fair-hotels . Ein Service wie gemalt
Reiseführer Übersicht Deutschland Österreich Schweiz Bauwerke nach Stil

Werbung

Letzte Änderung für Artikel Osterholz-Scharmbeck: 19.02.2006 23:59

Osterholz-Scharmbeck

Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Karte
Wappen Osterholz-Scharmbeck Deutschlandkarte, Position von Osterholz-Scharmbeck hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis : Osterholz
Geografische Lage :
Koordinaten: 53┬░ 13ÔÇ▓ N, 8┬░ 48ÔÇ▓ O
53┬░ 13ÔÇ▓ N, 8┬░ 48ÔÇ▓ O
Fl├Ąche : 147 km┬▓
Einwohner : 31.055 (30. Juni 2005)
Bev├Âlkerungsdichte : 212 Einwohner/km┬▓
H├Âhe : 11 m ├╝. NN
Postleitzahl : 27711
Vorwahl : 04791
Kfz-Kennzeichen : OHZ
Gemeindeschl├╝ssel : 03 3 56 007
Stadtgliederung: Kernstadt und 9 Ortschaften
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausstra├če 1
27711 Osterholz-Scharmbeck
Website: www.osterholz-scharmbeck.de
Politik
B├╝rgermeister : Martin Wagener ( SPD )
Bild
Lauf des Giehler Bachs und der Hamme von der Langen Heide ins Teufelsmoor bis zur M├╝ndung in die Lesum.
Lauf des Giehler Bachs und der Hamme von der Langen Heide ins Teufelsmoor bis zur M├╝ndung in die Lesum.

Osterholz-Scharmbeck ist eine Kreisstadt im Norden Niedersachsens, nord├Âstlich der Hansestadt Bremen, und Sitz des Landkreises Osterholz.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Die Stadt Osterholz-Scharmbeck liegt in der Norddeutschen Tiefebene ca. 22 Kilometer nordnord├Âstlich von Bremen. Die Stadt befindet sich nahe der Hamme - wohin auch ein Hafenkanal f├╝hrt - und verbindet ├╝ber den Hamme-Oste-Kanal als Nebenfluss der Weser diese mit der Elbe. Die Stadt grenzt an das Teufelsmoor an dessen Rand sich auch das K├╝nstlerdorf Worpswede befindet.

Stadtgliederung

Die Stadt Osterholz-Scharmbeck besteht aus der Kernstadt und den neun Ortschaften:

  • 1. Frei├čenb├╝ttel
  • 2. Garlstedt
  • 3. Heilshorn
  • 4. H├╝lseberg
  • 5. Ohlenstedt
  • 6. Pennigb├╝ttel
  • 7. Sandhausen
  • 8. Scharmbeckstotel
  • 9. Teufelsmoor .

Weitere Ortsteile, die allerdings keine administrative Unterstruktur bilden, sind in alphabetischer Reihenfolge:

  • Ahrensfelde - Altenbr├╝ck - Altendamm - Auf Dem Raden - Auf Dem Rusch
  • Bargten - Bredbeck - Buschhausen - B├╝ttel
  • Feldhof - Haslah - Hinter Dem Horn - Kattenhorn - Lange Heide - Lintel
  • Muskau - Myhle - Niedersandhausen - Ovelg├Ânne - Ruschkamp - Settenbeck
  • Vorwohlde - Westerbeck - Wiste.

Geologie

Die Landschaft im Stadtgebiet von Osterholz-Scharmbeck ist vom ├ťbergang der Endmor├Ąnenlandschaft Weserm├╝nder Geest ins Teufelsmoor gepr├Ągt. Beide Landschaftstypen sind Teil des glazialen Serie der Saale-Eiszeit , die die norddeutsche Tiefebene geformt hat.

Der Geestr├╝cken erhebt sich im Westteil des Stadtgebiets in der Langen Heide bis auf eine H├Âhe von 48 m ├╝. NN. Die Lange Heide ist das Quellgebiet der Hamme und zahlreicher kleinerer Fl├╝sse, wie der Drepte, dem Scharmbecker Bach und der Sch├Ânebecker Aue . Der Geestr├╝cken f├Ąllt nach Osten innerhalb der Kernstadt bis auf 4 m ├╝. NN ab. Die ├Âstlichen Stadtteile liegen bereits im Teufelsmoor, das durch das Urstromtal der Hamme gebildet wurde.

