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Letzte Änderung für Artikel Bergisch Gladbach: 19.02.2006 21:45

Bergisch Gladbach

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Wappen Karte
Wappen fehlt
Wappenabbildung auf ngw.nl
Lage von Bergisch Gladbach in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk : Köln
Kreis : Rheinisch-Bergischer Kreis
Gemeindeart : Große kreisangehörige Stadt
Fläche : 83,12 km²
Einwohner : 109.966 (30. Juni 2005)
Bevölkerungsdichte : 1.274 Einwohner/km²
H√∂he : 83 m √ľ. NN
Postleitzahl : 51401-51469 (alte PLZ 5060)
Vorwahlen : 02202, 02204, 02207
Geografische Lage :
Koordinaten: 50¬į 58' N, 7¬į 8' O
50¬į 58' N, 7¬į 8' O
Kfz-Kennzeichen : GL
Gemeindeschl√ľssel : 05 3 78 004
Stadtgliederung: 6 Statistische Bezirke
Adresse des
Stadtverwaltung:
Konrad-Adenauer-Platz 1
51465 Bergisch Gladbach
Offizielle Website : www.bergischgladbach.de
Politik
B√ľrgermeister : Klaus Orth ( SPD )
Schulden: 93,7 Mio. ‚ā¨ (Stand: 2004)

Bergisch Gladbach ist eine Stadt im Bergischen Land √∂stlich von K√∂ln in Nordrhein-Westfalen ( Deutschland ). Sie ist Kreisstadt , gr√∂√üte Stadt des Rheinisch-Bergischen Kreises und bildet ein Mittelzentrum mit derzeit knapp 110.000 Einwohnern. Damit geh√∂rt sie zu den kleinsten Gro√üst√§dten des Landes. Die heutige Stadt entstand zum 1. Januar 1975 im Rahmen der Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen, als die (alte) Stadt Bergisch Gladbach mit der Stadt Bensberg und der Ortschaft Schildgen, welche damals zur Gemeinde Odenthal geh√∂rte, zur neuen Stadt Bergisch Gladbach vereinigt wurde (vgl. ¬ß 2 K√∂ln-Gesetz). Diese Fusion war die Voraussetzung daf√ľr, dass die Einwohnerzahl der Stadt gegen Ende der 1970er Jahre die Stadtgrenze 100.000 √ľberschreiten konnte.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Bergisch Gladbach liegt etwa 10 km √∂stlich des Rheins am kr√§ftig ansteigenden Westrand der Bergischen H√∂hen (Bergisches Land) gegen die niederrheinische Bucht . Die westliche Stadtgrenze ist zugleich die √∂stliche Stadtgrenze zu K√∂ln. Der h√∂chste Punkt des Stadtgebiets ist der Dreispringen mit 267,3 m √ľ. NN , der niedrigste Punkt des Stadtgebiets liegt westlich von Refrath am Kl√§rwerk Beningsfeld und betr√§gt 51,2 m √ľ.NN. Die gr√∂√üte Ausdehnung des Stadtgebiets betr√§gt in Nord-S√ľd-Richtung 12 und in West-Ost-Richtung 14 km.

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Bergisch Gladbach, sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt:

Odenthal, K√ľrten, Overath und R√∂srath (alle Rheinisch-Bergischer Kreis) sowie K√∂ln und Leverkusen (beide kreisfreie St√§dte)

Stadtgliederung

Blick vom Marienkrankenhaus in Richtung Herkenrath
Blick vom Marienkrankenhaus in Richtung Herkenrath

Das Stadtgebiet Bergisch Gladbachs ist anders als bei kreisfreien St√§dten in Nordrhein-Westfalen nicht in Stadtbezirke mit eigener Bezirksvertretung eingeteilt. Man unterscheidet f√ľr statistische Zwecke lediglich 6 statistische Bezirke, die fortlaufend nummeriert sind und sich in mehrere Wohnpl√§tze mit eigenem Namen unterteilen. Die Wohnpl√§tze werden gelegentlich auch als Stadtteile bezeichnet. Es handelt sich √ľberwiegend um Bezeichnungen f√ľr ehemals kleinere Siedlungen, aus denen sich das heutige Stadtgebiet entwickelte oder um Neubaugebiete, deren Namen sich zur besseren Orientierung im Laufe der Zeit eingepr√§gt haben. Bensberg mit den zugeh√∂rigen Wohnpl√§tzen war bis 1975 eine selbst√§ndige Stadt. Schildgen geh√∂rte vor 1975 zur Gemeinde Odenthal.

