelalter (1214–1500)

Alter Markt
Alter Markt

Die erste Erwähnung der Stadt Bielefeld stammt aus dem Jahr 1214 und findet sich in einer Vertragsurkunde des Grafen Hermann von Ravensberg und des Klosters Marienfeld. Vorher befand sich an dieser Stelle eine Bauernsiedlung, die bereits 1015 als „Biliuelde“ erwähnt wurde, jedoch kaum Bedeutung hatte. Die neu gegründete Stadt sollte der Landessicherung dienen, da sie an der Südgrenze der Grafschaft Ravensberg lag. Außerdem war beabsichtigt, die Stadt zur Kaufmannsstadt und Hauptstadt der Grafschaft auszubauen. Aufgrund ihrer Lage an der Kreuzung mehrerer alter Handelswege und an einem wichtigen Pass über den Teutoburger Wald entwickelte sie sich schnell zum Wirtschafts- und Finanzzentrum der Grafschaft Ravensberg. Sie zog viele Kaufleute aus dem Umland und dem benachbarten Münster an. Wie in der damaligen Zeit üblich, war auch Bielefeld durch Wassergräben und Mauern vom Umland abgetrennt. Man konnte nur tagsüber durch die Stadttore in die Stadt gelangen. Das Stadtbild wurde durch das damals wichtigste Handelszentrum der Stadt geprägt, den heutigen „Alten Markt“, sowie das Rathaus und die „Altstädter Nicolaikirche“.

Ab 1293 entwickelte sich aufgrund des Baubeginns der Sparrenburg parallel neben der Altstadt die Neustadt. Sie beheimatete die Bauarbeiter der Sparrenburg und wuchs, anders als die Altstadt, ungeplant, hatte eine eigene Kirche (die Neustädter Marienkirche) und einen eigenen Rat. Auch die Neustadt verfügte über eine eigene Stadtmauer. In der Neustadt gab es drei Siedlungskerne:

  • Das Marienstift
  • Die Handwerkersiedlung (heutige Breite StraĂźe)
  • Adelshöfe (heutige KreuzstraĂźe)

Nachdem die Ravensberger Grafen ausgestorben waren und es keine Nachkommen gab, fiel die Grafschaft und damit auch die Stadt Bielefeld im Jahr 1346 an die Grafschaft Berg (ab 1423 JĂĽlich-Berg).

Frühe Neuzeit (1500–1700)

Im Jahr 1520 wurden die bis dahin eigenständigen Städte „Neustadt“ und „Altstadt“ zu einer Stadt vereinigt. Die nun geeinte Stadt konnte sich frei entwickeln, da sie weit entfernt vom Machtzentrum der neuen Machthaber (Jülich-Berg) lag.

Ein wichtiger Schritt für die Stadt war der Beitritt zur Hanse Ende des 15. Jahrhunderts. Dadurch begünstigt konnte sich ab dem Ende des 16. Jahrhunderts die Leinenindustrie entwickeln. Von nun an war Bielefeld die „Leinenstadt“, obwohl sich die Produktion mehr im Umland von Bielefeld abspielte und in der Stadt selber mehr Leinenhandel stattfand. Daraus resultierte auch ein gewisser Wohlstand, von dem heute noch die Patrizierhäuser am Alten Markt zeugen.

Im Jahre 1498 wurde am Jostberg ein Franziskanerkloster gegründet, doch schon 1507 zog dies aufgrund von Schwierigkeiten bei der Wasserversorgung an den heutigen Klosterplatz in die Altstadt. Dieses Kloster wurde 1829 aufgelöst. Am 30. Oktober 1612 ereignete sich ein schweres Erdbeben in der Stadt, das große Schäden anrichtete. Als Folge des Dreißigjährigen Krieges fiel die Stadt 1648 an Brandenburg bzw. Preußen .

Industrialisierung (1700–1900)

Bielefeld um 1895
Bielefeld um 1895

Im Jahr 1717 wurde in Bielefeld die erste Straßenbeleuchtung eingeführt. 1830 geriet die Leinenindustrie in eine schwere Krise, da in Irland mit der Produktion maschinell gewebter Stoffe begonnen wurde. Da konnte der handgesponnene Leinen qualitativ als auch quantitativ nicht mehr mithalten. Verschlimmert wurde die Situation der Einwohner Bielefelds neben der Krise auch durch eine Ernährungskrise im Jahr 1844 .

Als jedoch im Jahr 1847 die Anbindung an die Cöln-Mindener Eisenbahn erfolgte, entwickelten sich rasch Fabriken, da nun Rohstoffe und fertige Waren in groĂźen Mengen in die Stadt gelangen bzw. aus der Stadt geschafft werden konnten. Eine der größten Fabriken zur damaligen Zeit entwickelte sich 1854 mit der „Ravensberger Spinnerei“, die sich zur größten Flachsspinnerei Europas entwickelte. Schon im Jahr 1870 war Bielefeld das Zentrum der Textilindustrie in Deutschland. Hier befanden sich etwa 11 % aller Spindeln und WebstĂĽhle Deutschlands.

Am 1. Oktober 1878 wird die Stadtgemeinde Bielefeld aus dem Kreis Bielefeld ausgegliedert und ein eigener Stadtkreis, also kreisfreie Stadt. Die Kreisverwaltung des Kreises Bielefeld bleibt in der Stadt.

Neben der Textilindustrie entwickelte sich auch der Maschinenbau, womit zum Ende des 19. Jahrhunderts keine Maschinen mehr importiert werden mussten. Auch heute noch ist Bielefeld der fünftgrößte Maschinenbaustandort Deutschlands.

Gleichfalls die Nahrungsmittelindustrie entwickelte sich zum Ende des 19. Jahrhunderts. Mit dem Oetker-Konzern entstand einer der größten Nahrungsmittelhersteller Europas. Angefangen hat August Oetker in seiner Apotheke in der Niedernstraße mit dem Verkauf und Weiterentwicklung von Backpulver .

Auch verkehrstechnisch entwickelte sich die Stadt weiter. 1900 fuhr die erste StraĂźenbahn , von Anfang an elektrisch.

Entwicklung zur Großstadt (1900–1933)

Dank der florierenden Industrie stieg die Einwohnerzahl stark an. Daran konnte auch der Erste Weltkrieg nichts ändern. Der entscheidende Schritt in Richtung Großstadt aber waren die Eingemeindungen von 1930 . In diesem Jahr wurden die bis dahin eigenständigen Gemeinden Schildesche, Sieker , Stieghorst sowie Teile von Heepen und Gadderbaum eingemeindet. Die Einwohnerzahl stieg von 89.719 im Jahr 1929 auf 129.963 nach den Eingemeindungen, womit Bielefeld zur Großstadt wurde.

Nationalsozialismus und II. Weltkrieg (1933–1945)

Als im Jahr 1933 die Nationalsozialisten an die Macht kamen, wurde wie in anderen deutschen Städten auch der regierende Oberbürgermeister durch einen Mann aus der NSDAP ersetzt. In Bielefeld wohnten 900 Juden, und die Stadt verfügte über eine prächtige Synagoge mit einer weithin sichtbaren Kuppel. Diese wurde 1938 in der Reichspogromnacht zerstört. Die meisten der in Bielefeld lebenden Juden kamen in Vernichtungslagern um. Nur wenige überlebten die Lager oder hatten rechtzeitig ins Ausland fliehen können.

Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges stellte sich die Industrie in der Stadt auf die Rüstung um. Da immer mehr Männer aufgrund des Krieges eingezogen wurden, mangelte es recht schnell an Arbeitern. Infolgedessen wurden insgesamt über 10.000 Menschen, überwiegend Russen und Polen, in die Region Bielefeld verschleppt und zur Zwangsarbeit gezwungen.

Die ersten Bombenangriffe auf Bielefeld fanden im Juni 1940 statt, richteten jedoch keinen großen Schaden an. Der größte Bombenangriff auf die Stadt ereignete sich am 30. September 1944 . Bei diesem Angriff kamen 600 Menschen ums Leben und der Großteil der Altstadt wurde zerstört. Während der Krieg vor diesem Zeitpunkt in Bielefeld recht ruhig verlief, brach nun Chaos aus, da jegliche Infrastruktur zerstört wurde. Insgesamt kamen in Bielefeld 1.300 Menschen durch Bombenangriffe ums Leben. Es wurden 15.600 Wohnungen beschädigt oder zerstört.

Die Stadt wurde 1945 den Amerikanern kampflos ĂĽbergeben.

Wiederaufbau (1945–1960)

Die Zeit nach dem Krieg war durch eine große Aufbruchstimmung geprägt. Viel zerstörte historische Bausubstanz wurde durch moderne Bauten ersetzt, die der Stadt ein völlig neues Gesicht gaben. Die Einwohnerzahl stieg durch den Zustrom von Ostvertriebenen sprunghaft an. 1955 betrug sie schon 155.000. Die Textilindustrie verlor immer mehr an Bedeutung, und die Stadt entwickelte sich, wie fast alle Großstädte, zu einem Dienstleistungszentrum.

JĂĽngere und aktuelle Entwicklungen (1960 bis heute)

Im Jahr 1969 wurde die Universität Bielefeld, die einzige in der Region Minden-Ravensberg, gegründet. Seitdem bevölkert zunehmend auch studentisches Publikum die alte Leineweberstadt.

Im Jahr 1973 wurden der Kreis Bielefeld und die kreisfreie Stadt Bielefeld aufgelöst und (mit Ausnahme weniger Gebiete) zur „neuen“ kreisfreien Stadt Bielefeld zusammengefasst. Die Einwohnerzahl stieg auf über 300.000 an.

Verkehrstechnisch war das Jahr 1991 besonders wichtig, da es seitdem ein modernes Stadtbahnsystem der MoBiel mit unterirdischem Innenstadttunnel in Bielefeld gibt.

Die wichtigsten Daten im Ăśberblick

Jahr Ereignis
1214 StadtgrĂĽndung
1236 Entstehung der Nicolaikirche als Pfarrkirche
1293 Entwicklung der Neustadt; Baubeginn der Sparrenburg
1340 Baubeginn der jetzigen Altstädter Nicolaikirche
1346 Die Stadt fällt an Berg
Ende des 15. Jh. Beitritt zur Hanse
1502 GrĂĽndung eines Franziskanerklosters
1520 Zusammenlegung von Alt- und Neustadt
1530 Bau des CrĂĽwell-Hauses
1533 Ausbreitung der Reformation, Zentrum ist die Marienkirche
1538 Errichtung eines Neuen Rathauses am Alten Markt
1540 Der Spiegels Hof wird erbaut
1558 GrĂĽndung des Ratsgymnasiums
Ende des 16. Jh. Beginn der Leinenindustrie
1632 Die Nicolaikirche wird endgĂĽltig der evangelischen Kirche ĂĽbergeben
1648 Die Stadt fällt an Preußen
1717 Erste StraĂźenbeleuchtung in Bielefeld
1830 Krise in der Leinenindustrie
1844 Ernährungskrise
1847 Anbindung an die Eisenbahn
1854 Gründung der Ravensberger Spinnerei, die zeitweilig die größte Maschinenspinnerei Europas ist
1856 Gründung des Ceciliengymnasiums als Mädchenschule
1870 Bielefeld ist das Zentrum der Textilindustrie in Deutschland
1878 , 1. Oktober Bielefeld wird kreisfreie Stadt
1895 Bau des „Eisernen Antons“
1896 GrĂĽndung der Helmholtz-Schule
1900 , 20. Dezember Die erste StraĂźenbahn rollt
1904 Fertigstellung des Rathauses
1904 Eröffnung des Stadttheaters
1905 , 3. Mai GrĂĽndung des DSC Arminia Bielefeld
1910 Der Bielefelder Hauptbahnhof wird in Betrieb genommen
1923 Bau der Bielefelder Alm (heutige SchĂĽcoarena )
1928 Eröffnung des Tierpark Olderdissen
1930 , 1. Oktober Bielefeld wird GroĂźstadt
1930 , 31. Oktober Eröffnung der Rudolf-Oetker-Halle
1933 Der BĂĽrgerpark wird in Adolf-Hitler-Park umbenannt
1938 , 9. November Zerstörung der Synagoge
1941 Anfang der Judendeportationen
1944 , 30. September Größter Bombenangriff auf Bielefeld
1969 Gründung der Universität Bielefeld
1971 GrĂĽndung der Fachhochschule Bielefeld
1973 , 1. Januar Zusammenlegung des Kreises Bielefeld mit der kreisfreien Stadt Bielefeld
1990 Eröffnung der Stadthalle
1991 , 28. April EinfĂĽhrung eines modernen Stadtbahnsystems mit unterirdischen Tunneln
1993 Eröffnung der Seidenstickerhalle
Bild der Bielefelder Innenstadt
Bild der Bielefelder Innenstadt