Politik

Stadtrat

  • SPD 20 Sitze
  • CDU 11 Sitze
  • B├╝ndnis 90/Die Gr├╝nen 2 Sitze
  • FDP 1 Sitz
  • B├╝rgerfraktion 4 Sitze

Der Stadtrat wird im September 2006 im Rahmen der nieders├Ąchsischen Kommunalwahl neu gew├Ąhlt. Der B├╝rgermeister wird dann erstmals f├╝r eine Amtsperiode von acht Jahren von der Bev├Âlkerung gew├Ąhlt.

Wappen

Im Zentrum des Wappen steht ein angepflockter Bulle , er steht f├╝r den ├╝berregional bedeutenden j├Ąhrlichen Viehmarkt der Stadt, der heute noch als Scharmbecker Herbstmarkt gefeiert wird.

(Zur Ehrung der geschichtlichen Bedeutsamkeit dieser Tiere veranstaltete die Stadt Osterholz-Scharmbeck im Sommer 2000 unter dem Motto: ÔÇ×Die Bullen sind losÔÇť eine Kunstaktion. Im gesamten Stadtgebiet wurden kreativ verzierte (fast) lebensgro├če Kunststoffrinder aufgestellt. Der wohl exponierteste dieser Bullen ist noch heute (2006) auf dem Marktplatz von Scharmbeck am alten Schlauchturm zu finden.)

Die drei Weberschiffchen geben den Hinweis auf die Scharmbecker Tuchmacherzunft der Stadt; die Anordnung im Dreickeck soll f├╝r Flei├č stehen. Auch die Farben haben Bedeutung: Blau und Gelb deuten - wie im Wappen von Lilienthal - auf die Zeit als ÔÇ×schwedische ResidenzÔÇť von 1648 bis 1715 hin. Allerdings war blau auch schon die Farbe des Siegelwappen derer "von Sandbeck" vom Gut Sandbeck. Der silberne Streifen im Gr├╝nen Feld (gr├╝n f├╝r Hoffnung), symbolisiert den Scharmbecker Bach , der so wichtig f├╝r die Scharmbecker Tuchmacherzunft war.

St├Ądtepartnerschaften

Seit dem 27. M├Ąrz 1990 unterh├Ąlt Osterholz-Scharmbeck eine St├Ądtepartnerschaft mit der Stadt Grimmen in Mecklenburg-Vorpommern.

Entstehungsgeschichte der Stadt

Hauptartikel: Geschichte von Osterholz-Scharmbeck

Der Ort Osterholz-Scharmbeck entstand erst aufgrund des Zusammenschlusses der Orte Osterholz und Scharmbeck im Jahre 1927 .

Erste Besiedelung

Die Siedlungsgeschichte des Gebietes geht bis in die Jungsteinzeit zur├╝ck. Um 10.000 v.Chr. streifen J├Ąger, Sammler und Fischer ├╝ber die "Osterholzer Geest" und die angrenzenden Moore; ihre Anwesenheit ist durch die zahlreichen Funde von Spanmessern und Pfeilspitzen belegt, die zum Beispiel im Heimatmuseum Osterholz ausgestellt sind. Einige von diesen fr├╝hen Besuchern der Geest werden nachweisbar sesshaft, da bei zahlreichen Ausgrabungen auch Spuren eines primitiven Ackerbaus (zum Beispiel ├äxte) gefunden werden.

Offensichtliches Zeugnis der Besiedlung ist das etwa 2000 v. Chr. errichtete Gro├čsteingrab, ein beindruckendes Steingrab an der heutigen Osterholzer Stra├če im Stadtzentrum. Dieses H├╝nengrab oder H├╝nenstein genannte gut erhaltene Kammergrab wird auf ein Alter von etwa 4000 Jahren datiert.

Steingrab in Osterholz-Scharmbeck (Vorderseite)
Steingrab in Osterholz-Scharmbeck (Vorderseite)
Scharmbecker Bach am Marktplatz in Scharmbeck
Scharmbecker Bach am Marktplatz in Scharmbeck
St.-Willehadi-Kirche und Schlauchturm (mit Kunststoffrind)
St.-Willehadi-Kirche und Schlauchturm (mit Kunststoffrind)
Klosterkirche St. Marien in Osterholz
Klosterkirche St. Marien in Osterholz
Holl├Ąnderm├╝hle von R├Ânn
Holl├Ąnderm├╝hle von R├Ânn
Wasserm├╝hle hinter der St.-Willehadi-Kirche
Wasserm├╝hle hinter der St.-Willehadi-Kirche
Marktplatz von Osterholz-Scharmbeck
Marktplatz von Osterholz-Scharmbeck
Hammewiesen am Kirchdammgraben in Osterholz
Hammewiesen am Kirchdammgraben in Osterholz

