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Letzte Änderung für Artikel Bad Zwischenahn: 15.02.2006 08:09

Bad Zwischenahn

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Deutschlandkarte, Position von Bad Zwischenahn hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis : Ammerland
FlĂ€che : 130 kmÂČ
Einwohner : 27.075 (31. Dezember 2003)
Bevölkerungsdichte : 208 Einwohner je kmÂČ
Höhe : 7 m ĂŒ. NN
Postleitzahl : 26160
(alt: W-2903)
Vorwahl : 04403
Geografische Lage :
Koordinaten: 53° 9' N, 8° 0' O
53° 9' N, 8° 0' O
Kfz-Kennzeichen : WST
GemeindeschlĂŒssel : 03 4 51 002
Gemeindegliederung: 19 Bauernschaften
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Brink 9
26160 Bad Zwischenahn
Offizielle Website: www.bad-zwischenahn.de
E-Mail-Adresse: gemeinde@bad-zwischenahn.de
Politik
BĂŒrgermeister : Jan-Dieter Osmers ( CDU )

Bad Zwischenahn ist eine Gemeinde in Niedersachsen, im Landkreis Ammerland, westlich von Oldenburg.

Die Gemeinde Bad Zwischenahn setzt sich aus 19 Bauernschaften [1] zusammen und liegt im SĂŒdosten des Landkreises Ammerland. Im Nordosten des Landkreises grenzt die Gemeinde an die Nachbargemeinde Wiefelstede, im SĂŒden an Edewecht, im Nordwesten an die Kreisstadt Westerstede und im SĂŒdosten an Oldenburg.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Die Gemeinde Bad Zwischenahn liegt im Gebiet der Nordoldenburgisch-Ostfriesischen Geest. WĂ€hrend in den Niederungen (TĂ€ler) feuchte Wiesen zu finden sind, wurden auf den sandigen RĂŒcken AckerflĂ€chen kultiviert. Auf diesen RĂŒcken wurde bis zum Mittelalter vorwiegend Getreide angebaut. Durch den Mono-Anbau kam es zur Verarmung von NĂ€hrstoffen. Um dem verarmten Boden wieder NĂ€hrstoffe zuzufĂŒhren stach man im humusreichen GrĂŒnland der TĂ€ler sogenannte Plaggen aus und brachte sie, angereichert mit Tierexkrementen, als PlaggendĂŒnger auf den AckerflĂ€chen aus. Hierdurch wurden die GeestrĂŒckenflĂ€chen zum plaggengedĂŒngten Esch . Durch das Aufbringen dieser DĂŒngemittel wurden im Laufe der Zeit die EschflĂ€chen deutlich erhöht. Die Talböden sind oft ĂŒberschwemmt, was auf den unterhalb der ammerlĂ€nder Geest befindlichen Ton zurĂŒckzufĂŒhren ist.

SĂŒdlich der AmmerlĂ€nder Geest befindet sich die Leda-JĂŒmme-Niederung. Diese Niederung besteht hauptsĂ€chlich aus Moor . Die zur Gemeinde Bad Zwischenahn gehörenden großen Moore Ekener Moor, Speckener Moor und Kayhauser Moor gehören als nördliche AuslĂ€ufer zum Vehnemoor. Durch das Vorhandensein von Moor konnte Bad Zwischenahn zum staatlich anerkannten Moorheilbad ausgebaut werden und auch durch den Abbau von Torf wirtschaftlich profitieren.

Zentrum der Gemeinde ist das Zwischenahner Meer , welches ĂŒber einen weit in die Tiefe ragenden Salzstock gelegen ist. Das Landschaftsbild wird geprĂ€gt durch im gesamten Ammerland vorkommenden Baumschulen , die vor allem aufgrund des kĂŒstennahen Klimas (hohe Feuchtigkeit, milde Winter) in dieser Gegend hervorragende Voraussetzungen finden. Besonders Rhododendren , ein aus den regenreichen Gebieten des Himalaja kommendes fleischblĂ€ttriges Hartgehölze, finden hier die zur Aufzucht notwendige feuchte Luft.

10,3% des Gemeindegebietes sind von WĂ€ldern und Gehölzen bedeckt (Stand: 1993 ). Als grĂ¶ĂŸtes zusammenhĂ€ngendes Waldgebiet ist hier der Wold bei Bloh zu nennen. Er ist ca. 250 ha groß und bietet mit dem Baggersee Woldsee einen im Sommer gern besuchten Badepark.

Etwa 35% des Gemeindegebietes werden als Weideland oder Wiese genutzt. Besonders die kultivierten Gebiete der ehemaligen Hochmoore zÀhlen zu diesen FlÀchen.

Ackerland (inkl. Baumschulen und Gartenbaubetriebe) bildet zu etwa 23% die GemeindeflĂ€che. Anders als im Mittelalter findet man heute auch in den trockengelegten MoorflĂ€chen Äcker. Hier kann man unterscheiden zwischen den historischen EschĂ€ckern und den neuzeitlichen MoorĂ€ckern.

Wappen

Das Wappen von Bad Zwischenahn zeigt in goldenem Schild zwei rote Balken, belegt mit einem silbernen Brunnen und drei Reithkolben darĂŒber. Es hat nur ein Wappenfeld, wie es nach heraldischen GrundsĂ€tzen fĂŒr Gemeindewappen ĂŒblich ist.

Die roten Balken symbolisieren die Gemeinde Bad Zwischenahn als Gemeinde des Ammerlandes. Ihre Bedeutung geht der Überlieferung nach auf den Grafen Gerd den Mutigen zurĂŒck: sie stellen die sog. ammerlĂ€ndischen Blutbalken dar.

Der Brunnen symbolisiert einen um etwa 900 entstandenen Brunnen im Ortskern von Bad Zwischenahn, der 1955 wieder freigelegt wurde.

