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Letzte Änderung für Artikel Brobergen: 18.02.2006 00:38

Brobergen

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Wappen Karte
Wappen Brobergens Bild:Kranenburg (Oste) Lage.png
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis : Stade
Samtgemeinde: Oldendorf
Gemeinde : Kranenburg
Fläche : 6,06 km²
Einwohner : 226 (31. Dezember 2003)
Bevölkerungsdichte : 37,3 Einwohner je km²
H√∂he : 0 bis 17,5 m √ľ. NN
Postleitzahl : 21726 (alt: 2164)
Vorwahl : 04140
Geografische Lage :
Koordinaten: 53¬į 35‚Ä≤ 48‚Ä≥ n. Br., 009¬į 11‚Ä≤ 16‚Ä≥ √∂. L.
53¬į 35‚Ä≤ 48‚Ä≥ n. Br., 009¬į 11‚Ä≤ 16‚Ä≥ √∂. L.
Kfz-Kennzeichen : STD

Brobergen ( plattdeutsch Brobargen) ist eine Ortschaft an der Oste im Landkreis Stade. Sie ist Bestandteil der Gemeinde Kranenburg sowie der Samtgemeinde Oldendorf.

Der Ort liegt rechts der Oste, doch ein Teil der Gemarkung mit den ‚ÄěHollander H√∂fen‚Äú (meist H√∂ben genannt) liegt links der Oste, was die einzigen bewohnten linksseitig der Oste gelegenen Gebiete des Landkreises Stade sind.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Plan von Brobergen ‚Ě∂ zeigt das Dorfgemeinschaftshaus oder Sport- und Kulturzentrum ‚Ě∑ zeigt die Freiwillige Feuerwehr ‚Ěł zeigt die F√§hre √ľber die Oste ‚Ć zeigt die Friedhofskapelle
Plan von Brobergen
‚Ě∂ zeigt das Dorfgemeinschaftshaus oder Sport- und Kulturzentrum
‚Ě∑ zeigt die Freiwillige Feuerwehr
‚Ěł zeigt die F√§hre √ľber die Oste
† zeigt die Friedhofskapelle

Brobergen liegt am Marschrand in der Osteniederung, die Mehe m√ľndet hier als linksseitiger Nebenfluss in die Oste. Durch Brobergen f√ľhrt die 2004 er√∂ffnete Deutsche F√§hrstra√üe Bremerv√∂rde - Kiel, die auf 250 Kilometern Gew√§sserquerungen aller Art verbindet.

Zu Brobergen geh√∂ren die Wohnpl√§tze Brobergen, Berg, Hollander H√∂fe und H√ľttenberg.

Benachbarte Orte sind Kranenburg im Norden, Oldendorf im Osten, Estorf im S√ľdosten, Gr√§pel im S√ľdwesten, Ostendorf im Landkreis Rotenburg (W√ľmme) im Osten und Nindorf im Landkreis Cuxhaven im Nordwesten .

Geschichte

Vorgeschichte

Bereits fr√ľh gab es hier am Geestrand menschliche Siedlungen, wovon unter anderem das H√ľgelgrab auf dem Franzosenbarg und weitere H√ľgelgr√§ber in der Umgebung zeugen.

Entstehung

Brobergen wurde 1286 als Brocberge erstmalig erw√§hnt. Der Ortsname entstand aus einem niederdeutschen Flurnamen , der die Berge im Brook, also im Bruch , bezeichnet, wobei Berge im ebenen Land eher als flache H√ľgel zu verstehen ist. Dieser Flurname ist bereits um einiges √§lter als der heutige Ort und bezog sich urspr√ľnglich auf den ganzen Abschnitt die Oste entlang von Gr√§pel bis Burweg.

