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Letzte Änderung für Artikel Norden (Niedersachsen): 08.02.2006 17:00

Norden (Niedersachsen)

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Wappen Karte
Wappen Deutschlandkarte, Position von Norden hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Kreis : Aurich
Fl├Ąche : 106,33 km┬▓
Einwohner : 25.092 (30. Juni 2005)
Bev├Âlkerungsdichte : 235 Einwohner je km┬▓
H├Âhe : 1 m ├╝ber NN
Postleitzahlen : 26506, 26492-26496,
26501, 26519-26520,
26506 (alt: 298 bzw. 2980)
Vorwahl : 04931
Geografische Lage :
Koordinaten: 53┬░ 35' N, 07┬░ 11' O
53┬░ 35' N, 07┬░ 11' O
Kfz-Kennzeichen : bis 1976 NOR, seit 1976 AUR
Gemeindeschl├╝ssel : 03452019
Gliederung des
Stadtgebiets:
10 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Am Markt 15
26506 Norden
Website: www.norden.de
E-Mail-Adresse: stadt@norden.de
Politik
B├╝rgermeisterin : Barbara Schlag (ZoB)

Norden ( Plattdeutsch N├Ârden) ist eine Kleinstadt in Ostfriesland im Nordwesten Niedersachsens. Die Stadt liegt direkt an der Nordsee bzw. am Wattenmeer, und der Hafen im Stadtteil Norddeich ist ein wichtiger F├Ąhrhafen im Verkehr mit den Ostfriesischen Inseln. Die Bewohner Nordens hei├čen Norder, platt N├Ârder.

1977 verlor die Stadt Norden den Sitz des gleichnamigen Kreises und geh├Ârt seither als selbst├Ąndige Stadt und Mittelzentrum zum Landkreis Aurich.

Norden gilt als ├Ąlteste Stadt Ostfrieslands und nennt neben sehr guten Badeurlaubs- und Kurbedingungen auch einige Kultursch├Ątze sein eigen. Hierzu z├Ąhlen einige bedeutende Kirchen ebenso wie alte B├╝rgerh├Ąuser und eine beachtliche Zahl an Museen. Norden ist die Hauptstadt der historischen Landschaft Norderland. Schon in der Kaiserzeit wurde mit dem Slogan Das Gr├╝ne Tor zum Meer f├╝r Norden als Urlaubsort geworben.

Die Region um Norden ist vor allem gepr├Ągt durch die Landwirtschaft und den Tourismus. Ein weiterer wichtiger Wirtschaftszweig ist der Fischfang; die Stadt besitzt etwa 26 Kilometer Deichlinie. Au├čerdem sind teeverarbeitende Betriebe angesiedelt ( Teestadt Norden).

Im Jahr 2005 feiert Norden 750-j├Ąhriges Jubil├Ąum seit der ersten Erw├Ąhnung des Ortes.

Inhaltsverzeichnis

Sehensw├╝rdigkeiten

Im Zentrum Nordens befindet sich eine reizvolle Innenstadt mit einem der gr├Â├čten Marktpl├Ątze Deutschlands. Er umfasst eine Fl├Ąche von ├╝ber sieben Hektar und verf├╝gt ├╝ber einen beachtlichen Baumbestand mit zum Teil ├╝ber 250 Jahre alten B├Ąumen. In der Mitte des Marktplatzes befindet sich die Ludgerikirche. Sie stammt aus dem 13. Jahrhundert und besitzt wie viele ostfriesische Kirchen einen frei stehenden Glockenturm . Neben vielen kultur- und kunsthistorischen Sch├Ątzen birgt die Ludgeri-Kirche die zweitgr├Â├čte erhaltene Arp-Schnitger -Orgel.

Prospekt der Arp-Schnitger-Orgel
Prospekt der Arp-Schnitger-Orgel

An der S├╝dseite des Norder Marktplatzes st├Â├čt man auf ein au├čergew├Âhnliches Geb├Ąudeensemble: die sogenannten "Dree S├╝sters" (drei Schwestern). Es handelt sich dabei um drei H├Ąuser mit sehr ├Ąhnlichen Fassaden im Stil der Backstein-Renaissance. Etwas weiter westlich entdeckt man die Mennoniten -Kirche. In ihrem Innern besitzt sie eine sehr bemerkenswerten Deckenmalerei.