Die Reithkolben sind auf den Randbewuchs des Zwischenahner Meeres zurĂŒckzufĂŒhren. Dieses Reith wĂ€chst auch in den weiten Moorgebieten rund um Bad Zwischenahn. Die Moore bilden die Voraussetzung, dass Bad Zwischenahn den Status als staatlich anerkanntes Moorheilbad erhalten hat.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Bad Zwischenahn setzt sich aus 19 Bauernschaften zusammen:

Bad Zwischenahn

Dass Zwischenahn wahrscheinlich im 9. Jahrhundert erste Siedlungen hatte, belegen Ausgrabungsfunde aus einem Brunnen am heutigen Marktplatz. Der Name ist höchstwahrscheinlich von dem Wort to-scentan abgeleitet, was auf ein Rodungsgebiet hindeutet. Das Wort bedeutet etwa soviel wie das Herausgeschnittene. Eine andere Geschichte besagt, dass der Name auf die Lage zwischen mehreren kleinen FlĂŒssen, den Auen herrĂŒhrt. Demnach bedeutet Zwischenahn soviel wie zwischen den Auen.
Das offizielle GrĂŒndungsjahr ist auf 1124 festgelegt. Auf dieses Jahr wurde einstmals der Bau der Kirche, gelegen am Brink datiert.
Der Ortskern prĂ€sentiert sich heute wie eine moderne Kleinstadt mit FußgĂ€ngerzone, Promenade, EinkaufslĂ€den und Gastronomie. Der Antrag zur Verleihung der Stadtrechte 1974 war erfolglos, so dass Zwischenahn nur der Titel Bad verblieb.
Das Zentrum von Bad Zwischenahn befindet sich am Markplatz. Hier steht auch die St. Johannes Kirche. Bis Höhe Georgstraße ist dieser Teil dem Verwaltungsbezirk Bad Zwischenahn I Ost zuzurechnen. Auch die Bahnhofstraße, die FußgĂ€ngerzone von Bad Zwischenahn liegt in diesem Verwaltungsbezirk, wie auch die Promeniermeile Peterstraße. Diese setzt sich in den Verwaltungsbezirk Bad Zwischenahn I West fort. Hier finden sich auch das AmmerlĂ€nder Bauernhaus, ein Museum, der Spieker, eine GaststĂ€tte, sowie die Anlagen der Kurklinik.
Das Gebiet sĂŒdlich der Bahnlinie ist der Verwaltungsbezirk Bad Zwischenahn II. Hier findet man unter anderem auch das Schulzentrum mit Gymnasium und Realschule.
Anders als die Namen der anderen Verwaltungsbezirke der Gemeinde werden die drei Verwaltungsbezirke von Bad Zwischenahn nicht als Ortsteile im normalen Sprachgebrauch verwendet. Man spricht nur von "Bad Zwischenahn" insgesamt. Die nachfolgenden Verwaltungsbezirke sind jedoch eigenstÀndige Ortschaften innerhalb der Gemeinde.

Specken

Der Name ist wahrscheinlich auf das althochdeutsche Wort Spacho zurĂŒckzufĂŒhren, was soviel wie Reisig bedeutet. Auch hat man dĂŒnne Hölzer in Mittelhochdeutsch als Speken bezeichnet. Demzufolge ist Specken (Speken, Speiken) ein Gebiet in den Niederungen der BĂ€ke, das durch einen mit Reisig, bzw. dĂŒnnen Hölzern befestigten Weg zu erreichen war.
Neben dem Gut Specken, einem alten Erbbesitz der Familie Kuck, direkt im Kuck's Busch gelegen, fand man 1952 die Reste einer alten GrÀftenburg, die den ehemaligen Rittern von Specken gehörte.
GegenĂŒber dem Burgareal am Speckener Weg befindet sich das GebĂ€ude der ehemaligen Kornbrennerei Kapels (Kapels' Kornspieker), in dem sich heute ein Museum und eine GaststĂ€tte ("Museumskroog") befinden.

Ekern

Auch Ekern ist ein altes Eschdorf . Der Name geht wohl auf das Wort Eck-hörn zurĂŒck, was soviel bedeutet wie Eichenbusch. Bereits 1359 wird de Ekerner Esch als gerodete Ackerwirtschaftsflur erwĂ€hnt. Durch seine sehr spĂ€te Verkoppelung sind die Flurnamen der einzelnen EschstĂŒcke erhalten geblieben.
Um 1270 hatte die adelige Familie Aschwege eine Burg in der Aueniederung. Der Name der Gegend lautet heute Burgfelde (Borchfelde), was auf den Standort der Burg (Scusselburg) zurĂŒckzufĂŒhren ist. Der Name der Familie von Aschwege ist auf den Sitz derselben im Ortsteil Aschwege zurĂŒckzufĂŒhren. Die alte Bezeichnung Aswede (auch Ascwede) bedeutet soviel wie Eschenwald. Anfang des 15. Jahrhunderts zog die Familie ins MĂŒnsterland. Das GutsgebĂ€ude kann man heute im Museumsdorf Cloppenburg besichtigen.
In Ekern steht eine MĂŒhle, die renoviert und gut erhalten ist. Dass es in Ekern bereits 1371 eine MĂŒhle gab, beweist ein Eintrag im Oldenburger Urkundenbuch, in dem ein Olteke de mĂŒlnere erwĂ€hnt wird. Auch der Fund eines Mahlsteines aus rheinischer Basaltlava im Jahr 1974 belegt Ekern als alten MĂŒhlenstandort.
Eine MĂŒhle gibt es auch in Querenstede, dem ehemaligen Teil der Bauernschaft Ekern, das heute zum Ortsteil Ohrwege zugehörig zĂ€hlt.
Als Industrie hat sich in Ekern vor allem die Ziegelindustrie etabliert, da man hier auf umfangreiche Tonvorkommen zugreifen konnte.
Das sich im Westen an Ekern anschließende Ekener Moor ist auch heute noch eine FlĂ€che, die den Moorcharakter aus frĂŒheren Zeiten gut erahnen lĂ€sst.

DĂ€nikhorst

Auch DĂ€nikhorst (Denechorst, Denichorst) war bis ungefĂ€hr 1509 der Sitz einer Sandburg. Das Oldenburger Urkundenbuch weist im Jahre 1305 Gerhardus Sleppergrelle als Besitzer dieser Burg aus. Um 1509 verkaufte die Familie Sleppergrelle die Burg an den oldenburger Grafen Johann den Älteren . Dieser ließ die Burg verfallen.