1141 wird in einer Urkunde des Grafen Rudolf von Stade erw√§hnt, dass die drei Br√ľder Dudo, Adiko und Ricbert das Marienkloster in Stade gr√ľndeten und daraufhin einer von den dreien Brobergen als Lehen erhielt. Damals war noch die ganze Gegend gemeint, doch schon 1286 nennt sich einer ihrer Nachfahren Otto de Brocberge, der seinen Sitz auf einer wahrscheinlich um 1270 entstandenen Burg , der borch to brogberghen, hatte. Im Gebiet der Burg hatte es bereits fr√ľher eine andere Burg, die M√ľggenburg, gegeben, von der heute aber keine gesicherten Informationen au√üer ihrer Existenz vorliegen. Zu dieser Zeit existierten im Umfeld der Burg einige Wohnst√§tten, die nun erstmals als Brobergen bezeichnet werden k√∂nnen.

Weitere Geschichte

Im Jahre 1364 wird erstmals erw√§hnt, dass in Brobergen eine Kapelle bestanden haben soll. 1525 wird in einer Gerichtsakte erw√§hnt, dass f√ľr einige Zeit ein Roland in Brobergen bestanden haben soll: Ist allda ufm Damm f√ľr wenig jaren ein geschnitztes Bilde gestanden, das man Rolandt gehei√üen, welches Leute noch gedenken k√∂nnen.

Das Adelsgeschlecht derer von Brobergen war auf dem Gut Hollander Höfe ansässig, bis es 1618 keinen Nachfolger mehr gab, so dass die Erbfolge einbrach und das Gut verkauft wurde.

Bis zum Drei√üigj√§hrigen Krieg hat bei Brobergen eine Zugbr√ľcke √ľber die Oste bestanden. Sie soll etwa 1628 von tillyschen Truppen niedergebrannt worden sein, um einem Angriff der D√§nen vorzubeugen. Kurz darauf wird erstmals eine Prahmf√§hre betrieben, um die jenseits der Oste gelegenen Feldmarken zu erreichen.

Das Besitzrecht an dem Ort wanderte in der folgenden Zeit durch mehrere Hände, zumeist Kaufleute aus Hamburg, bis es 1837 von den einheimischen Bauern freigekauft und aufgeteilt wird.

Im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts gab es zahlreiche Ziegeleien an der Oste, die aus dem Kleiboden an der Oste Ziegel brannten.

Im Zweiten Weltkrieg wurden im Herbst 1944 von englischen Bombern Brandbomben, die man in Hamburg nicht platzieren konnte, √ľber Brobergen abgeworfen, wodurch drei H√§user in Flammen aufgingen.

Gedenkteller zur 700-Jahr-Feier Brobergens, der das Gutshaus Hollander Höfe darstellt
Gedenkteller zur 700-Jahr-Feier Brobergens, der das Gutshaus Hollander Höfe darstellt

Das Gutshaus ‚ÄěHollander H√∂fe‚Äú bei der F√§hrstelle bestand bis 1941, wurde dann aber wegen Bauf√§lligkeit niedergerissen. 1956 entstand an gleicher Stelle der ‚ÄěF√§hrkrug‚Äú, der Gastst√§tte und Wohnplatz des F√§hrmann ist.

Religion

Brobergen ist evangelisch-lutherisch gepr√§gt und geh√∂rt zur Kirchengemeinde Oldendorf. Es besteht ein eigener Friedhof am Ortseingang Richtung Oldendorf, zu dem auch eine Friedhofskapelle geh√∂rt, die gelegentlich auch f√ľr regul√§re Gottesdienste genutzt wird.

Eingemeindung

Im Zuge der Gemeindereform wurden die ehemals eigenständigen Gemeinden Kranenburg und Brobergen zum 1. Juli 1972 zur Gemeinde Kranenburg zusammengelegt.

Einwohnerentwicklung

1766 sind in Brobergen 17 Feuerstellen (also Wohnhäuser) vorhanden. Die Einwohnerzahl stieg bis 1885 auf 224, 1905 auf 271, sinkt dann aber bis 1970 auf 226. Heute hat der Ort 226 Einwohner.