  • Statistischer Bezirk 1: Schildgen, Katterbach, Nu√übaum, Paffrath, Hand
  • Statistischer Bezirk 2: Stadtmitte, Hebborn, Heidkamp, Gronau
  • Statistischer Bezirk 3: Romaney, Herrenstrunden, Sand
  • Statistischer Bezirk 4: Herkenrath, Asselborn, B√§rbroich
  • Statistischer Bezirk 5: L√ľckerath, Bensberg, Bockenberg, Kaule, Moitzfeld
  • Statistischer Bezirk 6: Refrath, Alt-Refrath, Kippekausen, Frankenforst, Lustheide

Teilweise gibt es noch weitere Wohngebiete mit eigenem Namen, deren Grenzen jedoch nicht genau festgelegt sind. Hierzu gehören z. B. Rommerscheid, Duckterath und Gierath.

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1870 handelt es sich meist um Sch√§tzungen. Danach entweder um Volksz√§hlungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen √Ąmter bzw. der Stadtverwaltung selbst.

JahrEinwohner
1773 1.760
1810 2.655
1834 3.764
1871 6.192
1895 10.029
1900 11.395
1. Dezember 1905 ¬Ļ 13.411
1. Dezember 1910 ¬Ļ 15.207
8. Oktober 1919 ¬Ļ 16.733
16. Juni 1925 ¬Ļ 18.192
JahrEinwohner
16. Juni 1933 ¬Ļ 20.446
17. Mai 1939 ¬Ļ 22.286
13. September 1950 ¬Ļ 32.681
6. Juni 1961 ¬Ļ 41.902
31. Dezember 1970 50.200
30. Juni 1975 99.300
30. Juni 1980 101.400
30. Juni 1985 101.000
1. Januar 1989 101.983
31. Dezember 1990 104.037
JahrEinwohner
30. Juni 1997 105.600
31. Dezember 2002 105.925
31. Dezember 2003 106.053
30. Juni 2004 109.826
31. Dezember 2004 109.896
30. Juni 2005 109.966


¬Ļ Volksz√§hlungsergebnis

Geschichte

Bensberg wird 1139 in einer Schenkungsurkunde als "Benesburc" erstmals erw√§hnt. Bergisch Gladbach wird 1271 erstmals als Gladebag urkundlich erw√§hnt. Beide Orte entwickeln sich sp√§ter zum Kern eines jeweils aus einer Vielzahl von Wohnpl√§tzen bestehenden Gebietes. Sie geh√∂ren zur Grafschaft bzw. zum Herzogtum Berg und werden von einem Amtmann aus Porz verwaltet. 1806 kommt das ganze Gebiet zun√§chst unter franz√∂sische Herrschaft, dann 1808 an das Gro√üherzogtum Berg und 1815 schlie√ülich an Preu√üen . Hier geh√∂rt es zun√§chst zur Provinz J√ľlich-Kleve-Berg und ab 1822 zur Rheinprovinz. Innerhalb Preu√üens geh√∂ren die Siedlungen zun√§chst zum Kreis M√ľlheim am Rhein . 1848 taucht der Zusatz "Bergisch" bei der Ortsbezeichnung Gladbachs erstmals in einem Poststempel auf, wenngleich er teilweise seit Beginn des 19. Jahrhunderts hin und wieder genannt wurde. 1856 erh√§lt Bergisch Gladbach die Stadtrechte . Die junge Stadt hat etwa 5.000 Einwohner. Ab 1863 tr√§gt die Stadt insbesondere zur Unterscheidung von M√ľnchen-Gladbach (sp√§ter zun√§chst in "M√ľnchen Gladbach" und heutzutage in M√∂nchengladbach umbenannt) offiziell den Namenszusatz "Bergisch".