Eingemeindungen

Die Bielefelder Innenstadt bei Nacht
Die Bielefelder Innenstadt bei Nacht

Folgende Städte und Gemeinden bzw. Gemeindeteile wurden nach Bielefeld eingegliedert:

  • Am 1. April 1900 : Teile der Gemeinde Gadderbaum sowie das Gebiet der Sparrenburg
  • 1907 : Teile der Gemeinde Quelle sowie Hof Meyer zu Olderdissen und Schildhof
  • Am 1. Oktober 1930 : Die Gemeinden Schildesche-Dorf, Sieker und Stieghorst sowie Teile der Gemeinden Gellershagen, GroĂźdornberg, Heepen, Hoberge-Uerentrup, Oldentrup, Schildesche-Bauerschaft und Theesen (alle Kreis Bielefeld)
  • Am 1. Januar 1973 : Die Städte Brackwede (seit 1956) und Sennestadt (mit Urkunde vom 27.04.1965 erhielt die Gemeinde "Senne II" Stadtrecht und den neuen Namen) sowie die Gemeinden Gadderbaum, Senne I, Babenhausen, GroĂźdornberg, Hoberge-Uerentrup, Kirchdornberg, Niederdornberg-Deppendorf, Altenhagen, Brake, Brönninghausen, Heepen, Hillegossen, Lämershagen-Gräfinghagen, Milse, Oldentrup, Ubbedissen, Jöllenbeck, Theesen, Vilsendorf und Schröttinghausen (alle Kreis Bielefeld, der dadurch aufgelöst wurde)

Einwohnerentwicklung

Bevölkerungsentwicklung
Bevölkerungsentwicklung

Die Bevölkerungszahl der Stadt Bielefeld überschritt 1930 die Grenze von 100.000 und machte sie damit zur Großstadt . 1950 hatte sie über 150.000 Einwohner. Bis 1973 verdoppelte sich diese Zahl durch die Eingemeindung der meisten zum Kreis gehörenden Orte, darunter Brackwede (39.856 Einwohner 1970), Sennestadt (20.187 Einwohner 1970) und Senne I (17.421 Einwohner 1970), auf rund 320.000. Im Jahre 2005 gehört die Stadt Bielefeld mit ihren 329.000 Einwohnern - historischer Höchststand - zu den 18 größten Städten des Landes.

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Jahr Einwohner
1510 2.500
1600 3.000
1718 2.967
1789 3.316
3. Dezember 1843 Âą 9.427
3. Dezember 1858 Âą 11.868
3. Dezember 1861 Âą 13.800
3. Dezember 1864 Âą 16.500
3. Dezember 1867 Âą 18.700
1. Dezember 1871 Âą 21.834
1. Dezember 1875 Âą 26.567
1. Dezember 1880 Âą 30.679
1. Dezember 1885 Âą 34.931
Jahr Einwohner
1. Dezember 1890 Âą 39.950
2. Dezember 1895 Âą 47.455
1. Dezember 1900 Âą 63.046
1. Dezember 1905 Âą 71.796
1. Dezember 1910 Âą 78.380
1. Dezember 1916 Âą 66.960
5. Dezember 1917 Âą 66.437
8. Oktober 1919 Âą 79.049
16. Juni 1925 Âą 86.062
16. Juni 1933 Âą 121.031
17. Mai 1939 Âą 129.466
31. Dezember 1945 109.534
29. Oktober 1946 Âą 132.276
Jahr Einwohner
13. September 1950 Âą 154.277
25. September 1956 Âą 171.760
6. Juni 1961 Âą 175.517
31. Dezember 1965 172.176
27. Mai 1970 Âą 168.937
31. Dezember 1975 ² 316.058
31. Dezember 1980 312.708
31. Dezember 1985 299.727
25. Mai 1987 Âą 305.566
31. Dezember 1990 319.037
31. Dezember 1995 324.066
31. Dezember 2000 321.758
30. September 2005 328.792

¹ Volkszählungsergebnis
² Nach der Eingemeindung der meisten zum Kreis gehörenden Orte

Religion

Neustädter Marienkirche
Neustädter Marienkirche

Bielefeld gehörte seit der Gründung zum Bistum Paderborn und war dem Archidiakonat in Lemgo unterstellt. Die erste katholische Kapelle wurde 1236 von der Kirche in Heepen abgetrennt. Um 1553 fasste die Reformation Fuß. Vorherrschend war das lutherische Bekenntnis. Doch gab es nach dem Übergang der Stadt an Preußen ab 1682 auch eine reformierte Gemeinde mit einer eigenen Pfarrkirche. Die Stadt war somit überwiegend protestantisch. Nachdem in ganz Preußen 1817 die Union der lutherischen und reformierten Gemeinden vollzogen wurde, vereinigten sich auch in Bielefeld beide protestantischen Gemeinden zu einer evangelischen Gemeinde. Bielefeld wurde im 19. Jahrhundert auch Sitz einer Kreissynode mit einem Superintendenten innerhalb der Evangelischen Kirche in Preußen bzw. dessen westfälischer Provinzialkirche. Hieraus entstand der heutige Kirchenkreis Bielefeld. 1949 wurde die Verwaltung der nunmehr als Evangelische Kirche von Westfalen bezeichneten Landeskirche von Münster (Westfalen) nach Bielefeld verlegt. Heute umfasst der Kirchenkreis Bielefeld 33 evangelische Kirchengemeinden innerhalb der Stadt Bielefeld. Einige Gemeinden im südlichen Stadtgebiet Bielefelds (Brackwede, Senne und Sennestadt) gehören zum Kirchenkreis Gütersloh.

Im 19. Jahrhundert zogen auch wieder Katholiken in die Stadt. Sie gehörten und gehören bis heute zum 1821 neu umschriebenen Bistum Paderborn, das 1929 zum Erzbistum erhoben wurde. Bielefeld wurde Sitz eines Dekanats , zu dem heute alle Pfarrgemeinden der Stadt gehören.

Neben den evangelischen und katholischen Gemeinden in Bielefeld gibt es auch noch verschiedene Freikirchen , darunter eine Freie Evangelische Gemeinde (Christengemeinde – Philadelphia- Kirche), Baptistengemeinden , die Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten , die Jesus Freaks (Kraftwerk-Gemeinde), die Christusgemeinde Bielefeld, mehrere Mennonitengemeinden und die Koinonia-Gemeinde Bielefeld e. V.

Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) ist seit 1896 in Bielefeld vertreten und zählt heute etwas 360 Mitglieder.

Auch die Neuapostolische Kirche ist in Bielefeld mit 15 Gemeinden vertreten. FĂĽr sie ist Bielefeld eine historische Keimzelle und wichtiger Startpunkt ihrer Ausbreitung in Deutschland.

Eine katholisch-apostolische Gemeinde kommt noch jeden Sonntag zu Gottesdiensten in der Mercatorstr. 12 zusammen.

In Bielefeld waren im Mai 2002 insgesamt 152.092 Personen evangelisch, 52.965 römisch-katholisch, und 117.556 gehörten einer anderen Religionsgemeinschaft an oder waren konfessionslos.

Politik

Altstädter Nicolaikirche
Altstädter Nicolaikirche

An der Spitze der Altstadt Bielefeld stand zunächst der vom Landesherrn ernannte Bürgermeister. Doch ist seit 1243 auch ein Rat nachweisbar, der zugleich das Schöffenkollegium bildete. Vorsitzender war ein eigens eingesetzter Richter. Der Rat trat zunächst als „sitzender Rat“ auf. Ab 1520 gab es einen sitzenden und einen „geheimen Rat“. In der Neustadt ist seit 1317 ein Rat und ab 1336 ein Bürgermeister genannt. Der Rat hatte 7 bis 9 Mitglieder. Nach der Zusammenlegung beider Städte 1510 wurde 1520 auch die Verwaltung neu organisiert. Danach wurde jährlich der Bürgermeister ernannt und der Rat gewählt. Ab dem 16. Jahrhundert waren Teile des Rats zugleich Schöffen. Vermutlich hat es ab 1590 eine weitere Umbildung des Rates gegeben. Es erscheinen zwei Bürgermeister, von denen einer als „regierender Bürgermeister“ auftrat. 1719 wurde vom preußischen König eine Neuordnung des Magistratskollegiums verfügt. Der Magistrat bestand danach aus zwei Bürgermeistern, einem Kämmerer, einem Sekretär, vier Ratsherren und sechs Vorstehern. Diese Verwaltungsorganisation wurde erst mit der Einführung der revidierten Städteordnung 1831 geändert. An der Spitze der Stadt stand danach der Bürgermeister, der später den Titel Oberbürgermeister erhielt.

Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone einen neuen Oberbürgermeister ein, und 1946 führte sie die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten „Rat der Stadt“, dessen Mitglieder man als „Stadtverordnete“ bezeichnet. Der Rat wählte anfangs aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, der ehrenamtlich tätig war. Außerdem wählte der Rat ab 1946 ebenfalls einen hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 1994 wurde die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister . Dieser ist Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wurde 1999 erstmals direkt vom Volk gewählt.

OberbĂĽrgermeister

  • 1780 – 1812 : Florens Consbruch
  • 1812 – 1817 : Conrad Wilhelm Delius
  • 1817 – 1831 : Ernst Friedrich Delius
  • 1831 – 1834 : Adam Junkermann (kommissarisch, da Johann Dietrich Kurlbaum nicht anerkannt wurde)
  • 1835 – 1853 : Friedrich Wilhelm Eduard Körner
  • 1853 – 1857 : Friedrich Clairant Krohn
  • 1857 – 1881 : Ludwig Huber
  • 1881 – 1910 : Gerhard Bunnemann
  • 1910 – 1932 : Dr. Rudolf Stapenhorst
  • 1932 – 1934 : Dr. Paul PrieĂź
  • 1934 – 1945 : Friedrich Budde, NSDAP
  • 1945 – 1946 : Josef Niestroy
  • 1946 – 1952 : Artur Ladebeck
  • 1952 – 1954 : Dr. Hermann Kohlhase, FDP
  • 1954 – 1961 : Artur Ladebeck, zweite Amtszeit
  • 1961 – 1962 : Dr. Rudolf Nierhoff
  • 1963 – 1975 : Herbert Hinnendahl, SPD
  • 1975 – 1989 : Klaus Schwickert, SPD
  • 1989 – 1994 : Eberhard David, CDU
  • 1994 – 1999 : Angelika Dopheide, SPD
  • 1999 bis heute: Eberhard David CDU, zweite Amtszeit

In der Stichwahl zum OberbĂĽrgermeisteramt am 10. Oktober 2004 erhielt Eberhard David (CDU) 50,06 % der abgegebenen Stimmen und damit 139 Stimmen mehr als SPD-Kandidat Pit Clausen, fĂĽr den 49,94 % stimmten.