Derartige Gro├čsteingr├Ąber wurden bei der Bestattungen der Bronzezeit durch Grabh├╝gel abgel├Âst, wie sie sich heute z.B. im Stadtteil Garlstedt finden. Den wichtigsten Fund in einem dieser Gr├Ąber stellt wohl die Garlstedter Lure dar. Die 1830 bei Stra├čenarbeiten entdeckten Bruchst├╝cke dieses bronzezeitlichen germanischen Blasinstrument stellen den zur Zeit s├╝dlichsten Fund eines solchen Instrumentes dar.

Scharmbeck

Die erste urkundliche Erw├Ąhnung Scharmbecks reicht in das Jahr 1043 (Scirnbeci) zur├╝ck. Aus dieser Zeit stammen wahrscheinlich auch die Fundamente der Kirche St. Willehadi am Marktplatz.

1233 wird die Siedlung ÔÇ×SandbeckÔÇť genannt. Beide Namen beziehen sich auf den Scharmbecker Bach , einen kleinen Nebenfluss der Hamme, der die Orte Scharmbeck und Osterholz durchzieht.

In sp├Ąteren Jahrhunderten erlangte der Bach erhebliche wirtschaftliche Bedeutung f├╝r den Ort Scharmbeck und ab 1581 avancierte der Ort zu einer der ersten gr├Â├čeren Tuchmacher-Siedlungen im norddeutschen Raum und belieferte seit dem vor allem den Bremer Markt. Die Scharmbecker Tuchmacherzunft bestand bis zum Jahre 1903 und bis ins zwanzigste Jahrhundert s├Ąumten daher zahlreiche Wasserm├╝hlen den Bachlauf, die als Walkm├╝hlen dienten. Heute ist allerdings nur noch eine Wasserm├╝hle im Stadtgebiet mit funktionst├╝chtigem M├╝hlrad erhalten, die zur im 12. Jahrhundert erbauten Stauanlage Fehsenfeld hinter der St. Willehadi -Kirche geh├Ârte, die eine Kornm├╝hle war. Bis zur Umwandlung des Ortes Geestendorf in Bremerhaven war Scharmbeck der wichtigste Markt und Gewerbeort zwischen Bremen und Cuxhaven und vor Allem der seit 1692 abgehaltene Scharmbecker Viehmarkt besa├č auch ├╝berregionale Bedeutung.

Osterholz

Der Begriff Osterholz verdankt die Stadt der Gr├╝ndung des Osterholzer Klosters im Jahre 1182 durch Siegfried I. von Anhalt. Die Basilika des Klosters ist noch immer erhalten. Der Flecken Osterholz w├Ąchst weiter, steigt zum Verwaltungssitz (Amt Osterholz} auf, aus dem sich 1885 durch Zusammenlegung mit dem Amt Lilienthal der Landkreis Osterholz bildet. Die weitere Geschichte ist auf Grund der unmittelbaren N├Ąhe identisch mit der von Scharmbeck; beide geh├Âren bis zum Ende des Drei├čigj├Ąhrigen Krieges zum Erzbistum Bremen .

Zusammenlegung und Stadtrechte

Mit dem Bau der Eisenbahnlinie BremenÔÇôGeestendorf (Bremerhaven) im Jahre 1862 werden die beiden Flecken Osterholz und Scharmbeck erstmals in der heutigen Schreibweise zusammengefasst; ein betr├Ąchtlicher wirtschaflicher Aufstieg setzte ein, da sich zahlreiche Industrien (Tabakverarbeitung, Eisengie├čerei, Schiffswerft, Reiswerke) etablieren konnten. 1911 kommt mit der Er├Âffnung der Bremerv├Ârde-Osterholzer Eisenbahn (BOE) eine weitere wichtige Verkehrsverbindung hinzu. Die beiden Ortschaften blieben allerdings noch weitere Jahrzehnte unabh├Ąngig. Erst am 24. Mai 1927 vollzog der Bezirk Stade des Landes Preu├čen die Vereinigung von Osterholz und Scharmbeck sowie der Landgemeinden Ahrensfelde, Bargten und Sandbeckerbruch zur vergr├Â├čerten Fleckengemeinde Osterholz-Scharmbeck. 1929 erhielt die Gemeinde Osterholz-Scharmbeck dann die Stadtrechte durch das preu├čische Staatsministerium des Innern.