Nachdem M√ľlheim am Rhein 1914 in die Stadt K√∂ln eingegliedert wurde, entsteht 1932 aus dem Restkreis M√ľlheim und dem Kreis Wipperf√ľrth der Rheinisch-Bergische Kreis. Bergisch Gladbach wird Kreissitz . Im 2. Weltkrieg werden Bergisch Gladbach, Bensberg und das Umland weitgehend von Zerst√∂rungen verschont. 1947 erh√§lt Bensberg ebenfalls die Stadtrechte . Sie hat damals ca. 21.000 Einwohner. Im Zuge der Gebietsreform werden beide St√§dte unter Einbeziehung des Ortsteils Schildgen zum 1. Januar 1975 zur neuen Stadt Bergisch Gladbach vereinigt. Die Stadt bleibt Kreisstadt des etwas vergr√∂√üerten Rheinisch-Bergischen Kreises. Wenige Jahre sp√§ter (1977) √ľberschreitet die Einwohnerzahl Bergisch Gladbachs die 100.000-Einwohnergrenze und wird Gro√üstadt .

Religionen

Das Stadtgebiet der heutigen Gro√üstadt Bergisch Gladbach geh√∂rte schon von Anfang an zum Gebiet des Erzbistums K√∂ln bzw. zu dessen Archidiakonat des Propstes von St. Kunibert, Dekanat Deutz. Die √§lteste Pfarrkirche der alten Stadt Bergisch Gladbach ist wohl die Pfarre in Paffrath. Von ihr l√∂sten sich sp√§ter Gladbach und Sand sowie weitere Gemeinden ab. Bensberg wurde ebenfalls im 13. Jahrhundert Sitz einer Pfarrei. Von den alten Pfarreien Paffrath und Gladbach l√∂sten sich im 19. und 20. Jahrhundert weitere eigene Pfarreien ab, so etwa 1912 Hebborn oder Gronau 1926. Bereits seit 1827 geh√∂rten alle katholischen Pfarrgemeinden der Gegend zum Dekanat M√ľlheim am Rhein. Jedoch wurde Bensberg 1896 Sitz eines eigenen Dekanats. Heute geh√∂ren die Pfarrgemeinden der Stadt zum Dekanat Bergisch Gladbach.

Die heutigen katholischen Kirchen der Stadt sind St. Laurentius (Bergisch Gladbach), St. Marien (Gronau), Heilige Drei Könige (Hebborn), St. Konrad (Hand), St. Josef (Heidkamp), St. Clemens (Paffrath), St. Severin (Sand), Herz Jesu (Schildgen), St. Johannes der Täufer (Herrenstrunden), St. Nikolaus (Bensberg), St. Maria Königin (Frankenforst), St. Antonius Abbas (Herkenrath), St. Josef (Moitzfeld), St. Elisabeth (Refrath) und St. Johann Baptist (Refrath).

In Bergisch Gladbach bzw. Bensberg traten 1582 erstmals auch reformierte Papiermacher auf. Sie geh√∂rten ab 1589 zur Bergischen Synode. 1610 bis 1621 gab es f√ľr Bergisch Gladbach und Bensberg einen reformierten Pfarrer. Den Gemeindegliedern wurde die Bensberger Kirche √ľberlassen. Doch √ľbergab der Bergische Amtmann 1618 die Kirche wieder den Katholiken , nachdem der Herzog von Berg bereits 1614 wieder zum Katholizismus √ľbergetreten war. In der Folgezeit wurde die Gegend wieder nahezu komplett katholisch, doch wurden die Protestanten weiter geduldet. Bis 1638 bildeten sie in Bensberg noch eine "heimliche Gemeinde" und wurden danach von M√ľlheim am Rhein aus betreut. 1775 wurde durch den Papierfabrikanten Heinrich Schnabel in Bergisch Gladbach wieder eine eigene reformierte Gemeinde gegr√ľndet und 1776 konnte diese eine eigene Kirche bauen, die heutige Gnadenkirche. Die Gemeinde geh√∂rte zur D√ľsseldorfer Klasse. In jener Zeit entstand auch eine lutherische Gemeinde . Beide vereinigten sich 1817 zur evangelischen Gemeinde Gladbach, nachdem seinerzeit im gesamten K√∂nigreich Preu√üen , zu dem das Gebiet inzwischen geh√∂rte, die Union zwischen reformierten und lutherischen Gemeinden vollzogen wurde. Die Gemeindeglieder Bergisch Gladbachs geh√∂rten dann zur M√ľlheimer Synode bzw. M√ľlheimer Klasse und kamen sp√§ter zum Kirchenkreis K√∂ln innerhalb der rheinischen Provinzialkirche, aus der die heutige Evangelische Kirche im Rheinland hervorging. Auch in Bensberg lie√üen sich im 19. Jahrhundert wieder Protestanten nieder. Sie hielten im Bensberger Schloss ihre Gottesdienste ab. Die Pfarrer kamen aus Bergisch Gladbach. 1937 / 38 konnte die kleine Gemeinde jedoch eine eigene Kirche bauen. Seit der Aufteilung des Kirchenkreises K√∂ln im Jahre 1964 geh√∂ren die Kirchengemeinden der Stadt Bergisch Gladbach zum "Kirchenkreis K√∂ln-rechtsrheinisch" innerhalb des Evangelischen Stadtkirchenverbands K√∂ln der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Die heutigen evangelischen Kirchen der Stadt sind Gnadenkirche, Heilig-Geist-Kirche, Kirche zum Frieden Gottes, Kirche Zum Heilsbrunnen und Andreaskirche (alle in Bergisch Gladbach) sowie Evangelische Kirche Bensberg.