Ohrwege

Die genaue Herkunft des Namens Ohrwege ist nicht geklĂ€rt. Vermutet wird, dass der erstmalig um 1270 in den Lehensregistern der Grafen von Oldenburg erwĂ€hnte Name Orwede auf eine alte Flurbezeichnung zurĂŒckzufĂŒhren ist. Die Verbindung zur Bauernschaft Zwischenahn wurde durch eine erhöht gebaute Straße, einem Kamp gebildet. Hier liegt der Ortsteil Altenkamp, in dem besonders in den letzten Jahren Neubaugebiete ausgewiesen wurden und der dadurch deutlich gewachsen ist.
Eine andere Bezeichnung fĂŒr eine erhöhte Straße ist das plattdeutsche Wort Diek, was mit Deich am ehesten zu ĂŒbersetzen ist. An der zweiten von Altenkamp in Richtung Zwischenahn wegfĂŒhrenden Straße Diekweg liegt seit 1929 der Neue Friedhof.
Ohrwegerfeld grenzt nördlich an Ohrwege an und bildet ein dĂŒnn besiedeltes ehemaliges Moorgebiet. Einen großen Teil nimmt das Kienmoor ein, das als geschlossenes Nadelwaldgebiet erhalten ist.
Querenstede geht auf den Anfang des 14. Jahrhunderts zurĂŒck und bietet fĂŒr MĂŒhlenliebhaber eine der gut erhaltenen MĂŒhlen des Ammerlandes, die Querensteder MĂŒhle, die durch den MĂŒhlenverein Bad Zwischenahn intakt gehalten wird. UrsprĂŒnglich zur Bauernschaft Ekern zugehörig gehört Querenstede heute zum Verwaltungsbereich der Ortschaft Ohrwege.

Rostrup

Rostrup ist verwaltungsmĂ€ĂŸig in Rostrup I und Rostrup II aufgeteilt.
Im Alt- und Mittelhochdeutsch wurden feuchte Vertiefungen als Ros (oder Rotz, Roetz) bezeichnet. Der Name Rostrup (Rosthorpe, Rostorp) ist hiervon abgeleitet. Wie auch Ekern wurde Rostrup als Eschdorf gebaut. Die Ă€lteste ErwĂ€hnung des Dorfes findet man im Oldenburger Urkundenbuch im Jahr 1240 . Nachdem 1936 ein MilitĂ€rflugplatz (heute Segelflugplatz) gebaut wurde, mußten die Rostruper Bauern auf den grĂ¶ĂŸten Teil des Esch' fĂŒr ihre Landwirtschaft verzichten. So ganz ohne Eschland mußte der Hof Hösjekamp auskommen. Er liegt nordöstlich von Rostrup direkt in einem Waldgebiet am Zwischenahner Meer . Die heute beliebte Wohngegend wurde urkundlich erstmals 1305 im GĂŒterverzeichnis des Klosters Rastede erwĂ€hnt.
Direkt am Meer liegt an der Grenze zur Bauernschaft Zwischenahn das Gut Eyhausen. Das Gut wechselte als adelig freies Gut im Laufe der Jahrhunderte mehrfach den Besitzer. Im Oldenburger Urkundenbuch wurde es 1331 als Edinchusen erstmalig erwÀhnt. Die Bedeutung des Namens leitet sich wohl am ehesten aus der um 1428 gebrÀuchlichen Bezeichnung Edelinghusen ab, was auf eine "Behausung" von Edelleuten hinweist.
Der Name Deepenfurth ist plattdeutsch und bedeutet soviel wie Tiefer Weg. Dieser Ortsteil von Rostrup II bildet die Verbindung zu Westerstede. Heute befinden sich dort einige Baumschulen, sowie eine GaststĂ€tte an der Kreuzung zu HĂŒllstede, die durch eine besonders imposante und alte Rotbuche im ganzen Ammerland bekannt ist.

Elmendorf

Die Ritter von Elmendorf hatten ihre Burg im heutigen Dreibergen gebaut. Im 13. Jahrhundert besiedelten sie den gesamten nördlichen Teil des Zwischenahner Meeres und gaben so der heutigen Ortschaft Elmendorf ihren Namen. In Elmendorf befindet sich das Gut Blexhaus, das bis 1843 als Poststation diente, weil es an der Poststraße nach Holland lag. Es wurde geschlossen, als der Postverkehr ĂŒber Zwischenahn abgewickelt wurde. Seinen Namen erhielt es durch den um 1500 dort ansĂ€ssigen Gerd Blexen. Ebenso an der Poststraße gelegen war das Gut Klein-Garnholt, das am 28. September 1331 vom Ritter Dietrich von Elmendorf in den Besitz der Grafen von Oldenburg ĂŒberging. Der in der Gegend bekannte Familienname Garnholz leitet sich von diesem Besitz ab: Etwa um 1456 haben die damaligen Meier von Garnholt den Namen ĂŒbernommen. Klein- und Groß-Garnholt sind durch die Heller BĂŒsche getrennt. Hier verlĂ€uft auch die Gemeindegrenze zu Westerstede, denn Groß-Garnholt gehört heute zur Gemeinde Westerstede.
Zwischen Elmendorf und Klein-Garnholt liegt LangebrĂŒgge. Seinen Namen erhielt es, weil es als "BrĂŒcke" zum Mansier Esch angelegt wurde. Wie an vielen anderen Stellen im Ammerland auch waren die BodenverhĂ€ltnisse sehr moorig. Um dennoch das Moor begehbar zu machen wurden StrĂ€ucher gebĂŒndelt und dicht an dicht auf den weichen Untergrund gelegt. Auf diese Weise erhielt man eine BrĂŒcke zum Esch , sehr lang in LangebrĂŒgge.
LangebrĂŒgge war damals Teil des Moores, welches heute als Wilbroksmoor die nordwestliche Grenze zu Westerstede bildet. Wie alle anderen inzwischen nicht mehr aktiven Moorgebiete im Landkreis Ammerland bietet diese Gegend ausgezeichnete Bodeneigenschaften fĂŒr Baumschulen . Auch im Wilbroksmoor sind Baumschulen zum selbstverstĂ€ndlichen Anblick geworden und prĂ€gen das Landschaftsbild der Gemeinde Bad Zwischenahn.