B√ľrgermeister

Die B√ľrgermeister der Gemeinde Brobergen bis zur Zusammenlegung mit der Gemeinde Kranenburg 1972 waren:

Zeit B√ľrgermeister
1873-1890 Hinrich Buck
1890-1910 Johann Schult
1910-1911 Dietrich Waller
1911-1914 Andreas Schult
1914-1916 J√ľrgen Elfers
1916-1922 Theodor Buck
1922-1933 Hinrich Ney (senior)
1933-1943 Hinrich Ney (junior)
1943-1946 Hermann Buck
1946-1956 J√ľrgen Steffens
1956-1964 Hinrich Buck
1964-1972 Helmut Hudaff

Wappen

Das Broberger Wappen ist vorne rot, hinten silber durch Zinnenschnitt gespalten (f√ľr wappenkundliche Fachbegriffe, siehe Heraldik). Die Gemeinde Brobergen f√ľhrte es seit dem 31. M√§rz 1948 in Gebietsnachfolge des fr√ľheren Adelsgeschlechtes von Brobergen. Nach der Eingemeindung nach Kranenburg erscheint das Broberger Wappen seit 1983 auch vorne unten im Gemeindewappen.

Straßennamen

Erst mit der Gemeindereform wurden die Stra√üennamen f√ľr die einzelnen Stra√üen festgelegt, vorher wurden die H√§user des gesamten Ortes durchnummeriert.

Berg 
Der Berg ist ein eigener Ortsteil Brobergens, der leicht erhöht etwa 500 m abseits des Hauptteils Brobergens liegt.
Boben in D√∂rp 
Boben in D√∂rp ist ein plattdeutscher Ausdruck f√ľr oben (geestw√§rts) im Dorf.
F√§hrstra√üe 
Die F√§hrstra√üe ist einer der beiden Wege, die zur F√§hre f√ľhren.
H√ľttenberg 
Der H√ľttenberg liegt der Oste am n√§chsten und bestand urspr√ľnglich aus sehr einfachen Katen und H√ľtten.
Kurze Stra√üe 
Der Name dieser Verbindungsstraße zwischen Boben in Dörp und Schulstraße mit lediglich einem Haus ist selbsterklärend.
Neern in D√∂rp 
Neern in D√∂rp ist ein plattdeutscher Ausdruck f√ľr unten (ostew√§rts) im Dorf.
Schulstra√üe 
In dieser Straße lag bis zum 1. Dezember 1966 die alte Volksschule.
Gr√§peler Stra√üe/Kranenburger Stra√üe 
Diese beiden Stra√üen sind aus der vormaligen Ostestra√üe entstanden, die zuvor durch mehrere Gemeinden entlang der Oste f√ľhrte, aber in der Gemeinde Kranenburg umbenannt wurde.

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

Tourismus

In Brobergen verkehrt eine Prahmf√§hre √ľber die Oste, die Teil der Deutschen F√§hrstra√üe ist. Bei der F√§hrstelle liegt die Gastst√§tte ‚ÄěF√§hrkrug‚Äú. Gastst√§tte und F√§hre sind besonders bei Radtouristen auf Touren entlang der Oste beliebt.