Neben den beiden großen Kirchen gibt es auch eine Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde ( Baptisten ). Ferner ist eine Neuapostolische Kirche und eine Freie Christengemeinde ( BFP ) vorhanden.

Politik

Rathaus in Alt-Bergisch Gladbach
Rathaus in Alt-Bergisch Gladbach

Die meisten Siedlungen im heutigen Stadtgebiet Bergisch Gladbachs blieben bis ins 19. Jahrhundert relativ unbedeutend. Das ganze Gebiet wurde vom Amtmann bzw. Oberamtmann in Porz verwaltet. Seit dem 17. Jahrhundert hatte dieser einen Amtsverwalter. Ihm unterstanden zum einen der Oberschulthei√ü in Bensberg, der f√ľr die Verwaltung sowie f√ľr Polizeiaufgaben zust√§ndig war und andererseits der Kellner in Bensberg f√ľr die Dominalg√ľter und Steuern. Beide hatten in Bergisch Gladbach ihre Organe, Schatzheber, Vorsteher, Bote und Sch√∂ffen. 1808 wurde in Bergisch Gladbach die Munizipalverfassung eingef√ľhrt. Danach stand an der Spitze der Gemeinde der Maire, dem Adjutanten als Beigeordnete zur Seite standen. Aus der Mairie wurde 1813 die B√ľrgermeisterei mit einem B√ľrgermeister und einem Gemeinderat, der auch nach der Stadterhebung 1856 beibehalten wurde. Jedoch erh√∂hte sich die Zahl der Stadtverordneten sp√§ter von 18 auf 24. Auch in Bensberg gab es im 19. Jahrhundert einen B√ľrgermeister und einen Gemeinderat.

W√§hrend der Zeit der Nationalsozialisten wurden die B√ľrgermeister beider Gemeinden von der NSDAP eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Milit√§rregierung der Britischen Besatzungszone jeweils einen neuen B√ľrgermeister ein und 1946 f√ľhrte sie die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gew√§hlten "Rat der Stadt", dessen Mitglieder man als "Stadtverordnete" bezeichnet. Der Rat w√§hlte anfangs aus seiner Mitte den B√ľrgermeister als Vorsitzenden und Repr√§sentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich t√§tig war. Des Weiteren w√§hlte der Rat ab 1946 ebenfalls einen hauptamtlichen Stadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. Seit der Vereinigung beider St√§dte 1975 gab es nur noch einen gemeinsamen B√ľrgermeister und einen Stadtdirektor. 1999 wurde die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen B√ľrgermeister. Dieser ist Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und Repr√§sentant der Stadt. Er wird seither direkt vom Volk gew√§hlt.

Am 21. September 2003 wurde mit einem B√ľrgerentscheid verhindert, dass das Abwasserwerk Bergisch Gladbachs einschlie√ülich des gesamten Kanalnetzes Bestandteil eines Cross-Border-Leasing-Vertrages wird.