Oberstadtdirektoren 1946–1994

Landgericht
Landgericht
  • 1946 – 1959 : Dr. Eberhard Vincke
  • 1959 – 1974 : Heinz-Robert Kuhn
  • 1974 – 1978 : Dr. Herbert Krämer
  • 1978 – 1983 : Dr. Eberhard Munzert
  • 1984 – 1987 : Klaus Meyer
  • 1987 – 1994 : Dr. Volker Hausmann

Stadtrat

Der Rat der Stadt Bielefeld hat gegenwärtig 61 Mitglieder, die sich auf die einzelnen Parteien wie folgt verteilen ( Kommunalwahl vom 26. September 2004 ):

  • CDU 22 Sitze
  • SPD 19 Sitze
  • GrĂĽne 9 Sitze
  • BfB 4 Sitze
  • FDP 2
  • Linkspartei 2 Sitze
  • BĂĽrgernähe 2 Sitze
  • Dazu kommt die Stimme des OberbĂĽrgermeisters Eberhard David ( CDU )

Wappen

Stadtwappen der kreisfreien Stadt Bielefeld
Stadtwappen der kreisfreien Stadt Bielefeld

Das Wappen der Stadt Bielefeld zeigt eine rote Zinnenmauer mit zwei runden Zinnentürmen und breitem offenen Torbogen als Teil der ehemaligen Stadtbefestigung auf rotem Grund, darin ein fünfmal von Silber und Rot gesparrter Schild. In der Grundform gibt es dieses Wappen seit 1263 ; damals galt es als Wappen der Altstadt. Als 1520 die Alt- mit der Neustadt vereinigt wurde, wurde das Wappen offizielles Wappen der nun vereinigten Stadt. Bis ins 19. Jahrhundert hat sich daran nichts geändert, doch dann kamen Löwen innerhalb von Wappen immer mehr in Mode, so dass das Wappen von da an von zwei Löwen getragen wurde. Seit 1973 ist das Wappen in Schildform und ohne Löwen das offizielle Wappen der Stadt Bielefeld.

Städtepartnerschaften

Bielefeld unterhält mit folgenden Städten Städtepartnerschaften :

  • Rochdale , Vereinigtes Königreich , seit 1953
  • Enniskillen , Vereinigtes Königreich , seit 1958
  • Concarneau , Frankreich , seit 1973
  • Nahariya , Israel , seit 1980
  • Weliki Nowgorod , Russland , seit 1987
  • RzeszĂłw , Polen , seit 1991
  • EstelĂ­ , Nicaragua , seit 1995

Wirtschaft

Wirtschaftsprofil

Bielefeld war lange Zeit das Zentrum der Leinenindustrie. Doch die Industriezweige haben sich gewandelt. Heute ist Bielefeld vor allem Standort der Nahrungs- und Genussmittelindustrie, der Druck- und Bekleidungsindustrie, sowie der Bauwirtschaft und des Maschinenbaus.
34 % der Beschäftigten sind im verarbeitenden Gewerbe tätig, 18 % im Handel und 48 % im Dienstleistungssektor. In Bielefeld arbeiten 11 % der Beschäftigten im Gesundheitssektor, das ist über Landes- und Bundesdurchschnitt.

Medien

In Bielefeld unterhält der Westdeutsche Rundfunk (WDR) ein Studio. Hier werden die Regionalprogramme für Ostwestfalen-Lippe produziert und von hier auch ausgestrahlt. Als Tageszeitungen erscheinen in Bielefeld die „Neue Westfälische“ und das „Westfalen-Blatt“. Das Lokalradio „ Radio Bielefeld “ ist in der ganzen Stadt auf 98,3 MHz und 97,6 MHz zu empfangen, mit 50 Watt sendet außerdem das Campusradio Hertz 87.9 in weite Teile der Kernstadt, das nichtkommerzielle Einrichtungsradio Antenne Bethel ist im Stadtteil Gadderbaum werktäglich von 18–19 Uhr auf 94,3 MHz zu hören. Am 17. November 2005 feierte der lokale Fernsehsender "Kanal 21" seinen Sendestart. Das Bielefelder Bürgerfernsehen kann mit einer Lizenz als sogenannter Offener Kanal mehr als 80.000 Kabelhaushalte erreichen. Seit 1989 gibt es die 14tgl. Stadtillustrierte Ultimo, seit 2000 den Webwecker.

Namhafte Betriebe

In Bielefeld sind zahlreiche Unternehmen mit Weltruf beheimatet. Unter anderem:

  • Oetker-Gruppe (Nahrungsmittel, Versicherung, Reederei, …)
  • v. Bodelschwinghsche Anstalten Bethel (Gesundheitswesen)
  • AVA (Handelsunternehmen, unter anderem: Marktkauf, Dixi)
  • SchĂĽco (Baubranche)
  • Alcina (Unternehmen) (unter anderem: Alpecin)
  • DĂĽrkopp (Maschinenbau)
  • Seidensticker (Textilwaren: Hemden, Blusen, …)
  • MM Graphia (Zigarettenverpackungen)
  • Spedition Kunze (Logistik)
  • Goldbeck (Baubranche)
  • Windsor (Businessbekleidung)
  • JAB Anstoetz (Heimtextilien-GroĂźhandel)
  • Ritex (VerhĂĽtungsmittel)
  • TNS Emnid (Markt-und Meinungsforschung)
  • Mineralquellen WĂĽllner Getränkehersteller mit Mineralwasser (Carolinen, Merkur) aus der Vitus-Quelle in Bielefeld
  • Gildemeister AG (Hersteller von Werkzeugmaschinen)
  • Gustav Steinmeier GmbH & Co. KG (Dienstleistungen fĂĽr Nutzfahrzeuge und Omnibusse seit 1924)

Infrastruktur

Verkehr

Individualverkehr

Alcina-Uhr auf dem Jahnplatz in Bielefeld
Alcina-Uhr auf dem Jahnplatz in Bielefeld

Durch das Stadtgebiet Bielefelds fĂĽhren die Bundesautobahnen A2 und A33 sowie die BundesstraĂźen B61 , B66 und B68, wobei letztere voraussichtlich mit der Fertigstellung der A33 im Bereich Bielefeld nicht mehr als BundesstraĂźe gewidmet sein wird.

In den 1950er Jahren plante man für die Hauptverbindungen in Richtung Gütersloh, Herford, Lippe und Werther leistungsfähige Straßen, die zum Teil bestehende Straßenzüge verwenden und zum Teil über neue Trassen verlaufen sollten. Die Neubaustücke waren weitgehend anbaufrei vorgesehen.

Etwa ein Jahrzehnt später ging man noch einen Schritt weiter, indem man die geplanten Straßenzüge als autobahnähnliche Schnellstraßen vorsah. Bislang wurde davon lediglich der Ostwestfalendamm im Zuge der B61 zwischen den Stadtteilen Brackwede und Mitte verwirklicht. Immer noch vorgesehen, aber durchaus umstritten, sind Schnellstraßen im Zuge der B66 im Osten und der L712N (Ostwestfalenstraße) im Nordosten der Stadt. Weitergehende Planungen wurden verworfen und sollen in der nächsten Zeit aus dem Flächennutzungsplan gestrichen werden.

Der nächstgelegene Flughafen ist der Flughafen Paderborn/Lippstadt
(ca. 45 km sĂĽd-sĂĽdwestlich von Bielefeld).

Ă–ffentliche Verkehrsmittel

Die Stadt ist mit Bahnlinien u. a. mit dem Ruhrgebiet, mit Paderborn, Detmold, OsnabrĂĽck und Hannover verbunden; am Bahnhof halten zahlreiche Regional- und FernzĂĽge. RE nach Minden, DĂĽsseldorf (Westfalen Express), Altenbeken. Regionalbahnen nach Halle (Westf.) - OsnabrĂĽck (Haller Willem), BĂĽnde - OsnabrĂĽck, Rahden, Lemgo, Paderborn (Senne Bahn), MĂĽnster (Westfalen).

Den öffentlichen Personennahverkehr ( ÖPNV ) bedienen 4 Stadtbahnlinien , Regionalbahnen (nach Brake, Ubbedissen, Sennestadt, Quelle) und Stadtbuslinien . Die Stadtbahn Bielefeld fährt zum Teil unterirdisch (7 U-Bahn Haltestellen). Der Tunnelabschnitt zwischen Hauptbahnhof, Jahnplatz und Rathaus wird von allen 4 Linien befahren.

Bielefeld gehört dem Verkehrsverbund OstWestfalenLippe (Der Sechser) an. Für alle Stadtbahnen, Busse und Regionalzüge gilt ein einheitlicher Stadttarif. Auch der landesweite NRW-Tarif ist gültig, nur für die Nachtbusse gilt ein besonderer Tarif.

Ă–ffentliche Einrichtungen

  • Hauptsitz der Evangelischen Kirche von Westfalen
  • Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe – Kammerbezirk ist der Regierungsbezirk Detmold
  • Industrie- und Handelskammer (IHK) Ostwestfalen zu Bielefeld – Kammerbezirk ist der Regierungsbezirk Detmold
  • 9 Kliniken (Evangelisches Krankenhaus Bielefeld, Frauenklinik Hartog, Klinik fĂĽr Kinder- und Jugendmedizin, Klinik fĂĽr Psychotherapeutische und Psychosomatische Medizin, St. Franziskushospital, Städtische Kliniken Mitte, Städtische Kliniken Rosenhöhe, Teutoklinik, Medical One (Klinik fĂĽr Schönheitschirugie))
  • 3 Diakonische Einrichtungen (Bethel, Ev. Johanneswerk e.V., Ev. Stiftung Ummeln)

Bildung

Neues Bahnhofsviertel
Neues Bahnhofsviertel

Ă–ffentliche Hochschulen

In Bielefeld gibt es zwei Hochschulen in öffentlicher Trägerschaft. Die Fachhochschule Bielefeld unterhält eine Abteilung in Bielefeld selbst, sowie eine weitere in Minden. Sie bietet zahlreiche Studiengänge aus den Feldern Ingenieurwissenschaften, Gestaltung, Soziales/Pflege/Gesundheit und Wirtschaft an. Diese Schule beherbergt heute 6.800 Studenten und wurde im Jahr 1971 gegründet.

Eine weitere Hochschule in öffentlicher Trägerschaft ist die Kirchliche Hochschule Bethel . Sie wurde 1905 gegründet und ist Teil der von Bodelschwinghschen Anstalten und auch staatlich anerkannt. Sie geht auf die Ideen Friedrich von Bodelschwinghs zurück. Es werden verschiedene Studiengänge angeboten, vom Lehramt für Religion, bis hin zum Pfarramt.

Staatliche Hochschulen

Die Universität Bielefeld ist die einzige Universität in der Region Minden-Ravensberg und mit 17.000 Studenten die größte Hochschule in Bielefeld. Sie wurde 1969 gegründet.

Die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW unterhält in Bielefeld eine von insgesamt sechs Abteilungen. Der Bielefelder Abzweig wurde 1976 gegründet und beinhaltet die Fachbereiche Kommunaler Verwaltungsdienst, Staatlicher Verwaltungsdienst und Polizeivollzugsdienst.