Helle

Helle bedeutet soviel wie Höheres Land. Die Rasteder Chronik erwĂ€hnt Helle das erste Mal 1134 bei der Einweihung der Burg Elmendorf im heutigen Dreibergen. Dreibergen hat seinen Namen erhalten aufgrund dreier kĂŒnstlich aufgeschĂŒtteten HĂŒgel, die das Fundament der ehemaligen Burg Elmendorf bildeten, einer DreihĂŒgelburg. Zwei HĂŒgel beherbergten hölzerne WohntĂŒrme, der dritte HĂŒgel war fĂŒr HĂŒtten des Gesindes angelegt. GegenĂŒber dieser Burg befand sich die Kirche, die etwa 1124 zu Zeiten des Grafen Egilmar II. erbaut wurde und St. BartholomĂ€us geweiht war. Im 15. Jahrhundert wurde sie abgebrochen. Der Sage nach wurden die Ziegel zur Erweiterung der Kirche in Zwischenahn verwendet. Einstmals lautete der Name der Ortschaft Altenkirchen, welcher heute lediglich als Flurname erhalten blieb.
Direkt neben Dreibergen liegt Meyerhausen. In dieser Ortschaft hatten die Ritter von Elmendorf den ersten Meierhof gegrĂŒndet, der 1331 in einem Vertrag zwischen dem Ritter Dietrich von Elmendorf und den Grafen von Oldenburg in oldenburgischem Besitz ĂŒberging. Nördlich an Meyerhausen grenzt Kreyenkamp an, welches auch heute noch dĂŒnn besiedelt ist. In dieser Gegend muss auch die alte Ortschaft Loye (ursprĂŒnglich: Loie) gelegen haben, die heute nicht mehr existiert. Weiter nördlich gelangt man nach Hellermoor, was bis Anfang des 19. Jahrhunderts den Bauern aus Helle zum Torfstechen diente. Auch heute ist das Hellermoor nicht besonders stark besiedelt.

Aschhausen

Aschhausen ist urkundlich seit 1249 unter dem Namen Aschehusen erwĂ€hnt. Der Name leitet sich von dem Wort Esch ab. Durch Urnenfunde ist belegt, dass die ersten Siedlungen in diesem Gebiet sich bereits im 7. Jahrhundert vor Christus ereigneten. Diese frĂŒhen Siedlungen wurden jedoch im 5. - 6. Jahrhundert wieder aufgegeben, was wohl auf KlimaverĂ€nderungen zurĂŒckzufĂŒhren ist. Seit dem 8. Jahrhundert entstanden dann Eschsiedlungen, d.h. es wurden Höfe vor den Eschen angelegt, die zum Ackerbau verwendet wurden. Aschhausen ist unterteilt in Aschhausen, Aschhauserfeld, Haarenstroth und Aue. Der heutige Kern der Ortschaft liegt in Aschhauserfeld, das im 19. Jahrhundert eine höhere Ansiedelung erfuhr als Aschhausen selbst. Im 15. Jahrhundert wurde die Flur Haarenstroth der Bauernschaft Borbek (Wiefelstede) durch die Bauernschaft Aschhausen abgekauft. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde diese Gegend besiedelt. An der heutigen Kreisstrasse nach Oldenburg liegen in Haarenstroth zwei historische GaststĂ€tten: der Bremer SchlĂŒssel (heute "AmmerlĂ€nder Steakhaus") wurde ung. 1800 errichtet, die GaststĂ€tte Ton Scharpen Eck (plattdeutsch: "zur scharfen Ecke") wurde 1860 erbaut. Durch die HalfstĂ€der BĂ€ke ist Halfstede von Aschhausen abgegrenzt. Dass die Gegend um Halfstede (frĂŒher: Hallenstede, Hallesen) bereits frĂŒhzeitig eine zentrale Bedeutung fĂŒr die Besiedelung hatte, belegt ein hier entdecktes UrnengrĂ€berfeld. Aue hat seinen Namen aufgrund seiner NĂ€he zum Aue-Bach, der am Ostufer des Zwischenahner Meeres einen Zufluss bildet. Es liegt zwischen Halfstede und Meyerhausen. Entstanden ist die Ortschaft etwa 1305 , als der Hof Tiden als Eigentum des Klosters Rastede im KlostergĂŒterverzeichnis erwĂ€hnt wurde. Die zu Aue gehörenden großen ÖdlandflĂ€chen wurden 1895 durch DampftiefpflĂŒge kultiviert.

Kayhausen

Im Mittelalter war dieser Ortsteil Sitz der Junker von Kayhausen. Die Junker hatten ihre Burg am Ufer des Meeres gebaut, nach 1385 verfiel die Burg jedoch nach und nach. Teilweise sind Wall und Graben heute noch erkennbar. Der damals zur Burg gehörende Meierhof ist heute Sitz einer GaststÀtte, dem Ahrenshof, in dessen Familienbesitz dieser seit 1696 sich befindet.
Kayhauserfeld wurde erst sehr spÀt besiedelt, da es hauptsÀchlich aus MoorflÀchen bestand. 1825 wurden in diesem damals zur Bauernschaft Zwischenahn gehörenden Ortsteil 14 Einwohner gezÀhlt.
Heute ist der grĂ¶ĂŸte Teil von Kayhauserfeld Gewerbegebiet.

Petersfehn

Petersfehn wurde erst sehr spĂ€t in der Mitte des 19. Jahrhunderts als Moorkolonie gegrĂŒndet.
Von 1847 bis 1897 gehörte die Bauernschaft zur Landgemeinde Oldenburg, dann bis 1924 zu Eversten. Von 1924 bis 1933 war Petersfehn Teil der Gemeinde Ofen und im Zuge der Verwaltungsreform 1933 wurde die Bauernschaft Teil der Gemeinde Bad Zwischenahn.
Die Kirche, der Friedhof, die Schule und die Sportanlagen befinden sich alle in Petersfehn I.
Die Namen Petersfehn I und Petersfehn II ergeben sich aufgrund der Besiedelung. Zwischen dem wesentlich grĂ¶ĂŸeren Petersfehn I und dem jĂŒngeren Petersfehn II liegen einige Kilometer fast unbesiedelten Gebietes. Aus diesem Grund wurden zwei geschlossene Ortschaften ausgewiesen.