Ein besonderer historischer Bau an der Westseite des Marktplatzes ist das Alte Rathaus. In ihm befindet sich die Theelachtskammer, Verwaltungs- und Ausgabesitz der ├Ąltesten genossenschaftlichen Vereinigung Europas. Das Alte Rathaus ist auch der Sitz eines Heimatmuseums. Gleich nebenan f├╝hrt ein Teemuseum in die Geschichte und Bedeutung des ostfriesischen "Nationalgetr├Ąnks" ein.

An der Ostseite des Marktplatzes sind das Vossenhuus (Fuchshaus) und die alte Posthalterei (Hotel zur Post) besondere Blickf├Ąnger.

Wie viele andere St├Ądten verf├╝gt auch die Stadt Norden ├╝ber ein Bismarck-Denkmal In der Osterstra├če, die in den ├Âstlichen Marktplatz einm├╝ndet, sticht besonders ein reich dekorierter Renaissancebau, das "Sch├Âningh'sche Haus", ins Auge. Weiter stadtausw├Ąrts befindet sich die Evangelisch-Freikirchliche Christuskirche . In ihren Mauern birgt sie eine Rohlfs-Orgel .

Die bekannte Seehundaufzucht- und Forschungsstation und das Nationalparkzentrum haben in Norden-Norddeich ihr Domizil gefunden.

Sehenswert in der Norder Umgebung sind die Schl├Âsser L├╝tetsburg mit dem dazugeh├Ârigen Park im englischen Stil, Schelten-Petersen in Hage und die Burg Berum. Auch das Wasserbauwerk Leybuchtpolder am westlichen Stadtrand ist sehenswert.

Historische Ansichtskarte um 1925
Historische Ansichtskarte um 1925
F├Ąhrhafen Norddeich
F├Ąhrhafen Norddeich

Geschichte

Arch├Ąologische Funde aus der j├╝ngeren Steinzeit (ca 2000 vor Christus) bezeugen, dass Norden sich auf einem sehr alten Siedlungsplatz befindet. Als Schnitt- und Endpunkt alter Handelsstra├čen (Emsweg von M├╝ster und K├╝stenweg von Bremen) gewann Norden schon sehr fr├╝h an Bedeutung. Vieh sowie Muschelkalk und Salz waren die Haupthandelsg├╝ter.

1255 erhielt Norden das Stadtrecht. Das Wappen zeigt den Apostel Andreas mit dem bekannten Andreaskreuz - ein Hinweis auf die nicht mehr existierende Stadtkirche, die dem Hl. Andreas geweiht war. Die Ludgeri-Kirche war im Gegensatz zur Andreas-Kirche die Kirche des Norder Umlandes. Auch Klostergr├╝ndungen verzeichnet die Stadtgeschichte: Im 11. Jahrhundert entstand am Zingel das Kloster Marienthal; die Dominikaner siedelten sich 1264 am Fr├Ąuleinshof an.

Sturmfluten des 14. Jahrhunderts f├╝hrten zu einer Ausweitung der Leybucht, so dass im S├╝dbereich der Stadt ein Seehafen entstand, der bis weit ins 19. Jahrhundert hinein Bedeutung hatte und der Stadt ├╝ber einen langen Zeitraum eine wirtschaftliche Bl├╝te bescherte. Norden besa├č eine eigene Handelsflagge , unter der Norder Schiffe Nord- und Ostsee befuhren.

1531 verw├╝stete ein Heerhaufen des H├Ąuptlings Balthasar von Esens die unbefestigte Stadt, unter anderem wurde der Vorg├Ąngerbau des heutigen Alten Rathauses, mehrere Kl├Âster und die Andreaskirche zerst├Ârt. Die letzten Reste der Andreaskirche verschwanden 1756 .