Private Hochschulen

Es gibt in Bielefeld zurzeit drei private Hochschulen:

Die Fachhochschule des Mittelstands (kurz FHM), wurde im Jahr 2000 gegründet und bietet speziell auf den Mittelstand ausgerichtete Studiengänge aus den Bereichen Medien, Informatik und Wirtschaft an.

Die Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) wurde 1993 in Paderborn durch das Bildungszentrum für informationsverarbeitende Berufe gegründet. Die staatlich anerkannte Schule unterhält seit 2001 einen Standort in Bielefeld mit dem einzigen Fachbereich Wirtschaft. Weitere Standorte befinden sich in Bergisch Gladbach, Hannover, Paderborn, Celle und Gütersloh.

Das Euro Business College gibt es in Bielefeld seit 2001 . Es unterhält zahlreiche weitere Standpunkte über ganz Deutschland und Europa verteilt. Es werden Studiengänge aus den Bereichen Wirtschaft , Tourismus, Marketing und Logistik angeboten.

Andere Schulen

Daneben gibt es ein breites Spektrum an allgemein bildenden und beruflichen Schulen, und zwar 47 Grundschulen , 11 Hauptschulen , 15 Sonderschulen , 10 Realschulen , 4 Gesamtschulen , 10 Gymnasien , 7 Berufsbildende Schulen, 9 Privatschulen , 1 Musikschule , 1 Kunstschule, 2 Staatliche Versuchsschulen (Oberstufen-Kolleg und Laborschule) und 2 Fachschulen (Diätlehranstalt, Fachschule für Altenpflege).

Sport

Ishara Freizeitbad
Ishara Freizeitbad

In Bielefeld gibt es folgende Sporteinrichtungen bzw. -vereine: Freibad Jöllenbeck, Freibad Schröttinghausen, Freibad Dornberg, Familienbad Heepen, Ishara, Wiesenbad, Freibad Gadderbaum, AquaWede, Freibad Hillegossen, Freibad Brackwede, Senner Waldbad, Oetker Eisbahn, Elixia Bielefeld, Sportland Dornberg, Tennis- und Hockeyclub, Bielefelder Turngemeinde 1848, Turn- und Sportverein Einigkeit 1890 Bielefeld.

Fußball ist auch in Bielefeld die beliebteste Sportart. Es gibt viele Sportvereine, in denen Fußball gespielt werden kann. Derzeit in der höchsten Liga spielt Arminia Bielefeld . Der VfL Theesen im Bielefelder Norden sorgt mit der größten Fußball-Jugendabteilung im Kreis für den Nachwuchs. Beachtenswert ist dort das regelmäßige internationale Pfingst-Jugendturnier, zu dem Jugendmannschaften aus Bundesligavereinen und sogar Jugend-Nationalmannschaften aus der ganzen Welt anreisen.

FuĂźballstadien

Die Alm, nach kommerzieller Umbenennung nun Schüco Arena genannt, verfügt über 26.601 Plätze und ist damit das größte Stadion der Stadt. Hier spielt der Klub Arminia Bielefeld , der im Moment der ersten Fußball- Bundesliga angehört.

Das zweitgrößte Stadion ist das Stadion Russheide, in dem der Oberligaklub VfB Fichte Bielefeld sowie der American-Football -Regionalligaklub, die Bielefeld Bulldogs, spielen. Es verfügt über 12.000 Zuschauerplätze.

Weitere Sportanlagen

Schüco Arena (auch „Alm“ genannt)
Schüco Arena (auch „Alm“ genannt)

Im Westen der Stadt befindet sich der Golfplatz des Bielefelder Golfclubs. Er liegt am Teutoburger Wald.

Ebenfalls im Westen der Stadt befindet sich das Sportland Dornberg, eine der größten Sport- und Freizeitanlagen der Region. Hier werden folgende Sportarten angeboten: Tennis, Fitness, Badminton, Squash und Soccer (Fußball) im sog. Soccer Dome, einer speziellen Traglufthalle.

Mit dem Leineweberring, einer Anlage fĂĽr Motorrad-Grasbahnrennen, sowie der alternden Bielefelder Radrennbahn befinden sich gleich zwei Anlagen fĂĽr Zweiradsport im Bielefelder Stadtteil Heepen.

Im Süden der Stadt im Stadtteil Senne liegt der „ Verkehrslandeplatz Windelsbleiche“, benannt nach der gleichnamigen in unmittelbarer Nachbarschaft gelegenen Textilfabrik Windel. Er verfügt über eine 750 m lange, befestigte Start- und Landebahn (MTOW 3000 KG) sowie über eine Startstrecke für Segelflug . Neben mehreren Luftsportvereinen wird der Flugplatz von einigen großen Firmen Bielefelds für den Geschäftsflugverkehr benutzt.

Ebenfalls im SĂĽden der Stadt im Stadtteil Quelle befindet sich die Kartbahn B68 in einer Halle.

Kultur und SehenswĂĽrdigkeiten

Bauwerke und weitere HauptsehenswĂĽrdigkeiten

Kirchen

  • Die Altstädter Nicolaikirche ist die älteste der Bielefelder Stadtkirchen. Sie ist eine gotische Hallenkirche mit einer Höhe von 81,5 m, die in ihrer heutigen Form seit 1340 besteht, da sie Anfang des 14. Jahrhunderts vergrößert und zur BĂĽrger-/Kaufmannskirche ausgebaut wurde. Zuvor wurde sie 1236 vom Paderborner Bischof Bernard zur eigenständigen Pfarrkirche erhoben. Dreimal täglich (um 9.00, 12.30 und 18.00 Uhr) gibt es ein Glockenspiel zu hören. Der wertvollste Besitz dieser Kirche, ist ein Antwerpener Altar , der mit neun geschnitzten Schreinen und ĂĽber 250 Schnitzfiguren verziert ist. Die Kirche verfĂĽgt ĂĽber ein kleines Museum, in dem unter anderem Ăśberbleibsel aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg, sowie alte Fotografien und diverse andere Sachen gezeigt werden.
  • Die Neustädter Marienkirche ist eine hochgotische Hallenkirche mit zwei TĂĽrmen von 1293 . Die TĂĽrme wurden jedoch erst Anfang des 16. Jahrhunderts mit gotischen Turmhelmen fertig gestellt. Die gotischen Turmhelme wurden bei einem Sturm zerstört und durch barocke Hauben ersetzt. Diese Kirche ist das kunsthistorisch gesehen wertvollste Baudenkmal Bielefelds und hat eine Länge von 52 m, sowie eine Höhe von 78 m. Im Jahr 1553 war sie Ausgangspunkt der Bielefelder Reformation. Sie verfĂĽgt ĂĽber einen wertvollen FlĂĽgelaltar mit 13 verschiedenen Bildern, den so genannten Marienaltar. Die Bilder wurden von einem anonymen Maler im Jahr 1400 fertig gestellt. Auf ihnen sind Situationen, die Himmel und Erde, Gott und Mensch, Christus und Maria deuten, zu sehen. Die Kirche diente eine zeitlang als Grablege der Grafen von Ravensberg. An der Nordseite des Chores die Tumba des Grafen Otto III. von Ravensberg und seiner Gemahlin Hedwig zur Lippe, wohl kurz nach 1320 entstanden. Auf der SĂĽdseite Tumba des Grafen Wilhelm II. (+ 1428) und seiner Gemahlin Adelheid von Tecklenburg (+ 1429). Zur weiteren Ausstattung gehören ein spätgotischer Kruzifixzus vom Anfang des 16. Jh. und eine geschnitzte Kanzel von 1681-83 vom Bielefelder Meister Bernd Christoph Hattenkerl. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche schwer beschädigt. Unter anderem wurden bei einem Luftangriff die bis dato barocken Turmhelme zerstört. Nach dem Krieg wurden diese 1965 in gotischer Form neu errichtet und erhielten ihre extrem spitze Form.
  • Mitten in der Altstadt säumt die SĂĽsterkirche aus dem 16. Jahrhundert den SĂĽsterplatz. An dieser Stelle wurde 1491 12 Augustinerinnen gestattet, ein eigenes Kloster zu grĂĽnden. Sie widmeten sich der Kranken- und Armenversorgung. Im Jahr 1616 jedoch, wurde das Kloster auf Grund von mangelnder Wirtschaftlichkeit aufgegeben und an die Stadt ĂĽbergeben. Heute ist sie die Kirche der einzigen evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Bielefelds.
  • Die St. Jodokus Kirche war ursprĂĽnglich die Kirche eines Franziskanerklosters und wurde 1511 erbaut. UrsprĂĽnglich befand sich dieses Kloster ab 1498 am Jostberg, wurde an dem Standort jedoch schon 1507 aufgrund von Schwierigkeiten bei der Wasserversorgung wieder aufgegeben und an den heutigen Klosterplatz verlegt. Von diesem alten Kloster am Jostberg sind teilweise noch Ruinen erhalten. Das Kloster in der Altstadt wurde 1829 aufgelöst. Im Innern der Kirche befinden sich die „Schwarze Madonna“ von 1220 , eine Holzplastik des Heiligen Jodokus von 1480 sowie die Ikonenwand von Saweljew aus dem Jahr 1962 .

Profanbauten

  • Der Alte Markt bildet das HerzstĂĽck der Bielefelder Altstadt. An seiner Nordseite befindet sich das Theater am Alten Markt. Der äuĂźerlich unscheinbare Bau lässt kaum erahnen, dass in ihm noch umfangreiche Reste des mittelalterlichen Rathauses stecken.

Das Altstädter Rathaus wurde 1424 erstmals urkundlich erwähnt. Der erste Rathausbau war an dieser Stelle vermutlich wohl bereits im 13. Jh. entstanden. Von diesem dürften noch Teile im jetzigen Kellergeschoss vorhanden sein. Ab 1538 begann man man mit einem Neu-, bzw. Erweiterungsbau, der erst gegen 1569 vollendet worden sein dürfte. Hiebei handelte es sich um einen zweigeschossigen Bruchsteinbau über hohem Sockelgeschoss mit zwei in Werkstein aufgeführten Schaugiebeln. Der auf einer Zeichnung des 19. Jh. überlieferte westliche Staffelgiebel war in Anlehnung an das münsteraner Rathaus und das nahe gelegene Crüwellhaus noch in spätgotischen Formen gestaltet. Über dem schon Renaissanceformen aufweisenden Hauptportal an der Niedernstraße war ein 1562 bezeicnetes Adam und Eva-Relief (jetzt im Foyer des Neuen Rathauses)angebracht. 1820-21 erfolgte ein durchgreifender Umbau und die Erhöhung des Wandkastens, um das Innere besser nutzen zu können. Dabei wurde der Abbruch der beiden Giebel vorgenommen. Anschließend kam es zu einer Dekorierung des Außenbaus in einfachen klassizistischen Formen und zur Verlegung des Haupteingangs mit Freitreppe an die Marktseite. Das hohe Satteldach wurde außerdem durch ein niedriges Krüppelwalmdach ersetzt. Nach der Erbauung des Neuen (heute: Alten) Rathauses am Niedernwall im Jahre 1904 diente es nur noch als Sitz untergeordneter Behörden und der Stadtbibliothek. 1906 Einbau eines Arkadenganges an der Niedernstraße (so genannter Hochzeitsbogen) für den Fußgängerverkehr. Am 30. September 1944 wurde der Bau mehrfach von Brandbomben getroffen. Nach dem völligen Ausbrennen des Alten Rathauses erfolgte ab 1949 der Wiederaufbau durch Hanns Dustmann unter weitgehender Verwendung des spätmittelalterlichen Wandkastens. Seitdem wird es als „Theater am Alten Markt“ und als Volkshochschule „Die Brücke“ genutzt. Um beiden Einrichtungen unterbringen zu können, wurde im Norden ein niedrigerer Erweiterungsbau angefügt. Bei der Wiederherstellung der Fassaden kam es zu einer Entfernung des klassizistischen Dekors und der Gestaltung des Äußeren in schlichten Formen, so dass das noch weitgehend aus dem Spätmittelalter stammende Gebäude heute wie ein kompletter Nachkriegs-Neubau erscheint, der noch deutliche Anklänge an die so genannte Heimatschutzarchitektur zeigt. Der jetzige Bau ist ein zweigeschossiger Putzbau von sieben Achsen mit hohem, von zahlreichen Gauben belebtem Walmdach. An der zur Niedernstraße hin orientierten Schmalseite befindet sich der als Laubengang gestaltete Hochzeitsbogen, an der Marktseite ein schlichtes Portal mit doppelläufiger Freitreppe. Die östlichen 3 Joche des Kellergewölbes 1995 wurden saniert und dienen seitdem als Weinstube. Die Kreuzgratgewölbe sind noch zum Teil mit den alten Schlusssteinen versehen, die sich allerdings nicht mehr an ursprünglicher Stelle befinden.