Wehnen

1278 wird Wehnen erstmalig in den Lehnsregistern der Grafen von Oldenburg erwÀhnt. Die damalige Schreibweise lautete Weneden. Diese Schreibweise ist auch noch 1402 im Oldenburger Urkundenbuch zu finden. 1428 wird dann Weende und 1521 Ween verwendet. Die heutige Schreibweise Wehnen ist seit 1627 verbrieft.
Wehnen ist Sitz des NiedersĂ€chsischen Landeskrankenhauses Wehnen, zu dem im Juli 1854 der Grundstein auf einen ca. 13 ha großen GelĂ€ndes des Wehner Esch' gelegt wurde. Da das Kloster Blankenburg zu klein wurde, sollte im Großherzogtum Oldenburg eine neue Irrenanstalt gegrĂŒndet werden. Am 15. MĂ€rz 1858 fand die Eröffnung statt. Nach EinfĂŒhrung des Lehrstuhles fĂŒr Psychiatrie (in Niedersachsen 1868 von Ludwig Meyer im Landeskrankenhaus Göttingen eingerichtet) wurde aus der Irrenanstalt ein Krankenhaus fĂŒr Psychiatrie. Wie bei allen Institutionen dieser Art ist auch die Geschichte dieses Krankenhauses in der Zeit von 1933 bis 1945 keine löbliche, was jedoch nicht auf die damaligen Leiter zurĂŒckzufĂŒhren ist, die sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten durchaus gegen das Nazi-Regime durchzusetzen versuchten. Dass es im LKH Wehnen jedoch keine FĂ€lle von Euthanasie gegeben haben soll, wie es Landesrat H. Plagge 1958 schrieb, ist umstritten.
Heute ist das Krankenhaus auf die psychiatrische Vollversorgung von Patienten aus Landkreisen des Umlandes spezialisiert.

Ofen

Das althochdeutsche Wort ouwa bedeutete soviel wie Aue oder Wiese. Von ihm leitet sich die heutige Bezeichnung Ofen fĂŒr die Bauernschaft ab, die im Laufe der Jahrhunderte einige andere Schreibweisen durchlaufen hat.
( 1379 Oven (erstmalig urkundlich erwÀhnt), 1428 Ouven, 1643 Offen)
Die Bauernschaft Ofen gehörte ursprĂŒnglich zur Hausvogtei der Grafen von Oldenburg. Erst 1897 wurde es aufgrund von Bestrebungen, das oldenburger Umland in selbststĂ€ndige Landgemeinden aufzuteilen, dem heutigen oldenburger Stadtteil Eversten angegliedert. Im Zuge der Eingemeindungen des Umlandes der Stadt Oldenburg (Oldb) im Jahre 1924 wurde Ofen zur selbstĂ€ndigen Gemeinde, der u.a. Metjendorf angehörte. Bei der Oldenburgischen Verwaltungsreform von 1933 wurde der grĂ¶ĂŸte Teil der Gemeinde Ofen wieder aufgelöst und das Dorf Ofen der Gemeinde Bad Zwischenahn angegliedert. Die evangelische Kirche in Ofen ist eine Schwesterkirche von Metjendorf. 1948 versuchte Ofen sich wieder zu verselbststĂ€ndigen. Dies gelang jedoch nicht, so dass Ofen als Bauernschaft in der Gemeinde Bad Zwischenahn verblieb.

Westerholtsfelde

Wie Petersfehn wurde auch Westerholtsfelde in der ersten HÀlfte des 19. Jahrhunderts als Moorkolonie besiedelt. Im Zuge der Verwaltungsreform 1933 wurde Westerholtsfelde von der Gemeinde Wiefelstede (Neuenkruge) der Gemeinde Bad Zwischenahn zugehörig.

Bloh

Die Bauernschaft Bloh wird erstmalig 1425 als Bylo erwĂ€hnt, was soviel wie beim Holze bedeutet. Heute ist Bloh aufgeteilt in Nord-Bloh, was zu Wehnen gehört und SĂŒd-Bloh, welches zu Petersfehn I gehört. Die ursprĂŒnglich zur Bauernschaft gehörigen Teile Bloherfelde und Hinterm Wildenloh sind heute Teile des Stadtgebietes von Oldenburg.

Bildungseinrichtungen

Hauptschule Bad Zwischenahn

Das GebĂ€ude der heutigen Hauptschule Bad Zwischenahn wurde am 07. Januar 1956 an der Schulstraße eingeweiht. Der Neu-/ Umbau wurde notwendig, nachdem die SchĂŒlerzahl nach dem Zweiten Weltkrieg in dem beschĂ€digten GebĂ€ude nicht mehr untergebracht werden konnte. Zudem belegten FlĂŒchtlinge die gesamte untere Etage des KlinkersteingebĂ€udes. Zuvor war die Schule mit deutschen Truppen belegt, die sich auf dem RĂŒckzug vor aus dem Raum Edewecht heranrĂŒckenden Alliierten befanden. Anschließend haben diese in den SchulrĂ€umen ein Lazarett eingerichtet. Die damalige SchĂŒlerzahl von etwa 800 Kindern konnte erst ab dem 24. August 1945 mit damals vier Lehrern wieder im GebĂ€ude unterrichtet werden.

Bereits 1600 wird im Archiv der Kirchengemeinde Bad Zwischenahn eine Volksschule erwÀhnt, deren Standort heute jedoch nicht mehr bekannt ist. Dieses Archiv berichtet von einer auf dem Kirchhof stehenden Schule in ihrem Inventarium vom 17. Dezember 1708 .