Stadtentwicklung und Modernisierung

Ein pr├Ągendes Ereignis ist am 17. Oktober 1978 die Er├Âffnung der Lucius-D.-Clay-Kaserne im Ortsteil Garlstedt f├╝r die 2nd Armoured Division "Hell on wheels" aus Texas einer Vorhut der der 75. US-Brigade. Mit der Einquartierung von 7500 Amerikanern (4083 Soldaten, 2500 Zivilisten) erhielt die Stadt de facto den Status einer Garnison und mu├čte strukturell aufgestockt werden. F├╝r die 2500 Zivilisten (sp├Ąter bis zu 4000) und den Teil der Soldaten, die ihre Familie mitbrachten und deshalb nicht in der Kaserne in Garlstedt, sondern in der Kernstadt untergebracht werden sollten, mussten Wohnraum und Infrastruktur geschaffen werden. Im Kuwaitkonflikt ( Zweiter Golfkrieg ) wurde der gr├Â├čte Teil der US-Soldaten 1992 an den Golf gebracht, die Amerikaner nutzen diese Gelegenheit die Kaserne nach Endes dieses Krieges zu schlie├čen. Das hei├čt am 1. Oktober 1993 wird ein offizielles ÔÇ×FlaggeneinholenÔÇť vollzogen und die Kaserne der Bundeswehr ├╝bergeben und als Truppenschule genutzt.

Die bisher mit US-Amerikanern belegten 96 Stadtwohnungen im Bereich Hoheberg-Mozartstra├če-Drosselstra├če kaufte die Stadt f├╝r einem Gesamtpreis von 12,5 Millionen DM . Zusammen mit anderen Wohnungen besitzt die Stadt also 220 Wohnungen (in der Regel mehst├Âckige Blocks) vor├╝bergehend in ihrem Besitz. Das ist die H├Ąlfte der durch die Amerikaner belegten Objekte und sollte den Mietwohnungsmarkt als Sozialwohnungen entsch├Ąrfen helfen. Allerdings entstehen dadurch auch soziale Brennpunkte da der billige Wohnraum zu einer Konzentration von ├Ąrmeren Familien (h├Ąufig mit Migrationshintergrund) f├╝hrt.

Die gro├če amerikanische Schule wird zu einer neuen Integrierten Gesamtschule (IGS) umfunktioniert. Die Einwohnerzahl der Stadt w├Ąchst unter anderem durch diese Neubelegung des Wohnraums auf knapp ├╝ber 30.000.

Religionen

Die Mehrheit der Einwohner Osterholz-Scharmbecks geh├Ârt der evangelisch-lutherischen Landeskirche an. Die Stadt hat mit den beiden historischen Kirchen auch zwei Kirchengemeinden , und zwar St. Willehadi (Scharmbeck) und St. Marien (Osterholz, Klosterkirche). Einige B├╝rger sind r├Âmisch-katholischen Glaubens, sie sind in der Kirchengemeinde Heilige Familie organisiert. Daneben gibt es noch andere christliche Gruppen und Freikirchen, so zum Beispiel eine Baptisten - eine Br├╝der - und eine neuapostolische Gemeinde . Des Weiteren sind einige der Muslime im Islamischen Kulturverein in OHZ organisiert. Seit einiger Zeit gibt es in Osterholz-Scharmbeck auch eine Moschee .

Von den w├Ąhrend der NS-Zeit ermordeten und vertriebenen j├╝dischen Mitb├╝rgern zeugen bis heute eine Gedenktafel, die nach dem Abriss der bauf├Ąllig gewordenen alten Synagoge in der Bahnhofstra├če im Jahre 2004 errichtet wurde, sowie ein kleiner j├╝discher Friedhof .

Eingemeindungen

Nach einem Erlass des Oberpr├Ąsidenten im Jahre erfolgte 1936 die Eingliederung der Gemeinden Buschhausen, Lintel, Westerbeck und eines Teiles von H├╝lseberg.

Der Nieders├Ąchsische Landtag beschlie├čt am 13. Juni 1973 ein Gesetz, nach dem mit Wirkung vom 1. M├Ąrz 1974 die Gemeinden Garlstedt, Heilshorn, H├╝lseberg, Ohlenstedt, Pennigb├╝ttel, Sandhausen, Scharmbeckstotel, Teufelsmoor und der gr├Â├čte Teil der Gemeinde Frei├čenb├╝ttel in die Stadt Osterholz-Scharmbeck eingegliedert werden.