Battig-Haus von 1680, rechts
Battig-Haus von 1680, rechts
  • Von den noch zu Beginn des Zweiten Weltkrieges in größerer Zahl vorhandenen bĂĽrgerlichen Wohnbauten des späten Mittelalters und der FrĂĽhen Neuzeit haben sich nur wenige erhalten.
    • Das derzeit älteste bekannte BĂĽrgerhaus ist ObernstraĂźe 51. Es wurde nach dendrochronologischer Datierung bereits 1485 errichtet. 1592 kam es zu einem umfassenden Umbau, bei dem es u.a. mit einem neuen reich beschnitzten Fachwerk-Giebel versehen wurde. Von 1991 bis 1993 wurde das Gebäude durchgreifend erneuert und durch einen modernen Anbau ergänzt. Leider wurden damals wichtige historische Befunde zerstört. Die ursprĂĽngliche Aufteilung des Inneren mit Diele , den seitlichen Stubeneinbauten und dem unterkellertem Saal ist bis heute nachvollziehbar geblieben.
    • Ebenfalls noch aus dem Spätmittelalter stammt ObernstraĂźe 32. Das schlichte zweigeschossige Giebelhaus mit KrĂĽppelwalmdach wird im Ă„uĂźeren wesentlich durch einen Umbau geprägt, der wohl zur Mitte des 19. Jahrhunderts durchgefĂĽhrt wurde. Die ältesten Teile entstanden aber bereits im frĂĽhen 16. Jahrhundert.
    • Eines der bekanntesten Wohnbauten ist das ab 1530 errichtete CrĂĽwell-Haus (ObernstraĂźe 1). Der spätgotische Stufengiebel entstand nach dem Vorbild mĂĽnsteraner Bauten. Ă„hnliche, jedoch später entstandene Beispiele befinden sich in Herford (BĂĽrgermeisterhaus, bezeichnet 1538) und Lemgo (Haus Wippermann 1576). Die Front wurde im 19. Jh. ĂĽberarbeitet und im Erdgeschoss durch Ladeneinbauten verändert. Im Zweiten Weltkrieg ausgebrannt, wurde das Haus 1949 unter Erhaltung der historischen Fassade neu errichtet. Beim Wiederaufbau wurden anstelle der groĂźen Schaufenster kleinere Kreuzstockfenster eingesetzt. Im Treppenhaus befinden sich ca. 7000 historische Delfter Kacheln aus dem 16. bis 18. Jh. Es handelt sich wohl um die größte Sammlung dieser Art in Nordwestdeutschland.
Das CrĂĽwellhaus am Alten Markt
Das CrĂĽwellhaus am Alten Markt
    • Vom Battig-Haus (Alter Markt 3) blieb nach schwerer Kriegszerstörung nur der 1680 bezeichnete Volutengiebel erhalten, der in den Komplex der Lampe-Bank einbezogen wurde. Die Schaufront ist noch stark von der so genannten „ Weserrenaissance “ beeinflusst, die Art der StaffelfĂĽllungen ist jedoch schon dem Barock verpflichtet. Der nach 1945 durchgefĂĽhrte Wiederaufbau erfolgte unter Erhaltung der Fassade, wobei die Schaufenster durch kleinere Ă–ffnungen ersetzt wurden.
    • An der ObernstraĂźe 38 befindet sich ein Fachwerkbau mit klassizistischem Massivgiebel, der dem älteren Hauskörper wohl in der 1. Hälfte des 19. Jh. vorgblendet wurde. Die Erdgeschosszone ist in jĂĽngerer Zeit durch Ladeneinbauten einschneidend verändert worden.
Spiegelshof
Spiegelshof
  • Von den noch im Jahre 1718 genannten 17 Adelshöfen sind nur wenige ĂĽberliefert.
    • Als Keimzelle der Stadt gilt der an der Welle gelegene Waldhof. Er soll aus einem der Höfe hervorgegangen sein, die bereits vor der StadtgrĂĽdung bestanden. Das lang gestreckte Gebäude stammt im Kern noch aus dem Mittelalter und wurde im 16. Jahrhundert umgebaut. Damals entstand die 1585 bezeichnete Utlucht mit Volutengiebel.
    • Am Klosterplatz befindet sich der auch als Wörmanns Hof bezeichnete Korff-Schmisinger Hof. Das mit Fächerrosetten reich beschnitzte Obergeschoss soll um 1640 entstanden sein. Beim Bau der Klosterplatzschule wurde der ehemals bedeutend längere Bau erheblich verkĂĽrzt.
    • In unmittelbarer Nähe liegt der Wendtsche Hof (HagenbruchstraĂźe 8). Der zweigeschossige Bau entstand ebenfalls im 16. Jh. und wurde im 19. und frĂĽhen 20. Jh. mehrfach verändert. Die rĂĽckwärtigen Teile wurden weitgehend in Fachwerk erneuert. Im Innenhof befindet sich ein wohl noch aus der Bauzeit stammender polygonaler Treppenturm.
    • Als zweigeschossiger Putzbau präsentiert sich Meinders Hof (ObernstraĂźe 40). Das hĂĽbsche Eingangportal ist 1669 bezeichnet. Weitere Veränderungen erfolgten in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Im Inneren des Erdgeschosses blieben ein 1670 datierter Kamin und Reste von barocken Stuckdecken erhalten.
    • Der 1540 bezeichnete Spiegelshof ist ein zweigeschossiger verputzter Bruchsteinbau im Stil der so genannten Weserrenaissance . Die Schmalseiten werden von Radzinnengiebeln geschmĂĽckt. Das Treppenhaus wurde 1682 angefĂĽgt. Das Innere wurde durch zahlreiche Umbauten stark verändert. Daher ist von der ursprĂĽnglichen Raumaufteilung kaum noch etwas vorhanden. Im hinteren Teil des Gebäudes blieb ein unterkellerter Saal mit Balkendecke erhalten. Heute beherbergt Spiegels Hof das Naturkundemuseum.
    • Der Grest'sche Hof wurde in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts auf den Fundamenten eines Stadtmauerturmes erbaut. Er bildet heute den NordflĂĽgel des Ratsgymnasiums.
  • Wieder verwendete Reste abgebrochener bzw. zerstörter Bauten:
    • Alter Markt 5. Am schlichten Nachkriegsbau ein 1593 bezeichneter Volutengiebel in Formen der Weserrenaissance , ursprĂĽnglich ObernstraĂźe 29 (BrĂĽnger). Der kriegsbeschädigte Ursprungsbau 1962 unter Sicherstellung des Giebels abgebrochen. Zunächst auf den städtischen Bauhof verbracht, fand dieser 1976 an seinem jetzigen Standort Aufstellung. In Einzelformen mit Markt 32 in Bad Salzuflen verwandt.
    • NiedernstraĂźe 3. In den schlichten Nachkriegsbau wurde ein mittelalterlicher Keller mit Tonnengewölbe integriert
    • ObernstraĂźe 36 (Sparkasse). Dem 1975 entstandenen Gebäude wurde ein einfacher Dreiecksgiebel (bezeichnet 1606) vom ehemaligen Haus ObernstraĂźe 9 vorgeblendet.
  • 55er Kaserne, Hans Sachs Str. 1775/77 auf dem Gelände des Hatzfeldschen Adelshofes errichtet. Dabei Verblendsteine von den Festungsmauern der Sparrenburg verwendet. Lang gestreckter Massivbau mit Wappen bekröntem Mittelrisalit. 1850 erweitert, dabei der HauptflĂĽgel um das MezzaningeschoĂź erhöht.
  • Auf dem Altstädter Kirchplatz befindet sich das Leineweberdenkmal. Es ist eine Brunnenanlage, die 1909 geschaffen wurde und an Bielefelds wirtschaftliche Anfänge in der Leinenverarbeitung erinnern soll.
  • Von der im 13. Jh. errichteten Stadtmauer der Altstadt sind noch wenige Fundamentreste im so genannten Welle-Haus sichtbar. Im ehem. Wohnhaus des Grest'schen Hofes (siehe dort) sind Teile eines sehr starken viereckigen Mauerturmes verbaut. In der seit dem frĂĽhen 14. Jh. befestigten Neustadt ist auĂźerdem der Stumpf eines mittelalterlichen Schalenturmes im Garten eines Hauses an der KesselstraĂźe und ein längeres, jetzt als Böschungsmauer der Lutter dienendes MauerstĂĽck nahe der 55-Kaserne vorhanden. Mit dem Aufkommen der Feuerwaffen kam es zur Anlage eines einheitlichen Befestigungssystems um Alt- und Neustadt mit mehreren Rondellen zwischen 1539 und 1545. Hiervon bleib ein mehrere Meter langes MauerstĂĽck hinter dem Haus KreuzstraĂźe 3 (z. Zt. Verwaltungsgebäude des Naturkundemuseums) erhalten, das die EinmĂĽndung von Vossbach und Lutter in den Stadtgraben sichern sollte. Auf der Mauerkrone stehen zwei letzte Vertreter der ab 1856 angeschafften Gaslaternen.
  • Die Sparrenburg ist das bekannteste Baudenkmal und Wahrzeichen der Stadt. Sie wurde wahrscheinlich schon deutlich vor 1250 von Graf Ludwig von Ravensberg erbaut und verfĂĽgt ĂĽber einen 37 m hohen Burgturm sowie ĂĽber unterirdische Gänge, die im Rahmen einer FĂĽhrung besichtigt werden können. Der Turm kann von April bis Oktober von 10 bis 18 Uhr bestiegen werden.
Sparrenburg
Sparrenburg
  • Das Alte Rathaus wurde 1904 erbaut und ist heute repräsentativer Sitz des Bielefelder OberbĂĽrgermeisters. Der größte Teil der Verwaltung befindet sich heutzutage im Neuen Rathaus, das direkt neben dem Alten liegt. An der Fassade des Alten Rathauses finden sich verschiedene Baustile, unter anderem Elemente der Gotik und der Renaissance .
Altes Rathaus
Altes Rathaus
  • Das Stadttheater bildet baulich eine Einheit mit dem Alten Rathaus. Es wurde ebenfalls im Jahr 1904 eingeweiht und verfĂĽgt ĂĽber eine bemerkenswerte Jugendstilfassade . Es ist das größte Theater der Stadt.
  • An ein Schloss erinnert die Architektur der Ravensberger Spinnerei (von 1855 bis 1857 erbaut), die im 19. Jahrhundert Europas größte Flachsspinnerei war. Heutzutage sind die Volkshochschule, das Historische Museum Bielefeld, ein städtisches Medienzentrum und eine Diskothek in ihr untergebracht. Ihr vorgelagert befinden sich der Rochdale- und der Ravensberger Park, die als Open-Air-BĂĽhne dienen.
Ravensberger Spinnerei
Ravensberger Spinnerei
  • Ehem. Werkkunstschule, Am Sparrenberg 2. 1913 von Stadtoberbaurat Fr. Schultz im Sinne der Reformschulbauten des Henry van de Velde errichtet.
  • Haus der Technik (Stadtwerke), Jahnplatz 5. Stahlskelettbau in Backsteinverblendung, 1929 von dem Berliner Architekten Heinrich Tischer als erstes „Hochhaus“ der Stadt im Stil der Neuen Sachlichkeit errichtet. Der flach gedeckte turmartige Hauptbau wurde ursprĂĽnglich von einem gläsernen Aufsatz bekrönt. Bei einem Luftangriff am 24. Februar 1945 wurde das Gebäude stark in Mitleidenschaft gezogen. Die oberen Geschosse des Turmbaus wurden wegen Einsturzgefahr wenige Wochen später gesprengt. Der bis 1950 erfolgte Wiederaufbau geschah in Anlehnung an die ursprĂĽngliche Form unter Verzicht des gläsernen Turmaufsatzes. Der obere Abschluss wurde leicht verändert und um ein Geschoss erhöht.
  • Gloria-Palast, NiedernstraĂźe 12. Ehem. Filmtheater, 1927-28 von Wilhelm Kreis im Stil der Neuen Sachlichkeit errichtet. 1944 durch Bombeneinwirkung stark beschädigt. Bei der Wiederherstellung 1948 das groĂźe Milchglasfenster ĂĽber dem Eingang durch drei FenstertĂĽren mit vorgelegtem Balkon ersetzt. Das Innere später in mehrere Kinosäle unterteilt, dabei die qualitätvolle Innenausstattung komplett zerstört. Im Jahr 2000 SchlieĂźung des Kinos und nochmaliger Umbau fĂĽr die anschlieĂźende Nutzung als Ladengeschäft, wobei die Fassade in den ursprĂĽnglichen Zustand zurĂĽck versetzt wurde. Einer der wenigen Vertreter der Neuen Sachlichkeit in Bielefeld, zudem der erste Kinobau der Stadt, dessen Zweckbestimmung auch äuĂźerlich klar erkennbar ist.
  • Die Kunsthalle wurde von 1966 bis 1968 nach den Plänen des internationalen Stararchitekten Philipp C. Johnson erbaut. Das Gebäude selbst ist ein roter Sandsteinkubus . Ihr Eigenbesitz zeigt die Kunst des 20. Jahrhunderts, daneben finden jedoch regelmäßig Wechselausstellungen zu den verschiedensten Themen statt. Die Kunsthalle verfĂĽgt ĂĽber eine vorgelagerte kleine Parkanlage mit Wasserspiel und verschiedenen Plastiken. Ebenfalls gibt es ein CafĂ© mit einer AuĂźenterrasse.
Leineweberdenkmal
Leineweberdenkmal
  • Der Botanische Garten war ursprĂĽnglich als Erweiterungsfläche fĂĽr den Johannisfriedhof vorgesehen, bis man 1912 die Schönheit des Geländes erkannte und einen Schaugarten anlegte. Dieser zeigt viele heimische und fremdländische Pflanzen. Er liegt reizvoll an einem Berghang des Teutoburger Waldes und beinhaltet einen Steingarten, Alpinum, Arznei- und GewĂĽrzgarten, Heidegarten und Buchenwaldflora und vieles mehr. In seinem Zentrum befindet sich ein Fachwerkhaus von 1823 .
  • Der Tierpark Olderdissen wurde 1928 angelegt. Er hat sich auf heimische Tierarten spezialisiert, von denen es 600 Tiere aus 135 Arten zu sehen gibt. Der Park hat jeden Tag im Jahr durchgehend, auch nachts, geöffnet.