Vereinswesen

Feuerwehr

Nach Beschluss des Gemeinderates vom 29. September 1901 wurde am 31. Januar 1902 die Freiwillige Feuerwehr mit 24 Gr√ľndungsmitgliedern gegr√ľndet. Am 13. M√§rz vom Landrat genehmigt, wurde die Wehr im April mit Uniformen ausger√ľstet. Im Mai wurde dann eine pferdegezogene 300-Liter-Wagenspritze der Firma Louis Tidow aus Hannover gekauft und bald auch ein Ger√§tehaus mit Feuerl√∂schteich auf dem selben Grundst√ľck Ecke Boben in D√∂rp/Kurze Stra√üe, auf dem auch das heutige Ger√§tehaus steht, errichtet. Unaufgeforderte Brandhilfe war in Kranenburg, Oldendorf, Estorf, Gr√§pel, Blumenthal, Kuhla, Bossel und Behrste zu leisten. Nach Aufforderung auch in Burweg sowie in den Orten Laum√ľhlen, Nindorf, Ihlbeck und Klint auf der anderen Seite der Oste. W√§hrend des Zweiten Weltkriegs wurden wegen Mangels an Einsatzkr√§fte auch Frauen zum Feuerwehrdienst herangezogen. 1946 wurde eine Kraftspritze (TS 8) der √∂sterreichischen Firma Rosenbauer angeschafft und 1948 durch einen einen Einsatzwagen der Firma Ford erg√§nzt. 1948 wurde auch die Sirene auf der Dorfschmiede eingerichtet, die heute aus der Feuerleitzentrale in Wiepenkathen ferngesteuert wird. 1957 wurde der Einsatzwagen durch ein VW-Modell ersetzt. 1960 wurde wegen der mittlerweile beengten Verh√§ltnisse im alten Ger√§tehaus mit dem Bau eines neuen Mehrzweckbaus begonnen, das neben Feuerwehrr√§umen eine Gemeindestube und ein Kalthaus umfasste und das heute auch den Jugendraum beherbergt. Bei der feierlichen Einweihung am 30 April 1960 waren 25 L√∂schfahrzeuge und √ľber 350 Feuerwehrkameraden aus den drei umliegenden Kreisen sowie zahlreiche B√ľrger des Dorfes anwesend. 1972 wurde der Einsatzwagen bei einem Unfall zerst√∂rt. Es konnte aber rasch ein neuer TSF-Wagen angeschafft werden. Zum f√ľnfundsiebzigsten Jubil√§um wurde auch eine Standarte angeschafft.

Sch√ľtzenverein

Der Sch√ľtzenverein wurde im M√§rz 1935 mit 45 Mitgliedern aus dem Kriegerverein heraus ausgegr√ľndet und ein Schie√üstand wurde errichtet. Durch den Zweiten Weltkrieg ruhte das Vereinsleben von 1943 bis 1951. Dann wurde der Verein mit 56 Mitgliedern neugegr√ľndet. Am 20. Juli 1974 wurde auch eine Damenabteilung des Sch√ľtzenvereins mit zun√§chst 21 Mitgliedern gegr√ľndet. Der Sch√ľtzenverein z√§hlt heute mit √ľber 200 Mitgliedern und zahlreichen Veranstaltungen das Jahr √ľber, wie dem zweit√§gigen Sch√ľtzenfest j√§hrlich am dritten Juli-Wochenende, zu den wichtigsten Pfeilern des d√∂rflichen Gemeinschaftslebens. An beiden Tagen wird ein Festumzug durchs Dorf veranstaltet, wobei am Sonnabend die Sch√ľtzenmajest√§tinnen (K√∂nigin und Kinderk√∂nigin) des Vorjahres von zu Hause abgeholt werden und am Sonntag unter Teilnahme von ausw√§rtigen Sch√ľtzenabordnungen die neuen Sch√ľtzenmajest√§ten (K√∂nig und Kinderk√∂nig).

Kriegerverein

Der Kriegerverein wurde am 30. Januar 1898 von neun Kriegsveteranen gegr√ľndet. Zweck des Vereins war vornehmlich Hilfe und Trost bei Hinterbliebenen zu leisten. Im Jahre 1906 wurde f√ľr 275 Mark eine Fahne f√ľr den Verein angeschafft und mit einem Fahnenweihfest und Umzug eingeweiht. Das 25-j√§hrige Fahnenjubil√§um wurde noch festlich begangen, danach aber ruhte das Vereinsleben weitgehend. Erst am 24. Februar 1957 wurde der Verein neugegr√ľndet. W√§hrend zuerst noch ein geschworener Soldateneid Aufnahmebedingung war, wurde dies 1972 soweit liberalisiert, dass jeder Mann √ľber 18 Jahren Mitglied werden konnte. Im September 1998 wurde ein gro√üer Festakt zum 100-j√§hrigen Jubil√§um begangen.