Einwohnerentwicklung

  • 1909 6.060
  • 1945 12.500
  • 1970 23.500
  • 1987 24.150 ( Volksz├Ąhlung , Gro├čer Zensus )
  • 2004 31.145 (Quelle Landkreis: 31. Dezember 2004)
  • 2005 31.055 (Quelle Landkreis: 30. Juni 2005)

Kultur und Sehensw├╝rdigkeiten

Theater und Musik

Das Gut Sandbeck, dessen Anlage rund um das Haupthaus in den 1980er Jahren restauriert wurde, dient heute als Kulturzentrum der Stadt. Das Programm reicht von klassischen Konzerten und Veranstaltungen des Kunstvereins Osteholz bis zu Auff├╝hrungen der Scharmbecker Speeldeel, die besonders f├╝r ihr plattdeutsches Programm bekannt ist.

Das Kulturzentrum Kleinbahnhof e.V. (KuZ) nahe dem heutigen Bahnhof von Osterholz-Scharmbeck richtet sich mit seinem wechselnden Programm an ein eher jungens alternatives Publikum. Das urspr├╝ngliche historische Bahnhofsgeb├Ąude ist eines der Bauwerke, die vom Worpsweder K├╝nstler Heinrich Vogeler architektonisch gestaltet worden sind.

Museen

Auf dem Gel├Ąnde des ehemaligen Wirtschaftshofes des Benediktinerinnenklosters findet man die Museumsanlage der Kulturstiftung Landkreis Osterholz. Man findet dort in sechs historischen Geb├Ąuden das Heimatmuseum, ein Mitmachmuseum, das Norddeutsche Vogelmuseum und das Museum f├╝r Schifffahrt und Torfabbau. Die Geschichte der Osterholz-Scharmbecker Museen begann mit der Gr├╝ndung des ÔÇ×Heimat- und Museumsvereins OsterholzÔÇŁ im Jahre 1929, die ab 1960 im Findorffhaus ihre Aufstellung fand. 1976 ├╝bernimmt der Landkreis, 1999 die Kulturstiftung Landkreis Osterholz den erheblich gewachsenen Bestand an heimatgeschichtlichen und naturkundlichen Objekten.

  • Adresse: B├Ârdestra├če 42
  • ├ľffnungszeiten: Sonnabends und Sonntags 10-17 Uhr.

Bauwerke und sonstige Sehensw├╝rdigkeiten

Neben den bereits erw├Ąhnten beiden alten Kirchen und dem Gut Sandbeck ist das herausragende Baudenkmal der Stadt Osterholz-Scharmbeck sicherlich die Holl├Ąnderm├╝hle von R├Ânn. Dieser zweist├Âckige Galerieholl├Ąnder mit Windrose und Segelfl├╝geln gilt als das Wahrzeichen der Stadt. Exponiert an einer der h├Âchsten Stellen der Stadt ist die M├╝hle weithin sichtbar und beherbergt die Biologische Station Osterholz e.V. (BIOS), welche unter anderem die (im Internet zug├Ąnglichen) Wetterdaten der Stadt erfasst. Weitere Windm├╝hlen finden sich am Hafen im Stadtteil Osterholz (allerdings ohne Fl├╝gel) und im Stadtteil Sandhausen-Myhle. Diese M├╝hle stammt aus dem Jahre 1795 .

Die Wasserm├╝hle hinter der Kirche ist zwar die einzige erhaltene Walkm├╝hle am Scharmbecker Bach, im Stadtteil Scharmbeckstotel befindet sich jedoch eine weitere Atrraktion. Die Wasserm├╝hle am Ruschkamp stammt aus dem Jahr 1662 und ist voll betriebsf├Ąhig. Landschaftlich besonders attraktiv sind sicherlich die Osterholzer Hammewiesen. Direkt hinter der alten Klosteranlage in Osterholz findet man dieses Feuchtwiesengebiet, das den Eingang zum Teufelsmoor bildet. Seit einigen Jahren sind hier wegen der gro├čfl├Ąchig eingerichteten Schutzfl├Ąchen auch wieder, neben anderen Vogelarten, zahlreiche Storchenpaare zu beobachten. Im Waldgebiet Elm und Schmidts Kiefern zwischen den Stadtteilen Heilshorn und Garlstedt lohnt es sich auf arch├Ąologische Spurensuche zu gehen. Hier finden sich, wie beim Steingrab im Stadtzentrum von Osterholz-Scharmbeck, weitere Zeugnisse der fr├╝hgeschichtlichen Besiedlung des Gebiets in Form diverser Grabh├╝gel mit Urnengr├Ąbern. Der Ortskern des Stadtteils Garlstedt mit seiner wunderbar erhaltenen b├Ąuerlichen Dorfstruktur kann dabei als hervorragender Ausgangspunkt f├╝r eine Wanderung genutzt werden. Am Fl├╝sschen Drepte, n├Ârdlich des Golfplatzes, liegt die Brockmannsm├╝hle, eine Hofanlage mit Wasserm├╝hle aus dem 14. Jahrhundert.