Theater

Stadttheater
Stadttheater

Das städtische Theater Bielefeld bietet Musiktheater, Tanztheater und Schauspiel. Spielstätten sind das 1904 eingeweihte Stadttheater des Architekten Bernhard Sehring mit einer bemerkenswerten Jugendstilfassade und das Theater am Alten Markt (TAM). Bis zum Jahr 2006 wird das Stadttheater modernisiert, in dieser Zeit findet der Spielbetrieb im Theater am Alten Markt und in der Rudolf-Oetker-Halle statt. Im TAM zwei (früher TAM oben) im Dachgeschoss des TAM werden hauptsächlich Stücke zeitgenössischer Autoren aufgeführt.

Das Alarmtheater im Westen Bielefelds spielt seit 1993 Stücke für Kinder und Jugendliche, es werden aber auch andere Stücke präsentiert. Überregional bekannt geworden ist das Alarmtheater durch seine aufsehenerregenden Inszenierungen mit großen Gruppen von Jugendlichen zu den Themen Sucht- und Gewaltprävention und Migration.

Das Theaterhaus in der FeilenstraĂźe bietet anspruchsvolle StĂĽcke fĂĽr Kinder und Jugendliche, aber auch StĂĽcke fĂĽr Erwachsene. Es wird, neben Gastauftritten, von zwei Theatergruppen bespielt.

Das Theaterzentrum Tor 6 ist ein Theaterlabor, das seit 1983 eigenständig Theaterstücke entwirft.

Im Zentrum Bielefelder Puppenspiele finden AuffĂĽhrungen fĂĽr Kinder statt. Die BĂĽhne wird von zwei Theatergruppen bespielt.

Hallen

Bielefeld verfügt über mehrere moderne Hallen. Diese werden vielfältig genutzt, zum Beispiel für Konzerte, Messen, Ausstellungen, Opern, …

Seidenstickerhalle
Seidenstickerhalle

Die größte Halle in Bielefeld ist die Seidenstickerhalle . Sie verfügt über eine Zuschauerkapazität von 7.500 Zuschauern. Sie wurde 1993 als moderne Großsporthalle eröffnet und bietet neben diversen Sportveranstaltungen (Hallenfußball, Handball, …) auch Platz für Konzerte internationaler Stars, wie zum Beispiel Ronan Keating, Joe Cocker und viele andere.

Stadthalle Bielefeld
Stadthalle Bielefeld

Eine der modernsten Hallen ihrer Art ist die Stadthalle Bielefeld mit Plätzen für bis zu 4.000 Zuschauer. Sie bietet sich durch ihre Multifunktionalität für Veranstaltungen jeglicher Art an. Von Konferenzen über Messen und Kabarettveranstaltungen bis hin zu Konzerten findet hier fast jede Veranstaltungsart statt.

Im Westen Bielefelds liegt die Rudolf-Oetker-Halle. Sie gilt als eines der schönsten Konzerthäuser der Welt für klassische Musik. Ihre Akustik ist in Deutschland unübertroffen. Sie wurde im Jahr 1930 eröffnet und verfügt über eine großartige Architektur und eine Zuschauerkapazität von 2.100 Zuschauern.

Der Ringlokschuppen ist in seiner heutigen Nutzungsform noch recht neu. Er eröffnete 2003 als Halle für Konzerte und viele andere Veranstaltungen. Das Gebäude an sich wurde schon 1905 als Wartungsschuppen für Dampf- und später auch Diesellokomotiven erbaut. Gerade dies macht das Flair der Halle aus. Sie verbindet alte mit moderner Baukunst. Die Zuschauerkapazität beträgt 3.000.

Kinos

Bielefeld hat, neben 2 Multiplexen (Cinemaxx und Cinestar), nur noch ein paar kleinere Kinos. Die „traditionellen“ haben inzwischen allesamt geschlossen (so z.B. das „Movie“ am Bahnhof im Leineweberhaus, welches heute eine kleine Disco/Tanzlokal mit selbem Namen ist). Die bis 2006 einzige Neueröffung war das „Melodie-Filmtheater“ in Brackwede, wo seit 1998 an 2 Tagen die Woche eine Schul-Aula bespielt wird. Etwas älter ist das „Miniplex“ Astoria, das sich gerade zum „Arthouse“ des CinemaxX-Konzerns wandelt. An unabhängigen Kinos gibt noch die Kamera (inzwischen 3 Säle), eines der höchst dekorierten Programm-Kinos der Republik, und das im Januar 2006 in Nachfolge des alten Lichtwerks neu eröffnete „Lichtwerk im Ravensberger Park“ (3 Säle). Das kleinste Kino ist das AJZ-Kino im selbstverwalteten Arbeiter-Jugend-Zentrum.

Das Neue Bahnhofsviertel, im Hintergrund das CinemaxX
Das Neue Bahnhofsviertel, im Hintergrund das CinemaxX

Die Riege der Multiplexkinos wird vertreten durch das CinemaxX , mit 2648 Plätzen gleichzeitig das größte Kino in der Region Ostwestfalen , sowie den Cinestar-Filmpalast mit einer Kapazität von 2315 Zuschauerplätzen.

Museen

Bielefeld verfügt über eine reichhaltige und breit gefächerte Museumslandschaft. Das „Historische Museum“ zeigt die Geschichte der Stadt Bielefeld und der Region Ostwestfalen , insbesondere die Industriegeschichte. Es ist in einigen Hallen der ehemaligen Ravensberger Spinnerei untergebracht, wodurch es den Besucher in die Zeit der Industrialisierung eintauchen lässt. Das „Bauernhausmuseum“ liegt im Teutoburger Wald. Es ist das älteste Freilichtmuseum Deutschlands und zeigt einige gut erhaltene Bauernhöfe aus der Region Ostwestfalen , jedoch auch aus anderen Regionen Deutschlands .

Kunsthalle Bielefeld
Kunsthalle Bielefeld

Die Kunsthalle , erbaut 1966 – 1968 durch den Amerikaner Philip Johnson , ist der einzige europäische Museumsbau des bekannten Architekten; sie zeigt vorwiegend moderne Kunst aus dem 20. und 21. Jahrhundert . Das Museum Huelsmann ist ein Museum für Kunstgewerbe. Es wurde 1995 eröffnet und zeigt unter anderem Porzellan und Schmuck, bis hin zu wissenschaftlichen Geräten, wie Sonnenuhren . Das Naturkundemuseum ist im Spiegelshof untergebracht und zeigt den Aufbau der Erdkruste, einheimische Minerale, Fossilien und vieles mehr. Das Museum Waldhof zeigt zeitgenössische Kunst in Form von Malerei, Bildhauerkunst, Fotografie oder Zeichnungen. Im Fächerkabinett gibt es wertvolle Fächer aus allen Epochen zu sehen. Das Museum Wäschefabrik befindet sich in einem Originalgebäude. Es wurde 1913 errichtet und bis 1980 wurde hier Wäsche (Hemden, Blusen, …) produziert. Wenn man heute durch die Industriehalle läuft, hat man den Eindruck, die Arbeiter würden jeden Augenblick zur Tür hereinkommen und ihre Arbeit aufnehmen. Der Museumshof Senne besteht aus fünf Fachwerkhäusern, die zusammen eine alte westfälische Hofanlage bilden. Das älteste Gebäude stammt aus dem Jahre 1607 , das Jüngste aus dem Jahr 1903 . Das Pädagogische Museum ist in der Universität untergebracht. Es beinhaltet viele historische Schulmöbel, Lehrer-/Schülerarbeitsgeräte, Anschauungsobjekte und vieles mehr. Außerdem beinhaltet es eine historische Schulbuchsammlung. Das Museum Osthusschule ist in einer ehemaligen Schule aus dem Jahr 1895 untergebracht. Es verfügt über einen kompletten historischen Klassenraum aus der Zeit um 1900 . Die Historische Sammlung gehört zu den von Bodelschwinghschen Anstalten und verdeutlicht die Baugeschichte Bethels.