Der Rat der Stadt Bergisch Gladbach hat gegenwärtig (Stand: Oktober 2004) 66 Sitze, die sich auf die einzelnen Parteien wie folgt verteilen:

  • CDU = 24 Sitze
  • SPD = 18 Sitze
  • B√ľndnis 90/Die Gr√ľnen = 9 Sitze
  • FDP = 7 Sitze
  • KIDitiative = 4 Sitze
  • BfBB = 4 Sitze

B√ľrgermeister von Bergisch Gladbach 1945 - heute

  • 1945 - 1946 : Josef Geyser
  • 1946 - 1950 : Franz Heider
  • 1950 - 1952 : Dr. Ignaz Tenckhoff
  • 1952 - 1956 : Moritz Weig
  • 1956 - 1957 : Johann Mick
  • 1957 - 1963 : Fritz Wachendorff
  • 1963 - 1974 : Heinz Fr√∂ling
  • 1975 - 1984 : Franz Karl Burgmer
  • 1984 - 1989 : Franz Heinrich Krey
  • 1989 - 1994 : Holger Pfleger
  • 1994 - 2004 : Maria Theresia Opladen
  • 2004 - heute : Klaus Orth

B√ľrgermeister von Bensberg 1945 - 1974

  • 1945 - 1946 : Matthias Kiel
  • 1946 - 1956 : Jean Werheit
  • 1956 - 1974 : Dr. Ulrich M√ľller-Frank

Stadtdirektoren von Bergisch Gladbach 1946 - 1999

  • 1946 - 1947 : Aloys Nell
  • 1947 - 1948 : Josef Hermanns
  • 1948 - 1969 : Dr. Peter Kentenich
  • 1970 - 1995 : Otto Fell
  • 1995 - 1999 : Dr. Hans-Joachim Franke

Stadtdirektoren von Bensberg 1946 - 1974

  • 1946 - 1949 : Theodor H√∂tter
  • 1949 - 1970 : Wilhelm Wagener
  • 1970 - 1974 : Alexander Lammers

Wappen

Das Wappen der Stadt Bergisch Gladbach ziert in Gr√ľn √ľber einem silbernen Wechselzinnenbalken ein wachsender rot gezungter und rot bewehrter goldener L√∂we, darunter ein herschauender goldener Hirschkopf. Das Wappen wurde der Stadt am 6. April 1977 durch den Regierungspr√§sidenten in K√∂ln verliehen. Der L√∂we ist das Wappentier der Grafschaft bzw. des Herzogtums Berg, das in der Gegend schon sehr fr√ľh Besitzungen hatte. Er war auch im alten Bergisch Gladbacher Wappen zu sehen. Der Hirschkopf ist dem alten Bensberger Wappen entnommen und soll auf den Wald hinweisen, der in Bensberg im Laufe der Geschichte eine wichtige Rolle spielte. Der Wechselzinnenbalken soll die Symbole beider St√§dte verbinden und auch auf das Bergische Land hinweisen. Er war bereits im alten Bergisch Gladbacher Wappen abgebildet.

Städtepartnerschaften

Bergisch Gladbach unterhält eine Städtepartnerschaft mit folgenden Städten:

  • Bourgoin-Jallieu ( Frankreich ), seit 1956
  • Luton ( Vereinigtes K√∂nigreich ), seit 1956
  • Velsen ( Niederlande ), seit 1956
  • Joinville-le-Pont ( Frankreich ) seit 1960 mit Bensberg (die Partnerschaft wurde von Bergisch Gladbach weitergef√ľhrt)
  • Runnymede ( Vereinigtes K√∂nigreich ) seit 1965 mit Bensberg (Runnymede hie√ü damals noch Egham ; die Partnerschaft wurde von Bergisch Gladbach weitergef√ľhrt)
  • Marijampolńó ( Litauen ), seit 1989
  • Limassol ( Zypern ), seit 1991
  • Pszczyna ( Polen ), seit 1993