In warmen Sommern laden die Ohlenstedter Quellseen in der Ortschaft Ohlenstedt durch ihre g├╝nstige Lage mit ausgedehnten Str├Ąnden zum Baden ein; aber auch die Liegewiesen des Allwetterbades mit seiner Teleskophalle im Stadtzentrum finden ihre Besucher.

Parks und Tierg├Ąrten

  • Der Scharmbecker Stadtpark zwischen Lindenstra├če und der Stauanlage Fehsenfeld am Scharmbecker Bach
  • Das Klosterholz, ein buchenreicher Laubwald im Stadtzentrum zwische Bahnhof und Tinzenberg
  • Osterholzer Stadtpark an der Bahnhofstra├če
  • Tiergarten Ludwigslust am Garlstedter Kirchweg (Bargten) mit 60 Tierarten. Ge├Âffnet etwa vom 1. April bis zum 31. Oktober.

Regelm├Ą├čige Veranstaltungen

  • April: Autob├Ârse
  • Mai: "Publica" : Messe f├╝r Haushalt und Garten, etc.
  • Juni: Stadtfest
  • August: Osterholzer Erntefest
  • Oktober: Scharmbecker Herbstmarkt
  • November: Novemberball des VSK (anerkanntes gesellschaftliches Ereignis)
  • Dezember: Weihnachtsmarkt

Mundarten/Sprachen

Durch die Einf├╝hrung des Hochdeutschen wurde auch in Osterholz-Scharmbeck das Niederdeutsche zur├╝ckgedr├Ąngt. Heute ist es aus der Kernstadt fast vollst├Ąndig verschwunden, wenngleich das Plattdeutsch durchaus gepflegt wird und im Landkreis bei der l├Ąndlichen Bev├Âlkerung selbst noch stark verbreitet ist.

Aber die Hochsprache hat durchaus etwas ÔÇ×abbekommenÔÇť; weniger weil in der Stadt auch mal ÔÇ× Missingsch ÔÇť zum Beispiel auf dem Scharmbecker Herbstmarkt gesprochen wird, sondern sich der Sprachgebrauch ├Ąhnlich wie der Bremer Dialekt ÔÇ×verbogenÔÇť hat, wobei in dieser Region das ÔÇ×SÔÇť allerdings nicht scharf gesprochen wird, wie etwa bei den ÔÇ×Bremer Pfeffers├ĄckenÔÇť, eine fr├╝her gebr├Ąuchliche - leicht abf├Ąllige - Bezeichnung f├╝r ÔÇ×arroganteÔÇť Bremer (und Hamburger) Kaufleute.

Durch die vielen Fl├╝chtlinge ab 1945 hielten auch ostpreu├čische und schlesische Dialekte unauff├Ąllig Einzug, aber da die Nachkommen diese Mundarten nicht pflegen, bleibt es auch in Osterholz-Scharmbeck ein aussterbendes Sprachmuster. Vermutlich k├Ânnen nur Linguisten heute noch einige ├╝bernommene Lehnw├Ârter bei der hiesigen Bev├Âlkerung ausfindig machen.

Durch den Zuzug von Migranten aus Osteuropa ist seit den 1990er Jahren durch die ÔÇ×Deutsch-RussenÔÇť auch reines Russisch auf den Stra├čen zu h├Âren und nat├╝rlich auch die seit j├╝ngere Zeit so bezeichnete ÔÇ× Kanak Sprak ÔÇť der Zuwanderer mit t├╝rkischem oder arabischem Sprachhintergrund.