Galerien

Art d'Ameublement, Artists Unlimited, Beaugrand Kulturkonzepte, Galerie 61, Galerie Baal, Galerie David, Galerie im Ratscafé, Galerie im Studio (WDR), Galerie in der alten Vogtei, Galerie in der Zentralverwaltung der Fachhochschule Bielefeld, Galerie Jesse, Galerie Stefan Reinke, Galerie Werkstatt Johannistal, Galerieladen, Kommunale Galerie, Künstlerhaus Lydda, Lutz Teutloff Galerie, Samuelis Baumgarte Galerie, Stadtbibliothek

Parks und Friedhöfe

Parks

Der Bürgerpark ( 1933 – 1945 Adolf-Hitler-Park) war früher eine innenstadtnahe Tongrube, aus der jedoch nichts mehr gefördert wurde. Jedoch ließ man sie zunächst offen. Noch vor dem Zweiten Weltkrieg entschied man sich daraus eine Erholungsanlage zu gestalten. Nach dem Krieg wurde der Bürgerpark nach und nach durch mehrere Umgestaltungen zu einer Art Landschaftspark umgestaltet. Er ist mit Rhododendron bepflanzt und beinhaltet auch einen Rosengarten . Die Anlage befindet sich in direkter Nachbarschaft zur Oetkerhalle. Die größte Parkanlage Bielefelds ist der Botanische Garten. Er liegt am Berghang des Teutoburger Waldes und beherbergt ein Alpinum, Bambusgärten, einen Steingarten, eine Rhododendron- und eine Azaleensammlung. Des Weiteren kann man hier rund 200 Arten der roten Liste sehen. Errichtet wurde der Park im Jahr 1912 . Der Nordpark ist eine große Parkanlage mit altem Baumbestand. Während des Zweiten Weltkrieges wurde er als Kartoffelacker genutzt. Nach mehreren Umgestaltungen, ist er heute ein großer Landschaftspark. In diesem Park befindet sich auch ein steinerner Pavillon, der von einem Schüler Schinkels 1830 errichtet wurde. Der Ravensberger Park und der Rochdale Park bilden eine Einheit. Sie liegen rund um die Ravensberger Spinnerei. Der südliche Teil des Parks ist Bielefelds Partnerstadt Rochdale gewidmet. Der Brackweder Stadtpark ist der wichtigste Park im Südwesten Bielefelds. Er beinhaltet zahlreiche Blumenbeete und Spielanlagen. Der Obersee ist ein Stausee im Norden der Stadt. Rund um diesen See befindet sich eine 80 Hektar große Grünanlage. Seit dem Jahr 2003 gibt es in Bielefeld Bethel den Japanischen Garten Bielefeld. Er wurde von der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Bielefeld zu Ehren des Besuchs des Japanischen Kaiserpaares im Jahr 1993 bei den von Bodelschwinghschen Anstalten eingerichtet. Es ist ein Trockenlandschaftsgarten (karesansui) mit dem Teutoburger Wald als geborgte Landschaft, in unmittelbarer Nähe zum Ausbildungshotel Lindenhof gelegen.

Friedhöfe

Einige der Friedhöfe in den Aussenbezirken befinden sich in kirchlicher Trägerschaft. Darüber hinaus erwähnenswert ist der 1912 eröffnete Sennefriedhof. Mit knapp 100 ha Fläche gehört er zu den 3 größten Friedhöfen Deutschlands. Nur in Hamburg (Friedhof Ohlsdorf) und München finden sich vergleichbare Anlagen. Durch seine besondere Lage in der Naturlandschaft Senne und die außergewöhnliche Größe sind in vielen Bereichen des Sennefriedhofes ökologische Nischen entstanden. So stehen hier 20 der 98 kartierten Moosarten zur Roten Liste des Landes NRW. Grabmäler von Künstlern wie Käthe Kollwitz , Georg Kolbe und Peter August Böckstiegel deuten auch auf den kulturellen Wert hin.

  • Alter Friedhof Brake
  • Neuer Friedhof Brake
  • Alter Friedhof Sennestadt
  • Friedhof Altenhagen
  • Friedhof Kirchdornberg
  • Friedhof Ummeln
  • Friedhof Lämershagen
  • Friedhof Quelle
  • Friedhof Schildesche
  • Friedhof Sieker
  • Friedhof Sudbrack
  • Friedhof Jöllenbeck
  • Friedhof Theesen
  • Friedhof Ubbedissen
  • Friedhof Vilsendorf
  • Johannisfriedhof
  • Nicolaifriedhof
  • Friedhof Brackwede
  • Pellafriedhof
  • Sennefriedhof
  • Waldfriedhof Sennestadt
  • Kriegsgräberstätte
    Buschkamp
  • JĂĽdischer Friedhof

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Der Leinewebermarkt ist das größte Innenstadtfest in OWL . Man findet auf ihm zahlreiche BĂĽhnen und Fahrgeschäfte, sowie Stände aller Art. Der Leinewebermarkt findet jedes Jahr im Mai in der Bielefelder Altstadt statt.
  • Das Sparrenburgfest ist ein mittelalterliches Fest, welches jedes Jahr im Juli auf der Sparrenburg stattfindet.
  • Im September findet in der Altstadt der Weinmarkt statt, wo man die Gelegenheit hat, verschiedene deutsche Weinsorten zu probieren.
  • Eine jĂĽngere Veranstaltung ist der Stadtwerke Run & Roll Day. Dies ist eine Laufveranstaltung fĂĽr Läufer und Rollerskater auf der Stadtautobahn Ostwestfalendamm.
  • Die Nachtansichten ist die Nacht der Museen, Kirchen und Galerien. In dieser einen Nacht im Sommer haben die Kirchen, Museen und Galerien geöffnet. Drumherum gibt es noch ein diverses Rahmenprogramm.
  • Der Carnival der Kulturen findet in mehreren deutschen und ausländischen GroĂźstädten statt. So auch in Bielefeld. Es ist eine Art rheinischer Karneval, der ein wenig den Flair von Rio de Janeiro imitieren soll. Viele in- und ausländische KĂĽnstlergruppen studieren Choreographien ein und ziehen mit diesen durch die StraĂźen der Stadt.
  • La Strada heiĂźt ein Open-Air Automobilsalon in der Altstadt. Teil dessen ist auch eine Oldtimerparade.
  • Der Hermannslauf ist eine Laufveranstaltung ĂĽber die Höhen des Teutoburger Waldes. Gestartet wird in Detmold am Hermannsdenkmal, das Ziel befindet sich in Bielefeld an der Sparrenburg.
  • Traditionell wird das Jahr dann mit dem Weihnachtsmarkt beschlossen. Dieser befindet sich in der Altstadt und beherbergt ĂĽber 100 geschmĂĽckte Fachwerkhäuschen.
  • Ein neues regelmäßiges Event ist das Bielefelder Honky Tonk , welches erstmals am 4. Februar 2005 stattfand und jedes Jahr stattfinden soll. Termine fĂĽr die Veranstaltung sind auf der offiziellen Honky Tonk Website zu finden.

Kulinarische Spezialitäten

In Bielefeld gibt es traditionell die westfälischen Spezialitäten. Dazu gehört zum Beispiel Pumpernickel , ein Roggenbrot, das nicht gebacken, sondern im Dampf gegart wird. Weitere typisch westfälische Spezialitäten sind der westfälische Pickert, westfälischer Schinken und der Weizen korn .

Spezielle Bielefelder Spezialitäten sind dagegen Bielefelder Luft, ein Schnaps aus Korn und Pfefferminz, Pudding, aufgrund des hier beheimateten Oetker -Konzerns, sowie traditionell Zigarren .

Persönlichkeiten

EhrenbĂĽrger

Die Stadt Bielefeld hat folgenden Personen das EhrenbĂĽrgerrecht verliehen:

  • 1856 : Franz Ignatz Neukirch, Richter am Kreisgericht
  • 1877 : Ludwig Volrath JĂĽngst, Gymnasialprofessor
  • 1893 : Hermann Wilhelm Delius, Kaufmann, Fabrikant
  • 1899 : Eduard Windthorst, Kreisgerichtsrat
  • 1910 : Gerhard Bunnemann, OberbĂĽrgermeister
  • 1934 : Lina Oetker, Stifterin der Oetkerhalle
  • 1975 : Herbert Hinnendahl, OberbĂĽrgermeister
  • 1981 : Rudolf August Oetker , Fabrikant und Stifter der Kunsthalle
  • 1981 : Alexander Funke, Leiter der von Bodelschwinghschen Anstalten

Söhne und Töchter der Stadt

Folgende Persönlichkeiten wurden in Bielefeld geboren:

  • 1230 Bernhard IV. zur Lippe
  • 1673 Prinz Carl Philipp von Brandenburg (Sohn von Friedrich Wilhelm von Brandenburg)
  • 1675 Prinzessin Dorothea von Brandenburg (Tochter von Friedrich Wilhelm von Brandenburg)
  • 1695 Hermann Werner von Bossart , Priester und Diplomat
  • 1773 Daniel Heinrich Delius , preuĂźischer Regierungspräsident
  • 1877 Friedrich von Bodelschwingh der JĂĽngere, Leiter der v. Bodelschwinghschen Anstalten
  • 1888 Friedrich Wilhelm Murnau , Stummfilmregisseur („ Nosferatu, eine Symphonie des Grauens “)
  • 1889 Joseph Massolle , Ingenieur und Tontechnik-Leiter der Ufa
  • 1893 Elisabet van Randenborgh , Schriftstellerin
  • 1906 Hermann Kohlhase, Politiker, Landesminister
  • 1907 Horst Wessel , Verfasser des sog. Horst-Wessel-Lieds
  • 1909 Hermann Paul MĂĽller , Rennfahrer
  • 1916 Rudolf August Oetker , Unternehmer, Enkel des FirmengrĂĽnders August Oetker
  • 1934 Helmut Hesse , Ă–konom
  • 1935 RĂĽdiger Nehberg , Menschenrechtsaktivist und ĂśberlebenskĂĽnstler
  • 1937 Ulrich Wildgruber , Schauspieler
  • 1941 Klaus Hildebrand , Historiker
  • 1942 Hannes Wader , Liedermacher
  • 1942 Eberhard David, OberbĂĽrgermeister von Bielefeld
  • 1944 Bernhard Schlink , Jurist und Schriftsteller
  • 1947 Rainer Bach , Sänger, Mitglied der Gruppe Truck Stop („Der wilde, wilde Westen“)
  • 1950 Angelika Schwabe-Kratochwil , Biologin und Universitätsprofessorin
  • 1954 Michael Diekmann , Vorstandsvorsitzender der Allianz AG
  • 1956 Til Mette , Cartoonist und Maler
  • 1956 Christina Rau , Politologin und Ehefrau von Altbundespräsident Johannes Rau
  • 1957 Hera Lind , Schriftstellerin
  • 1958 Ingolf LĂĽck , Schauspieler, Moderator
  • 1966 Oliver Welke , Autor, Moderator, Schauspieler
  • 1969 Ingo Oschmann , Comedian
  • 1972 Ralph Ruthe, Cartoonist, Comiczeichner
  • 1978 Alexander Weber , Säbelfechter