Zu dieser Zeit wurde der Schulunterricht durch die Kirche und durch die Allgemeinheit finanziert. Eltern hatten fĂŒr Ihre Kinder Schulgeld zu zahlen, das regionsweise unterschiedlich hoch war. Neben dem Schulgeld wurden auch sogenannte Pröven als Bezahlung akzeptiert. Pröven waren Naturalien (z.B. Brot, Eier, KĂ€se), die dem Lehrer neben dem Schulgeld und dem Schulland (oftmals aus der Allmende bereitgestellt) den Unterhalt sicherten. Die mittellosen SchĂŒler ( "paupers" ) mußten zur Finanzierung ihres Unterrichtes oftmals nach dem Vesper (Nachmittagsessen) am Sonntag herumgehen und Almosen durch das Singen kirchlicher Lieder sammeln. Die Pastoren der Kirche kontrollierten den Unterricht der hauptamtlichen Lehrer, die wiederum sicherzustellen hatten, dass ihre SchĂŒler regelmĂ€ĂŸig am sonntĂ€glichen Kirchenunterricht teilnahmen und bei Abwesenheit den Grund erfragen und dokumentieren mußten.

Erneute bauliche VerĂ€nderungen des GebĂ€udes der Volksschule wurden 1962 notwendig, nachdem die 9. Schulklasse eingefĂŒhrt wurde. Zwischen 1962 und 1968 erhielt die Schule u.a. einen Physik-, einen Chemie- und einen Werkraum.

Grundschulen

Grundschule Zwischenahn

GegenĂŒber dem GebĂ€ude der heutigen Hauptschule befindet sich ein GebĂ€ude, das ehemals die Landwirtschafts- und Sonderschule beherbergte. Heute befindet sich in diesem GebĂ€ude eine Sprachheilklasse (die einzige im Ammerland befindliche Sprachheilklasse, die sich gezielt um sprachliche Defizite in den ersten beiden Grundschulklassen kĂŒmmert) und die Grundschule Zwischenahn, die seit der Reform des niedersĂ€chsischen Schulgesetzes vom 27. September 1993 als "volle Halbtagsgrundschule" gefĂŒhrt wird. Eine volle Halbtagsschule stellte zum Zeitpunkt ihrer EinfĂŒhrung sicher, dass die SchĂŒler in der Zeit von 07:40 h bis mindestens 12:30 h durch die Schule betreut wurden.

1972 wurde die Sonderschule mit der Sonderschule in Edewecht zusammengelegt. Da diese Schule am Standort Edewecht angesiedelt wurde, wurden im GebĂ€ude an der Schulstraße RĂ€ume fĂŒr einen Schulkindergarten frei.

Im Zuge der Gemeinde-Schulreform und der damit verbundenen VerĂ€nderung der Schulstandorte wurde die Grundschule Zwischenahn (an der Schulstrasse) mit der Grundschule am Wiesengrund (Grundschule Uhlandstraße)im Jahre 2004 zusammengelegt. In den freigewordenen RĂ€umlichkeiten in der Schulstraße zog anschließend die Hauptschule ein, weil die dortigen RĂ€umlichkeiten nicht ausreichten, um die von der Hauptschule Rostrup an diesen Standort verlegten SchĂŒler aufzunehmen.

Grundschule am Wiesengrund

Diese Schule entstand an der Uhlandstraße aufgrund bereits 1949 erkannter Notwendigkeit zum Bau einer zweiten Volksschule. Dieser damals vom Rektor Meyer der Volksschule gestellte Antrag, eine zweite Volksschule im neuen Siedlungsgebiet in Zwischenahnerfeld zu bauen wurde jedoch erst 1952 wieder aufgegriffen und erst 1961 durch den Schulausschuß der Gemeinde beschlossen. Der daraufhin entstandene Bau wurde bis 1970 als Außenstelle gefĂŒhrt. In den 70er Jahren mußten Grundschulklassen der Grundschule Zwischenahn hierhin ausgelagert werden. Die Grundschule Uhlandstraße quartierte sich damals in zwei RĂ€ume der auf dem GelĂ€nde des Gymnasiums Bad Zwischenahn gelegenen sogenannten 'HollandhĂ€user' ein. Nachdem 1974 ein Erweiterungsbau errichtet wurde, konnten diese RĂ€ume wieder aufgegeben werden. In einem angrenzenden 1968 erbauten GebĂ€ude (Pestalozzistraße) war die heute in Rostrup befindliche Katholische Grundschule untergebracht.

Grundschule Ofen

Die als volle Halbtagsgrundschule gefĂŒhrte Schule im Ortsteil Ofen wurde bereits am 03. Dezember 1593 gegrĂŒndet. Das GrĂŒndungsprotokoll der Ă€ltesten Schule der Gemeinde ist erhalten geblieben. Der erste Bau dieser Schule entstand auf dem gegenĂŒber liegenden GrundstĂŒck der heutigen Schule.

Mit einem festen Schulbau war Ofen den anderen Ortschaften gegenĂŒber im Vorteil, die hauptsĂ€chlich zu dieser Zeit mit Cirkularschulen vorlieb nehmen mussten. Cirkularschulen wurden meist in einem Raum eines grĂ¶ĂŸeren Bauernhauses untergebracht und wechselten von Jahr zu Jahr ihren Ort.

Am 25. Oktober 1807 wurde der Grundstein zum Neubau der Schule gelegt. Trotz Umbau in 1842 galt die Schule im Jahr 1883 bereits wieder als "verfallen". Der am 25. Februar 1902 beschlossene Neubau der Schule wurde als zweiklassige Schule mit Lehrerwohnung auf der anderen Straßenseite der Straße "An der Alten Dorfstraße" realisiert. Das alte SchulgebĂ€ude wurde verkauft und 1913 zu einer Dorfschmiede umgebaut.

Nicht lange nach dem Bestehen der Schule wurde 1908 der Bau eines Blitzableiters umgesetzt, nachdem die Tochter des damaligen Schulleiters Schmidt am Eingang der Schule tödlich von einem Blitz getroffen wurde.