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

Rathaus im Stadtteil Bensberg
Rathaus im Stadtteil Bensberg

Als √ľberregional bekannte Sehensw√ľrdigkeit und eines der Wahrzeichen der Stadt ist das in der Bev√∂lkerung bis heute umstrittene Rathaus im Stadtteil Bensberg (im Volksmund: Affenfelsen) zu nennen, ein moderner Bau erbaut von Prof. Gottfried B√∂hm , der den Neubau geschickt in die alte Burganlage integrierte. Vom gleichen Architekten stammt auch die sehenswerte katholische Herz-Jesu-Kirche im Stadtteil Schildgen. An weiteren Kirchen sind zu erw√§hnen: St. Laurentius in Bergisch Gladbach, katholische Hauptpfarrkirche der Stadt im neuromanischen Stil, die in mehreren Bauphasen entstand und erst Anfang des 20. Jahrhunderts fertiggestellt wurde; im Innern sind vor allem die Heiligenfiguren aus dem Jahre 1411 und der Kirchenschatz sehenswert. Ferner die evangelische Gnadenkirche, die 1776 als reformierte Kirche erbaut wurde. In Bensberg ist die Pfarrkirche St. Nikolaus, die katholische Hauptkirche zu erw√§hnen, w√§hrend die evangelische Kirche erst 1937 /38 erstellt wurde. Weitere Sehensw√ľrdigkeiten der Stadt sind Schloss Bensberg, Schloss Lerbach und die Burg Zweiffel in Herrenstrunden (seit 2004 in Privatbesitz und nicht mehr √∂ffentlich zug√§nglich) sowie das Rathaus in Alt-Bergisch Gladbach.

Mittelpunkt des kulturellen Lebens ist das B√ľrgerhaus Bergischer L√∂we mit zahlreichen Theatergastspielen. An Museen sind das Bergische Museum f√ľr Bergbau, Handwerk und Gewerbe und das Papiermuseum Alte Dombach zu nennen. Bekannt ist auch die Villa Zanders.

Unweit von Bergisch Gladbach auf dem Gebiet der Gemeinde Odenthal liegt der Altenberger Dom, eine √ľberregional bekannte Sehensw√ľrdigkeit. Die Kirche wird heute simultan, d. h. von katholischen und protestantischen Gemeinden genutzt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Durch das s√ľdliche Stadtgebiet f√ľhrt die Bundesautobahn A 4 K√∂ln- Olpe, die im Westen der Stadt bereits auf K√∂lner Stadtgebiet die A 3 Frankfurt- K√∂ln- Oberhausen kreuzt. Ferner f√ľhren die Bundesstra√üen 55 und 506 durch das Stadtgebiet.

Den √∂ffentlichen Personennahverkehr ( √ĖPNV ) bedienen mehrere Buslinien sowie eine S-Bahn Linie und eine Stadtbahnlinie.

  • Vom Bahnhof Bergisch Gladbach f√ľhrt die Linie S 11 via K√∂ln Hauptbahnhof nach Neuss und D√ľsseldorf.
  • Am Busbahnhof im Stadtteil Bensberg endet die Stadtbahnlinie 1, die nach K√∂ln (via Deutz und Neumarkt bis nach Weiden) f√ľhrt, ebenfalls kann man von hier aus mit den Schnellbuslinien (fahren z.T. √ľber die Autobahn) 31 (von Overath) und 42 (von Lindlar) in ca. 25 min zum K√∂lner Hauptbahnhof gelangen.

Alle Linien sind zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrsverbunds Rhein-Sieg zu benutzen.

Die Bahnstrecke durch den K√∂nigsforst √ľber Bensberg nach R√∂srath wurde 1961 stillgelegt und kann heute teilweise als Radweg genutzt werden. Ein kleines St√ľck vom Bahnhof Bergisch Gladbach zu einem Industriegebiet wird noch als Anschlu√üstelle f√ľr G√ľterverkehr genutzt.

Medien

Die Tageszeitungen K√∂lnische Rundschau und K√∂lner Stadt-Anzeiger unterhalten Lokalredaktionen in der Innenstadt, die f√ľr die jeweiligen werkt√§glichen Lokalteile der Publikationen zust√§ndig sind.

Das Bergische Handelsblatt, ein wöchentlich kostenfrei verteiltes Direktwerbungsmedium im Zeitungsformat mit redaktionellem Schwerpunkt auf lokalen Ereignissen der Region, ist in Bergisch Gladbach ansässig.

In Bergisch Gladbach erscheinen zwei monatliche Zeitschriften: GLkompakt an alle Haushalte in Bergisch Gladbach sowie Franzz per Auslage in Kneipen und anderen Lokalitäten.

Der Privatsender Radio Berg, der das Sendegebiet Bergisches Land versorgt, befindet sich seit Anfang 2005 in der Nachbargemeinde K√ľrten.

Bis zum Jahre 2004 befand sich der lokale Radiosender im Technologiepark Bergisch Gladbach in der Nähe des Ortsteils Moitzfeld.