1744 wurde Ostfriesland - und damit auch Norden - dem K├Ânigreich Preu├čen eingegliedert. Nach der Napoleonischen Besatzungszeit ( 1806 - 1813 ) fiel Norden an das K├Ânigreich Hannover . 1866 (mit dem Ende des hannoverschen K├Ânigreichs fiel Ostfriesland wieder an Preu├čen zur├╝ck.

Ein bedeutendes Ereignis war f├╝r Norden der Anschluss an das nationale Eisenbahnnetz (1862); die Strecke wurde 1892 bis zum Norddeicher F├Ąhranleger weiter gef├╝hrt.

1905 wurde die 1998 aufgel├Âste K├╝stenfunkstelle Norddeich Radio errichtet.

Norden besa├č viele Jahrzehnte hindurch eine j├╝dische Gemeinde , die in Norden und auf Norderney jeweils eine Synagoge betrieb. Die Synagoge in Norden wurde w├Ąhrend der nationalsozialistischen Pogrome in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 zerst├Ârt. Das Schulhaus und das Wohnhaus des Rabbiners stehen noch. Ein christlich-j├╝discher Arbeitskreis hat die Grundmauern der Synagoge wieder frei gelegt und auf dem Gel├Ąnde ein Mahnmal f├╝r die verfolgten und brutal ermordeten ehemaligen j├╝dischen Mitb├╝rger errichtet. Dagegen fanden in der Norderneyer Synagoge bereits ab 1933 keine j├╝dischen Gottesdienste mehr statt.

Durch den Fl├╝chtlingsstrom der Nachkriegszeit nahm die Bev├Âlkerung Nordens erheblich zu. Ein neuer Stadtteil - Norden-Neustadt - entstand in den 1950er Jahren.

In den 1960er und 1970er Jahren wurde in Norden eine umfangreiche Altstadtsanierung durchgef├╝hrt. Entsprechend dem damaligen Zeitgeist ging man leider wenig liebevoll mit historischer Bausubstanz um. S├╝dlich des Marktes standen haupts├Ąchlich aus dem 18. Jahrhundert stammende H├Ąuser (entlang der engen Stra├čenz├╝ge von Kirch-, Siel-, Uffen- und Heringstra├če), die teilweise noch ├╝ber offene Feuerstellen und die f├╝r Ostfriesland typischen Butzen (Wandnischen zum Schlafen) verf├╝gten. Es wurden zahlreiche H├Ąuser an den genannten Stra├čen abgerissen, lediglich an der Ostseite der Uffenstra├če sowie am Burggraben wurden einige erhalten.Durch die Wohnungsbaugesellschaft "Neue Heimat" wurde auf dem nun freien Gel├Ąnde ein Komplex mit Mehrfamilienh├Ąusern und drei Wohnhochh├Ąusern errichtet. Es wurden als weitere Ma├čnahme mehrere Stra├čen rund um den Marktplatz verbreitert. Dieser Aktion fielen erneut alte B├╝rgerh├Ąuser (darunter die Tischlerei Nesso an der Einm├╝ndung Klosterstra├če) zum Opfer (auch entlang Burggraben, Damm-, Schlachthausstra├če), au├čerdem mussten die Alleebepflanzungen der Bahnhof- und Norddeicher Stra├če weichen. Das in den 1970er Jahren abgerissene dritte Haus der Drei Schwestern wurde 1993 wieder aufgebaut, da sich inzwischen die stadtplanerischen Str├Âmungen in Deutschland wieder zum Konservativen hin entwickelt hatten und man nun der historisch gewachsenen Innenstadt eine ganz andere Bedeutung beima├č. Man hatte etwa in den 1970er Jahren auch den Abriss des Sch├Ânigh┬┤schen Hauses und des Vossenhuus geplant, was aus heutiger Sicht nicht mehr nachvollziehbar ist. Damals konnte dies durch das Engagement der Bev├Âlkerung und durch private Investoren verhindert werden. Heute ist man dabei, den Marktplatz St├╝ck f├╝r St├╝ck attraktiver zu gestalten, man f├╝gt liebevoll historische Details, die verlorengegangen waren, wieder dem Stadtbild hinzu und hebt historische Merkmale besonders hervor. Das Stadtbild von Norden ist und war von jeher einem st├Ąndigen Wandel unterworfen; ob der historische und typisch ostfriesische Charme der K├╝stenstadt jedoch merklich darunter leidet, muss jeder f├╝r sich entscheiden. Denn auch der Charakter Ostfrieslands ist heute ein anderer als in vergangenen Tagen.