Kulinarische Spezialit├Ąten

Eine eigenst├Ąndige st├Ądtische Spezialit├Ąt besitzt die Stadt nicht; es wird die Norddeutsche K├╝che praktiziert:

Von Dezember bis etwa Anfang M├Ąrz ist ÔÇ×KohlzeitÔÇť; das hei├čt Kohlfahrten mit anschlie├čendem Gr├╝nkohlessen aus Gr├╝nkohl mit Pinkelwurst (oder Kohlwurst ) und Salzkartoffeln werden in den Gastst├Ątten angeboten. Ein besonderes Ambiente stellt dabei sicherlich die M├Âglichkeit dar, eine solche Fahrt mit einem Torfkahn oder mit dem Moorexpress zu absolvieren.

Im Fr├╝hling ist ÔÇ×SpargelzeitÔÇť mit variationsreichen Gerichten aus Spargel auf der Saisonkarte. Deftiges bleibt aber das ganze Jahr ├╝ber ÔÇ×angesagtÔÇť; zum Beispiel Bratkartoffeln mit Knipp ; als regionaltypische Nachspeise - hier auch gerne ÔÇ×NachtischÔÇť genannt - bietet sich eine ÔÇ× Rote Gr├╝tze ÔÇť an.

Auf dem ehemaligen Mai-Markt (soll 2006 ausfallen bzw. ersetzt werden} w├Ąr es ÔÇ×typischÔÇť Federweissen zu trinken und dabei einen Zwiebelkuchen zu verspeisen. Und als geradezu traditionell muss das Essen eines Tellers gef├╝llt mit Erbsensuppe auf dem Scharmbecker Herbstmarkt im Oktober bezeichnet werden.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Verkehrsm├Ą├čiger Anschluss besteht an die Zugverbindungen BremenÔÇôBremerhavenÔÇôCuxhaven und an die Autobahn A 27 (WalsrodeÔÇôCuxhaven). Des Weiteren liegt Osterholz-Scharmbeck an der Bundesstra├če 74 , die Bremen mit Bremerv├Ârde und Stade verbindet.

Moorexpress

Mit der am 23. Juni 1909 er├Âffneten Kleinbahn der Bremerv├Ârde-Osterholzer Eisenbahn (BOE) bekam die Stadt 1911 ihre erste regelm├Ą├čige Verbindung mit dem Teufelsmoor , Worpswede und Bremerv├Ârde. Der Personenverkehr des Moorexpress wurde am 18.03. 1978 auf Busse des VBN verlagert. Ein Betrieb mit Sonderfahrten (Wochenende/Sommer) wird aufrechterhalten.

Hafen und Hafenkanal

Zwischen 1765 und 1766 wurde unter Aufsicht des Moorkommissars J├╝rgen Christian Findorff der Osterholzer Hafenkanal gebaut. Der Kanal wurde neben Tietjens H├╝tte angelegt und ist einige Kilometer lang, so dass sich das Hafenbecken am Stadtrand befindet. Heute ist der Hafen und Kanal nur noch von Sport- und Motorboote belegt, wodurch er eine erhebliches Freizeitpotential f├╝r Osterholz-Scharmbeck darstellt.