Sportverein

Der in den 1920er Jahren erstmals gegr√ľndete Sportverein Brobergen ist vor allem durch l√§ngere Ruhezeiten gepr√§gt. W√§hrend des Zweiten Weltkriegs ruhte das Vereinsleben erstmals. Aktiven Zeiten nach dem Krieg bis 1950 und ab 1966 wurden von l√§ngeren Ruhephasen auf Grund magelnder Aktivenzahlen unterbrochen. 1990 wurde eine Aufl√∂sung wegen Inaktivit√§t zwar von der Hauptversammlung abgelehnt, aber der Verein ruht seitdem wieder. Die Spieler Brobergens im dominierenden Fu√üball spielen heute vornehmlich im FC Eintracht Oste, zu dem auch die Orte Kranenburg, Gr√§pel und Estorf geh√∂ren.

Brauchtum

Zum Brauchtum geh√∂rt unter anderem das Neujahrsw√ľnschen, bei dem die Kinder von Haus zu Haus ziehen, um ein frohes neues Jahres zu w√ľnschen und als Dank S√ľ√üigkeiten erhalten, w√§hrend die Erwachsenen auf ihrer Tour Grog und √§hnliches zu sich nehmen. Dann das Osterfeuer , das am Ostersonntag entz√ľndet wird, und schlie√ülich das Maibaumpflanzen zu Pfingsten , bei dem die jungen M√§nner in der Nacht zu Pfingstsonntag vor den H√§usern der unverheirateten Frauen sowie bei einigen ausgew√§hlten anderen Personen tags zuvor frisch gef√§llte Birken aufstellen.

Die Broberger Tracht weist gro√üe √Ąhnlichkeiten mit den Trachten der meisten anderen Orte in der Umgebung auf.

Es gab verschiedene Formen der Tracht f√ľr den Alltag, f√ľr den Sonntag, f√ľr h√∂here Festtage sowie eine Trauer- bzw. Halbtrauervariante.

Die Tracht der Männer ist im Gegensatz zu der der Frauen sehr einfach gehalten. Sie trugen blau gestreifte Flanellhemden und Hosen, im Sommer luftige Hosen aus ungefärbtem Leinenstoff. Die Sonntagsvariante bestand aus einer längeren Jacke und Hosen aus dunklem Stoff, unter der Jacke ein weißes Leinenhemd und eine dunke hochgeschlossene Jacke, deren Knöpfe mit dunklem Stoff bespannt waren.

Die Hauben oder M√ľtzen wurden mit unter dem Kinn zusammengebundenen B√§ndern gehalten. Sie wurden allerdings erst nach der Konfirmation getragen.

Die Alltagstracht bestand aus einer grauen Jacke mit dreiviertellangen √Ąrmeln, einen schlichten Rock und einer gestreiften Sch√ľrze.

Die Sonntagstracht wurde zum Gottesdienst und zu Besuchen getragen. Zu ihr wurde eine schwarze Sch√ľrze aus Satinstoff, hinter der sich meist die mit einem Band um die H√ľfte gebundene Geldb√∂rse aus Stoff befand, getragen. Der M√ľtzenspiegel war mit einer Silber litze geschm√ľckt.

Die Trauertracht hat eine schwarze Litze am M√ľtzenspiegel. Die Halbtrauertracht wurde nach dem Ende der einj√§hrigen Trauerzeit im √úbergang zur normalen Kleidung getragen.

Die Tracht war bis Anfang des 20. Jahrhunderts noch allgegenwärtig. Danach nahm ihr Gebrauch rasch ab, so dass sie in den 1950er Jahren nur noch vereinzelt getragen wurde. Heute wird sie nicht mehr getragen.