√Ėffentliche Einrichtungen

Bergisch Gladbach ist Sitz der Bundesanstalt f√ľr Stra√üenwesen und der Kreisverwaltung des Rheinisch-Bergischen Kreises sowie der Erdbebenstation Bensberg (eine Einrichtung der Universit√§t zu K√∂ln). Im Ortsteil Moitzfeld ist der Spitzenverband der Innungskrankenkassen (IKK-Bundesverband) ans√§ssig.

Bildung

In Bergisch Gladbach gibt es zwar keine Universit√§t , jedoch die private Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) . Deren Tr√§gerverein, das Bildungszentrum f√ľr informationsverarbeitende Berufe (b.i.b. e.V.) in Paderborn, betreibt auch ein Berufskolleg f√ľr Angewandte Informatik, an dem zwei- bis dreij√§hrige Informatik -Ausbildungen angeboten werden, die mit einem staatlichen Berufsabschluss enden.

Au√üerdem hat die Stadt das breit gef√§cherte Angebot an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen. So gibt es u. a. zwanzig Grundschulen , f√ľnf Gymnasien , eine Gesamtschule , f√ľnf Realschulen ,drei Hauptschulen, eine Waldorfschule und drei Sonderschulen sowie eine Gewerbliche, hauswirtschaftliche und sozialp√§dagogische Berufsschule und eine Kaufm√§nnische Schule.

Die städtische Max-Bruch-Musikschule ermöglicht eine musikalische Ausbildung in den unterschiedlichsten Musikrichtungen.

Persönlichkeiten

Ehrenb√ľrger

Die Stadt Bergisch Gladbach bzw. die fr√ľhere Stadt Bensberg haben folgenden Personen das Ehrenb√ľrgerrecht verliehen:

  • 1904 : Freiherr Hermann von Budde (1851-1906), preu√üischer Staatsminister
  • 1917 : Paul von Hindenburg (1847-1934), General-Feldmarschall
  • 1917 : Max Bruch (1838-1920), Komponist
  • 1933 , widerrufen 1988 : Adolf Hitler (1889-1945), Reichskanzler
  • 1952 : Hermann Joseph Hecker (1876-1960), K√∂lner Domprobst
  • 1954 : Wilhelm Darius (1875-1969), B√ľrgermeister von Bensberg 1919-1921
  • 1954 : Dr. Johann Wilhelm Zanders (1899-1978), Papierfabrikant
  • 1959 : Jean Werheit (1894-1971), B√ľrgermeister von Bergisch Gladbach 1946-1956
  • 1961 : Peter Walterscheidt (1881-1971), Beigeordneter
  • 1972 : Dr. Ulrich M√ľller-Frank (1917-1996), B√ľrgermeister von Bensberg 1956-1974
  • 1977 : Heinz Fr√∂ling (1917-2004), B√ľrgermeister von Bergisch Gladbach 1963-1974
  • 1979 : Willi H√∂derath (1918-2002), Stellv. B√ľrgermeister von Bergisch Gladbach 1964-1979
  • 1993 : Gustav Heinrich L√ľbbe (1918-1995), Gr√ľnder des Bastei-L√ľbbe Verlag
  • 1999 : Franz Heinrich Krey (* 1930), B√ľrgermeister von Bergisch Gladbach 1984-1989
  • 2000 : Hans Hachenberg (* 1925), Karnevalist
  • 2000 : Carl C√ľppers (* 1920), Schulrat
  • 2003 : Walter Hanel (* 1930), Grafiker, politischer Karikaturist
  • 2004 : Willibert Kr√ľger (* 1940), Fabrikant von Instant- und Schokoladenprodukten

Söhne und Töchter der Stadt

Folgende Personen sind in Bergisch Gladbach geboren (Auflistung chronologisch nach Geburtstag):

  • Markus H√∂henrath , * 15. September 1772 im Ortsteil Paffrath, ‚Ć 1862 - Geograph, Schriftsteller und Abenteurer
  • Vinzenz Feckter , * 5. Dezember 1847 im Ortsteil Paffrath, ‚Ć 1916 - Fotopionier und Amateurphotograph
  • Wolfgang Bosbach , * 11. Juni 1952 - Politiker
  • Dennie Christian , * 22. Mai 1956 im Ortsteil Bensberg - Schlagers√§nger (‚ÄěRosamunde‚Äú)
  • Astrid Ben√∂hr , * 8. Oktober 1957 - Ultra-Triathletin
  • David Schnell , * 1971 , Maler
  • Heidi Klum , * 1. Juni 1973 - Fotomodell