Weitere Persönlichkeiten

Folgende Persönlichkeiten sind keine gebürtigen Bielefelder, wirken oder wirkten aber hier:

  • Friedrich von Bodelschwingh, Bethel-GrĂĽnder
  • Kai Diekmann , Journalist, Chefredakteur der BILD
  • Ray Dorset , Musiker ( Mungo Jerry )
  • Olaf Hampel , mehrfacher Bob-Olympiasieger
  • Hartmut von Hentig, Pädagoge und Publizist
  • Philipp Galen , Schriftsteller
  • Klaus Immelmann , Verhaltensbiologe
  • Johannes Kuhlo , GrĂĽnder der protestantischen Posaunenchorarbeit
  • Niklas Luhmann, Soziologe
  • Werner Maihofer , Politiker
  • Karl Muggly , Maler und Glasmaler
  • Friedrich Nowottny , Journalist
  • August Oetker , Backpulver -Produzent
  • Alessandro Pasqualini , Architekt der Renaissance
  • Hugo Riemann , Musiktheoretiker, -historiker, -pädagoge und -lexikograph
  • Andreas Liebold , Moderator
  • Erna Sack , Sängerin
  • Carl Severing, Politiker und Minister
  • Johannes Warns , Theologe
  • Hans Hermann Gockel , Nachrichtenmoderator bei N24

Sonstiges

Aktionen der Stadt

Die Stadt Bielefeld engagiert sich seit dem 10. Januar 2005 mit der Aktion „Bielefeld hilft“ für die Region Mullaittivu in Sri Lanka , die von der Flutkatastrophe Ende des Jahres 2004 sehr stark betroffen ist. Diese Hilfe umfasst unter anderem eine Spendenaktion. Das primäre Ziel der Aktion ist jedoch nicht die Soforthilfe, sondern die nachhaltige Hilfe zum Wiederaufbau der Region.

Motto der Stadt

Das selbst gegebene Motto der Stadt lautet: „Bielefeld – die freundliche Stadt am Teutoburger Wald“ (Viele Bielefelder persiflieren dieses Motto auch mit dem leicht abgeänderten Slogan „Bielefeld – Die freundliche Baustelle am Teutoburger Regenwald“).

Bekanntes aus Bielefeld

Die Stadt ist heutzutage vor allem bekannt als Stammsitz des Nahrungsmittelherstellers Dr. Oetker, der von Bodelschwinghschen Anstalten Bethel , sowie durch den „Rekordaufsteiger“ (7 mal) Arminia Bielefeld . Über die Stadtgrenzen bekannt ist außerdem der Flitzer Erni .

Kurioses

Als Running Gag hat im Usenet sowie später auch im Internet eine Verschwörungstheorie große Bekanntheit erreicht, die die Existenz der Stadt anzweifelt (siehe Bielefeldverschwörung).

In Anlehnung an einen Spruch über Bitterfeld entstand der Spruch „… und treffen wir uns nicht auf dieser Welt, dann treffen wir uns in Bielefeld“.

Literatur

Allgemeine Darstellungen

  • Westfälisches Städtebuch; Band III 2. Teilband aus „Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte – Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit UnterstĂĽtzung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages“, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1954
  • Grundriss zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815 – 1945, hrsg. von Walther Hubatsch, Band 8: Westfalen. Marburg an der Lahn, 1980
  • Andreas Beaugrand (Hrsg.): Stadtbuch Bielefeld, Tradition und Fortschritt in der ostwestfälischen Metropole. Westfalen Verlag, Bielefeld 1996.
  • Doris Bergs und Philipp Sondermann: Bielefeld. Der neue StadtfĂĽhrer von a bis z. Bremen/Boston 2000
  • 30 Jahre AJZ – Autonom und Selbstverwaltet, hrsg. vom AutorInnenkollektiv. AJZ Druck, Bielefeld 2003.
  • Gustav Engel: Der Stadt- und Landkreis Bielefeld(Kreis- und StadthandbĂĽcher des Westfälischen Heimatbundes, Heft 11). MĂĽnster 1950
  • Gustav Engel(Hrsg.): Bielefeld zwischen gestern, heute und morgen. Leistung und FleiĂź. Berlin/Holzminden 1954
  • Jens Kirschneck und andere: Arminia Bielefeld, , Die Werkstatt, 2004
  • Diethard H. Klein u. Heike Rosbach (Hrsg.): Bielefeld – Ein Lesebuch. Husum 1988
  • Hans-Jörg KĂĽhne: Bielefeld neu entdecken. Wartberg Verlag, Gudensberg-Gleichen 2003
  • Hans-Jörg KĂĽhne: Der Tag, an dem Bielefeld unterging. Wartberg Verlag, Gudensberg-Gleichen 2003
  • Hans-Jörg KĂĽhne: Zwischen Krieg und Frieden – Bielefeld 1945. Wartberg Verlag, 2004
  • Sigrid Lichtenberger: Begegnungen in Bielefeld. Pendragon Verlag, 2004
  • Martin Löning und Gerhard Trott: Die Universität Bielefeld. Sutton Verlag, Erfurt 2003
  • Magistrat der Stadt Bielefeld (Hrsg.): Bielefeld. Das Buch der Stadt. Unveränderter Nachdruck der Ausgabe von 1926, Frankfurt 1978
  • Matthias Rickling und Jan Witt: Bielefeld, Wartberg Verlag, Gudensberg-Gleichen 2002
  • Roland Siekmann: StadtfĂĽhrer Bielefeld - Ein Wegweiser zu Plätzen und Parks, durch Geschichte, Kultur und Landschaft, tpk-Regionalverlag, Bielefeld 2005
  • Hans Schumacher: Bielefeld – Senne. Sutton Verlag, Erfurt 2004
  • Stadt Bielefeld (Hrsg.): Bielefeld – Bauen und Planen. Bauten und Planungen der letzten 20 Jahre. Berlin-Steglitz 1967
  • Jörg Sundermeider und Werner Labisch (Hrsg.): Bielefeldbuch Verbrecher-Verlag , Berlin 2003

Geschichte

  • Gustav Engel: Die StadtgrĂĽndung im Bielefelde und das MĂĽnstersche Stadtrecht. Bielefeld 1952
  • Gustav Engel, : Bielefeld. Gesicht und Wesen einer Stadt. 2. veränderte und vermehrte Auflage, Bielefeld 1975
  • Reinhard Vogelsang: Geschichte der Stadt Bielefeld, Band I, II + III, Bielefeld 1988/89, 2005.
  • Westfälischer Städteatlas; Band: I; 3 Teilband. Im Auftrage der Historischen Kommission fĂĽr Westfalen und mit UnterstĂĽtzung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, hrsg. von Heinz Stoob † und Wilfried Ehbrecht. Stadtmappe Bielefeld, Autor: Heinz Stoob. ISBN 3-89115-330-9 ; Dortmund-Altenbeken, 1975.

Bau- und Kunstdenkmäler

  • A. Ludorff: Die Bau- und Kunstdenkmäler des Kreises Bielefeld Stadt und Land (Die Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen). MĂĽnster 1906. Reprint, Warburg 1994.
  • Stadt Bielefeld, Untere Denkmalbehörde (Hrsg.): Baudenkmäler in Bielefeld. Höfe, Kotten, MĂĽhlen. Bielefeld 1991.
  • Andreas Beaugrand (Hg.), 50 Jahre innovative Architektur in Ostwestfalen-Lippe, Bielefeld 2001.

Kunst

  • Ingeborg Eckert: Ein Altargemälde aus der Zeit der Gotik in der Neustäder Marienkirche zu Bielefeld um 1400. Bielefeld 1956
  • Kunsthalle Bielefeld (Hrsg.): Kunst in Bielefeld. Ausstellungskatalog. Bielefeld 1983
  • Städtisches Museum Bielefeld (Hrsg.): Gotische Kunst in Bielefeld 1250–1550. Autstellungskatalog. Bielefeld 1964
  • Horst Wasgindt und Waltraud Sax-Demuth (Hrsg.): Malerisches Bielefeld. KĂĽnstler sehen ihre alte Stadt. Bielefeld 1994

Bildbände

  • Jörg Boström u.a.: Stadtbild Bielefeld. Berlin 1983
  • Reinhard Vogelsang (Hrsg.): Bielefeld in alten Ansichtskarten. WĂĽrzburg 1978

Kirchen

  • Johannes Altenberend, Reinhard Vogelsang und Joachim Wibbing (Hrsg.): St. Marien in Bielefeld 1293–1993. Geschichte und Kunst des Stifts und der Neustädter Kirche. Bielefeld 1993
  • Irmingard von Dreyse, Hans Joachim Falkenberg und Harald Propach: Ev. Altstädter Nicolaikirche Bielefeld (Schnell, KunstfĂĽhrer Nr. 2041). 1, Auflage, MĂĽnchen/ZĂĽrich 1992.
  • Hans Georg Gmelin: Die Neustädter Marienkirche zu Bielefeld (GroĂźe Baudenkmäler, Heft 282). 2. ĂĽberarbeitete Auflage, MĂĽnchen/Berlin 1997
  • Presbyterium der Evangelischen Altstädter Nicolaikirchengemeinde Bielefeld (Hrsg.): 750 Jahre Altstädter Nicolaigemeinde Bielefeld. Kirche mitten in der Stadt. Bielefeld 1986
  • Heinrich Sunder: St. Jodokus Bielefeld (Schnell, KunstfĂĽhrer Nr. 1019). MĂĽnchen/ZĂĽrich 1974
  • Joachim Wibbing: Die Neustädter Marienkirche in Bielefeld (DKV-KunstfĂĽhrer 282). 3., völlig neu bearbeitete Auflage, MĂĽnchen/Berlin 2003

Profanbauten

  • Michael Wessing: Die Sparrenburg – Vom Wehrbau zum Wahrzeichen(Schriften der Historischen Museen der Stadt Bielefeld, Band 2). Bielefeld 1994

Industriearchitektur

  • Florian Böllhoff, Jörg Boström und Bernd Hey (Hrsg.): Industriearchitektur in Bielefeld. Geschichte und Fotografie. Bielefeld 1986
  • Martin Enderle: Wege durch die Luft. BrĂĽcken in Bielefeld. Bielefeld 2001
  • Gerhard Renda: Die Ravensbeger Spinnerei in Bielefeld (DKV-KunstfĂĽhrer 604). MĂĽnchen/Berlin 2002
  • Dirk Ukena und Hans J.Röver (Hrsg.): Die Ravensberger Spinnerei. Von der Fabrik zur Volkshochschule (Westfälisches Industriemuseum Schriften, Band 8). Hagen 1989

Theater und Kino

  • Frank Bell, Alexandra Jacobson und Rosa Schumacher: Pioniere, TĂĽftler, Illusionen. Kino in Bielefeld. Bielefeld 1995
  • Cornelia Fleer: Vom Kaiserpanorama zum Heimatfilm. Kinogeschichten aus Bielefeld und der Provinz Westfalen. Marburg 1996
  • Theater Bielefeld (Hrsg.): 100 Jahre Theater Bielefeld, Kerber Verlag, 2004

Natur und Umwelt

  • Michael Haemisch: Wo die Nachtigall singt. Lebensräume in Bielefeld. Bielefeld 1988
  • Volker Laske, Klaus Nottmeyer-Linden und Klaus Conrads: Die Vögel Bielefelds (Ilex-BĂĽcher-Natur, Band 2). Bielefeld 1990

Weblinks

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Informationen aus der Umgebung

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