Der Zweiklassen-Unterricht erfolgte bis gegen Ende des Zweiten Weltkrieges in ausreichend groß bemessenen UnterrichtsrĂ€umen. Nach der Besetzung durch kanadische Panzersoldaten wurde der Schulunterricht unterbrochen, da die Soldaten in den UnterrichtsrĂ€umen und in der Lehrerwohnung ihr Quartier bezogen. Nach der Wiederaufnahme des Unterrichtes am 24. Juni 1945 hatte die Schule erhebliche Raumprobleme aufgrund des SchĂŒlerzuwachses durch Heimatvertriebene. Bevor 1948 eine zweirĂ€umige Baracke neben der Schule gebaut wurde, musste man 1946 noch einen Raum in der benachbarten GaststĂ€tte mieten, um die damals 187 Jungen und MĂ€dchen unterrichten zu können.

Einen weiteren wesentlichen Zuwachs an SchĂŒlern erlebte die Volksschule Ofen am 01. April 1953 , als das im heutigen Ortsteil Westerholtsfelde gelegene sogenannte Lettenlager aufgelöst wurde und die dort unterrichteten FlĂŒchtlinge aus vorwiegend Lettland und Litauen zukĂŒnftig in Ofen die Schule besuchten.

Nachdem am 17. Mai 1955 die Schulbaracke durch einen Sturm völlig zerstört wurde, erfolgte 1957 die Erweiterung der Schule. Diese Erweiterung endete 1971 mit dem Bau der Turnhalle.

Die Umwandlung der Volksschule Ofen in eine Grundschule erfolgte 1975 . Die Klassen 1-4 wurden weiterhin in Ofen unterrichtet, die Klassen 5-13 besuchten zukĂŒnftig die Schulen in Bad Zwischenahn und Rostrup.

Katholische Schule

Aufgrund des vermehrten Zustromes von katholischen FlĂŒchtlingskindern nach dem 2. Weltkrieg , wurde 1946 beschlossen, dass die Einrichtung eigener katholischer Klassen in den protestantischen Schulen ab einer SchĂŒlerzahl von 40 umzusetzen sei. Am 14. Oktober 1946 wurde in Bad Zwischenahn mit einer SchĂŒlerstĂ€rke von 38 die katholische Volksschule gegrĂŒndet, die vorerst mit in den RĂ€umen der Schulstraße untergebracht war. Die frĂŒhere Fleischwarenfabrig Helbig an der Straße Am Hogen Hagen war dann ab dem 14. April 1948 der Standort dieser katholischen Volksschule. Das direkt vor der Zwischenahner MĂŒhle befindliche GebĂ€ude existiert heute nicht mehr.

Mit der EinfĂŒhrung des 9. Schuljahres besuchten die katholischen SchĂŒler Schulen in Oldenburg, die Klassen 5-8 wurden in die evangelische Volksschule in der Schulstraße integriert und die GrundschĂŒler besuchten das 1969 neu errichtete GebĂ€ude an der Pestalozzistraße.

Heute befindet sich die katholische Grundschule auf dem GelĂ€nde der Grundschule Rostrup. Die SchĂŒler der von 1947 bis 1956 in Elmendorf befindlichen katholischen Schule wurden nach Auflösung dieser Schule zur katholischen Volksschule in Bad Zwischenahn umgeschult.

Schulzentrum Bad Zwischenahn

Realschule Bad Zwischenahn

Gymnasium Bad Zwischenahn-Edewecht

Gymnasium Bad Zwischenahn Edewecht

Berufsbildene Schulen Ammerland

Berufsbildene Schulen Ammerland

Geschlossene Schulstandorte

Schule Burgfelde

Dieses etwa um 1698 errichtete SchulgebĂ€ude im heutigen Ortsteil Ekern beherbergt nach der Schließung zum Schluljahresende 1970 örtliche Vereine der Gegend.

Die zuletzt als Grundschule betriebene Schule wurde ursprĂŒnglich erbaut, um den Kindern des Dorfes nicht den langen Schulweg nach Zwischenahn zuzumuten. Auch die Einwohner der Bauernschaften Ohrwege und DĂ€nikhorst schickten im 18. Jahrhundert ihre Kinder auf diese Schule. Als dadurch das damalige GebĂ€ude allmĂ€hlich zu klein wurde und am 05. Februar 1785 der Bau eines neuen SchulgebĂ€udes beantragt wurde, an dem sich auch die Eltern dieser Bauernschaften beteiligen sollten, weigerten sich diese, machten aber deutlich, auch ohne Beteiligung an den Kosten von geschĂ€tzten 260 Reichstalern ihre Kinder weiterhin auf die Schule in Burgfelde zu schicken. Die fehlenden 160 Reichstaler (die Kirche gab 100) wurden als Anleihe bei der Kirche finanziert, so dass das neue SchulgebĂ€ude 1795 gebaut werden konnte.

Steigende SchĂŒlerzahlen (trotz der Trennung von DĂ€nikhorst aus dem Schulverband Burgfelde) machten einen Neubau um 1837 notwendig. Wegen den zu erwartenden hohen Kosten wurde der Neubau jedoch nicht realisiert. Stattdessen wurde die benachbarte Köterei des verstorbenen Johann Heinrich Schröder durch seine Witwe am 19. MĂ€rz 1839 an den SchultrĂ€ger verkauft. Die Kosten hierfĂŒr wurden durch den Verkauf des alten SchulgebĂ€udes gedeckt.

1901 betrug die SchĂŒlerzahl etwa 80-100 SchĂŒler.

Nach einem Brand 1850 wurde die Schule teilweise zerstört und ebenso wie nach den KriegsschĂ€den 1945 jedesmal wieder aufgebaut. Ab 1962 wurde die Volksschule als Grundschule mit den JahrgĂ€ngen 1-4 weitergefĂŒhrt und mit Ratsbeschluss vom 16. Juni 1970 dann komplett geschlossen.


Schule DĂ€nikhorst

Am 20. Juni 1820 beantragte die Bauernschaft DĂ€nikhorst beim "Herzoglichen Consortium" in Oldenburg, eine eigene Schule errichten zu dĂŒrfen. Das im Staatsarchiv Oldenburg vorhandene Schreiben zitiert als BegrĂŒndung: "Die Kinder brauchen nicht soviel Zeit, so daß sie das Gelernte unterwegs nicht so leicht ausschwitzen konnten."