Durch die nieders├Ąchsische Kreis- und Kommunalreform verlor Norden seinen Kreissitz an Aurich, gewann aber eine Reihe von umliegenden Gemeinden als neue Stadtteile hinzu. Heute wohnen in Norden etwa 26.000 Einwohner. Die Stadtfl├Ąche betr├Ągt 101 km┬▓, von denen etwa 50 km┬▓ seit 1430 dem Meer abgerungen worden sind. Etwa 28 Kilometer der Norder Stadtgrenze werden durch den Seedeich gebildet.

Stadtteile

Stadtteile Alt-Nordens vor der Kommunalreform

(die folgenden alten Stadtteile z├Ąhlen heute mit zur Innenstadt (Altstadt); sie werden gemeinhin nicht als gesonderter Stadtteil angef├╝hrt und sind verwaltungstechnisch nunmehr ohne Bedeutung, was sie zu historischen Begriffen macht)

  • Armenplatz
  • Bargebur ( Enklave )
  • Ekel
  • Lintel
  • Neustadt
  • Westgaste
  • Westlintel
  • Zingel

Neue Stadtteile Nordens nach der Kommunalreform

(alle heutigen Stadtteile mit Ausnahme von Bargebur waren vor der Reform eigenst├Ąndige Gemeinden, der Stadtkern an sich z├Ąhlt nicht als Stadtteil)

Pers├Ânlichkeiten

S├Âhne und T├Âchter der Stadt

  • 1606 , 9. November , Hermann Conring , † 12. Dezember 1681 in Helmstedt, deutscher Arzt und Politiker
  • 1905 , 29. Juli , Johann Cramer , † 14. Januar 1987, deutscher Politiker ( SPD ), MdB .
  • Ubbo Emmius , Theologe, Historiker und Gr├╝nder der Universit├Ąt Groningen
  • Hinrich Swieter , Politiker, Finanzminister Niedersachsen
  • Theodor Lorenz , Heraldiker

St├Ądtepartnerschaft

  • Bradford-on-Avon / Gro├čbritannien
  • Pasewalk

Kirchengemeinschaften

Eines der besonderen Kennzeichen der Stadt Norden ist die Vielzahl an Kirchen- und Religionsgemeinschaften.

Volkskirchen

  • Evangelisch-lutherische Kirchengemeinden in Norden Stadt (Ludgeri), Norden (ehem. West-Bezirk) Andreaskirchengemeinde, Tidofeld, Norddeich (Arche) und S├╝derneuland
  • Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Norden-Bargebur, Kirchen in Norden-Bargebur, Gemeindezentrum in Norden, Am Markt
  • R├Âmisch-katholische Kirchengemeinde in der Osterstra├če

Gemeinschaften innerhalb der evangelischen Landeskirchen

  • Landeskirchliche Gemeinschaft im Gemeindezentrum der Evangelisch-reformierten Kirche, Am Markt

Freikirchen

  • Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde ( Baptisten ) in der Osterstra├če
  • Freie evangelische Gemeinde Im Spiet
  • Mennonitengemeinde am Marktplatz
  • Freie Christengemeinde (Friedenskirche) in Norddeich
  • Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten in der Brauhausstra├če
  • Bibelgemeinde in der Schulstra├če
  • Christen ohne Benennung , Versammlungsraum zur Zeit im Haus Vienna an der Nordseite des Marktplatzes
  • Gemeinde auf dem Weg

Andere Religionsgemeinschaften

  • Neuapostolische Kirche , Am Schwanenteich
  • Zeugen Jehovas , K├Ânigreichssaal in L├╝tetsburg

Siehe auch

Weblinks

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