Ferner leben und/oder arbeiten folgende Personen in Bergisch Gladbach, sie sind jedoch nicht hier geboren:

  • Lotte H√∂rmann-Siller , * 1895 in Barmen, ‚Ć 17. September 1971 in Bergisch Gladbach - Malerin und Dichterin
  • Walter Hanel , * 14. September 1930 in Teplitz-Sch√∂nau / Tschechien - Grafiker, politischer Karikaturist, Ehrenb√ľrger der Stadt
  • Dr. Gerd B. Achenbach , * 1947 in Hameln - Begr√ľnder der Philosophischen Praxis und Vorsitzender der ‚ÄěGesellschaft f√ľr Philosophische Praxis‚Äú in Bergisch Gladbach
  • Micky Br√ľhl, * 7. Juli 1961 - Mitbegr√ľnder und S√§nger der k√∂lschen Mundartgruppe Paveier
  • Dieter M√ľller - Spitzenkoch im Schlo√ühotel Lerbach

Vereine

  • ESV Bergisch Gladbach e.V.( Eishockey )
  • BV 04 Bergisch Gladbach e.V. ( Badminton )
  • SSG 09 Bergisch Gladbach ( Fu√üball )
  • SC 27 Bergisch Gladbach (Fu√üball, Kegeln )
  • THC RW Bergisch Gladbach ( Tennis , Hockey )
  • Bergisch Gladbach Lions ( American Football )
  • TUS Moitzfeld ( Tennis , Fu√üball , Volleyball )
  • Kammerorchester Bergisch Gladbach e.V. (Musik)
  • Paffrath Tigers ( Baseball )

Literatur

  • Rheinisches St√§dtebuch; Band III 3. Teilband aus "Deutsches St√§dtebuch. Handbuch st√§dtischer Geschichte - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterst√ľtzung des Deutschen St√§dtetages, des Deutschen St√§dtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1956
  • Rolf-Dieter Bauche, Papiermacher in Bergisch Gladbach, Bergisch Gladbach 1993
  • Hans Leonhard Brenner, Die Geschichte der Kalkbrennerei in Bergisch Gladbach, Bergisch Gladbach 1992 ISBN 3882651717
  • G√ľnter Burike (Hrsg.): Bergisch Gladbach. - Bergisch Gladbach 2., √ľberarb. Aufl. 1986 ISBN 3785702396
  • Magdalene Christ, Die Anf√§nge der Fortbildungsschulen in Bergisch Gladbach und Bensberg, Bergisch Gladbach 1998
  • Albert E√üer, Die h√∂heren Knabenschulen in Bergisch Gladbach und Bensberg, Bergisch Gladbach 1998
  • D√∂rte Gernert, Schulbesuch und Fabrikarbeit in Bergisch Gladbach im 19. Jahrhundert, Bergisch Gladbach 1998
  • Anette Hild-Berg, Frauen und Bildung in Bergisch Gladbach im 19. und fr√ľhen 20. Jahrhunder, Bergisch Gladbach 1998
  • Manfred Jahnke, 150 Jahre Post in Bergisch Gladbach, Bergisch Gladbach 1992
  • Eva Kistemann, Gewerblich-industrielle Kulturlandschaft in Schutz- und Planungskonzepten Bergisch-Gladbach 1820 - 1999, Bergisch Gladbach 1. Aufl. 2000
  • Kurt Kluxen, Geschichte von Bensberg Paderborn 1976
  • Johann Paul, Die christliche Gewerkschaftsbewegung in Bergisch Gladbach vor dem Ersten Weltkrieg, Bergisch Gladbach 1989
  • Sabine Schachtner, Bergisch Gladbach und die Entwicklung der Papierindustrie in Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert, Bergisch Gladbach 1998 ISBN 3792715619
  • Reinhold Kornhoff u.a., Bev√∂lkerungsliste der B√ľrgermeisterei Bergisch Gladbach im Jahr 1858, Schriftenreihe des Bergischen Geschichtsvereins Abt. Rhein-Berg Band 43, ISBN 3-932326-43-1

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