Bauwerke

Kriegerdenkmal

Am Ortsausgang Richtung Oldendorf in der Nähe des Friedhofs befindet sich das Kriegerdenkmal, das den sieben Gefallenen des Ersten Weltkrieges und den 17 Gefallenen des Zweiten Weltkrieges gedenkt. Es wurde 1921 auf Initiative des Kriegervereins errichtet. Der Festpredigt des Oldendorfer Pastors Hittmeyer wohnte auch der Stader Oberstleutnant von Lahnstein bei.

Ein erneuertes Denkmal wurde nach dem Zweiten Weltkrieg am 28. September 1952 mit einer Festpredigt Pastor Bergens eingeweiht.

Dorfgemeinschaftshaus

Das Broberger Dorfgemeinschaftshaus wurde in den 1990er Jahren beim Schie√üstand des Sch√ľtzenvereins hinter der alten Gastst√§tte errichtet.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Brobergen ist √ľber die K 82 mit Gr√§pel und Kranenburg verbunden. Diese bietet Anschluss an die B 73 bei Burweg und an die B 74 bei Elm , die nach Bremerv√∂rde weiterf√ľhrt. Nach Oldendorf geht die K 78, die nach Himmelpforten weiterf√ľhrt und mit dem dortigen Anschluss an die B 73 die wichtigste Verkehrsverbindung nach Stade und Hamburg bildet.

Durch die nat√ľrliche Barriere, die die Oste bildet und die durch die F√§hre nur schlecht bzw. w√§hrend des Winters gar nicht √ľberwunden werden kann, l√§uft der verkehrliche Kontakt mit den Gebieten westlich der Oste vornehmlich √ľber die Br√ľcken bei Hechthausen und Bremerv√∂rde.

Der Pendelverkehr nach Hamburg l√§uft teilweise √ľber den Bahnhof in Himmelpforten.

Bildung

Heute bestehen in Brobergen keine Bildungseinrichtungen mehr. Die Kinder im Kindergartenalter können den Spielkreis in Kranenburg besuchen. Im weiteren besuchen die Kinder in der Regel die Grundschule in Estorf und schließlich die Haupt- oder Realschule in Oldendorf bzw. das Gymnasium Stade oder das Gymnasium Bremervörde .

Eine Volksschule ist sp√§testens ab 1797 nachgewiesen, aber wahrscheinlich noch einiges √§lter. 1845, in dem Jahre, in dem die Broberger Schulchronik einsetzt, hatte die Schule 45 Sch√ľler. Diese Zahl stieg bis 1914 auf 63 Sch√ľler. Die Schule bestand bis zum 1. Dezember 1966.

Wirtschaft

Wirtschaft besteht heute in Brobergen kaum mehr. Neben etwa einem halben Dutzend landwirtschaftlichen Vollerwerbsbetrieben in Familienbesitz bestehen einige landwirtschaftliche Nebenerwerbsbetriebe sowie ein Betrieb f√ľr K√§ltetechnik und die Gastwirtschaft auf dem H√∂ben. Das einzige Gesch√§ft gef√ľhrt von Familie Plate musste in den 2000er Jahren aus Altersgr√ľnden wie aus Gr√ľnden der Rentabilit√§t aufgeben.

√Ėstlich des Ortes befindet sich zudem ein Windpark mit vier Windr√§dern. Informationen zum politischen Streit, den dieser ausl√∂ste, finden sich beim Gemeindeartikel im Abschnitt Politik.

Persönlichkeiten

Brobergen ist der Wohnort des Comiczeichners Dieter Kalenbach . Der Aachener Medizinprofessor Volker Schumpelick unterhält einen Zweitwohnsitz in Brobergen.

Literatur

  • Friedrich Holst: Roland und die Kraniche, Die Geschichte der Osted√∂rfer Kranenburg und Brobergen (1983)
  • L√ľhmann und Bohmbach: Die Geest und Buxtehude, Urgeschichtsland zwischen Urstromt√§lern (1984)
  • Chronik der D√∂rfer Brobergen und Kranenburg (2005)

Weblinks

Wikipedia

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