Postwesen

├ťber die wirklichen Anf├Ąnge eines Postwesens in der Stadt ist wenig bekannt, allerdings erteilte die k├Âniglich-schwedische Regierung am 5. Juli 1665 die Genehmigung f├╝r einen regelm├Ą├čigen Fahrpostverkehr zwischen Bremen und Hamburg ├╝ber Scharmbeck und Bremerv├Ârde. Eine weitere Postlinie bestand nach Cuxhaven ├╝ber Burt, Osterholz, Hagen, Lehe , ├╝ber das Land Wursten ├╝ber Dorum. Die Fleckengemeinde Osterholz verf├╝gte seit 1769 ├╝ber eine Postspedition, die in der Neuen Stra├če 27 angesiedelt war und durch den Amtmann Paul Becker geleitet wurde. Die Gr├╝ndung war der Er├Âffnung der Postlinie Bremen-Hamburg zu verdanken, die durch Osterholz f├╝hrte. Das Post-Relais wurde 1774 in die R├╝bhofstra├če 6 verlegt und blieb dort bis zum 30. September 1839 . Dann wurde die alte Heerstra├če nach Bremerv├Ârde durchgehend bis Bremen-Burg bepflastert und die Station wurde verlegt. In Scharmbeck wurde deshalb ein geeignetes Geb├Ąude gesucht, im Besitz der Familie Schr├Âder gefunden, und Herr Schr├Âder wurde Postspediteur. Das Haus musste ausgebaut werden, und der vorbeif├╝hrende Verkehrsweg wurde bald Poststra├če genannt. Die Postsendungen wurde dabei von einem Angestellten in der Stadt verteilt, w├Ąhrend die der Landbev├Âlkerung in einem Schaukasten ausgestellt wurde und von Kirchg├Ąngern in die umliegenden D├Ârfer mitgenommen wurde. Mit Er├Âffnung der Eisenbahnlinie wurde die Post in die Bahnhofstra├če direkt am Bahnhof in die ehemalige Zigarrenfabrik Hashagen (Bahnhofstra├če 31)verlegt, da die meisten Postlinien mit ihrem Personentransport ├╝berfl├╝ssig geworden waren. Anno 1882 firmierte die hiesige Post, im Gegesatz zur Stadt, bereits unter der Bezeichnung Osterholz-Scharmbeck. In der alten Hauptstelle in der Poststra├če wurde eine Postagentur eingerichtet, die zwischen 1914 und 1917 einen auch heute unglaublichen Service leistete. Briefe wurden dreimal t├Ąglich ausgetragen, Paket und Geldsendungen zweimal t├Ąglich zugestellt. 1924 wurde f├╝r 42.000 DM ein nahes Haus in der Bahnhofstra├če gekauft, die Post zunehmend zentralisiert, d├Ârfliche Au├čenstellen geschlossen, um per Kraftwagen bedient zu werden. 1966 wurde dieses Haus (Baujahr 1906) abgerissen und zwei Jahre sp├Ąter an gleicher Stelle ein Neubau bezogen.

Im Geb├Ąude in der Poststra├če teilte sich die kleinere Postagentur mit einer Zweigstelle der Kreissparkasse, die in den 1980er Jahren an gleicher Stelle einen Neubau hochzog. Dadurch wurde die Poststelle in Richtung Zentrum in einen dortigen Neubau verlegt. Die heutige Filiale der Deutschen Post befindet sich nun am Marktplatz; alle anderen Standorte wurden aufgegeben.

Tagespresse

  • Osterholzer Kreisblatt als Beilage zum Weser-Kurier (Werktags Mo-Sa)

Anzeiger

  • Osterholzer Anzeiger
  • Hamme Report (ein Ableger des Weser-Reports aus Bremen)

Bildung

Gesamtschulen und Gymnasien

  • Gymnasium des Landkreises Osterholz (gegr├╝ndet 1960 )
  • Integrierte Gesamtschule in Buschhausen (IGS)

Haupt- und Realschulen

  • Heinrich-Horstmann-Hauptschule
  • Realschule in der Langen Stra├če

Grundschulen

  • Menkeschule
  • Findorffschule
  • Schule in der Beethovenstra├če
  • Schule in der Lindenstra├če
  • Schulen in den Stadtteilen Buschhausen, Heilshorn, Ohlenstedt, Pennigb├╝ttel, Sandhausen und Scharmbeckstotel

Sonstige Schulen

  • Berufsbildende Schule (BBS)
  • Pestalozzi-Sonderschule
  • Schule f├╝r geistig behinderte Kinder am Klosterplatz
  • Volkshochschule Osterholz-Scharmbeck ( VHS )
  • Kreismusikschule Osterholz e.V.
  • Nachschubschule des Heeres in Garlstedt

Literatur

  • Johann Segelken: Osterholz-Scharmbeck Heimatbuch, Verlag Saade, Osterholz-Scharmbeck 1987
  • Ernstheinrich Meyer-Stiens: Heimliche Hauptstra├če, Osterholz-Scharmbeck 2000
  • Meyer-Korte/Metzing: Osterholz-Scharmbeck: Picture and Development of a City, Osterholz-Scharmbeck 1979

Weblinks

Informationen aus der Umgebung

Hotels in der Umgebung

Hotel Plz Ort Mail Url Kategorie Telefon
Hotel Tivoli 27711 Osterholz-Scharmbeck http://www.hotel-tivoli.de Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 304791 / 805-0
Zur Nordseite 27721 Ritterhude http://www.zur-nordseite.de  04292 / 13 58

Weitere Artikel aus der Umgebung

Wikipedia

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Osterholz-Scharmbeck aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels Osterholz-Scharmbeck verfügbar.

fair-hotels. Ein Service der
VIVAI Software AG
Betenstr. 13-15
44137 Dortmund

Tel. 0231/914488-0
Fax 0231/914488-88
Mail: info@vivai.de
Url: http://www.vivai.de