Die Errichtung der Schule wurde 1829 durch den Ankauf einer Köterstelle realisiert und unter finanzieller Hilfe der Kirche und des Großherzoges 1830 in Betrieb genommen. Diese Schule erhielt 1891 dann fĂŒr damals 12.788,45 Mark einen Neubau.

Nachdem die Schule nach der Besetzung durch kanadische Soldaten am 27. April 1945 kurze Zeit spĂ€ter abbrannte, besuchten die SchĂŒler aus DĂ€nikhorst zunĂ€chst die Schule in Ohrwege. Die dortige Schule nahm am 24. August 1945 den Unterricht wieder auf. Damals hat ein einziger Lehrer (bis 1946 ) etwa 250 Kinder aus den beiden Bauernschaften DĂ€nikhorst und Ohrwege dort unterrichtet. Nach dem Aufstellen einer Schulbaracke konnten die 77 dĂ€nikhorster SchĂŒler dann ab 14. Oktober 1946 wieder in ihrer eigenen Bauernschaft unterrichtet werden.

Der Neubau der Schule an der Hauptstraße des Dorfes wurde 1950 fertiggestellt und 1962 mit einem NebengebĂ€ude erweitert.

In der Zeit von 1948 bis 1978 hat die Schule im Auftrag des Meteorologischen Amtes eine Klimastation betrieben. Die so gewonnenen Wetterdaten wurden jeden Monat in der Nordwest-Zeitung veröffentlicht.

Nach Ende des Schuljahres 1973 / 1974 wurde die Schule auf Beschluss des Gemeinderates geschlossen. Die GrundschĂŒler besuchen seitdem die Grundschule Osterscheps (Gemeinde Edewecht). Das SchulgebĂ€ude wird seitdem als Vereinshaus genutzt.

Schule Ohrwege

Mit Erlaß vom 11. November 1900 wurde die Teilung der Schulacht Burgfelde / Ohrwege beschlossen. Diesem Beschluss gingen zahlreiche AntrĂ€ge ( 1825 , 1834 , 1864 ) voraus, bei denen es zu keiner Entscheidung kam. Man hat damals die Aue als Trennungslinie willkĂŒrlich festgesetzt. Das neugebaute SchulgebĂ€ude wurde 1902 fertiggestellt. Bis 1953 wurde die Schule zweiklassig betrieben. Die Einrichtung einer dritten Klasse wurde nach einer Erweiterung möglich.

1971 wurde die Schule aufgelöst und die GrundschĂŒler besuchten seitdem die Schule in Rostrup.


StÀdtepartnerschaften

  • Izegem (Belgien) seit 20. September 1980
  • Centerville (Ohio, USA) seit August 1981



Kultur und SehenswĂŒrdigkeiten

Wasserturm in Bad Zwischenahn
Wasserturm in Bad Zwischenahn
WindmĂŒhle in Bad Zwischenahn
WindmĂŒhle in Bad Zwischenahn
  • Park der GĂ€rten
  • Altes Kurhaus
  • Zwischenahner Meer
  • AmmerlĂ€nder Bauernhaus
  • Spieker
  • Evgl. Johanneskirche
Die romanisch-gotische Kirche besitzt im Inneren barocke Emporen, eine barocke Kanzel, eine klassizistische Orgel und einen prĂ€chtigen gotischen FlĂŒgelaltar aus dem 16. Jahrhundert.
  • Wasserturm
Der Wasserturm in Bad Zwischenahn wurde 1937 fertiggestellt.
  • MĂŒhlen
WindmĂŒhle Bad Zwischenahn


Museen

  • Freilichtmuseum
  • Museumskroog Specken


RegelmĂ€ĂŸige Veranstaltungen

Bad Zwischenahner Woche (ZwiWo) [2]

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

  • Heinrich Sandstede (1859-1951), Dr. h.c., Pflanzenforscher
  • Wilhelm Gleimius ( 1857-1950)


Kulinarische SpezialitÀten

  • Smoortaal
  • AmmerlĂ€nder Schinken
  • GrĂŒnkohl
  • AmmerlĂ€nder Löffeltrunk
Der AmmerlÀnder Löffeltrunk wird aus Zinnlöffeln getrunken, die man mit der gesamten linken Faust umschlossen hÀlt.
Zu der Trinkzeremonie gehört ein plattdeutscher Spruch, wobei der Gastgeber beginnt und sich mit seinen GÀsten im Aufsagen abwechselt.
Unmittelbar nach dem Prost werden die Zinnlöffel mit der Zunge so trocken geleckt, dass beim anschließenden Ablegen auf ein Handtuch keine feuchten RĂ€nder entstehen. Gelingt dies bei Einem oder Mehreren nicht, beginnt die Zeremonie von vorn. Abgelegt werden die Löffel aber erst nach vollendetem Aufsagen des gesamten Spruches.
AmmerlÀnder Löffeltrunk wird vor Allem vor und nach einer Smortaal - Mahlzeit zelebriert. Getrunken wird klarer Weizenkorn, der Gleiche, der auch zum HÀndeabwaschen nach dem Aalessen dient.
Der AmmerlÀnder Löffeltrunk
Text bei einem Gast Text bei mehreren GĂ€sten Übersetzung Kommentar
Ik seh Di Ik seh Ji Ich sehe Dich / Euch oder:ich begrĂŒĂŸe Dich / Euch
Dat freit mi Dat freit us Das freut mich / uns
Ik sup Di to Ik sup Ji to Ich trinke Dir / Euch zu oder: ich stoße mit Dir / Euch an
Dat do Dat do Tu das
Prost Prost Prost
Ik heb Di tosopen Ik heb Ji tosopen Ich habe Dir / Euch zugetrunken oder: ich habe mit Dir / Euch angestoßen
Hest den Rechten dropen Hest den Rechten dropen Du hast den Richtigen getroffen
So hebt wi dat immer doh'n So hebt wi dat immer doh'n So haben wir das immer getan
So schalt dat ok wieter goh'n So schalt dat ok wieter goh'n So soll das auch weiter gehen

Literatur

Chronik der Gemeinde Bad Zwischenahn, (1994 Buchhandlung GrĂŒttefien, Bad Zwischenahn)

Weblinks



Informationen aus der Umgebung

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